Samstag, 17.9.2022 – wir machen uns auf den Heimweg!

Langsam in ein paar Etappen machen wir uns auf die Heimreise. wir wollen mit unserem Camper mit Dach Zelt noch an der Rhone, Frankreichs wunderschönem Flusslauf übernachten und 1x irgendwo in Österreich, damit die Strecke pro Tag nicht zu viel wird.

Ich freu mich dass so viele mit dabei waren, lesend und wir sehen und “lesen” uns wieder Mitte Dezember am Schiff.

die 2. Seite will geschliffen und poliert werden und wir werden sehen, ob es mild genug ist, daß man draußen arbeiten kann.

bis Dezember

mlg

brigitte

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Mittwoch, 14.9.2022 – Freitag, 16.9.2022

Wir sind wieder zurück von unserer Erlebnistour.

Beinahe 2 Wochen waren wir mit dem Auto plus Hochdach unterwegs. Wir kamen bis zum stürmischen Atlantik, wo gerade Badeverbot war, haben die Pyrenäen durchquert. Der höchste Punkt war 2.100m. Zu dem Zeitpunkt war es gerade sehr stürmisch in den Bergen und kühl, sodass wir nur für ein paar Fotos am Aussichtspunkt blieben. Die Temperatur ist von 31 Grad im Tal auf 14 Grad am Berg gesunken.

Ich natürlich mit Flip-Flops und Sommerkleidchen, es war ja gerade so heiß im Auto.

Die Bergfahrt war sehr aufregend. Ich hab jetzt noch Herzklopfen, wenn ich an die Kurvenreiche, viel zu enge Straße denke und den vielen Verkehr.

Ich natürlich mit Flip-Flops und Sommerkleidchen, es war ja gerade so heiß im Auto.

Viele, viele Fotos hab ich gemacht und im Facebook fleißig gepostet.

Jeden Tag waren wir an einem anderen Stellplatz. Das war natürlich mehr als anstrengend, aber dafür haben wir auch sehr viel gesehen.

Bergdörfer, Stadtmauern, Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und Esel direkt neben den Touristen.

Es ist schwierig alles in Worte zu fassen, was wir da gesehen und erlebt haben.

 

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Montag, 29.8.2022 – Freitag, 2.9.2022!

Morgen Yoga mit den Anfängern ist immer sehr entspannend und wenig anstrengend!

Was ist noch alles zu tun am Schiff bevor wir es einwintern. Das Auto ist ausgeräumt, der Wassertank gereinigt. Es fehlt nur noch Kleidung und Proviant. Aber das Wetter spielt nicht mit. Egal wo wir schauen auf der Karte, egal in welche Richtung, überall Gewitter bis mindestens Samstag! das ist nicht nett!

Ich geh zum Strand. Es weht kalter Nordwind. Ich überlege ob ich bei kaltem Wind ins kalte Wasser steigen will, ich denke nicht.

So machen wir eine Rad Runde mit gleichzeitigem Einkauf im Supermarkt. Es ist grau und kühl. Auf unserer Wetter App blitzt es auch in der Nähe.

Dienstag: das Wetter ist launenhaft. Heute ist wieder ein wunderschöner Tag und den ganzen Tag Sonnenschein. wie im April. Ich kann nochmal schwimmen gehen, wer weiß wie oft noch!

Kurt muss tauchen gehen in das Hafen Wasser um die Opferanoden anzuschrauben, damit sich der Propeller nicht auflöst im Salzwasser. Er nimmt das ganz cool, ins braune Nass zu steigen. Aber natürlich mit Tauchanzug und Haube. Könnte ja kalt sein!

Ich hab noch eine Pilates Stunde. Hinter mir bilden sich Gewitter Wolken. Aber das Wetter hält durch.

Wir können sogar noch eine Runde in den Hafen machen. Ich ein bisschen müde, weil mein Pilates sehr anstrengend war.

Mittwoch: Einkaufstag!

Wir brauchen Ratten- und Mäusegift. Vorigen Herbst ist hier ein Tier eingezogen während wir in den Pyrenäen waren und hat furchtbar viel ruiniert und angebissen. Schrecklich!

wir leisten uns viele Sushi Tassen beim großen Carrefourt. Sehr lecker aber sehr teuer geworden. Überhaupt ist der Einkauf sehr teuer im Moment. Vielleicht weil sie schnell noch Geschäfte machen können mit den letzten Touristen. Ich glaub nicht, dass der Einheimische sich diese Preise den Rest des Jahres leisten kann.

Vielleicht wird es ja im Winter wieder günstiger, wenn es kaum Touristen hier gibt. Typisch Abzocke!

Donnerstag: Heute ist es wieder blitzblau und sonnig, allerdings spürt man schon den Herbst und ich halte es sogar zu Mittag in der Sonne aus ohne zu verschmachten.

12.00 Ich geh schwimmen mit den Flossen wie immer. Wer weiß wie oft noch und nütze jede Möglichkeit.

Ich muss packen für die Pyrenäen, weiß nicht wo ich beginnen soll. wird es dort kalt oder warm sein, Regen, Gewitter, …. Was werden wir benötigen und was nicht?

Sehr schwierig!

Freitag: Markt in Saint Cyprien, vielleicht 10% weniger Menschen wie im August. Wir packen für das Autoreisen, ausräumen, einräumen, umschlichten,…..

Wir sind ziemlich fertig. Allerdings sagt der Wetterbericht noch immer dass es morgen auf der ganzen Strecke den ganzen Tag Regen und Gewitter gibt.

Falls ich mich nicht mehr melde, dann sind wir trotzdem gefahren.

