Montag, 15.8.2022 –

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Freitag, 12.8.2022 – Sonntag, 14.8.2022

12.00 Ich hab Lust auf einen Landgang und ein wenig Bummeln. Kurt bringt mich an Land. Allerdings seh ich mich nach 25 Minuten satt an den Geschäften. Da ist nicht wirklich etwas dass ich brauche oder möchte. Ich hätte es mir gekauft.

Der Strand ist voller Menschen und auch die Lokale.

Kurt holt mich wieder ab. In der Zwischenzeit haben wir über 20 Knoten Südwind, der in die Ankerbucht bläst und Wellen bauen sich auf. wir wollen sowieso rüber nach Roses, da starke Mistral Winde kommen die nächsten Tage und dort stehen wir recht geschützt.

d.h. Großsegel aufziehen noch am Ankerplatz und dann raus in die Bucht. Es sind ca. 8 Seemeilen. wir haben alle Segel gerefft, das heißt verkleinert und rasen rüber auf die andere Seite der Bucht.

Vorm Hafen stehen zu viele Boote vor Anker, so legen wir das Boot genau in die Mitte der Bucht vor den schönen Palmenstrand. Die Aussicht ist wunderbar.

Jetzt mal schwimmen. Es hat auf 25 grad abgekühlt, auf der Überfahrt hatten wir anfangs noch 28 Grad.

Der Himmel ist bedeckt. Zum Glück zieht das Gewitter und die Blitze nach Süden ab.

Endlich wieder an Land. Wir marschieren die ganze Strand Promenade ab, es sind 7,5km und gehen dann beim Fort zurück. Da sind nicht so viele Menschen. Roses ist sehr hübsch, aber riesig und eben viele Menschen.

Samstag: Der Wetterbericht sagt nichts Gutes. Starkwind und Gewitter. Nachmittag geht es los. Rund um uns blitzt es. Auf der Website:

www.blitzortung.org

könnt ihr zeitgenau Gewitter und die Blitze verfolgen. dieses Mal zieht es nicht weg, sondern kommt näher. 19.00 es hat sich in die Berge zurückgezogen und verpufft dort, obwohl ich es bis in die Nacht blitzen sehe. Ein Gewitter am Meer ist nicht ungefährlich, weil der Wind sehr stark werden kann.

Glück gehabt, und wir fahren an Land. Heißer Wind weht. Die Wetter Kapriolen sind interessant. wir sind immer ein paar Tage in Roses am Ende der Reise, wenn wir vom Süden kommen und warten hier immer den Mistral ab, um nach Norden in unseren Hafen zurückfahren zu können. Ich mag Roses sehr, ist ein hübscher Ort. Nur eben Mitte August, wenn wir immer da sind, sehr voller Menschen.

Sonntag: Der verrückte AROME Wetterbericht sagt als einziger um 14:00 40 Knoten wind an. Schön langsam glauben wir ihm nichts mehr und fahren an Land zum Einkaufen. Hier ist sogar der Bäcker sonntags geöffnet und hat gutes dunkles Brot und leckere kleine Küchlein. Ich kaufe hier gerne ein. Die Verkäuferin spricht spanisch, englisch, französisch mühelos und passt sich schnell an ihre Kunden an. Das ist selten.

Im Supermarkt gegenüber gibt es viel frisches Obst und Gemüse trotz Sonntag. vielleicht ist sogar Morgen am Feiertag geöffnet. Kann schon sein, es ist Hochsaison.

12.30 Wir kommen aus dem Supermarkt und starker Wind bläst. Der Mistral ist schon da, ist ja noch gar nicht 14:00

Schnell fahren wir mit dem Beiboot zum Schiff. Wir haben 41,5 Knoten Wind. Das sind 80km, die auf den Anker drücken. Die beiden Katamarane hat es losgerissen. Unsere Anker hält, weil Kurt gestern in weiser Voraussicht des verrückten Wetterberichtes 2 Anker voreinander ins Wasser gelassen hat. Ob es sich bewährt, es ist umstritten, werden wir bald wissen.

 

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Mittwoch, 10.8.2022 – Donnerstag, 11.8.2022

Mittwoch: Wir haben alles erledigt und ich freu mich dass wir wieder raus fahren aufs Meer.

Schon ein Stück entfernt will ich schwimmen gehen im tiefblauem Wasser, bei 28 Grad und 30m Wassertiefe. Das werde ich so vermissen.

