Mittwoch, 10.7.2024 – Wir wollen uns einen Hafen Platz reservieren!

Guten Morgen!

Ihr wisst ja schon Bescheid, was Brigitte am Morgen so tut. Natürlich ums Boot schwimmen vor dem Frühstück. So auch heute. Die Wasser Temperatur ist nicht soviel abgekühlt. Es war kaum Wind in der Nacht und wenn dann kam er vom warmen Land und nicht vom kühlen Meer.

Ich hab immerhin schon 21,6 Grad. Also rein ins kühle Nass und 1x am Tag Gänsehaut ist sicher auch gesund. Ich seh bis zur Ankerkette. wunderschön ist dieses türkise Wasser.

Auf Google suchen wir die Website vom Hafen Port St. Louis.

Nächste Woche kommen unsere Gäste am Airport Marseille an. Somit ist der kürzeste und einfachste Weg, sie im Hafen aufzunehmen. Noch dazu weil sie spät abends fliegen. Da kann ich sie nicht mit den Koffern 5x umsteigen lassen bis sie dann endlich beim Schiff sind.

In unserer Marina hab ich schon Robert, einen ehemaligen Piloten gebucht. Er holt die Beiden nachts vom Airport ab. Hoffentlich bekommen wir einen Platz, dann ist alles viel einfacher.

Die Capitanierie antwortet nach ein paar Stunden und heißt uns im Hafen herzlich willkommen. Und natürlich haben sie im Sommer genug Platz, weil viele unterwegs sind.

Sie benötigen unseren Seebrief, Versicherung, meinen ausweis als Owner und ein Foto vom Schiff.

Den Preis pro Nacht haben wir auf der Website gefunden, aber ob er stimmt, sagen sie uns nicht. Naja! Franzosen eben, immer ein bisschen kompliziert und langsam.

Natürlich hab ich alle Emails auf französisch übersetzt, weil sie ja meist nichts keine andere Sprache kennen und können.

Jetzt aber schnell zusammen packen und das Schiff Segelbereit machen. Wir müssen hier weg. Mistral kommt Morgen Abend.

 

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Dienstag, 9.7.2024 – Heute ist Urlaubs Schmuck sortieren dran!

Das hab ich schon lange auf der todo Liste. die Sommer zerstört die feinen Gummis der Armbänder. Dann kann man sie nicht mehr retten.

Aber der Tag beginnt mit etwas ganz anderem! aufstehen, Türen öffnen und schon den Blick zum Wasser Thermometer richten und dann ins Wasser schauen. Ist es ruhig, gibt es Quallen, wie stark ist die Windstärke.

Alles passt, ruhig, klar und sauber ist das Wasser, aber es hat erst 20.8 Grad. Aber kühles Wasser macht munter und ist gesund für die Haut.

Wenn ich aus dem Wasser komme, flüchtet Kurt immer vor mir, weil ich mich sonst an ihn lehnen würde mit meinem kalten Körper. Aber das macht dich wach Kurt! Er läuft davon!

Ich setz mich auf den Boden und sortiere den Urlaubs Schmuck. Da sind schon sehr alte Stücke dabei. Jedes Teilchen ist eine Erinnerung an irgendeinen Ort am Meer. Aber kaputt ist kaputt.

Kurt ist im Ausleger und reduziert den Druck des vorderen Stahlseiles. Die Segelmacher haben uns auch vorne am Dreieck ein neues Stahlseil dazu gebaut, aber leider zuviel gespannt. Jetzt sprengt das die dicke Aluplatte. Wir haben es nicht gleich bemerkt.

Die Wasser Themperatur steigt auf 22 Grad. Na bitte! es bleibt ruhig und fast windstill. Ich geh ein 2. Mal schwimmen und strampel immer mindestens 3 runden mit den großen Flossen, teils Rücken- teils Brust Schwimmen.

Auch auf den kleinen Stränden rundherum ist jetzt ein bisschen mehr los, aber alles in Allem ist es hier viel ruhiger wie an der Cote dÁzur, dafür auch kühler.

