Sonntag, 7.8.2022 – Dienstag, 9.8.2022

Sonntag:  Der Morgenwind kommt heute aus Westen, d.h. die Sonne brennt ins Cockpit rein, gnadenlos.

Es ist ablandiger Wind, d.h. wir könnten die Südküste entlang segeln mit gutem Wind und keine Wellen.

An jedem Kap steht ein wunderschöner Leuchtturm! Seine Signale sieht man sehr sehr weit und auf der Seekarte kann man nachsehen, wie die Lichtsignale sind. So haben sie früher navigiert.

Ganz selten sieht man auch alte traditionsschiffe wie dieser 3-Master hier. Z.B. das Gucci Schiff ist auch ein solcher 3 Master, natürlich in gold.

Gesagt getan!

Das hat auch wunderbar geklappt aber je näher wir zum Kap kommen umso mehr rasende Motoryachten fahren knapp an uns vorbei um in die Süd Bucht zu gelangen, andere wieder zurück. Es ist schlimmer Verkehr, wie auf der Autobahn. Nur dass jedes Schiff eine riesige Heckwelle hinterlässt, auf der man dann hin und her gerissen wird, das Segel flattert. Das Arme Schiff.

Wieso können sie nicht Abstand halten und wieso gibt es hier keine Geschwindigkeits Beschränkungen, ist doch Naturschutz Gebiet. Achtsamkeit gibt es gar nicht mehr wenn es um die riesigen Yachten geht. Als wären sie alle unter Drogen.

Ziemlich geschlaucht kommen wir am Kap an. Es wäre so eine wunderschöne Strecke an der Steilküste entlang, mit vielen Höhlen und Ablagerungen, aber leider waren wir beschäftigt unser Schiff in jede Heckwelle hinein zu lenken und danach wieder raus.

Dazu kommt noch dass es Sonntag ist und August und das ist Hochsaison!

Kurz nach dem Kap kommt eine Seichtstelle mit himmelblauem Wasser, so richtige “WAU” Stelle. Fasziniert starren alle ins Wasser, nicht türkis sondern himmelblau. Natürlich liegen hier auch schon unendlich viele Yachten und Boote vor Anker. Wir stellen uns trotzdem dazu. Hier muss man einfach bleiben.

Es ist schrecklich wie die Motorboote und Yachten sinnlos mit Vollgas auf und ab pressen und Sprit verbrauchen und das stört niemand, aber Sparpakete werden geschürt. Ich bin nicht jemand, der jammert oder sich beschwert, aber wenn ihr das seht…… und in so eine Yacht passen gleich mehrere Liter Diesel…… wofür, nur um sie herzuzeigen! Sehr traurig ist das!

Abends wird es zum Glück ruhiger. Fast alle fahren wieder in ihren Hafen zurück, natürlich mit Vollgas, nur ein Paar Segler bleiben vor dem kleinen Ort im blauen Anker über Nacht.

Montag: ich bin schon wach und schwimme in dem wunderschönen, noch ruhigen, glasklaren, himmelblauen Wasser.

Es ist ein Traum und es wird mir so abgehen dieses Blau!!!!!

Aber bald werden die Raser wieder kommen.

Wir fahren hoch nach Mahon, in die Hauptstadt. Wir brauchen Treibstoff für die lange Überfahrt und Essen.

In Mahon ist auch alles überfüllt und es dauert eine Weile bis wir einen Ankerplatz finden, der uns gefällt, wo wir auch ruhig von Bord gehen können, der Anker gut hält und wir in niemand anderen hineintreiben.

Es klappt! Wir finden den großen Eroski Supermarkt wieder an der Hauptstraße und sind brav angestellt an der Tankstelle mit vielen anderen Booten.

Abends wird es ganz ruhig beim Schiff und sehr sehr warm ist es noch. wir liegen im Trampolin und schauen zu den Sternen. Es ist recht dunkel in der Ankerbucht. Die Stadt ist ein Stück entfernt.

Dienstag: wir bleiben noch, holen nochmal Lebensmittel und nochmal ein paar Kanister Treibstoff.

Das Schwimmen ist hier nicht so besonders. Es sind viele Boote, Franzosen haben meist keine Toilette an Bord und die kleinen Familienboote mit den ganzen Familien schon gar nicht. Wenn ich mich abkühle im Wasser, dann nur kurz. Abkühlen kann man eigentlich nicht sagen, es hat 29 Grad und tauscht sich nicht sehr.

Wir haben immer noch Hitzewelle. Dazu kommt, dass es abends nicht abkühlt, was ein wenig anstrengend ist zu schlafen, wenn der Wind einschläft.

Es gibt hier tolle Sehenswürdigkeiten, die Altstadt, das Fort – wir hatten schon mal eine Führung wie Daniela da war, die Pestinsel, das alte Krankenhaus. Die Stadt hat eine alte Geschichte als Handelshafen. Aber es ist unmöglich bei dieser Hitze. Seit 6 Wochen gibt es keine einzige Wolke, nur Schönwetter – ein Azorenhoch, dass so stark ist, dass es alle Tief fernhält und Hitzewelle.