Es werden schön langsam weniger Schiffe. die Meisten fahren scheinbar auf die Südseite. Gott sei Dank, das war nicht auszuhalten beim Segeln, diese riesigen Wellen von den Schiffen.

Wir fahren die wunderschöne, zerklüftete Ostküste hoch.

Es sieht aus wie in einem Film. Viele Buchten, die Menge der Boote teilt sich gut auf. Normalerweise kann man die Ostküste nicht besuchen, wegen der starken Ostwinde, die riesige Wellen bringen, was das Ankern unmöglich macht.

Aber heute ist es wunderschön hier und wir genießen die Strecke. Wir wollen nach Fornell, ein kleiner Ort im Norden. Ein tiefer Einschnitt führt hinein und dann kommt sehr geschützt, außer bei Nordwinden der Ort.

Ich möchte nicht schon wieder in einen Ort und so beschließen wir eine Bucht auf der Nordseite aufzusuchen. es soll ruhig bleiben heute Nacht, kein Wind.

Kurt kontrolliert den Wetterbericht und die Möglichkeit in den nächsten Tagen die Insel zu verlassen. Ab Mitte August steigt die Gewitter, Sturm und Schlechtwetter Gefahr auf den Balearen und wenn man hier keinen eigenen Hafenplatz hat, sollte man vor dem 15.8. die Inseln verlassen. Das finde ich immer sehr schade, weil es ja bis Oktober warm ist auf den Balearen. Na leider!

Donnerstag zeitig früh könnten wir fahren, aber Freitag Vormittag ist dann starker Südwind, dort wo wir hinwollen. Klingt irgendwie nicht so toll. Solch eine Überfahrt kann bis zu 24-27 Stunden dauern übers offene Meer und da muss einfach alles passen. Nirgends Gewitter, kein Sturm, kein Gegenwind, nicht zu hohe Wellen, sonst wird es wirklich mühsam und so eine Fahrt ist sehr lange. Vor allem die Nacht. Vollmond wäre auch noch von Vorteil, damit wir nicht in eine schwarze Nacht hinein fahren nach dem Sonnenuntergang.

Die nächsten 10 Tage sieht es am Festland nicht gut aus, viele Stürme, Gewitter, chaotische Winde. Was tun? noch 2 Wochen abwarten hier?

Wir könnten doch heute Nacht fahren Kurt? Er hatte auch schon diesen Gedankengang. Aber dann haben wir natürlich nicht geschlafen, dafür friedliches Wetter bis zum Ziel.

19.19 Ich schwimme eine letzte Runde ums Boot in türkisem Wasser bei 29 Grad, ein letzter Blick an die wunderschöne Nordküste und dann legen wir wehmütig ab. Aber was hätten wir anderes machen können. Das Wetter scheint ab Morgen verrückt zu spielen.

20.00 Der Mond geht im Osten auf. Es ist 1 Tag vor Vollmond, also ich würde sagen, er ist rund und leuchtend und er wird uns die ganze Nacht begleiten, was ich wunderbar finde.

Die Reikiflagge als unser Schutzschild ist immer mit dabei.

20.50 Die Sonne geht unter als leuchtend roter Ball. Ich mach wieder viel zu viele Fotos, aber es ist ein so faszinierendes Schauspiel, dieser Sonnenuntergang mitten am Meer.

Es wird zwar dunkel, aber der Mond leuchtet die ganze Strecke hinter uns von seinem Aufgang im Osten bis zu seinem Untergang um 5.00 im Westen. Und er geht als roter Ball unter, wie die Sonne.

Wir wechseln uns ab mit dem Schlafen. Jeder bekommt ganz streng 1 Stunde Schlaf und 1 Stunde wache halten. Es klappt ganz gut. Ich sehe die Venus aufgehen im Osten und den leuchtenden Jupiter und Saturn folgt dem Mond dann beim Untergehen. Es ist faszinierend und ich bin sehr dankbar für diese Fahrt und dieses Natur Schauspiel, das wir hier erleben dürfen.

5.30 Es entsteht im Osten auf dunklem Himmel ein grell oranger Streifen. Das hab ich noch nie erlebt. Wahrscheinlich hab ich da immer gerade geschlafen. Es ist die Morgendämmerung. So etwas müsst ihr mal gesehen haben. Es ist unglaublich schön.

Und dann ist sie da, die Sonne, ganz plötzlich als feuerroter Ball!