Aber knappe 30 Grad Luft Temperatur ist ausreichend. In der Sonne, Im Ort ist es mehr als heiß.

Unsere Bekannten sind in Griechenland. Da hat es am Vormittag schon 35 Grad und ohne Klimaanlage geht da nichts mehr. Das brauchen wir nicht, wir heizen sogar manchmal ein nachts vor dem Schlafen gehen, auch wenn es nur ganz kurz ist.

Ein paar Webinare anhören möchte ich heute auch noch unterbringen. So ein Tag ist einfach viel zu kurz!

Ich hab noch eine Pilates Stunde. Die Teilnehmer sind wirklich brav. Es ist gerade sehr heiß in Österreich.

Zum 1. Mal war es auch bei mir während der Stunde angenehm warm und die sonne hat auf meinen Rücken gescheint. Sehr angenehm. Während der Stunde erzähl ich ihnen immer wieder, dass ich jetzt gleich wieder schwimmen gehe. Was ich wirklich auch tue, nach der Stunde.

Das war angenehm.

Es ist 21.30! Wir könnten noch an Land fahren, aber es ist gerade so angenehm hier und endlich wieder Mond zu sehen.

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Montag, 8.7.2024 – blauer Himmel, kaum Wind, fast Sommer Feeling kommt auf.

Aufstehen, Türen öffnen und raus sehen. Das ist immer mein 1. Schritt.

2. Schritt ist immer der blick ins Wasser. Heute ist es ganz glatt und ich seh den Meeresgrund.

3. Schritt ist der Blick zum Thermometer, 20 Grad. Das ist machbar. Rein in den Schwimmanzug, die flossen gehen immer mit und der Dusche Schlauch ist vorbereitet für nachher.

Wunderbar!

Wenn ich dann eiskalt Kurt berühre ist er sofort munter und es macht immer riesigen Spaß. Natürlich nur mehr, nicht ihm.

Heute soll es ruhig bleiben. Wir sitzen im Cockpit und genießen den Ausblick.

Vielleicht gibt es einen provinzalischen Markt. Rein in die Ausgehkleidung und schon sitzen wir im Beiboot und fahren an Land in den Hafen, wo wir eine geniale Ecke gefunden haben, zwischen 2 alten Fischerbooten, die nicht aussehen, als könnten sie nochmal auslaufen. Dort stehen wir gut.

Wir finden ein paar kleine Stände, Dienstag ist der Markt größer, und kaufen ein paar Spezialitäten ein.

Die Preise hier sind unglaublich hoch, egal ob man den kleinen Casino Markt oder spar nimmt oder einen Stand. Eine Melone z.B. kostet 4,- Alles ist so teuer, richtige Abzocke der Touristen.

Ich denke manchmal, wo kaufen denn die Einheimischen hier ein. Das ist doch viel zu teuer. Vielleicht fahren sie mit dem Auto zu einem großen Supermarkt.

Auch die Grundstücks- und Villen, Appartment Preise sind ganz extrem. Aber das beobachten wir schon länger in Frankreich. Ein kleines Appartment 800.000, ein größeres haus mit Pool 2,9 Millionen. Alles fast geschenkt.

In Spanien waren die Preise ein wenig niederer.

Immer wenn eine Kirche geöffnet ist, geh ich hinein um sie zu besichtigen. Am Schönsten sind die kleinen, dezenten ohne großen Prunk. Den finde ich immer sehr übertrieben.

Eine weiße Taube fliegt auf mich zu und setzt sich beinahe auf mich, hätte ich ruhig gehalten. ich bin fasziniert, wie wunderschön. Es gibt wenig weiße Tauben, wie schön!

So jetzt aber zurück zum Schiff auf ein köstliches Mahl.

Ein wenig aufräumen, kleine Reparaturen, Wasser bereiten  -  das geht wirklich schnell bei Kurts Anlage – da darf man nicht wegschauen auf der Anzeige, sonst geht es über.

Montag ist auch Krafttraining, wie immer Montag, Mittwoch, Freitag. Es dauert nur ein paar Minuten, benötigt aber doch einen fixen Platz im Kalender.