Ich melde mich wenn wir wieder zurück am Schiff sind.

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Freitag, 26.8.2022 – Sonntag, 28.8.2022

Freitag: Markt in Saint Cyprien! Ich bleibe nur kurz. Es sind noch immer viel zu viele Menschen hier. Die Menge hat sich durch den Markt geschoben und ist immer wieder zum Stillstand gekommen. Das ist nichts für mich. Außerdem haben sie im Moment Preise wie an der Cote d´Azur. Es sieht so aus als wollten sie schnell in der letzten August Woche noch alles herausholen an Gewinn was geht.

Ich kaufe nur Obst und Gemüse und radle wieder zurück zum Schiff.

Es ist so unnatürlich heiß, sehr unüblich für hier. wir haben im Schiff 38 Grad und kein Lüftchen bewegt sich. Ich geh wieder schwimmen. Da das Meer hier immer kühl ist, ist es eine angenehme Abkühlung.

Kurt hat das Auto ausgeräumt und alles zum Schiff gebracht. Aber wohin mit all den Sachen?  Nachdem wir das Schiff zu fast allen Saisonen nützen haben wir jetzt von Winter Stiefel, bis Heizdecke und das komplette Werkzeug einfach herum stehen. Es ist zu wenig Platz für alles.

19.00 Es hat immer noch über 30 Grad im Freien. Wir machen eine Hafenrunde, aber auch hier sind noch so viele Menschen. Aber Bewegung tut gut, und es gibt auch immer ein kleines Eis, zusammen natürlich.

Samstag: Wie ist unser Plan? Kurt spült die beiden Motore. Ich geh mal schwimmen. Es ist immer noch heiß aber um mindestens 4 Grad kühler. Am Wasser sieht man deutlich dass Ostwind sich ankündigt. Aber es war trotzdem sehr angenehm und erfrischend.

Ich hab mein Fahrrad mit zu waschender Wäsche befüllt und fahre ganz vorsichtig zur Wäscherei. Ich hab viel zu viel aufgeladen, möchte aber nur 1x fahren.

Alles klappt gut.

Heute gibt es Merluza, Wolfsbarsch mit Kartoffel, Gemüse und Salat. Und vom Hochzeitstag ist noch ein gutes Tiramisu über, so lecker.

Unsere Pläne für in die Pyrenäen fahren bis zum Atlantik, sehen nicht gut aus. Überall ab Sonntag, Montag, länger als 1 Woche ist Regen und Gewitter. Egal welchen Ort ich auswähle. Überall das gleiche Bild, Regen und Gewitter für mehr als 1 Woche.  Wir werden abwarten.

Sonntag: Heute ist der schönste Tag des ganzen Sommers. Bereits um 9.00 oder sogar früher beginnen die boote auszufahren aufs Meer. Alles was schwimmt, fährt heute aus. Es ist eine never ending Schlange von Booten, die sich zur Ausfahrt bewegen.

Was stellen wir an so einem Tag an? Kurt schlagt die Flussmündung vor, damit ich mal Abwechslung hab. Da bin ich sofort dabei. Schnell ein Getränk, Sonnenfeste Kleidung, Kappe und Sonnenhut und wir sind schon am Fahrrad am Weg zur Lagune. Hinter der Lagune geht es eine Weile auf den verwirrenden Straßen weiter Richtung Strand. Verwirrend deshalb, weil es hier überall gleich aussieht, immer wieder Kreuzungen, Appartements, …. Wir müssen uns Wegpunkte merken, sonst finden wir auch nicht mehr so schnell heim.

Am Strand angekommen geht es dann noch ein Stückchen durch ein eingezäuntes Naturschutzgebiet und dann sind wir an der Flussmündung. Wunderschön, verschiedene Vögel, Schilf, sehr grün. Der Fluss hat sich einen Nebenarm gebaut, parallel zum Strand und es gibt nur eine Stelle, wo es scheinbar seicht genug ist um von der einen Seite auf die andere gehen zu können.

Wir sehen auch 3 große, schwarze Schwäne, wenn es Schwäne waren.

Wir bleiben eine Weile, machen Fotos, genießen die Natur und die Vielfalt an verschiedenen Bäumen, und blühenden Pflanzen.  Wunderschön!

Wir machen uns auf den Heimweg zurück zum Schiff.

Ich hab noch eine Abend Yoga Stunde!

Danach  gibt es Gemüsesuppe mit Grießnockerl und Judasohren Pilze. Gestärkt gehen wir noch eine große Runde, 5km sind schon eine Leichtigkeit für uns!

So ein perfekter Sommertag, Wer weiß ob noch mehr solche kommen. Der Wetterbericht sagt nein, aus ist´s mit über 30 Grad!

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Dienstag, 23.8.2022 – Donnerstag, 25.8.2022

Dienstag: Wir verlassen die Marina kurz vor 12.00 ansonsten müssen wir noch einen halben Tag bezahlten und es war eh sehr teuer.

Wir fahren in eine kleine Bucht und legen uns vor Anker. Wir wollen warten, bis der Wind dreht und dann eine Nachtfahrt probieren, falls es von den Wellen her möglich ist, um endlich wieder zurück in den Hafen fahren zu können.

17.00 Viele Schiffe, Segler, Katamarane fahren an uns vorbei. Der Wind ist schwächer geworden und beginnt zu drehen. Na versuchen wirs. Es kommt darauf an, wie die Wellenhöhe ist, nach 1 Woche starker Mistral. Wie schnell sich die Wellen beruhigen. Gestern hatte es 1,80m und abends noch 1,30m. Das geht natürlich nicht.