Unsere Erde hat so viele Wunder für uns, nur die Menschen sind nicht gut zu ihr und schätzen nicht was sie haben. Es wird Zeit dass wir alle zusammen dies verändern und ihr helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Ich bin viel zu aufgeregt und kann jetzt nicht schlafen gehen und lass Kurt weiter schlafen.

Ein wenig später schwimmen 2 große Wale am Schiff vorbei, ein dunkler und ein heller, so wie jedes Jahr, ungefähr in der Mitte unserer Fahrstrecke.

gegen Mittag besuchen uns ein paar Libellen, um sich auszuruhen und halten sich geschickt an den Leinen an, trotz Wind und Fahrbewegung! Kaum zu glauben, dass diese schillernden Elfen so brutale Jäger sind.

gegen 16.00 kommen wir in Lescara an. Ich hab den Yoga Mädels versprochen, wenn wir es rechtzeitig schaffen, bekommen sie noch eine Yoga Einheit.

So kriegen sie um 19.00 noch ein witzig, wackeliges, heißes Yoga während Kurt schläft. Er ist noch etwas geschafft von der Reise. Mich hat das schlafen und wachen nicht gestört. Ich konnte immer gleich wieder schnell einschlafen.

So enden 2 atemberaubende Tage. Mal sehen wie es weiter geht.

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Sonntag, 7.8.2022 – Dienstag, 9.8.2022

Sonntag:  Der Morgenwind kommt heute aus Westen, d.h. die Sonne brennt ins Cockpit rein, gnadenlos.

Es ist ablandiger Wind, d.h. wir könnten die Südküste entlang segeln mit gutem Wind und keine Wellen.

An jedem Kap steht ein wunderschöner Leuchtturm! Seine Signale sieht man sehr sehr weit und auf der Seekarte kann man nachsehen, wie die Lichtsignale sind. So haben sie früher navigiert.

Ganz selten sieht man auch alte traditionsschiffe wie dieser 3-Master hier. Z.B. das Gucci Schiff ist auch ein solcher 3 Master, natürlich in gold.

Gesagt getan!

Das hat auch wunderbar geklappt aber je näher wir zum Kap kommen umso mehr rasende Motoryachten fahren knapp an uns vorbei um in die Süd Bucht zu gelangen, andere wieder zurück. Es ist schlimmer Verkehr, wie auf der Autobahn. Nur dass jedes Schiff eine riesige Heckwelle hinterlässt, auf der man dann hin und her gerissen wird, das Segel flattert. Das Arme Schiff.

Wieso können sie nicht Abstand halten und wieso gibt es hier keine Geschwindigkeits Beschränkungen, ist doch Naturschutz Gebiet. Achtsamkeit gibt es gar nicht mehr wenn es um die riesigen Yachten geht. Als wären sie alle unter Drogen.

Ziemlich geschlaucht kommen wir am Kap an. Es wäre so eine wunderschöne Strecke an der Steilküste entlang, mit vielen Höhlen und Ablagerungen, aber leider waren wir beschäftigt unser Schiff in jede Heckwelle hinein zu lenken und danach wieder raus.

Dazu kommt noch dass es Sonntag ist und August und das ist Hochsaison!

Kurz nach dem Kap kommt eine Seichtstelle mit himmelblauem Wasser, so richtige “WAU” Stelle. Fasziniert starren alle ins Wasser, nicht türkis sondern himmelblau. Natürlich liegen hier auch schon unendlich viele Yachten und Boote vor Anker. Wir stellen uns trotzdem dazu. Hier muss man einfach bleiben.

Es ist schrecklich wie die Motorboote und Yachten sinnlos mit Vollgas auf und ab pressen und Sprit verbrauchen und das stört niemand, aber Sparpakete werden geschürt. Ich bin nicht jemand, der jammert oder sich beschwert, aber wenn ihr das seht…… und in so eine Yacht passen gleich mehrere Liter Diesel…… wofür, nur um sie herzuzeigen! Sehr traurig ist das!

Abends wird es zum Glück ruhiger. Fast alle fahren wieder in ihren Hafen zurück, natürlich mit Vollgas, nur ein Paar Segler bleiben vor dem kleinen Ort im blauen Anker über Nacht.

Montag: ich bin schon wach und schwimme in dem wunderschönen, noch ruhigen, glasklaren, himmelblauen Wasser.

Es ist ein Traum und es wird mir so abgehen dieses Blau!!!!!

Aber bald werden die Raser wieder kommen.

Wir fahren hoch nach Mahon, in die Hauptstadt. Wir brauchen Treibstoff für die lange Überfahrt und Essen.