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Freitag, 5.8.2022 – Samstag, 6.8.2022

Freitag: Es geht weiter. 9.00 Wir sind bereit. Anker haben und raus aufs Meer, rüber nach Menorca. Ca. 6 Stunden kann die Fahrt dauern, es sind über 30 Seemeilen.

Angesagt ist Wind unter 10 Knoten.

2 Stunden später haben wir 15 Knoten, ein wenig später 20 Knoten. so ist das mit dem Wetterbericht. Wir haben viele verschiedene Berichte, die wir täglich studieren, sogar bezahlte. Jeder Wetterdienst sagt etwas anderes voraus. Arome sagt unglaublich starken Wind rund um Barcelona um 20.00 – da sieht mir sehr nach Gewitter aus, was in dieser Gegend oft vorkommt. Hoffentlich kommt es nicht übers Meer zu den Balearen.

Wir ziehen die Genua auf und flitzen mit beinahe 9 Knoten und Motorunterstützung übers Meer und sind schon in 5 Stunden vor Cala  Galdana. Aber so wie Delphine schon gesagt hat, sind alle Calas so überfüllt dass Katamarane keinen Platz mehr finden.

Ich bin ein bisschen enttäuscht. Wir fahren weiter. Nach 2 weiteren misslungenen Versuchen einen Ankerplatz unter 10m tiefe in angenehmen Abstand zum nächsten zu finden, fahren wir an den langen Südstrand.

Da ist es ja viel schöner. Allerdings stehen viele große Yachten hier und nehmen den kleinen den Platz weg. Aber abends wird es schon wieder leerer werden. die meisten fahren zurück in den Hafen duschen, essen gehen,…..

Es geht noch starker Südostwind und große Wellen donnern in die Bucht. Mit dem Landgang muss ich noch ein bisschen warten.

20.00 Jetzt schnell sein.

In 1 Stunde geht die Sonne unter und hier am Strand wo keine Besiedelung ist, wird es richtig dunkel werden.

Beiboot runter, ausstatten mit Stirnlampe, Handy und Croqs – auf zum weichen,  weißen Sandstrand.

Mitten drin eine Herde wunderschöner, dunkler Pferde.

Es wird ein wunderschöner Abendspaziergang, obwohl Kurt jammert, dass er Sand in den Schuhen hat, was er gar nicht mag.

Im Schein der Stirnlampe gehen wir wieder zurück und suchen unser auf den Strand gezogenes Beiboot. Das erfordert sehr viele Ho-Ruck um zu zweit das Boot mit Motor so weit rauszuziehen, dass die nächste Welle es nicht befüllt, oder es wieder ins Meer treibt.

Der Wind lässt völlig nach, die Boote beginnen sich zum Land zu drehen. Morgen und Sonntag ist starker Mistral Wind. Aber hier sollten wir gut geschützt liegen, weil er ja übers Land kommt und keine Wellen machen kann.

Mal sehen.

Gute Nacht!

Samstag: wir haben nicht so gut geschlafen und auf Windgeräusche gewartet und geachtet, die zum Glück erst zu Mittag kamen. Aber wir haben wieder einmal unsere Decke zum Zudecken benützt, was wir die letzten Wochen gar nicht gebraucht haben.

Jetzt warten wir wie es hier ist bei Mistral und wie stark er wird.

Der lange Sandstrand und die Bucht davor füllt sich mit vielen Booten. Ist ja auch Wochenende. Ich muss meist meinen Anker bewachen, wenn Segelboote genau davor anlegen wollen.

19.00 Heute sind wir früher dran mit dem Landgang. Somit ist es nicht so schnell dunkel. Wir gehen den Pferdeweg, so heißt er Cami de Cavallos, über Stock und Stein, die Küste entlang und haben einen genialen Ausblick aufs Meer und wie die Küste aussieht. Diese Südküste ist wunderschön, vor allem wenn der Wind von Norden kommt und es keine Wellen gibt. Bei Südwind ist sie ungenießbar.

Ich kann viele schöne Fotos erstellen, sie folgen später.

Das Wetter bleibt ähnlich, der Mistral Wind wird sogar weniger und hört wieder über Nacht auf.

Ich lerne und übe täglich spanisch mithilfe einer App am Handy. Seit 40 Jahren mach ich täglich ein paar Übungen. Es ist spielerisch und macht viel Spaß!

Es ist immer noch soooo unvorstellbar heiß, vor allem wenn der Wind schwächer wird. Nachts kann man nur ohne Decke schlafen seit Wochen.

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Dienstag, 2.8.2022 – Donnerstag, 4.8.2022

Dienstag: Was tun wir nun. Kurt möchte nach Menorca hoch, aber es weht noch Mistral und wäre eine ungemütliche Fahrt mit 60cm Wellengang und mehr.

Ich schlage das Naturschutzgebiet vor, gegenüber dem Bergkamm wo die Höhlen waren. Daniela wollte unbedingt dort hin, aber der nicht endende Mistral hat Ankern hier nicht möglich gemacht. Aber zu Mittag sollte der Wind endlich aufhören.