18.00 Wir fahren Richtung Kap. Es ist nicht so schlimm mit Wind und Wellen, sieht gut aus. Wir können sogar nochmal segeln.

So kommen wir gut voran. Die Küste ist wunderschön. Viele kleine Buchten mit vielen Booten, Sonnenuntergang,…..

Dann vorbei am gefährlichen Kap Creus. Das tötet dich das Kap bei Mistral, sagt Kurt immer. Es ist recht friedlich.

0.00 Wir fahren ein in den Hafen von Saint Cyprien, es hat nurmehr 2 Knoten Wind und makellos legen wir an. Ich bin sehr froh im Hafen zu sein. Danke Skipper, auch dass wir dieses kleine Wetterfenster gefunden haben.

Im Hafen ist es ziemlich leer. Viele Boote sind scheinbar noch unterwegs, oder sie verstecken sich vor dem lange andauernden Mistral.

Mittwoch: Im Laufe des Vormittages kommen viele Schiffe in den Hafen. sie haben sich alle vorm Mistral versteckt und jetzt die 1. Möglichkeit genützt, zurück in den Hafen zu kommen.

19.00 Ich hab noch eine stürmische Pilates Stunde, viel wind weht. Ich muss mir wirklich schon mehr anziehen. wir haben die Kamera mit einem Blei Gewicht beschwert, damit sie nicht davon fliegt. Alles klappt gut.

Wir gehen noch eine Runde in den Hafen anschließend. So viele Menschen und an jeder Ecke eine andere Life Musik. wir bleiben nur auf ein kleines Eis und gehen zurück.

Donnerstag: 7.00 Regentropfen klopfen an unsere Luke. Haben wir alle Luken geschlossen gestern Abend? Wer steht auf um zu kontrollieren? Immer die gleiche Frage. Naja vielleicht regnets eh nicht stark.

Alles geht gut, nirgends Wasser Eintritt.

wir haben heute 43. Hochzeitstag und nichts zu Essen im Kühlschrank. Ich radel zu Carrefourt.

12.00 Sonne und sehr heiß. Ich hab geplant im Meer zu schwimmen, mit flossen, die Haare nochmal mit Meerwasser versorgen und anschließend in die dusche zum Haare waschen.

Ich bin ganz alleine am Strand, weil es Vormittag geregnet hat. Es ist windstill und das Meer wunderschön türkis. Ich genieße das Schwimmen.

Es herrscht getrübte Stimmung obwohl wir Hochzeitstag haben. Ein Freund von uns hatte auch eine Outremer, einen Katamaran wie den unseren, nur viel schöner, jünger, gut erhalten und hat das Schiff vorigen Herbst einem Deutschen verkauft. Und jetzt haltet euch fest. Dieses Schiff hat der Korsika Sturm vorige Woche bei 224km/h völlig zerstört auf einen Totalschaden und an Land geworfen. Der einzige Trost ist, dass nichts passiert ist und alle heil an Land kamen. Das war das Unwetter nach unserem Sturm. Es hat an Kraft zugenommen und ist voll Richtung Korsika und dann weiter nach Kärnten.

So ein schönes Schiff, eine alte Outremer weniger!

19.00 Ich hab wieder eine Yogastunde. Es tut gut!

Danach gibt es Lambrusco zum 43. Hochzeitstag!

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Sonntag, 21.8.2022 – Montag, 22.8.2022

Sonntag: ich hab schlecht geschlafen. Ich möchte dass der Wind aufhört, dass uns die Jet-Skies nicht mehr umrunden, einfach so zum Spaß, ich möchte nicht mehr die Wellen vom ausflugsschiff aushalten und alle Gläser halten müssen, wenn sie zu knapp vorbei fahren, ich möchte an Land gehen können ohne minütlich zum Schiff zu sehen, ob sich das Wetter wieder verschlechtert…….

Jammer, jammer, jammer,……. die ganze Latte prallt auf Kurt ab. Seine Antwort ganz ruhig, dann nehmen wir uns einen Hafenplatz für ein paar Tage, was meinst?

Wir besuchen den Wochenmarkt von Roses. viele Stände, aber viel zu viele Menschen. Beim Durchgehen stockt jedes Mal die Menge und es kommt zu einem Stillstand. Noch dazu geht jetzt gerade kein Wind und es ist sehr schwül und hat über 32 Grad im Schatten. 1x durchgehen reicht.

Wir gehen zur Marina und ich frag im Büro ob sie einen Hafenplatz hätten. Noch dazu hat einer der Wetterberichte für heute möglicherweise wieder Gewitter angesagt.

Es gibt genug Platz für uns aber für den Kat wird das 1,5 fache verrechnet weil wir ja 2 Marine Plätze beanspruchen auf Grund unserer 7,20m Breite. d.h. die Nacht kostet 125,- ohne Strom! Schluck! das macht 250,- und noch ein paar Euro Strom Kosten dazu.

Was bleibt uns anderes über, entweder weiter vor Anker liegen und leiden oder wir leisten uns 2 Nächte bis Dienstag 12.00. Da muss man raus, sonst rechnen sie noch einen halben Tag dazu.

Gesagt, getan. Wir versuchen unsere Anker hochzuziehen, was sehr mühsam ist, weil die Kette völlig umwickelt von Seegras ist. Wir stehen schon seit vorigem Donnerstag hier vor Anker. Und natürlich muss ich das Gras runter reißen, sonst geht die Kette nicht durch die Ankerwinch. Geschafft.

Kurt ist beim Anker, ich soll das Schiff auf Kurs halten während er versucht händisch den 2. Anker hochzuziehen. Ein wenig mühsam und erfordert viel Kraft.