In Mahon ist auch alles überfüllt und es dauert eine Weile bis wir einen Ankerplatz finden, der uns gefällt, wo wir auch ruhig von Bord gehen können, der Anker gut hält und wir in niemand anderen hineintreiben.

Es klappt! Wir finden den großen Eroski Supermarkt wieder an der Hauptstraße und sind brav angestellt an der Tankstelle mit vielen anderen Booten.

Abends wird es ganz ruhig beim Schiff und sehr sehr warm ist es noch. wir liegen im Trampolin und schauen zu den Sternen. Es ist recht dunkel in der Ankerbucht. Die Stadt ist ein Stück entfernt.

Dienstag: wir bleiben noch, holen nochmal Lebensmittel und nochmal ein paar Kanister Treibstoff.

Das Schwimmen ist hier nicht so besonders. Es sind viele Boote, Franzosen haben meist keine Toilette an Bord und die kleinen Familienboote mit den ganzen Familien schon gar nicht. Wenn ich mich abkühle im Wasser, dann nur kurz. Abkühlen kann man eigentlich nicht sagen, es hat 29 Grad und tauscht sich nicht sehr.

Wir haben immer noch Hitzewelle. Dazu kommt, dass es abends nicht abkühlt, was ein wenig anstrengend ist zu schlafen, wenn der Wind einschläft.

Es gibt hier tolle Sehenswürdigkeiten, die Altstadt, das Fort – wir hatten schon mal eine Führung wie Daniela da war, die Pestinsel, das alte Krankenhaus. Die Stadt hat eine alte Geschichte als Handelshafen. Aber es ist unmöglich bei dieser Hitze. Seit 6 Wochen gibt es keine einzige Wolke, nur Schönwetter – ein Azorenhoch, dass so stark ist, dass es alle Tief fernhält und Hitzewelle.

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Freitag, 5.8.2022 – Samstag, 6.8.2022

Freitag: Es geht weiter. 9.00 Wir sind bereit. Anker haben und raus aufs Meer, rüber nach Menorca. Ca. 6 Stunden kann die Fahrt dauern, es sind über 30 Seemeilen.

Angesagt ist Wind unter 10 Knoten.

2 Stunden später haben wir 15 Knoten, ein wenig später 20 Knoten. so ist das mit dem Wetterbericht. Wir haben viele verschiedene Berichte, die wir täglich studieren, sogar bezahlte. Jeder Wetterdienst sagt etwas anderes voraus. Arome sagt unglaublich starken Wind rund um Barcelona um 20.00 – da sieht mir sehr nach Gewitter aus, was in dieser Gegend oft vorkommt. Hoffentlich kommt es nicht übers Meer zu den Balearen.

Wir ziehen die Genua auf und flitzen mit beinahe 9 Knoten und Motorunterstützung übers Meer und sind schon in 5 Stunden vor Cala  Galdana. Aber so wie Delphine schon gesagt hat, sind alle Calas so überfüllt dass Katamarane keinen Platz mehr finden.

Ich bin ein bisschen enttäuscht. Wir fahren weiter. Nach 2 weiteren misslungenen Versuchen einen Ankerplatz unter 10m tiefe in angenehmen Abstand zum nächsten zu finden, fahren wir an den langen Südstrand.

Da ist es ja viel schöner. Allerdings stehen viele große Yachten hier und nehmen den kleinen den Platz weg. Aber abends wird es schon wieder leerer werden. die meisten fahren zurück in den Hafen duschen, essen gehen,…..

Es geht noch starker Südostwind und große Wellen donnern in die Bucht. Mit dem Landgang muss ich noch ein bisschen warten.

20.00 Jetzt schnell sein.

In 1 Stunde geht die Sonne unter und hier am Strand wo keine Besiedelung ist, wird es richtig dunkel werden.

Beiboot runter, ausstatten mit Stirnlampe, Handy und Croqs – auf zum weichen,  weißen Sandstrand.

Mitten drin eine Herde wunderschöner, dunkler Pferde.

Es wird ein wunderschöner Abendspaziergang, obwohl Kurt jammert, dass er Sand in den Schuhen hat, was er gar nicht mag.

Im Schein der Stirnlampe gehen wir wieder zurück und suchen unser auf den Strand gezogenes Beiboot. Das erfordert sehr viele Ho-Ruck um zu zweit das Boot mit Motor so weit rauszuziehen, dass die nächste Welle es nicht befüllt, oder es wieder ins Meer treibt.