Mein Standup Board verliert Luft. Ich hab es schon seit Ibiza. Es müssen jetzt an die 10 Jahre sein und es hat gut durch gehalten. Wir machen uns auf die Suche. Eine Nahtstelle an der Spitze steht ein bisschen ab. vielleicht ist dies die undichte Stelle. Sonst ist alles in Ordnung.

Kleber haben wir keinen. Versuchen wir es mit Superkleber und Beschleuniger und dann fest andrücken. Ein bisschen stehen lassen und dann ab damit ins Wasser.

Der Wellengang ist noch sehr unruhig. Auch fahren schon wieder einige Fun Boote im Kreis und machen Wellen. d.h. ich bleibe nur knieend, aufstehen geht heute nicht so gut. Aber das macht ja nichts. Es ist trotzdem ein gutes Training.

Kurt möchte nochmal an Land, ein stück bergauf wandern. Hier gibt es aber nicht viel bergauf, da es recht flach ist.  Aber wir finden hübsche, nur Schulterbreite Gässchen, umgeben von hohen Mauern, Zäunen, Villen und viel blühenden, gepflegten Pflanzen.

Endlich mal kein Autoverkehr.

Wir entdecken auch die Bahnstation und Menschen mit Koffer. d.h. Aleksandar könnte, wenn wir nach 1 Woche seines Urlaubes nicht zurück in den Hafen fahren wollen, auch diesen Zug versuchen. Ich denke mit 1x umsteigen schafft er es zum Flughafen Marseille.

Zurück am Schiff lassen wir den ruhigen Tag ausklingen. Obwohl ich jede Minute nütze, um meine Webinare weiter anzuhören.

 

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Sonntag, 7.7.2024 – Rasch rüber auf die andere Seite der Bucht!

aber davor geht es noch ins Wasser. Das Meer hat 20,4 Grad. Mit dem dicken Schwimmanzug muss das schon auszuhalten sein!

Dann ziehen wir den Anker raus und fahren ans andere Ufer. Alle anderen Schiff sind schon weg. Es kommt starker Westwind und vielleicht sind wir drüben ein bisschen mehr geschützt als hier. Wenn der Wind aus Südwest kommt, bekommen wir alle Wellen ab, wenn es doch Westwind wird, kann es besser werden.

Wir liegen hinter den Bojen vor Anker. Wellen rollen rein. Am Anfang sind es nur 20 Knoten, danach steigt die Windstärke leider auf über 32 Knoten, d.h. wir haben schon wieder 60 km/h und die Ankerseite ist nicht so geschützt wie geplant.

Es schaukelt sehr am Schiff und beim herumgehen muss man aufpassen sich nicht anzuhauen irgendwo am Schiff. d.h. schön stabilisieren und langsam bewegen.

Aber ich hab noch eine Yogastunde um 19.00! das wird lustig. Vielleicht ist es dann aber schon leichter.

19.00 Natürlich ist es noch nicht leichter und ich brauche manchmal Halt im Cockpit und die Teilnehmer finden es sehr lustig. Auch meinen sie fast seekrank zu werden beim Anblick der Wellen. Aber auch in den liegenden Positionen heißt es gut stabilisieren, um nicht von einer Seite zur anderen zu rollen.

Kurt wollte noch an Land, aber der Wellengang ist zu stark. Da kommen wir ja patschnaß drüben im Hafen an. Das macht nicht Spaß.

Wir verschieben den Landgang.

Aber auch im Bett ist es nicht gerade ruhig.

Trotzdem schlafen wir schnell ein. Morgen soll es wieder ruhiger sein.

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Samstag, 6.7.2024 – ich hab heute mein erstes Online Brett Coaching!

… und bin ein bisschen aufgeregt. Werde ich es schaffen, die Kundin so zu führen mit Worten, dass sie es emotional schafft aus ihrem Dilemma auszubrechen und sich zu lösen.

Werd ich alles auf den Punkt bringen können? Aber ja, ich schaff das und bleibe die ganze Zeit present bei ihrem Thema und spüre selbst hinein. Dann kriegen wir das hin.