Wir können Segel aufziehen und schaffen es bis 16.00 vor das Naturschutzgebiet. Hier kommt täglich wieder ein Parkwächter, der mit einem Trichter ins Wasser sieht und  kontrolliert, ob der Anker auch wirklich im Sand liegt und nicht im Seegras, zum Schutz für das so langsam wachsende Seegras, genannt Poseidonia.

Es sind nur 2 große Segler hier vor Anker und viele kleine Motorboote, die aber abends zurück fahren in den Hafen.

Wir liegen vor der großen Felswand vor Anker. Es ist wie immer sehr imposant und überwältigend der Eindruck hier.

Ich halte noch eine heiße Pilates Stunde ab. Kurt hat mir die Sonnenschutz Tücher befeuchtet, was sehr angenehm ist und bisschen kühlt. Es hat noch immer über 30 Grad.

Ich denke, es wird sehr dunkel werden nachts, weil keine Siedlung vor uns liegt, nur Felsen. Da gibt es dann wieder ein Sternderl schauen und Sternschnuppen suchen.

Mittwoch: bis 12.30 ist es windstill und man sieht ohne Mühe 9m ins Wasser. Ich bin immer schon kurz nach 8.00 zum Schwimmen im Wasser. Alles ist noch ruhig rundherum, noch keine Badenden, auf den Schiffen wird noch geschlafen. So dreh ich mit Zikaden Begleitung ein paar Runden ums Schiff. Leider sehen wir später 5 kleine rote Quallen, die durch die Bucht treiben. Der starke Wind hat sie angetrieben. Jetzt heißt es nurmehr mit der Taucherbrille ins Wasser gehen und vorher schauen wo man schwimmt, was natürlich nicht mehr so entspannend ist wie vorher.

Wir befeuchten unsere Kleidung, weil es so heiß ist und statten uns aus mit Trinkwasser und Hut und fahren an Land ins Naturschutzgebiet.

Man kann hier auf einer steinigen Straße ca. 3 Stunden durch kleine Pinien Wäldchen bis in die Siedlung gehen.

Aber heute wird das nix. Heißer Fallwind mit geschätzten 50 Grad rollt die Felsen runter. Wenn der Weg in der Sonne ist, ist es nicht auszuhalten. Wir arbeiten uns von Wäldchen zu Wäldchen durch, wo es etwas kühler ist und drehen schließlich wieder um.

Genug bei der Hitze.

Ich hab viele Fotos gemacht und wir haben sogar Greifvögel beobachtet, sie schon fast ausgestorben waren und wieder eingesiedelt wurden. Angeblich gibt es schon wieder über 40 Stück mit einer Flügelspannweite bis zu 2m. Sehr imposante Tiere.

Der heiße Wind bleibt noch lange und nachts kann man ohne viel Kleidung am Trampolin liegen, Sterne schauen, ohne dass mir kalt wird.

Donnerstag: Ich möchte gerne noch eine Nacht bleiben. Wer weiß wie lange wir nicht mehr hierher kommen. Die Stelle ist immer sehr abhängig von den Winden, ob man hier vor Anker liegen kann oder gar nicht. Kurt ist einverstanden und wir fahren Morgen erst weiter.

Wir genießen noch das blitzblaue Wasser, 28,1 Grad. Ich bin noch paddeln. Der Wind ist nicht mehr so heiß wie am Vortag.

Am Abend liegen wir wieder im Dunkeln am Trampolin und schauen zum Himmel.

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Dienstag, 2.8.2022 –

Dienstag: Was tun wir und wohin fahren wir. In die nächste Bucht oder gleich wieder rüber auf Menorca, Dauer ca. 7 Stunden Fahrtzeit? Es weht aber noch ein wenig Mistral und Delphine hat gemeint, es sind viele Boote in Menorca. Sie können die kleinen Calas nicht mehr aufsuchen, weil kein Ankerplatz.

Somit zieht es uns nicht so wirklich gleich und schnell nach Menorca.

Wir beschließen segelnd mit sanftem Wind ins Naturschutzgebiet vor Alcudia zu fahren.

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Samstag, 30.7.2022 – Montag, 1.8.2022

Samstag: Es weht Mistral mit ca. 10-15 Knoten über den Berg. Heute wollen wir 3 rüber zur anderen Seite segeln und ausprobieren, wie es ist bei Mistral zu segeln. In der Ankerbucht ziehen wir schon Großsegel auf, weil wir da immer im Wind stehen. Das Segel wird um das 1. Reff verkleinert. Kaum ist das große Segel oben, zieht das Schiff los, mitten durch die Ankerlieger. Wir brauchen noch eine Genua dazu, sonst ist es unlenkbar.

Wir sind aus der geschützten Ankerbucht heraussen, Sailhymen schießt los. Kurt müsste die Segel trimmen, aber mit uns 2 Frauen hat er nicht so besonders viel Hilfe. Noch dazu bei so starkem Wind.

Im Nu sind wir bei 25 Knoten! Wir sollten ein 2. Reff reingeben, d.h. das Segel nochmal verkleinern, dass es sich leichter fährt. Dazwischen rasen Motoryachten an uns vorbei und machen natürlich Wellen.