Der Wind lässt völlig nach, die Boote beginnen sich zum Land zu drehen. Morgen und Sonntag ist starker Mistral Wind. Aber hier sollten wir gut geschützt liegen, weil er ja übers Land kommt und keine Wellen machen kann.

Mal sehen.

Gute Nacht!

Samstag: wir haben nicht so gut geschlafen und auf Windgeräusche gewartet und geachtet, die zum Glück erst zu Mittag kamen. Aber wir haben wieder einmal unsere Decke zum Zudecken benützt, was wir die letzten Wochen gar nicht gebraucht haben.

Jetzt warten wir wie es hier ist bei Mistral und wie stark er wird.

Der lange Sandstrand und die Bucht davor füllt sich mit vielen Booten. Ist ja auch Wochenende. Ich muss meist meinen Anker bewachen, wenn Segelboote genau davor anlegen wollen.

19.00 Heute sind wir früher dran mit dem Landgang. Somit ist es nicht so schnell dunkel. Wir gehen den Pferdeweg, so heißt er Cami de Cavallos, über Stock und Stein, die Küste entlang und haben einen genialen Ausblick aufs Meer und wie die Küste aussieht. Diese Südküste ist wunderschön, vor allem wenn der Wind von Norden kommt und es keine Wellen gibt. Bei Südwind ist sie ungenießbar.

Ich kann viele schöne Fotos erstellen, sie folgen später.

Das Wetter bleibt ähnlich, der Mistral Wind wird sogar weniger und hört wieder über Nacht auf.

Ich lerne und übe täglich spanisch mithilfe einer App am Handy. Seit 40 Jahren mach ich täglich ein paar Übungen. Es ist spielerisch und macht viel Spaß!

Es ist immer noch soooo unvorstellbar heiß, vor allem wenn der Wind schwächer wird. Nachts kann man nur ohne Decke schlafen seit Wochen.

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Dienstag, 2.8.2022 – Donnerstag, 4.8.2022

Dienstag: Was tun wir nun. Kurt möchte nach Menorca hoch, aber es weht noch Mistral und wäre eine ungemütliche Fahrt mit 60cm Wellengang und mehr.

Ich schlage das Naturschutzgebiet vor, gegenüber dem Bergkamm wo die Höhlen waren. Daniela wollte unbedingt dort hin, aber der nicht endende Mistral hat Ankern hier nicht möglich gemacht. Aber zu Mittag sollte der Wind endlich aufhören.

Wir können Segel aufziehen und schaffen es bis 16.00 vor das Naturschutzgebiet. Hier kommt täglich wieder ein Parkwächter, der mit einem Trichter ins Wasser sieht und  kontrolliert, ob der Anker auch wirklich im Sand liegt und nicht im Seegras, zum Schutz für das so langsam wachsende Seegras, genannt Poseidonia.

Es sind nur 2 große Segler hier vor Anker und viele kleine Motorboote, die aber abends zurück fahren in den Hafen.

Wir liegen vor der großen Felswand vor Anker. Es ist wie immer sehr imposant und überwältigend der Eindruck hier.

Ich halte noch eine heiße Pilates Stunde ab. Kurt hat mir die Sonnenschutz Tücher befeuchtet, was sehr angenehm ist und bisschen kühlt. Es hat noch immer über 30 Grad.

Ich denke, es wird sehr dunkel werden nachts, weil keine Siedlung vor uns liegt, nur Felsen. Da gibt es dann wieder ein Sternderl schauen und Sternschnuppen suchen.

Mittwoch: bis 12.30 ist es windstill und man sieht ohne Mühe 9m ins Wasser. Ich bin immer schon kurz nach 8.00 zum Schwimmen im Wasser. Alles ist noch ruhig rundherum, noch keine Badenden, auf den Schiffen wird noch geschlafen. So dreh ich mit Zikaden Begleitung ein paar Runden ums Schiff. Leider sehen wir später 5 kleine rote Quallen, die durch die Bucht treiben. Der starke Wind hat sie angetrieben. Jetzt heißt es nurmehr mit der Taucherbrille ins Wasser gehen und vorher schauen wo man schwimmt, was natürlich nicht mehr so entspannend ist wie vorher.

Wir befeuchten unsere Kleidung, weil es so heiß ist und statten uns aus mit Trinkwasser und Hut und fahren an Land ins Naturschutzgebiet.

Man kann hier auf einer steinigen Straße ca. 3 Stunden durch kleine Pinien Wäldchen bis in die Siedlung gehen.

