aber wir sind schon wach. Es ist immer aufregend, abzufahren.
Ein Monat waren wir jetzt auf Elba und haben es sehr genossen. Ich wäre gerne noch eine Woche geblieben, aber der Wind lässt es nicht zu.
Rasch wird gepackt, noch gut Frühstück gegessen und dann geht es für die Gäste an Land und uns auf eine weite Reise Richtung Norden.
Kurt macht unser Schiff startklar. Mein Standup Board und sein kleines Board werden ausgelassen, alle Fenster gut verschlossen und alles kontrolliert am Vorschiff.
Ich werde euch auch weiter berichten. Unser Urlaub ist ja noch nicht zu Ende, wir müssen nur leider Elba verlassen. Es war wunderschön hier, wir kommen gerne nächstes Jahr wieder.
10.15 Wir legen ab. Bald sind wir im Kanal von Elba zum Festland. Der starke Südwind erzeugt jetzt schon rieisge, kurze Wellen. Weht er doch schon seit 3.00!
Wir sind eindeutig zu spät dran, aber es ging nicht anders.
So quälen wir uns 3 Stunden lang durch diesen Kanal. Hoffentlich geht es nicht so weiter den ganzen Tag. Wir wollten ein Segel aufziehen, aber das ist jetzt nicht möglich. Das Schiff benötigt unsere volle Aufmerksamkeit.
Egal auf welcher Seite ich raussehe, nirgends sieht es friedlicher aus.
Wir arbeiten uns hoch. Sobald der Kanal endlich hinter uns ist, kommen wenigstens Wind und Wellen nicht mehr von der Seite, sondern von Hinten.
18.00 Wir sind vor Livorno. Erst jetzt sollte laut Wetterbericht Wind und Wellen leichter werden. Wir sind jede Welle rauf gefahren und mit unheimlicher Geschwindigkeit die Welle wieder runter gerast. So schnell war das Schiff noch nie unterwegs und hat unser Vertrauen zur alten Lady Katamaran Sailhymen wieder noch mehr gestärkt.
Vor der Durchfahrt von Livorno starten plötzlich eine Fähre und ein riesiger Frachter und hupen uns an. Wir müssen trotz Segel und Riesen Wellen in die gegenrichtung fahren, um ausweichen zu können.
Danach wird es etwas leichter, aber wir haben noch soooo lnge und soooo weit.
22.00 Wir sehen schon auf la Spezia aber es ist sehr dunkel und durch die Feuchtigkeit des Südwindes nicht klar.
22.30 Ich starre auf unser Navi und sage Kurt jeden Metzer an, wo er fahren muß. La Spezia ist ein riesiger Hafen und Industrie Hafen, viele Marinas, viele Fahrrinnen, wo man fahren muß.
Ich sage sehr oft, daß ich das nicht mag. Die vielen Lichter und dazwischen die beleuchteten Fahr Tonnen sind sehr anstrengend für die Augen.
23.00 Wir haben wirklich diesen kleinen Steg gefunden und festgemacht. Das war ja heftig. Wir sind etwas erschöpft.
Am Steg finden wir wie ausgemacht in der Alukiste den Schlüssel für die Eingangstüre. Wir gehen Morgen in die Stadt.
0.00 Gewitter und Regen sollen ab 2.00 durchziehen. Aber wir gehen zu Bett. Liegen ja wunderbar festgemacht hier und sicher am Ende des Hafens.