Es ist natürlich nur eine Übungsstrecke, bis rüber und zurück. Aber wir spüren die gewaltige Kraft des Windes.

Zurück am Ankerplatz sind wir etwas geschafft und entspannen ein wenig. Abends geht es wieder in den Hafen, den wir mittlerweile schon sehr gut kennen. Ich bestelle uns patata brava und Sardinas und schaffe es schon sehr gut in Spanisch.

Sie freuen sich immer sehr, wie bei den Italienern, wenn wir ihre Sprache benützen und lächeln, weil sicherlich noch vieles nicht perfekt gesagt ist.

Sonntag: Was tun wir heute? Kurt meint nochmal segeln üben, was wir einheitlich ablehnen.

Wir mieten uns einen Leihwagen kurz entschlossen und sind um 12.00 vor dem Geschäft und bekommen einen brandneuen roten Citroen C4! Daniela darf fahren und benötigt eine Weile, um sich an das fremde, neue Auto zu gewöhnen.

Wir fahren zu den Höhlen von Arta, das als 9. Weltwunder vorgeschlagen wurde.

Mit einer Führung werden wir durch die Höhle geführt, durch Stalaktiten und Stalagmiten.

Sie wachsen in 100 Jahren um 1cm. Das ist nicht vorstellbar, wie uralt die Höhle sein muss und ist ein unglaublicher Anblick. Es fehlen mir die Worte, um dies zu beschreiben.

Gaudi hat sich sicherlich hier viele Inspirationen geholt für seine Sagrada Familia.

Wir müssen um 19.00 den Leihwagen zurück geben. Da ist noch Zeit den bekannten Hafen Porto Cristo zu besuchen. überall im Ort sind Umleitungen und das Fahren durch die engen Gässchen wird zu einem richtigen Abenteuer. Aber Daniela schafft das.

Wir essen am Hafen leckeren Fisch und Muscheln.

Pünktlich um 19.00 stellen wir den Leihwagen wieder ab. witzig ist nur, dass wir ihn irgendwo abstellen sollen, weil sie keinen eigenen Parkplatz für ihre Leihwägen haben. Kurt meint die Autos haben GPS sonst würden sie sie ja gar nicht mehr finden in Pollensa.

Montag: Ich halte eine heiße Yoga Stunde am Morgen ab!

Alle Taxi Standplätze sind aufgelassen. Daniela schafft es sich telefonisch ein Taxi zum Hafen zu bestellen, das sie zum Flughafen bringt. Und es ist auch wirklich da um 14.00, wie vereinbart, auf die Minute genau.

All unsere Gäste sind nun abgereist. Wir suchen noch den großen Supermarkt auf, um uns für die nächsten Tage zu versorgen und damit wir nicht gleich wieder an Land müssen.

Abends wird es immer ruhig in der Ankerbucht und täglich sieht der Sonnenuntergang anders aus, aber immer wunderschön und es gibt schon ein bisschen Mond. wir wollen wieder die Nachtfahrt zurück in den Hafen bei Vollmond machen, damit es nicht so dunkel ist.

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Dienstag, 26.7.2022 – Freitag, 29.7.2022

Dienstag: 7.30 Kurt bringt Daniela und mich zum 1. möglichen Steg. Wir laufen auf der wunderschönen Strand Promenade. wobei wir nicht die einzigen sind. Viele junge Läufer sind unterwegs.

Anschließend gibt es ein besonders großes Frühstück für uns. Nun ein bisschen relaxen.

Daniela wird an Land gebracht zum shoppen, ich hab ein heißes online Pilates. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss dass es seitdem Mistral weht um mindestens 5 Grad kühler ist. Selbst das Wasser ist um 3 Grad abgekühlt, hat aber immer noch 26.9 was sehr angenehm ist.

20.00 Pilates ist vorüber. Delphine von der großen Lagoon aus unserem Hafen in Saint Cyprien kommt vorbei um wieder ein neues Reiki Symbol mit mir zu üben.

23.00 auf ins Bettchen. Der Tag war lange genug!

Mittwoch: Daniela möchte eine Wanderung machen, was ganz schlimm ausfallen kann. Hier geht es nämlich in den Bergen immer nur steil bergauf. Wir suchen die Aussichts Plattform aus vorm Leuchtturm. Es sind 6km steil bergauf auf der Straße im Gänsemarsch, da viel Verkehr ist und Großteils in der Sonne.

Aber unser Fleiß wird mit einem großartigen Rundblick zur schroffen Westküste und in den Hafen belohnt.

Mehrmals sehen wir süße, kleine, braune, meckernde Ziegen, die auf den Klippen klettern um zum Fressen zu kommen. Sie gehen auch gemächlich über die Straße und alle Autos müssen kurz anhalten oder ausweichen. Köstlich!

Am Rückweg reden wir nurmehr davon, was wir in Pollenca dann essen könnten. Jeder bestellt wieder 2 Tapas und wir kosten voneinander.