Aber heute wird das nix. Heißer Fallwind mit geschätzten 50 Grad rollt die Felsen runter. Wenn der Weg in der Sonne ist, ist es nicht auszuhalten. Wir arbeiten uns von Wäldchen zu Wäldchen durch, wo es etwas kühler ist und drehen schließlich wieder um.

Genug bei der Hitze.

Ich hab viele Fotos gemacht und wir haben sogar Greifvögel beobachtet, sie schon fast ausgestorben waren und wieder eingesiedelt wurden. Angeblich gibt es schon wieder über 40 Stück mit einer Flügelspannweite bis zu 2m. Sehr imposante Tiere.

Der heiße Wind bleibt noch lange und nachts kann man ohne viel Kleidung am Trampolin liegen, Sterne schauen, ohne dass mir kalt wird.

Donnerstag: Ich möchte gerne noch eine Nacht bleiben. Wer weiß wie lange wir nicht mehr hierher kommen. Die Stelle ist immer sehr abhängig von den Winden, ob man hier vor Anker liegen kann oder gar nicht. Kurt ist einverstanden und wir fahren Morgen erst weiter.

Wir genießen noch das blitzblaue Wasser, 28,1 Grad. Ich bin noch paddeln. Der Wind ist nicht mehr so heiß wie am Vortag.

Am Abend liegen wir wieder im Dunkeln am Trampolin und schauen zum Himmel.

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Dienstag, 2.8.2022 –

Dienstag: Was tun wir und wohin fahren wir. In die nächste Bucht oder gleich wieder rüber auf Menorca, Dauer ca. 7 Stunden Fahrtzeit? Es weht aber noch ein wenig Mistral und Delphine hat gemeint, es sind viele Boote in Menorca. Sie können die kleinen Calas nicht mehr aufsuchen, weil kein Ankerplatz.

Somit zieht es uns nicht so wirklich gleich und schnell nach Menorca.

Wir beschließen segelnd mit sanftem Wind ins Naturschutzgebiet vor Alcudia zu fahren.

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Samstag, 30.7.2022 – Montag, 1.8.2022

Samstag: Es weht Mistral mit ca. 10-15 Knoten über den Berg. Heute wollen wir 3 rüber zur anderen Seite segeln und ausprobieren, wie es ist bei Mistral zu segeln. In der Ankerbucht ziehen wir schon Großsegel auf, weil wir da immer im Wind stehen. Das Segel wird um das 1. Reff verkleinert. Kaum ist das große Segel oben, zieht das Schiff los, mitten durch die Ankerlieger. Wir brauchen noch eine Genua dazu, sonst ist es unlenkbar.

Wir sind aus der geschützten Ankerbucht heraussen, Sailhymen schießt los. Kurt müsste die Segel trimmen, aber mit uns 2 Frauen hat er nicht so besonders viel Hilfe. Noch dazu bei so starkem Wind.

Im Nu sind wir bei 25 Knoten! Wir sollten ein 2. Reff reingeben, d.h. das Segel nochmal verkleinern, dass es sich leichter fährt. Dazwischen rasen Motoryachten an uns vorbei und machen natürlich Wellen.

Es ist natürlich nur eine Übungsstrecke, bis rüber und zurück. Aber wir spüren die gewaltige Kraft des Windes.

Zurück am Ankerplatz sind wir etwas geschafft und entspannen ein wenig. Abends geht es wieder in den Hafen, den wir mittlerweile schon sehr gut kennen. Ich bestelle uns patata brava und Sardinas und schaffe es schon sehr gut in Spanisch.

Sie freuen sich immer sehr, wie bei den Italienern, wenn wir ihre Sprache benützen und lächeln, weil sicherlich noch vieles nicht perfekt gesagt ist.

Sonntag: Was tun wir heute? Kurt meint nochmal segeln üben, was wir einheitlich ablehnen.

Wir mieten uns einen Leihwagen kurz entschlossen und sind um 12.00 vor dem Geschäft und bekommen einen brandneuen roten Citroen C4! Daniela darf fahren und benötigt eine Weile, um sich an das fremde, neue Auto zu gewöhnen.

Wir fahren zu den Höhlen von Arta, das als 9. Weltwunder vorgeschlagen wurde.

Mit einer Führung werden wir durch die Höhle geführt, durch Stalaktiten und Stalagmiten.

Sie wachsen in 100 Jahren um 1cm. Das ist nicht vorstellbar, wie uralt die Höhle sein muss und ist ein unglaublicher Anblick. Es fehlen mir die Worte, um dies zu beschreiben.