Es war ein sehr gutes, so finde ich, sehr schönes Coaching und sie hat jetzt eine andere Sichtweise zu ihrer Familie. Den Rest darf sie dann live in ihrem Leben weiter machen.

Das macht richtig süchtig, ich liebe diese Arbeit, obwohl ich erst seit Dezember in Ausbildung dabei bin. Aber es ist einfach großartig und eine wunderbare Möglichkeit jetzt auch online einiges belastendes in seinem Leben zu verändern.

Ich werde brav weiter lernen und hab noch bis Mitte Juni 2025 Ausbildung und noch an die 100 Webinare anzuhören.

Ich bereite einen Kuchen und das Mittagessen. Kurt ist mit seiner Heißluft Friteuse beschäftigt und erzeugt Pommes Frites. Wenn wir Glück haben, ist alles gleichzeitig fertig.

17.00 Wir wollen nochmal in den Ort fahren und ein bisschen herum spazieren. Es gibt noch ein paar graue Wolken. Um 8.00 früh gab es ein paar Regentropfen, aber da war es richtig dunkel am Horizont.

Vor uns in der Bucht fahren ständig hoch oben am Berg  die verschiedensten Züge, bunt bemalt und es ist hübsch anzusehen und spannend zu verfolgen, wie der Zug immer wieder verschwindet hinter der Siedlung, Bäumen und dem Tunnel und drüben wieder auftaucht.

Hier vor Anker steht ein pink farbener Katamaran. Es muss nicht immer weiß und blau sein.

Wir müssen uns bewegen sagt Kurt. So fahren wir mit dem Beiboot rüber ans andere Ufer zum hübschen Ort und Hafen Bandol, verankern dort das Beiboot, gehen die ganze Runde der Bucht bis ans andere Ufer. gehen wieder zurück nachdem wir aufs Boot gesehen haben und fahren mit dem Beiboot wieder zurück zum Schiff.

Was sagt ihr denn dazu!

Das waren immerhin 8,5 km. Das ist doch brav!

Nachts ist die Zug Brücke beleuchtet. sieht toll aus!

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Freitag, 5.7.2024 – es geht eine Bucht weiter, endlich!

11.00 Nach dem Frühstück ziehen wir schon vor Anker das Großsegel auf, weil es viel einfacher ist als draußen in den Wind zu lenken.

Der Himmel ist strahlend blau, keine einzige Wolke ist zu sehen. So ist es oft nach starkem Mistral. Der trockene Wind hat die feuchte Luft getrocknet. Es ist ein schöner Vormittag!

Draußen am Meer sind auch schon wieder Boote. Aber das mit dem Segeln klappt nicht. Der Wind wird immer weniger. Egal! Wir brauchen ja auch Strom und starten den Motor an, der zusätzlich die Batterien füllt.

In der Bucht ist viel Platz. Wir legen in der Mitte der Bucht vor Anker. Es weht noch ein wenig Nordwest Wind, der kann kaum rein in die große Bucht.

Ich beobachte mit dem Fernglas, dass alle rein kommenden Boote sich an die Ostseite kuscheln. Schauen wir mal nach dem Wetter und kontrollieren den Wetter Bericht.

Das Handy Wetter sagt Morgen kommt Wind um 10.00. Kurtś Wetterbericht sagt aber heute Nachmittag starken Ostwind voraus. Ok! Vielleicht schauen die anderen, meist Franzosen auch nur den französischen Wetterbericht.

d.h. den Anker wieder raus ziehen und auch zu den Anderen kuscheln. Gesagt, getan!

Wir haben einen guten Platz vor allen Booten und fahren mit dem Beiboot in den Ort nach Bandol ans andere Ufer der Bucht. Es ist eine Weile zu fahren, aber wir können ja Gas geben. Noch ist das Meer recht ruhig mit nur wenig Wellen.

Bandol ist ein hübscher Ort mit einer besonders hübschen Ecke im Westen, alten Bauten, Türme, Klippen, hübsche kleine Villen, große, alte Föhren. Einfach eine schöne energiereiche Ecke noch aus der Glanzzeit. Schon beim letzten Mal sind wir dorthin marschiert.