Donnerstag: Ich bekomme eine Massage von der wunderbaren Layla – Masseurin und Osteopathin in Pollence. Diese Kombination ist einfach wunderbar . Wann immer ich hier bin versuche ich einen Termin zu bekommen. Sie ist immer ausgebucht auf viele Tage. Ihr Mann, der ihre Termine managt, hat mich sofort erkannt und sich gefreut dass ich wieder hier bin. Wir waren ca. 4 Jahre nicht auf Mallorca. Frisch zurecht gerichtet marschiere ich wieder zurück zum Steg, wo Kurt mich abholen kann.

Daniela ist mit dem Bus nach Palma, der Hauptstadt gefahren. die Fahrt ist etwas mühsam und dauert über eine Stunde Autobahn Fahrt. Erst um 21.30 kommt sie wieder zurück.

Freitag: wir wollten um 6.00 abfahren nach Söller, einen süßen Ort an der Westküste. Aber der Mistral hält uns hier gefangen. Im Moment bläst er im ganzen Mittelmeer Raum und die Bucht von Söller ist zu klein, um dort einen Mistral abzuwarten. Meist ist auch viel los, d.h. man kann daher nicht viel Ankerkette nehmen und der Anker hält nicht gut.

So bleiben wir und machen einen Beiboot Ausflug, nur um den Leuchtturm herum in eine kleine Badebucht mit blauem Wasser, und undurchdringlichem Land dahinter. d.h. nur mit dem Boot kann man hin kommen.

Kurt geht ganz selten ins Wasser. Er sieht aus wie ein Gestrandeter!

Habt ihr schon mal einen Stein Turm geschlichtet. ist total spannend!

…… und hat mir riesigen Spaß bereitet.

Wind und wellen werden stärker. wir fahren zurück zum Schiff. Wir bereiten uns eine riesige Schüssel griechischen Salat und gebratene Eier dazu!

 

 

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Samstag, 23.7.2022 – Montag, 25.7.2022

Samstag: Wir sind wieder unterwegs. Haben schnell die Ankerbucht verlassen, sogar noch vor dem Frühstück und finden ein schönes Badeplätzchen gleich neben dem Leuchtturm.

Es geht weiter Richtung Polenca, weiter an der Nordküste.

Kurz vor der Ankerbucht sehen wir die große Outremer eines Bekannten. Er steht in der Bucht wo es immer Bojen gab und Ankerverbot und die Nacht kostete 50,-

Zu unserem Glück haben sie alle Bojen einfach entfernt und man darf auf Sand vor Anker gehen, aber  nicht auf Seegras. Überall haben sie Pseidonia – Seegras – Schutzzonen errichtet, weil sie so langsam wachsen und die Ankerlieger das Gras ausreißen mit ihrem Anker und er hält auch nicht gut.

Wir treffen uns noch kurz, aber sie reisen leider schon ab. Eine sehr schöne große Outremer um 500.000,-

Wir bleiben in der Bucht, genießen das blaue Wasser. Ich versuche immer wieder mit der Taucherbrille Luft anhalten zu üben. Die Wasser Temperatur ist über 28 Grad, sehr angenehm.

Sonntag: der Poseidonia Wächter steht pünktlich um 11.00 mit seinem Boot vor unserer Ankerkette und untersucht mit seinem großen Schauglas ob wir eh nicht im Seegras den Anker liegen haben. Schließlich ist er recht zufrieden, nicht ganz zufrieden, aber er fährt weiter zu den anderen Booten.

Unsere Gäste sind schon um 8.00 an Land gebracht worden, weil sie eine Wanderung nach oben machen wollen und haben das Schauspiel vom Wärter vom Berg aus beobachtet.

14.00 Mistral Wind fährt mit über 20 Knoten in die bucht rein und nachdem wir die Kette gekürzt haben damit der Wärter den Anker sehen kann, hält natürlich unser Boot nicht und treibt langsam aus der Bucht. Wir wollten heute sowieso in den Ort fahren und somit ziehen wir den Anker raus und fahren Richtung Polenca.

Man erkennt Mistral daran, dass er die Luftfeuchtigkeit sehr schnell reduziert, wir haben nurmehr 19 Prozent von 80 Prozent. Er kommt aus dem Rohnetal. Normalerweise ist er kalt, aber hier bläst er über aufgeheiztes Land und fährt uns als heißer Wind ins Gesicht.

Abends wollen wir die Bushaltestelle suchen. Aleksandar muss morgen abreisen und zum Flughafen fahren.

Montag: Ich hab ein heißes online Yoga Vormittag. 12.30 Wir sind umgezogen alle zusammen im Beiboot am Weg nach Pollenca. Aleksandar muss heim fliegen.

Die Busfahrt nach Palma wird für ihn noch zum Abenteuer, weil der Busfahrer scheinbar eine Aushilfe ist und die Strecke nicht kennt  und sogar mal wenden muss auf der Landstraße. etwas verspätet kommt er dann in Palma an, erreicht aber noch rechtzeitig den Flieger nach Wien.

