Samstag, 24.1.2026 – Ein riesiges Sturmtief zieht durch!

Beim Wasserhahn im Bad vom Wohnmobil kommt kein Wasser mehr, in der Küche schon.

Was kann hier passiert sein?

Zum Anregen der Pumpe können wir ganz leicht den Wasserhahn aufdrehen, dann kommt auch im Bad kurz Wasser.

Wir sehen zuerst außen in der Klappe nach, wo die WC Pumpe ist, ob wir hier zu der Elektronik der Dusche kommen, aber nein.

Gut, dann muss Kurt die komplette Dusche zerlegen, den Kasten drunter und dann immer weiter nach hinten, bis er zur Unterseite des Wasserhahnes kommt.

Es dauert eine Weile bis er den defekten Klick Schalter findet. ein Draht ist ausgerissen und hatte die Störung gemacht. Er operiert den Klick Schalter und lötet den Draht wieder an. Jetzt wieder zusammen bauen und dann sollte alles funktionieren.

Wir haben für uns bei Nebulus Thermo Wäsche gekauft. Gestern ist sie angekommen und ich würde sie gerne durch spülen und dann in der Waschküche in den Trockner geben.

Unterwegs treffe ich unsere Nachbarin von der großen Outremer 55. sie ist schockiert über das Wetter und möchte nicht mehr hier her kommen. Ich versichere ihr, dass es hier sicher ist, professionell und nicht so teuer, wie in anderen Marinas. Außerdem gibt es hier einen so großen Kran, dass er große Katamarane heraus heben kann, was in 70% der Marinas nicht der Fall ist.

Sie wissen nicht, wo sie hin sollen, wenn sie dann im Wasser sind. Sie sind völlig unerfahren, was das Mittelmeer betrifft. Beide haben voriges Jahr einen Segelkurs besucht, das war´s dann schon. Hier ist wirklich kein Anfänger Revier, um Erfahrungen selbst zu machen. Besser wäre es, wenn sie Freunde, Bekannte, andere Segler nach ihren Erfahrungen fragen. Ich habe im Grunde 50 Jahre Wind und Wasser Erfahrung. wir haben schon alles erlebt und wissen meist uns gut zu schützen. Ich denke aber, er möchte uns nicht  nach Erfahrungen fragen. Er hat ja schließlich die, viel größere, teurere Outremer gekauft.

Sie, Olga, ist da viel offener. Vielleicht lade ich sie noch ein, bevor wir heim fahren und wir sprechen über das Wichtigste. Auch die Wartung von Rettungsinsel und Seenot Funkgerät wäre sehr wichtig. Schließlich haben sie ein gebrauchtes Schiff gekauft und darf trotzdem dem Händler nicht blind trauen.

Mehr als anbieten können wir nicht tun!

13.00 Der Wind hebt sich und wird stärker. Regen beginnt. Ich laufe noch schnell zur Waschküche.

15.00 Ich hab einen Donner gehört, Kurt auch.

Dann geht´s los. Sturmböen mit unglaublich viel Regen rasen durch den Hafen. Man sieht nurmehr ein Schiff nach hinten. Der Himmel, die Umgebung sieht aus wie schwarz weiß. Keine Farben sind mehr enthalten.

Gut, dass ich gestern noch zum Strand gerollert bin und das Wetter ausgenützt habe.

16.00 Der Wäschetrockner wäre fertig, aber ich geh da jetzt nicht raus. Auch ein Paket mit einem Öl für die Ankerkette liegt in der Marina. auch dort geh ich jetzt nicht hin. Ich warte mal ab.

Die Wäsche kann ich auch nachts noch holen, das Paket am Montag. Morgen ist geschlossen.

17.00 Uniqa schickt mir gerade eine Wetter Warnung für den 14. Bezirk als SMS aufs Handy mit gefrierendem Regen und Glatteisgefahr für heute Nachmittag. d.h. Aufpassen meine Lieben und lieber Zuhause bleiben.

18.00 Der Regen scheint leichter zu sein. Ich mach mich auf den Weg zur Waschküche.  Auf der Bank neben den Waschmaschinen liegt Jean Francoise, ein Unterstandsloser, wie er mir später erzählt und grüßt mich freundlich. Er möchte sich nur wärmen hier. Wir kommen ins Gespräch. Er wohnt normalerweise in einem Zelt, aber da steht das Wasser drin im Moment. Am Heizkörper liegen seine nassen Schuhe.

Ich frage ihn, ob er etwas benötigt. Eine Flasche steht neben ihn mit weißer Flüssigkeit, ca. 1,5Liter.  Ich weiß nicht, was drin ist. Sie ist aus Kunststoff, hat auch ein Etikett.

Ich kann ihm essen bringen, wenn er möchte. Er willigt ein. Was bring ich ihm? Am Besten ich mach ihm ein kleines Ess Säckchen mit Brot, Fischdosen, Tomaten, Kekse, Maroni,…. und was ich noch leicht finde.

Kurt schleift gerade seinen gekitteten Fußboden. Montag bekommen wir die blaue Farbe in die Marina geliefert.

Ich packe Esswaren zusammen und geh zurück in die Waschküche. Auch ein Besteck lege ich dazu, das jemand weggelegt hat. Vielleicht möchte er es verwenden. Ich hab ja keine Ahnung.

Er bedankt sich und fragt mich nach meinem Namen. Hier in Frankreich spreche ich Brigitte immer französisch aus, wie Brigitte Bardot. Den Namen kennt jeder und kann ihn sich gut merken.

Meine Wäsche ist nicht so richtig getrocknet, aber ich hänge sie im Wohnmobil auf. Da ist so intensiv eingeheizt. Da wird sie schnell trocknen.

Jean Francoise und seine Situation beschäftigt mich noch ein wenig.

20.00 Kurt schleift noch ein bisschen weiter im Schiff.

Im Wohnmobil angekommen, stelle ich fest, dass jetzt zwar ‘Wasser aus dem Wasserhahn kommt aber der dusche Schlauch lässt sich nicht mehr raus ziehen. Für Heute Nacht reicht es. Morgen muss Kurt nochmal alle Rückwände ausbauen, um zu sehen, was jetzt wieder mit dem Schlauch passiert ist.  Er bewegt sich wieder raus, noch rein.

So vergeht wieder ein aufregender Tag mit jede Menge Kobolde, die uns necken und quälen.

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