Gaudi hat sich sicherlich hier viele Inspirationen geholt für seine Sagrada Familia.

Wir müssen um 19.00 den Leihwagen zurück geben. Da ist noch Zeit den bekannten Hafen Porto Cristo zu besuchen. überall im Ort sind Umleitungen und das Fahren durch die engen Gässchen wird zu einem richtigen Abenteuer. Aber Daniela schafft das.

Wir essen am Hafen leckeren Fisch und Muscheln.

Pünktlich um 19.00 stellen wir den Leihwagen wieder ab. witzig ist nur, dass wir ihn irgendwo abstellen sollen, weil sie keinen eigenen Parkplatz für ihre Leihwägen haben. Kurt meint die Autos haben GPS sonst würden sie sie ja gar nicht mehr finden in Pollensa.

Montag: Ich halte eine heiße Yoga Stunde am Morgen ab!

Alle Taxi Standplätze sind aufgelassen. Daniela schafft es sich telefonisch ein Taxi zum Hafen zu bestellen, das sie zum Flughafen bringt. Und es ist auch wirklich da um 14.00, wie vereinbart, auf die Minute genau.

All unsere Gäste sind nun abgereist. Wir suchen noch den großen Supermarkt auf, um uns für die nächsten Tage zu versorgen und damit wir nicht gleich wieder an Land müssen.

Abends wird es immer ruhig in der Ankerbucht und täglich sieht der Sonnenuntergang anders aus, aber immer wunderschön und es gibt schon ein bisschen Mond. wir wollen wieder die Nachtfahrt zurück in den Hafen bei Vollmond machen, damit es nicht so dunkel ist.

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Dienstag, 26.7.2022 – Freitag, 29.7.2022

Dienstag: 7.30 Kurt bringt Daniela und mich zum 1. möglichen Steg. Wir laufen auf der wunderschönen Strand Promenade. wobei wir nicht die einzigen sind. Viele junge Läufer sind unterwegs.

Anschließend gibt es ein besonders großes Frühstück für uns. Nun ein bisschen relaxen.

Daniela wird an Land gebracht zum shoppen, ich hab ein heißes online Pilates. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss dass es seitdem Mistral weht um mindestens 5 Grad kühler ist. Selbst das Wasser ist um 3 Grad abgekühlt, hat aber immer noch 26.9 was sehr angenehm ist.

20.00 Pilates ist vorüber. Delphine von der großen Lagoon aus unserem Hafen in Saint Cyprien kommt vorbei um wieder ein neues Reiki Symbol mit mir zu üben.

23.00 auf ins Bettchen. Der Tag war lange genug!

Mittwoch: Daniela möchte eine Wanderung machen, was ganz schlimm ausfallen kann. Hier geht es nämlich in den Bergen immer nur steil bergauf. Wir suchen die Aussichts Plattform aus vorm Leuchtturm. Es sind 6km steil bergauf auf der Straße im Gänsemarsch, da viel Verkehr ist und Großteils in der Sonne.

Aber unser Fleiß wird mit einem großartigen Rundblick zur schroffen Westküste und in den Hafen belohnt.

Mehrmals sehen wir süße, kleine, braune, meckernde Ziegen, die auf den Klippen klettern um zum Fressen zu kommen. Sie gehen auch gemächlich über die Straße und alle Autos müssen kurz anhalten oder ausweichen. Köstlich!

Am Rückweg reden wir nurmehr davon, was wir in Pollenca dann essen könnten. Jeder bestellt wieder 2 Tapas und wir kosten voneinander.

Donnerstag: Ich bekomme eine Massage von der wunderbaren Layla – Masseurin und Osteopathin in Pollence. Diese Kombination ist einfach wunderbar . Wann immer ich hier bin versuche ich einen Termin zu bekommen. Sie ist immer ausgebucht auf viele Tage. Ihr Mann, der ihre Termine managt, hat mich sofort erkannt und sich gefreut dass ich wieder hier bin. Wir waren ca. 4 Jahre nicht auf Mallorca. Frisch zurecht gerichtet marschiere ich wieder zurück zum Steg, wo Kurt mich abholen kann.

Daniela ist mit dem Bus nach Palma, der Hauptstadt gefahren. die Fahrt ist etwas mühsam und dauert über eine Stunde Autobahn Fahrt. Erst um 21.30 kommt sie wieder zurück.