Wir bleiben noch ein bisschen im Ort. Ich bekomme einen Termin bei der besten Masseurin und Osteopathin der ganzen Welt Layla. Anschließend werden Tapas gegessen. Das sind kleine speisen, die es einfach den ganzen Tag über gibt. Jeder darf von jedem Tellerchen essen. Sehr lecker!

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Montag, 18.7.2022 – Freitag, 22.7.2022! Wir erkunden weiter Menorca!

Montag: weiter geht es an die Südküste.

Bei Rückenwind nehmen wir auch mal den Spinnacker. Er bereitet nur sehr viel Arbeit und Geschick beim Setzen.

Während die Männer versuchen, verschiedene Segel zu setzen aber der Wind immer schwächer wird, bereiten wir einen großen Salat und ein kaltes Buffet vor. Dann ist der Wind völlig aus und weiter geht es noch eine Stunde mit dem Motor. wir brauchen ja schließlich auch Strom.

Abends sitzen wir in einem netten Restaurant bei einer Felsspalte und werden mit Köstlichkeiten verwöhnt.

Die Nacht ist wackelig und etwas unruhig. Der Wind hat aufgehört und Dünung drückt es in die Bucht.

Dienstag: Daniela und ich brauchen Bewegung, die Männer wollen schlafen. So machen wir eine 5km Wanderung über die Klippen bis zur nächsten Bucht und zurück. Es geht durch den Wald und über viele schöne Holzstiegen – ich liebe Stiegen als Fitness Gerät – zur nächsten Cala.

Mittwoch: wir treffen Delphine und ihre Lagoon aus Saint Cyprien an einem wunderschönen Sandstrand in Son Bu mit extrem türkisem Wasser. Wir haben ausgemacht in Frankreich, dass wenn wir uns treffen, ich ihr ein neues Reiki Symbol lehre und das alles in englisch. aber es klappt gut, sie ist eine brave und fleißige Schülerin.

Beim weiter fahren sehen wir die Outremer die wir kaufen wollten vor 10 Jahren. Ein französisches, älteres Ehepaar hat sie dann gekauft und wir haben sie noch öfters auf den Balearen getroffen. Jetzt läuft sie unter deutscher Flagge. Eine deutsche Familie mit 3 kleinen Kindern hat sie im Mai gekauft und sind dann durchs Mittelmeer gekreuzt damit. Wir haben noch ein bisschen geplaudert und fahren dann weiter.

Unser Ziel ist Mahon, die Hauptstadt. Dort liegt man sehr gut und sicher vor Anker und fährt dann mit dem Beiboot in die Stadt hinein durch einen Kanal.

Ein hübscher Ort mit vielen kleinen Gässchen und Lokalen.

Uns fällt auf dass um 22.00 schon alle Geschäfte geschlossen haben. somit wird es nichts mit shoppen. Wir finden wieder das nette Lokal vom letzten Mahon Besuch und werden wunderbar versorgt, wirklich mehr als das. Es war großartig das Essen und das Service. Ich benütze wieder ein paar Worte meiner gerade erst gelernten spanischen Sprache. Es klappt gut. Sie verstehen mich und fühlen sich geehrt dass wir spanisch sprechen.

In der Dunkelheit versuchen wir die Ankerbucht wieder zu finden. Die Augen gewöhnen sich an die Dunkelheit und es klappt gut.

Wir sitzen noch im Cockpit. Es ist ganz still. Alle anderen schlafen schon, kein Windgeräusch, einfach nur still und viele Sterne.

Donnerstag: Es hat Nordwind. Eigentlich der perfekte Wind um Mallorca zu erreichen. Ich würde aber gerne noch eine Nacht bleiben und such uns eine wunderschöne Badebucht aus. Im Reiseführer steht es ist die schönste Bucht Menorcas.

Erst nach 20.00 kommen wir dort an. Man darf nicht mehr im Seegras ankern, weil es davon zerstört wird und das wird angeblich auch kontrolliert. Nach einigen Anker Versuchen finden wir den perfekten Platz in türkisem Wasser, bei 28.8 Grad Wasser Temperatur. Herrlich. Aber wir wollen auch noch an den weißen Sandstrand. Beiboot runter lassen, anziehen, Foto Apparat, Handy und wir brausen an Land. Es ist wirklich eine schöne Ecke von allen Seiten.

Kleine Ziegen und ihre Mütter kraxeln auf den Felsen und suchen Futter.

Angeblich legen am abgesperrten Strand auch Wasser Schildkröten hier ihre Eier ab und im August schlüpfen sie dann alle behütet von vielen freiwilligen Menschen, die ihren Lauf zum Wasser bewachen, damit sie die Möwen nicht fressen. Das kennen wir von Zakynthos.

Freitag: 7.15 Daniela wecket alle auf. sie wollen laufen gehen. Ich geh lieber aufs Standup Board und dreh eine Runde solange das Meer noch so ruhig ist. Danach noch tauchen und Luft anhalten üben und flosseln. Die Schiffslänge kann ich schon aushalten ohne zu atmen. Ich werde es weiter trainieren.

12.00 wir legen ab nach Mallorca. 7 Stunden Fahrt sind es etwa, je nach Wind.