Mir fällt auf, dass ich nicht lenken kann wie sonst mit der Pinne. wir haben nicht ein Steuerrad sondern 2 Pinnen, auf jeder Seite eine, was normal sehr gut und gefühlvoll funktioniert. Ich hab das Gefühl, dass das Schiff nicht dorthin fährt wo ich hinlenke und dass sich eine Richtung sehr schlecht bewegen lässt. Es muss etwas kaputt geworden sein.

Kurt schaut mit der Taucherbrille zum Ruderschaft und stellt fest, dass das eine Ruder in die andere Richtung zeigt. Wie gibt es denn das?

Wir können uns nur vorstellen dass es passiert ist, wie uns das Segelboot fast reingefahren ist und Kurt gerade auf Vollgas Richtung Wind stand, er durch das Reinreißen des Rückwärtsganges das Ruder aus dem Schaft gedreht hat. Ich erinnere mich noch, dass es mir aus der Hand gerissen wurde mit einem Ruck und ich es nicht mehr halten konnte.

Kurt kann das Ruder aushängen und hochheben und wieder einrasten in der richtigen Richtung. Unglaublich! wir müssen die Aufhänger kontrollieren wenn wir wieder zurück sind, ob etwas verbogen wurde. Da sind ja solche Kräfte am Werk.

Wir fahren in die Marina, rufen über Funk, dass wir da sind und werden von 2 Marine Beibooten und 5 Personen in die “Parklücke” gehievt, nieder geschnallt, mit 2 Mooring Ketten und 4 Leinen. Jetzt kann sich das Boot nicht mehr viel bewegen. Geschafft. Wir haben einen Platz in der sicheren Marina.

Wir gehen spazieren und müssen nicht auf unser Schiff achten, ob es ihm gut geht.

Wir sind lange unterwegs, bis die Füße nicht mehr wollen. Es werden 11km insgesamt. Dann sitzen wir noch im Cockpit. Es geht kaum Wind und ist immer noch sehr schwül.

Montag: Eigentlich hab ich Vormittags Yoga, aber die Webcam ist tot und macht keinen Muckser mehr. Ich kann alles absagen, aber Kurt probiert es mit der eingebauten Webcam im Notebook.

Wir wurschteln eine Weile, absagen kann ich immer noch sagt Kurt. Es sind erschwerte Bedingungen, die turnmatte möchte davon fliegen, sonne scheint rein und macht es sehr heiß, es jagen über 80km/h durch den Hafen und der wind pfeift ganz laut.

Schließlich schaffen wir es mit etwas Verspätung und alle sind ganz glücklich dass ich nicht abgesagt habe. Das Tuch fest mit Kluppen nieder gespannt bringt sogar ein Stückchen Schatten.

Es tut mir immer leid, abzusagen, wenn sie sich alle so brav anmelden. Aber wir habens ja geschafft. Ein danke an den flexiblen Administrator und Skipper Kurt.

Heute hat es den ganzen Tag extrem starken Wind, ca. 80 km/h, ohne dass es weniger wird. wir gehen einfach an Land und spazieren durch die Gassen, da ist der Wind nicht so stark. Am Strand wird man Sand gestrahlt und es tut richtig weh, wenn der Wind den Sand aufwirbelt.

Wir gehen Essen in ein kleines Lokal am Strand. Aber auch dort jagt der Sand durch die Luft. Was lernen wir daraus? Bei Sturm sollte man nicht am Strand essen gehen.

Um 22.00 fallen wir ins Bett! Wir sind heute über 12 Kilometer gegangen.

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Donnerstag, 18.8.2022 – Samstag, 20.8.2022

Wir haben recht gut und fest geschlafen. Mistral weht, was sonst. Aber wir haben einen Tornado überlebt, somit ist so eine mittlere Windstärke ja eher Kinderkram.

Wir fahren an Land. Mal sehen, was der Bäcker sagt, weil ich die beiden bestellten Baguettes nicht geholt hab. Ich entschuldige mich bei der Verkäuferin, dass wir nicht an Land kommen konnten und sie holt mir 2 große heiße Brotlaibe direkt aus dem Ofen und wir tragen sie stolz zum Beiboot zurück.

Wir haben zu den gestrandeten Schiffen gesehen. Der Seenot Rettungs Kreuzer und die Feuerwehr schaffen es in ein paar Stunden, diese 3 Segelboote ohne zu beschädigen wieder ins Wasser zu ziehen mit Hebesäcken und in den Hafen zu ziehen.

Nach dem Tornado ist auch an Land sehr viel los, die Kanäle gehen über. die Feuerwehr hat viel zu tun. Aber sie sind sehr flott und schon am Donnerstag Nachmittag wird der Strand wieder geöffnet für Besucher.

Ich hoffe, das der Wind am Abend nicht zu stark ist und ich meine Yoga Stunde halten kann, um wieder Erdung zu bekommen.

21.00 Es wird eine wunderschöne online Yoga Stunde und ich bin glücklich sie halten zu können. Nach diesem Sturm Abenteuer gibt es immer wieder Glücksmomente und Augenblicke großer Dankbarkeit und Berührtheit.

Kurt möchte nicht mehr an Land heute. so bleiben wir noch draußen sitzen mit Nüssen und Chips und genießen den lauen Abend und den im Moment sanften Wind.

Freitag: Mistral bläst noch sanft. Wir wollen an Land bevor der Wind stärker wird und uns das Schiff vielleicht braucht. Wir besichtigen den Yachthafen und halten Ausschau nach den gestrandeten Schiffen. sie wurden ja alle in den Hafen geschleppt. Wir finden sie auch mit all ihren Beschädigungen.  Auch das Segelboot das rausgetrieben ist, weil kein Besitzer da war, finden wir.