Freitag: wir wollten um 6.00 abfahren nach Söller, einen süßen Ort an der Westküste. Aber der Mistral hält uns hier gefangen. Im Moment bläst er im ganzen Mittelmeer Raum und die Bucht von Söller ist zu klein, um dort einen Mistral abzuwarten. Meist ist auch viel los, d.h. man kann daher nicht viel Ankerkette nehmen und der Anker hält nicht gut.

So bleiben wir und machen einen Beiboot Ausflug, nur um den Leuchtturm herum in eine kleine Badebucht mit blauem Wasser, und undurchdringlichem Land dahinter. d.h. nur mit dem Boot kann man hin kommen.

Kurt geht ganz selten ins Wasser. Er sieht aus wie ein Gestrandeter!

Habt ihr schon mal einen Stein Turm geschlichtet. ist total spannend!

…… und hat mir riesigen Spaß bereitet.

Wind und wellen werden stärker. wir fahren zurück zum Schiff. Wir bereiten uns eine riesige Schüssel griechischen Salat und gebratene Eier dazu!

 

 

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Samstag, 23.7.2022 – Montag, 25.7.2022

Samstag: Wir sind wieder unterwegs. Haben schnell die Ankerbucht verlassen, sogar noch vor dem Frühstück und finden ein schönes Badeplätzchen gleich neben dem Leuchtturm.

Es geht weiter Richtung Polenca, weiter an der Nordküste.

Kurz vor der Ankerbucht sehen wir die große Outremer eines Bekannten. Er steht in der Bucht wo es immer Bojen gab und Ankerverbot und die Nacht kostete 50,-

Zu unserem Glück haben sie alle Bojen einfach entfernt und man darf auf Sand vor Anker gehen, aber  nicht auf Seegras. Überall haben sie Pseidonia – Seegras – Schutzzonen errichtet, weil sie so langsam wachsen und die Ankerlieger das Gras ausreißen mit ihrem Anker und er hält auch nicht gut.

Wir treffen uns noch kurz, aber sie reisen leider schon ab. Eine sehr schöne große Outremer um 500.000,-

Wir bleiben in der Bucht, genießen das blaue Wasser. Ich versuche immer wieder mit der Taucherbrille Luft anhalten zu üben. Die Wasser Temperatur ist über 28 Grad, sehr angenehm.

Sonntag: der Poseidonia Wächter steht pünktlich um 11.00 mit seinem Boot vor unserer Ankerkette und untersucht mit seinem großen Schauglas ob wir eh nicht im Seegras den Anker liegen haben. Schließlich ist er recht zufrieden, nicht ganz zufrieden, aber er fährt weiter zu den anderen Booten.

Unsere Gäste sind schon um 8.00 an Land gebracht worden, weil sie eine Wanderung nach oben machen wollen und haben das Schauspiel vom Wärter vom Berg aus beobachtet.

14.00 Mistral Wind fährt mit über 20 Knoten in die bucht rein und nachdem wir die Kette gekürzt haben damit der Wärter den Anker sehen kann, hält natürlich unser Boot nicht und treibt langsam aus der Bucht. Wir wollten heute sowieso in den Ort fahren und somit ziehen wir den Anker raus und fahren Richtung Polenca.

Man erkennt Mistral daran, dass er die Luftfeuchtigkeit sehr schnell reduziert, wir haben nurmehr 19 Prozent von 80 Prozent. Er kommt aus dem Rohnetal. Normalerweise ist er kalt, aber hier bläst er über aufgeheiztes Land und fährt uns als heißer Wind ins Gesicht.

Abends wollen wir die Bushaltestelle suchen. Aleksandar muss morgen abreisen und zum Flughafen fahren.

Montag: Ich hab ein heißes online Yoga Vormittag. 12.30 Wir sind umgezogen alle zusammen im Beiboot am Weg nach Pollenca. Aleksandar muss heim fliegen.

Die Busfahrt nach Palma wird für ihn noch zum Abenteuer, weil der Busfahrer scheinbar eine Aushilfe ist und die Strecke nicht kennt  und sogar mal wenden muss auf der Landstraße. etwas verspätet kommt er dann in Palma an, erreicht aber noch rechtzeitig den Flieger nach Wien.

Wir bleiben noch ein bisschen im Ort. Ich bekomme einen Termin bei der besten Masseurin und Osteopathin der ganzen Welt Layla. Anschließend werden Tapas gegessen. Das sind kleine speisen, die es einfach den ganzen Tag über gibt. Jeder darf von jedem Tellerchen essen. Sehr lecker!

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