Wir liegen im Trampolin und genießen ein wenig Fahrtwind. Seit vielen Wochen gibt es keine einzige Wolke und es hat immer über 30 Grad. so schönes wolkenloses Wetter hatten wir noch nie. Die Wassertemperatur ist immer knapp unter 30 Grad. Dalässt es sich gut aushalten und nicht mal mir ist kalt.

Am Kap von Mallorca ist starke Thermik und wir beschleunigen ohne Ende.

Gut geht der neue Mast. Diese Geschwindigkeit hätten wir uns mit dem alten Mast nicht mehr getraut, weil wir schon Angst hatten, dass er bricht. Er war schon 33 Jahre alt und korrodierte an manchen Stellen weil die Werft damals und auch heute Alu und Niro aufeinander genietet hatten. Ich versteh nicht warum sie das machen. vielleicht damit er  nicht so lange hält.

Unser heutiges Ziel ist Alcudia im Norden von Mallorca. Leider ist der Strand und die Bucht mittlerweile ein Alptraum geworden. Es hat nurmehr 2-3m Wassertiefe und nachts stinkt es nach Kanal. wir sind nur hier, weil alle Vorräte aufgegessen sind und wir einen Supermarkt brauchen und ich noch weiß wo einer ist.

Wir sind kurz im Ort, finden ein sehr gutes Lokal mit genialem Essen und nachdem es so heiß ist machen wir nur eine kleine runde und fahren zurück aufs Schiff. Es steht Wind in der bucht mit kleinen hohen Wellen und natürlich werden wir nass beim zurück fahren mit dem Beiboot.

Bei Kerzenlicht nehmen wir noch einen Drink und gehen dann bald ins Bett.

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Freitag, 15.7.2022 – Sonntag, 17.7.2022

Freitag: wir fahren zur Marina Badalona wo heute Abend unsere Gäste ankommen werden. Davor noch den Tank ein wenig befüllen. 193,- bei bloß 90 Liter Diesel. Das ist traurig. wir werden versuchen so wenig wie möglich mit dem Motor zu fahren, sondern zu segeln. Schließlich sind wir ja ein Segelboot.

22.30 Endlich sind sie angekommen. Es hat immer noch 30 Grad an der Kaimauer, wo es völlig windstill ist. Uff!

Samstag: wir legen ab. Erstmal raus aufs Meer und dann den Kurs einrichten nach Menorca. Viele Boote sind unterwegs, es ist wunderschönes Wetter, kaum Wind und eben Wochenende.

Wir gehen nochmal alle schwimmen. Es hat bereits 27,7 Grad, ist wunderschön blau. Sehr angenehm.

Dann geht’s los. Der Kurs sagt 19 Stunden 45 Minuten bei 6 Knoten Fahrgeschwindigkeit. Das ist aber lange.

Die Zeit vergeht sehr langsam. Wir beschäftigen uns, essen, ich backe sogar einen Kuchen. In 2.200 Meter Tiefe gehen wir nochmal in tiefblaues Wasser schwimmen bevor wir Segel aufziehen. Teilweise geht es nur mit Segel und dann wieder einen Motor dazu, weil der Wind schwächer wird.

Um 21.25 sehen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang am Meer, ganz ohne Wolken. Das Meer, der ganze Horizont ist in orange, goldenes Licht getaucht und sieht himmlisch schön aus.

Wir schwimmen auch noch eine Runde im Lichtstrahl der untergehenden Sonne.

Dann wird es dunkel am Meer. Der noch fast Vollmond braucht noch bis 23.45 bis er als rote Kugel aufgeht. Wieder können wir viele wunderschöne Fotos von ihm machen. Die komplette Reise begleitet uns der Mond und erhellt das Meer vor uns mit seinem Lichtstrahl.

Es gibt nichts Schlimmeres als eine Nachtfahrt bei Neumond. Dann fährt man in die dunkle Nacht hinein und sieht gar nichts mehr. Aber wir haben ja unseren Mond!

Wir wechseln uns ab mit stündlichem Schlafen, sodass immer 2 Personen wach sind und das Radar und den Computer kontrollieren wo es irgendwo Kollision gibt.

Einmal kommen wir einem Frachter sehr nahe und müssen deshalb mitten am Meer anhalten, um genug Abstand zu haben zu dem riesigen Schiff.

Sonntag: 6.30 der letzte Teil der Mannschaft ist dran. Ich konnte auch ein wenig schlafen, einmal 1,5 Stunden und dann sogar 2 Stunden. Wir bekommen wieder einen Atemberaubenden Sonnenaufgang zu sehen.

Unsere Bucht ist voll und belebt, so fahren wir eine Bucht weiter und baden und schlafen.

12.00 Wir gehen in Ciutadella vor Anker. Einige Boote sind ausgefahren und haben uns Platz gemacht. Heute Abend geht es in den entzückenden Ort.

Wir haben noch gar nicht so richtig registriert, dass wir hier sind, aber wir freuen uns sehr auf eigenem Kiel wieder Menorca erreicht zu haben in 19 Stunden.