Fast alle zerfetzten Segel wurden von ihren Besitzern entfernt, nurmehr ganz wenige flattern weiter und zerstören sich noch mehr!

Am Abend sind es noch ca. 15 Knoten. Wir machen eine Promenaden Runde

Samstag: 8.00 das Meer ist noch recht ruhig, nur 4 Knoten Wind. Ich geh schwimmen, nurmehr 22 Grad. Sehr angenehm. Gleich Haare waschen und die ersten Sonnenstrahlen nützen. Sie sind noch richtig angenehm.

11.00 Die Bettwäsche ist dran, wird gewaschen und trocknet wunderbar im leichten Wind.

Wir machen Pläne für die Weiterfahrt, es dauert aber noch. Draußen faucht der Mistral noch mit über 40 Knoten aus dem Löwengolf runter in den Süden und es hat 1,6m Wellenhöhe. Bei Mistral darf man nicht fahren, ist das oberste Gebot im Mittelmeer, zu gefährlich. Das betrifft auch die Bora in Kroatien und den Meltemi in Griechenland. Diese 3 sind bekannt für die gefährlichsten Winde, wegen ihrer zerstörerischen Kraft.

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Montag, 15.8.2022 – Mittwoch, 17.8.2022

Montag: Wir werden noch länger hier fest hängen, weil der Mistral Wind erst aufhören wird bis alle Störungsfelder vom Wetter verblasen sind. Somit werden wir so oft es geht an Land gehen und das Land erkunden.

Wir gehen brav knappe 2 Stunden Richtung Burg. Leider ist heute geschlossen wegen Feiertag. Wir gehen weiter die Küste entlang. Am Himmel braut es sich schon wieder zusammen. Gewitter gibt es in Perpignan, also nicht so weit weg.

Drehen wir lieber um, vielleicht braucht uns das Schiff.

Abends lässt der Wind nach, Gott sei Dank. die Gewitter haben sich verzogen und kamen nicht näher.

Ich hab solche Lust zu paddeln, trotz Abend Dämmerung und restlichen Wind und Wellen, aber sitzend geht immer. Stehen ist nicht möglich bei diesen Wellen.

Es ist jetzt die goldene Stunde und zaubert wunderschöne Farbtöne in rot und orange.

Immer mehr Schiffe kommen in die Bucht um hier zu ankern, ein Umzug ist an Land, eine Bühne wird aufgebaut. Ich glaube wir waren noch nie am Feiertag in Roses, was ich mich zurück erinnere. Lassen wir uns überraschen. Spanier feiern sehr gerne ihre Feste.

21.00 Life Musik beginnt, Evergreens und ist ok! Es werden immer mehr Boote, die ganze Bucht ist voll und von überall kommen sie herein. Kommen sie wegen der Musik? Der Wind hat zum Glück aufgehört.

23.00 Mit 3 lauten Knallern und viel Gehupe in der bucht wird ein wunderschönes halbstündiges Feuerwerk eingeleitet, wir in 1. Front. Sehr cool. So nah war ich noch nie einem Feuerwerk. Auf 2 Schwimm Pontons wir abwechselnd abgefeuert.

          

Dienstag: 9.00 Es ist noch ruhig, das Meer ist glatt. Aber leider kühlt die Wasser Temperatur täglich um mehr als 1 Grad ab, von 28 am Donnerstag, auf 23 heute. brrrr wirds schön langsam. Nix is mehr mit nackt baden wegen Erfrierungsgefahr. Das heißt aber nicht dass ich nicht meine runden drehe ums Boot, Rücken und Brust schwimmend. so lange es auszuhalten ist, mach ich es mit Flossen. Ist gut für die Bein Muskulatur.

12.00 Wir wollen zum Bäcker. Seine Produkte sind ein Traum!

13.00 wir haben schon wieder 30 Knoten, dieses mal kommt der Wind auf uns zu und 0,60 bis 0,90 Wellenhöhe. Jetzt einen anderen Ankerplatz suchen würde nichts bringen, denn um 2.00 nachts dreht der Wind auf Nordwest und dann stehen wir wieder perfekt hier. Wir bleiben solange bis es uns losreißt, dann müssen wir sowieso Anker raus ziehen und neu ankern.

Unsere Anker haben gehalten, aber es war ein sehr anstrengender Tag. Ich bin die ganze Zeit gestanden, während das Schiff auf den 1m Wellen geritten ist und hab aufgepasst. Ein riesiger, neuer Katamaran, erzeugt in Südafrika, ich denke ganz neu übernommen, hat versucht bei Sturm neben uns zu ankern. Viele, viele Versuche aber ohne Erfolg. Das war wahrscheinlich ihr 1. Anker Manöver und das noch dazu bei Sturm und Seegras.

Ich esse über den Tag verteilt nur ganz wenig, weil ich nicht weiß was mein Magen zu den hohen Auf- und Abbewegungen des Schiffes sagt.

19.00 Ich halte noch eine lustige, wackelige Pilates Stunde mit den Loops. Langsam wird der Wind erst schwächer und wir können noch in den Hafen am Abend und die Strand Promenade abgehen. bisschen Bewegung tut gut.

Mittwoch: Es ist bewölkt, Mistral weht seit 5.00 Früh. Ich halte eine Yogastunde ab. Der Wind kommt vom Land, damit bewegt sich das Schiff viel weniger als gestern in den schlimmen Wellen. Das möchte ich nicht mehr haben.