Wir kaufen uns Eis und ich muss nach der Hälfte aufhören. Meine Finger kleben zusammen vom Zucker. Kurt isst es gerne weiter auf.

Es gibt einen kleinen Spar Supermarkt direkt am Hafen wo unser Beiboot angelegt hat. d.h. wir haben nicht weit. Aber die Preise sind wieder sehr stolz. Aber viel frisches Obst und Gemüse gibt es.

Am Hafen dreht sich ein hübsches, altes Karussell.

Ich würde gerne eine Runde mitfahren, besonder in der Kutsche. Aber das werde ich mit meinen Enkel mal machen. Hier ist kein Erwachsener im Karussell. Schade!

20.00 Wir sind noch fleißig marschiert und fahren zurück zum Schiff. Mittlerweile sind auch die Wellen größer geworden vom wehenden Ostwind und wir jagen durch die Bucht mit dem Beiboot.

Wir haben uns eine Schnitte Lachs Terrine im Blätterteig gekauft und genießen noch die Abendsonne im Cockpit und den Sonnenuntergang.

Ein paar Gedanken kommen immer wieder in unseren Sinn. sollen wir das Land wechseln, weil es hier so kalt ist? Vielleicht Griechenland? Aber dorthin kommen ist erstmal ein großes Abenteuer und dann bleibt aber unser Wohnmobil im Hafen stehen. wie kommen wir wieder zu unserem Auto? Flug, Fähre, Bus, Zug? OmG!

Ich mag keine Veränderungen und dann schon gar nicht so große.

Kurt spricht mit Alex über seine Griechenland Erfahrungen und wir kommen zu dem Schluss, wir bleiben hier.

In Griechenland ist es nicht so toll, Jänner und Feber zu verbringen, weil es viel regnet und schonsehr zeitig finster wird, liegt es ja im Osten. Will ich im Winter mit einer Fähre übers Meer fahren, bei jedem Wetter 2 Tage? Nein! Mit dem Auto sind es 2.000 km durch schreckliche Länder und viel Grenzen und Zoll und Maut,……

Wir werden noch drüber schlafen, aber ich glaube Griechenland ist ein land für den sommer aber nicht für den winter. und den Winter im warmen zu verbringen mit lange hell, wäre mir am Wichtigsten.

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Donnerstag, 4.7.2024 – wieder so heftiger Sturm!

Ich hab nicht gut geschlafen, weil der Sturm immer wieder so laut losheulte. Das letzte Mal um 5.30 und wir sind beide aufgewacht und wieder rausgestürzt um alles zu kontrollieren. Weiter geht es die nächsten Stunden mit 90-100 km/h. Mühsam!

10.00 Es ist kein Wind? wie denn das? Alle Wetterberichte sind sich einig, dass es heute noch stürmisch ist.

Das Meer unter dem Schiff ist komplett glatt, türkis, kleine Fische schwimmen unter dem Schiff und warten ob ich etwas rein werfe. Warm ist die Luft aber die Wasser Temperatur zeigt 14,6. Vielleicht sollt ich es einfach ausprobieren und nicht dem Thermometer glauben?

Ihr wisst gar nicht wie sich 14 Grad Wasser anfühlt. Sehr kalt und nach ein paar Sekunden brennen die Beine. Einmal kurz untertauchen, das reicht mal fürs Erste. Ich komm mir vor wie beim Eistauchen in Schweden.

Danach fühlt es sich sehr gut an wie eine kalte Dusche, prickelnd und erfrischend.

wir versuchen Toast zu machen mit unserer Heißluft Friteuse und es gelingt gut in nur ein paar Sekunden ist das Brot knusprig.

Ich hab eine Schulung. es sind so viele Webinare, dass ich noch nicht  so richtig weiß, wo ich beginnen soll. Fast jeden Tag gibt es live  Vorträge oder Aufzeichnungen.

Im Moment ist es so richtig angenehm Sommer. 15,5 Grad zeigt die anzeige. Da könnte ich doch den Kopf untertauchen noch zusätzlich. Salzwasser ist gesund für die Kopfhaut.