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Montag, 11.7.2022 – Donnerstag, 14.7.2022

Weiter geht es in der Früh mit Anfänger Yoga, was für mich immer sehr entspannend ist und die Teilnehmer sehr glücklich macht.

Um richtig wach zu werden schwimme ich eine runde vorher . Es hat leider am Morgen immer nur 20 Grad. Aber schön langsam gewöhne ich mich dran.

Kurt zerlegt nochmal den Außenbordmotor, nachdem er gestern beim Landgang immer wieder abgestorben ist. Es ist sicher noch Schmutz im Vergaser. Er bekommt zu wenig Sprit.

Plötzlich ein Aufschrei von Kurt. Der wind hat sich die Vergaser Dichtung geholt und sie ins Meer geworfen. Es hat den ganzen Tag wieder 20 Knoten wind, das sind ca. 40km/h

Was nun?

Rein ins Tauchzeug und den Grund absuchen. Das ist wie die Nadel im Heuhaufen. Aber mit vielen positiven Gedanken findet er nach ca. 30 Minuten tauchen wirklich das kleine graue Stück. Unglaublich! gerettet! ein neuer Motor kostet ab 3.000,- Das brauchen wir jetzt nicht.

Er reinigt nochmal alle Düsen. Das Problem kann auch von einem verunreinigten Benzin kommen. Man kann ihn auch nicht so einfach zum Service bringen, denn er wiegt 50kg.

Wenn er wieder brav läuft müssen wir an Land. Teile der Esswaren gehen zur Neige.

Ich hab schon einen Kuchen gebacken.

Windgeschützt hat es 35 Grad, im Wind ist es kalt – so wieder mein Empfinden und auch wenn die Sonne untergeht. Da brauch ich dann wärmere Kleidung. Ein richtiges Wüstenklima. Es wird Zeit dass wir auf die warmen Balearen kommen.

Es wird täglich wärmer. zu spüren  ist es abends, dass wir keine lange Kleidung mehr brauchen.

Dienstag: wir wollen weiter segeln. Der Wind ist gut und es macht viel Spaß! Wir müssen wieder brav üben. Die letzten Jahre sind wir viel mit dem Motor gefahren, weil Kurt den alten Mast nicht überlasten wollte. Jetzt bei den Diesel Preisen – € 2,20 – ist es wirklich klüger keinen Diesel zu verbrauchen. Wir sind ja schließlich ein Segelboot!

Wir kommen mit dem letzten Wind in Blanes an, einen netten Ort den wir schon von den vorigen Jahren kennen. Allerdings bei Südwind kommen große Wellen rein zur Küste und das Schlafen wir wackelig. Heute sollte es ganz ruhig werden in der Nacht.

In der Früh hat neben uns ein fast neuer Katamaran abgelegt. Kurt schätzt ihn auf € 800.000,- Wir glauben er fährt auf die Balearen. Am Horizont wird er immer kleiner.

1,5 Stunden später nach dem Frühstück legen auch wir ab. Auf halber Strecke fällt uns ein großer Katamaran auf, nämlich der neben uns lag die ganze Nacht. Er fährt auch nach Blanes.

Kaum zu glauben, unsere alte Outremer überholt ihn und wir bekommen den schöneren Ankerplatz. Kurt ist sehr stolz auf Sailhymen. Außerdem haben wir mindestens eine Tonne Gewicht ausgeladen, immer wieder. Gewicht ist so wichtig bei einem Katamaran und jedes zu viel kostet Geschwindigkeit.

Ich hab noch eine sehr heiße Pilates Stunde und dann geht es an Land. Wobei wir immer versuchen, uns nicht unter zu viele Menschen zu mischen. Corona gibt es sicher auch hier. Allerdings sind die Spanier über 80% durch geimpft.

Mittwoch: weiter geht es Richtung Barcelona. Der Kat bleibt scheinbar noch.

Wir können wieder segeln, nur am Ende wird der Wind immer weniger und die letzte Stunde fahren wir mit Motor. Das ist auch ok, wir müssen ja Batterien wieder richtig voll füllen.

Wir sind in Mataro, eine Stunde von Barcelona entfernt und schauen uns die Marina an. Seit 20 Tagen übe ich spanisch. Jetzt versuch ich meine 1. Essens Bestellung. Mal schauen was wir bekommen.

Es hat um 21.00 noch 27 Grad. Es ist einfach viel zu heiß ohne Wind.

Ein wunderschöner Vollmond geht auf, wirklich wunderschön. Er wird uns auch bei der Überfahrt nach Menorca leuchten mit seinem goldenen Licht.

Donnerstag: aufstehen, schwimmen, noch vor dem Frühstück um wach zu werden. Das ist für mich Urlaub. Allerdings hat das Meer bereits 25 Grad, fast schon zu warm, wo ich doch 20 Grad gewohnt bin. Dafür geht es nackt!

Wir bleiben heute hier. Es gibt viel Arbeit. Den Gästeraum putzen, Betten beziehen, Wäsche waschen. Morgen Abend kommen Daniela und Aleksandar zu Besuch auf ein paar Wochen.

Ich hab noch ein heißes Yoga und werde mich anschließend im Meer kühlen versuchen.

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