12.00 Neben uns legt ein kleines Segelboot an mit französischer Flagge. Kurt beobachtet wie alle zu viert mit dem kleinen Beiboot an Land fahren.

13.00 ich glaube das Segelboot neben uns hat losgerissen und treibt langsam nach hinten. Was sollen wir tun? Retten kann man da nichts.

Wir beobachten mit dem Fernglas, ob endlich die Besitzer wieder kommen. Bei Sturm bin ich nicht so lange von Bord oder schaue zumindest immer wieder raus, ob es dem Schiff gut geht.

15.00 Das Boot ist schon ganz klein und verschwindet am Horizont. Mittlerweile ist die Wassertiefe wahrscheinlich so tief, dass der Anker mit der viel zu kurzen Kette den Boden gar nicht mehr berührt. Darum treibt es auch so schnell nach hinten in die große Bucht hinein. Armes Boot! Wie wird sein Schicksal wohl enden?

Der Seenot Rettungskreuzer fährt aus zu dem Segelboot und schleppt es in den Hafen. Das wird teuer.

16.00 Das kleine Beiboot mit Skipper fährt auf uns zu und fragt, ob wir sein Schiff gesehen haben? Ein bisschen Sarkasmus muss sein. Ich muss ihm sagen, dass das Boot rausgefahren ist, weil es im Sturm nicht mehr solange alleine sein wollte.

Dann schicken wir den erstaunten, aber netten Seemann in den Hafen zur Seenot Kreuzer Stelle.

18.00 Mittlerweile liegt er wieder neben uns vor Anker. Ende gut, alles gut!

Wir wollen an Land, aber es ist noch zu viel Wind. Ich hab beim Bäcker am Vortag schwarzes Baguette bestellt. Das muss noch warten. Er hat ja noch eine Weile geöffnet.

18.30 Es ist stark bewölkt, die ganze Küste entlang, in den Bergen regnet es. Ich blicke nach vor und sehe, dass der Regen auch zu uns kommt. Schnell packen wir die Sessel, den Teppich, die Handtücher weg. Schon regnet es ganz stark. Dann geht es los.

Kurt schafft es noch die beiden Motoren zu starten und versucht in den Wind zu fahren, um unsere Anker zu entlasten.

Die Wind Geschwindigkeit steigt so schnell, dass ich nicht mit dem Denken nachkomme. Ich weiß noch dass Kurt die Wasserfesten Jacken wollte und eine Haube.

Ich weiß nun, dass wir in einem verheerenden Gewitter sind, oder dem Down fall eines Gewitters, der Rückseite. Die Hauben sind in Sekunden patsch nass.

Kurt hält sich an den Gaspedalen fest, ich umklammere die Pinne und Kurts Jacke und sicher auch eine Rücken Hautfalte. Wenn ich auslasse weht es mich ins kalte Meer.

Ich hab nur einen Gedanken, es soll doch bitte aufhören.

Mittlerweile sieht man nichts mehr rund ums Schiff, durch das aufgepeitschte Wasser und den vielen Regen. Plötzlich taucht ein großes Segelboot links hinter uns auf und rast voll auf unsere Breitseite zu. Ich schreie noch auf, er fährt uns rein und Kurt reißt den Retourgang rein und ganz knapp schießt das Segelboot vorbei. Er hat die Herrschaft über sein Schiff verloren und ist später an Land getrieben und am Sandstrand gestrandet.

Immer wieder taucht der kleine Leuchtturm auf vom Stein Schütt. Wir müssen mehr Abstand zu ihm kriegen, sonst sinken wir wenn uns der Sturm auf diesen Stein Schütt wirft.

Es hagelt riesige Hagelkörner, die sehr schmerzen am Körper und am Kopf, da wir ja nur eine kurze Hose tragen. Ich bringe neue trockene Hauben.

Immer wieder sieht man kurz ein vom Wind umgelegtes Segelboot. Alle Boote deren Anker nicht gehalten haben, versuchen irgend wie zu fahren.

Laut log muss es über eine halbe Stunde gedauert haben. Wir haben 65 Knoten erreicht, das sind 120km/h Sturmspitzen, das ist Orkanstärke laut Tabelle.

Sobald es ein bisschen nachlässt merken wir dass wir am ganzen Körper zittern, vor Angst, Aufregung und Kälte. Kurt trocknet das Schiff innen ein wenig, da wir die Türen nicht geschlossen haben. ich wickel mir alle Badetücher um, die ich finden kann. Mir ist so kalt.

Wir müssen noch ein bisschen durch halten und unsere Anker rauf holen und neu setzen.

Es regnet noch, aber kein Hagel mehr.

Ich versuche den Anker hochzuziehen, aber die letzten 5m bringe ich nicht hoch. Unser Anker hat als er zu rutschen begann einen riesigen, dicken Strick, ca. 2m lang eingesammelt, und er hat sich um den Anker gewickelt. Somit konnte er nicht mehr greifen. Vielleicht hätte er sogar gehalten oder wieder gegriffen, ohne den Strick.

Kurt schneidet ihn runter und wir gehen ungefähr wieder dort wo wir waren vor Anker, dieses Mal lassen wir fast die ganze Kette nach, knappe 60m.

Ich stürze zum Handy und rufe meine Kinder an und stammel dass wir noch leben. Es war mir so wichtig, sie anzurufen. Ich hätte gar nichts anderes machen können. Sie wissen zuerst nicht worum es geht.

Wir sind ziemlich fertig und zittrig. Im Wetter Bericht lesen wir dass es ein Tornado war und er ist am Weg nach Korsika, zusammen mit einer riesigen Gewitter Front und nimmt noch an Stärke zu.