14.00 beginnt der wind wieder und erreicht bald wieder die gewohnte Stärke. sofort sind Kiter, Surfer und die mit dem Foil auf dem Wasser und schießen an uns vorbei und erreichen richtig hohe Geschwindigkeiten. einige werden von Motorbooten begleitet, da sie noch in Ausbildung sind.

Wir schaffen schon 3 Gerichte mit der Heißluft Friteuse und es schmeckt alles wunderbar und die Kräuter kommen so richtig intensiv zur Geltung.

Kurt wollte uns noch an Land bringen. Das ist jetzt mal gestrichen bei dem Wind.

19.00 Ich hab noch eine Yoga Stunde zu halten wieder im Wind. Die Kamera müssen wir wieder mit Tauchgewichte beschweren, damit sie nicht abhebt.

Wir wollen noch gerne ein bisschen heraußen sitzen bleiben, brauchen aber eine Decke dazu für die Füße.  Aber der Blick zum beleuchteten Strand sieht sehr schön aus und fühlte sich fast wie Sommer an.

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Mittwoch, 3.7.2024 – Augen auf und horchen was der Wind sagt!

Im Moment sind es nur 50km/h! Früher hätten wir uns geschreckt bei 50km/h vor Anker. Jetzt sind es nur 50km/h. Ist ja schon fast Windstille.

Wir müssen heute an Land. Am Handy mit unserer französischen Sim Karte haben wir eine Ankerwache eingerichtet. D.h. wir haben auch das Modem mit an Land und können dann am Handy nachsehen, ob das Schiff noch im Schwellkreis ist oder schon ausgebrochen, dann heißt es schnell wieder zurück  fahren zum Schiff. Aber alles in Ordnung.

So marschieren wir quer durch die Stadt zum Monoprix Supermarkt. Dorthin haben wir uns das Amazon Paket schicken lassen. Wir bekommen eine Heißluft Friteuse!

Das Paket abholen hat wie immer gut funktioniert aber Monoprix sieht uns so schnell nicht mehr! Wer hat das denn so verbockt. Die Preise extrem überteuert, nur Selbstbedienungs Kassen und 2 Mitarbeiter, die ständig helfen müssen, weil etwas nicht klappt. Da wären sie mit dem Kassieren auch schon fertig. die Ausgangstüre ist verschlossen und man muss nochmal in den Supermarkt um beim Eingang rausgehen zu können. Aber das Ärgste sind wirklich die Preise. die Monoprix Eigenmarke kostet mehr wie die anderen.

Mit unserer Friteuse und ein wenig Eingekauftem gehen wir wieder zurück zum Hafen.

Was sieht sie denn da? wo schaut sie denn hin?

Am Rückweg mit dem Tender haben wir noch ein extremes Erlebnis. Knapp vor unserem Schiff stirbt der Motor ab und lässt sich nicht mehr starten. Der Wind hat noch 60-70km/h und in Sekunden treibt es uns raus aufs Meer. Ganz schnell versuchen wir zu rudern, aber es bringt gar nichts. Dann den anker ins Wasser lassen. Ich kann nicht sagen, ob er gehalten hat und ob er uns gehalten hat. Hinter mir war noch ein einziges großes Eisenschiff, woran ich mich festhalten hätte können, danach nurmehr offenes Meer.

Der Grund war, dass der Ballon, den man aufpumpt und den Sprit damit in die Leitung bringt, einen Riss hatte und somit nicht genug Benzin zum Motor kam.

Es dauerte wirklich eine Weile mit viel künsteln, bis wir wieder beim Boot waren. Dabei ist es fast vor unserem Schiff passiert. Aber der starke Wind treibt das Boot raus, wie ein Blatt im Wind.

Danach gehen wir es ruhiger an. Ich höre noch 2 Fortbildungen und Kurt tauscht diesen rissigen Ballon.

Der Wind bekommt immer wieder fast 100km/h. Der Horizont färbt sich rosa.