So etwas möchte ich nie mehr erleben müssen und Todesangst haben müssen. Es ist ein Glück dass Kurt in solchen Situationen ganz klar und ruhig wird. Er meint, ich auch, aber ich glaube ich war nicht sehr ruhig.

Als es wieder klarer wird, sehen wir dass 3 Segelboote am Sandstrand gestrandet sind, 3 weitere kämpfen noch lange, sogar mit Tauchern, weil sie sich ineinander verhängt haben und ihre Anker in den Schwimmer Bojen hängen geblieben sind. Sonst wären sie auch gestrandet.

Wir und die 3 weiteren Katamarane schwimmen noch, obwohl die Lagoon an der Kaimauer scheuert.

Wir räumen auf und trocknen alles innen und gehen zeitig ins Bett. Meine Erdung ist nicht mehr da, ich atme nurmehr ganz flach in den Brustkorb aber schlafe zum glück schnell ein. Heute bekommt nicht meine ganze Familie zum Einschlafen Reiki geschickt, heute nur ich. In meinem Zustand sollte ich niemand Reiki schicken.

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Freitag, 12.8.2022 – Sonntag, 14.8.2022

12.00 Ich hab Lust auf einen Landgang und ein wenig Bummeln. Kurt bringt mich an Land. Allerdings seh ich mich nach 25 Minuten satt an den Geschäften. Da ist nicht wirklich etwas dass ich brauche oder möchte. Ich hätte es mir gekauft.

Der Strand ist voller Menschen und auch die Lokale.

Kurt holt mich wieder ab. In der Zwischenzeit haben wir über 20 Knoten Südwind, der in die Ankerbucht bläst und Wellen bauen sich auf. wir wollen sowieso rüber nach Roses, da starke Mistral Winde kommen die nächsten Tage und dort stehen wir recht geschützt.

d.h. Großsegel aufziehen noch am Ankerplatz und dann raus in die Bucht. Es sind ca. 8 Seemeilen. wir haben alle Segel gerefft, das heißt verkleinert und rasen rüber auf die andere Seite der Bucht.

Vorm Hafen stehen zu viele Boote vor Anker, so legen wir das Boot genau in die Mitte der Bucht vor den schönen Palmenstrand. Die Aussicht ist wunderbar.

Jetzt mal schwimmen. Es hat auf 25 grad abgekühlt, auf der Überfahrt hatten wir anfangs noch 28 Grad.

Der Himmel ist bedeckt. Zum Glück zieht das Gewitter und die Blitze nach Süden ab.

Endlich wieder an Land. Wir marschieren die ganze Strand Promenade ab, es sind 7,5km und gehen dann beim Fort zurück. Da sind nicht so viele Menschen. Roses ist sehr hübsch, aber riesig und eben viele Menschen.

Samstag: Der Wetterbericht sagt nichts Gutes. Starkwind und Gewitter. Nachmittag geht es los. Rund um uns blitzt es. Auf der Website:

www.blitzortung.org

könnt ihr zeitgenau Gewitter und die Blitze verfolgen. dieses Mal zieht es nicht weg, sondern kommt näher. 19.00 es hat sich in die Berge zurückgezogen und verpufft dort, obwohl ich es bis in die Nacht blitzen sehe. Ein Gewitter am Meer ist nicht ungefährlich, weil der Wind sehr stark werden kann.

Glück gehabt, und wir fahren an Land. Heißer Wind weht. Die Wetter Kapriolen sind interessant. wir sind immer ein paar Tage in Roses am Ende der Reise, wenn wir vom Süden kommen und warten hier immer den Mistral ab, um nach Norden in unseren Hafen zurückfahren zu können. Ich mag Roses sehr, ist ein hübscher Ort. Nur eben Mitte August, wenn wir immer da sind, sehr voller Menschen.

Sonntag: Der verrückte AROME Wetterbericht sagt als einziger um 14:00 40 Knoten wind an. Schön langsam glauben wir ihm nichts mehr und fahren an Land zum Einkaufen. Hier ist sogar der Bäcker sonntags geöffnet und hat gutes dunkles Brot und leckere kleine Küchlein. Ich kaufe hier gerne ein. Die Verkäuferin spricht spanisch, englisch, französisch mühelos und passt sich schnell an ihre Kunden an. Das ist selten.

Im Supermarkt gegenüber gibt es viel frisches Obst und Gemüse trotz Sonntag. vielleicht ist sogar Morgen am Feiertag geöffnet. Kann schon sein, es ist Hochsaison.

12.30 Wir kommen aus dem Supermarkt und starker Wind bläst. Der Mistral ist schon da, ist ja noch gar nicht 14:00

Schnell fahren wir mit dem Beiboot zum Schiff. Wir haben 41,5 Knoten Wind. Das sind 80km, die auf den Anker drücken. Die beiden Katamarane hat es losgerissen. Unsere Anker hält, weil Kurt gestern in weiser Voraussicht des verrückten Wetterberichtes 2 Anker voreinander ins Wasser gelassen hat. Ob es sich bewährt, es ist umstritten, werden wir bald wissen.

 

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Mittwoch, 10.8.2022 – Donnerstag, 11.8.2022

Mittwoch: Wir haben alles erledigt und ich freu mich dass wir wieder raus fahren aufs Meer.

Schon ein Stück entfernt will ich schwimmen gehen im tiefblauem Wasser, bei 28 Grad und 30m Wassertiefe. Das werde ich so vermissen.

Es werden schön langsam weniger Schiffe. die Meisten fahren scheinbar auf die Südseite. Gott sei Dank, das war nicht auszuhalten beim Segeln, diese riesigen Wellen von den Schiffen.

Wir fahren die wunderschöne, zerklüftete Ostküste hoch.

Es sieht aus wie in einem Film. Viele Buchten, die Menge der Boote teilt sich gut auf. Normalerweise kann man die Ostküste nicht besuchen, wegen der starken Ostwinde, die riesige Wellen bringen, was das Ankern unmöglich macht.

Aber heute ist es wunderschön hier und wir genießen die Strecke. Wir wollen nach Fornell, ein kleiner Ort im Norden. Ein tiefer Einschnitt führt hinein und dann kommt sehr geschützt, außer bei Nordwinden der Ort.

Ich möchte nicht schon wieder in einen Ort und so beschließen wir eine Bucht auf der Nordseite aufzusuchen. es soll ruhig bleiben heute Nacht, kein Wind.

Kurt kontrolliert den Wetterbericht und die Möglichkeit in den nächsten Tagen die Insel zu verlassen. Ab Mitte August steigt die Gewitter, Sturm und Schlechtwetter Gefahr auf den Balearen und wenn man hier keinen eigenen Hafenplatz hat, sollte man vor dem 15.8. die Inseln verlassen. Das finde ich immer sehr schade, weil es ja bis Oktober warm ist auf den Balearen. Na leider!

Donnerstag zeitig früh könnten wir fahren, aber Freitag Vormittag ist dann starker Südwind, dort wo wir hinwollen. Klingt irgendwie nicht so toll. Solch eine Überfahrt kann bis zu 24-27 Stunden dauern übers offene Meer und da muss einfach alles passen. Nirgends Gewitter, kein Sturm, kein Gegenwind, nicht zu hohe Wellen, sonst wird es wirklich mühsam und so eine Fahrt ist sehr lange. Vor allem die Nacht. Vollmond wäre auch noch von Vorteil, damit wir nicht in eine schwarze Nacht hinein fahren nach dem Sonnenuntergang.

Die nächsten 10 Tage sieht es am Festland nicht gut aus, viele Stürme, Gewitter, chaotische Winde. Was tun? noch 2 Wochen abwarten hier?

Wir könnten doch heute Nacht fahren Kurt? Er hatte auch schon diesen Gedankengang. Aber dann haben wir natürlich nicht geschlafen, dafür friedliches Wetter bis zum Ziel.

19.19 Ich schwimme eine letzte Runde ums Boot in türkisem Wasser bei 29 Grad, ein letzter Blick an die wunderschöne Nordküste und dann legen wir wehmütig ab. Aber was hätten wir anderes machen können. Das Wetter scheint ab Morgen verrückt zu spielen.

20.00 Der Mond geht im Osten auf. Es ist 1 Tag vor Vollmond, also ich würde sagen, er ist rund und leuchtend und er wird uns die ganze Nacht begleiten, was ich wunderbar finde.

Die Reikiflagge als unser Schutzschild ist immer mit dabei.

20.50 Die Sonne geht unter als leuchtend roter Ball. Ich mach wieder viel zu viele Fotos, aber es ist ein so faszinierendes Schauspiel, dieser Sonnenuntergang mitten am Meer.

Es wird zwar dunkel, aber der Mond leuchtet die ganze Strecke hinter uns von seinem Aufgang im Osten bis zu seinem Untergang um 5.00 im Westen. Und er geht als roter Ball unter, wie die Sonne.

Wir wechseln uns ab mit dem Schlafen. Jeder bekommt ganz streng 1 Stunde Schlaf und 1 Stunde wache halten. Es klappt ganz gut. Ich sehe die Venus aufgehen im Osten und den leuchtenden Jupiter und Saturn folgt dem Mond dann beim Untergehen. Es ist faszinierend und ich bin sehr dankbar für diese Fahrt und dieses Natur Schauspiel, das wir hier erleben dürfen.

5.30 Es entsteht im Osten auf dunklem Himmel ein grell oranger Streifen. Das hab ich noch nie erlebt. Wahrscheinlich hab ich da immer gerade geschlafen. Es ist die Morgendämmerung. So etwas müsst ihr mal gesehen haben. Es ist unglaublich schön.

Und dann ist sie da, die Sonne, ganz plötzlich als feuerroter Ball!

Unsere Erde hat so viele Wunder für uns, nur die Menschen sind nicht gut zu ihr und schätzen nicht was sie haben. Es wird Zeit dass wir alle zusammen dies verändern und ihr helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen.

Ich bin viel zu aufgeregt und kann jetzt nicht schlafen gehen und lass Kurt weiter schlafen.

Ein wenig später schwimmen 2 große Wale am Schiff vorbei, ein dunkler und ein heller, so wie jedes Jahr, ungefähr in der Mitte unserer Fahrstrecke.

gegen Mittag besuchen uns ein paar Libellen, um sich auszuruhen und halten sich geschickt an den Leinen an, trotz Wind und Fahrbewegung! Kaum zu glauben, dass diese schillernden Elfen so brutale Jäger sind.

gegen 16.00 kommen wir in Lescara an. Ich hab den Yoga Mädels versprochen, wenn wir es rechtzeitig schaffen, bekommen sie noch eine Yoga Einheit.

So kriegen sie um 19.00 noch ein witzig, wackeliges, heißes Yoga während Kurt schläft. Er ist noch etwas geschafft von der Reise. Mich hat das schlafen und wachen nicht gestört. Ich konnte immer gleich wieder schnell einschlafen.

So enden 2 atemberaubende Tage. Mal sehen wie es weiter geht.

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