Es entstehen die richtigen Mistral Wolken als ob wir nicht wüssten dass Mistral weht. Aber sie sehen bemerkenswert aus und ich kenn sie unterschiedlich stark und bunt.

Laut Wetterbericht sollte er schwächer werden. Ist nur die Frage wann endlich!

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Dienstag, 2.7.2024 – ich mag keine Zahnarzt Besuche…….

aber was sein muss muss sein. Diese Aussage kommt daher dass ich normal mein eigener Arzt bin, mich gut auskenne, gut ernähre, ein schönes Blutbild habe, keine Medikamente nehmen muss,…..

Dies alles liegt in meiner Hand und ich kann es beeinflussen. Aber beim Zahnarzt ist es anders. Natürlich gut Pflege, wenig Zucker, 2x im Jahr zum Zahnarzt und zur Mundhygiene, aber wenn etwas ausbricht, kann ich nichts machen. Daher kommt meine Abneigung gegenüber Zahnärzten.

Ich konnte heute Nacht nicht viel Schlaf bekommen. Der Wind war so heftig und so laut und der Wecker hat um 8.00 geläutet. Fertig machen für den Zahnarzt Besuch! Ich nehme den Roller, hab ich mich entschieden und wir fahren schon um 10.00 zum Hafen mit dem Beiboot weil ich ja nicht weiß wie lange ich brauchen werde.

Ich bin zu früh dort, spaziere noch ein bisschen herum um mich zu entspannen  – es ist eine schöne gepflegte Reihenhaus und Villen Gegend ziemlich weit im Landesinneren, aber noch in la Ciotat.

Mein Versuch mit der Ärztin englisch zu sprechen scheitert, sie spricht einfach ihr rasches französisch weiter. So erkläre ich in schwachem französisch, was ich von ihr will und schon sitze ich in ihrem Behandlungsstuhl bei rosa Wänden, sanfter Musik und sie beginnt zu arbeiten.

20 Minuten später und 110,- leichter bin ich wieder draußen. Sehr professionell und schön hat sie gearbeitet, nur wenig gebohrt und den Zahn wieder aufgebaut. bin ich froh.

Ich kaufe am Heimweg noch 1 Croissants und ein Baguette für Kurt und 2 Karotten, Stangensellerie und ein bisschen Obst für mich. Kurt holt mich wieder vom Hafen ab mit dem Beiboot. Das wäre geschafft, bin ich froh!

Nachmittags gibt es jede Menge Schulungen für mich, systemisches Online Training, ein großartiges Thema, das jeden betrifft. Alles was wir hier so herumschleppen von den Eltern, den ahnen kann man damit auflösen. Ich kenne niemand, der das nicht bräuchte, sobald er es bemerkt.

Das ist immer der erste Schritt. Da läuft etwas nicht nach meinem Lebensplan in meinem Leben!

19.00 Der Wind hat immer noch fast 70km/h.

Ich hab noch eine Pilates Stunde zu halten. sie wird sehr anstrengend. Fast alle Teilnehmer haben gelitten, aber das ist es ja, was schließlich etwas bringt.

Der Wind hat immer noch fast 70 km/h und das auch noch während der Nacht. Die Meeres Temperatur ist auf 14,6 Grad abgekühlt. Ist das nicht irre? Wir sind im Eismeer gelandet!

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Montag, 1.7.2024 – ich glaub das einfach nicht!

Kurt hilft mir Zahnärzte rauszusuchen, den Standort festzustellen, Bewertungen zu lesen. Manchmal schreiben sie auch dazu, dass englisch gesprochen wird, aber eher selten. Wir sind in Frankreich. Da ist englisch sprechen verpönt.

Ich überlege mir ein paar französische Worte und versuche Zahnärzte zu erreichen. Aber es ist mehr als mühsam. Wenn ich frage sprechen sie auch englisch legen sie entweder auf oder sagen einfach no!

Was soll ich nur tun. Ich muss mich ein bisschen ablenken und hör mir ein paar Webinare an.

Kurt hat die Idee zur Tourist Office zu fahren. Sie mögen mir helfen einen Termin auszumachen. Aber jetzt ist Mittagspause. Das ist auch beliebt in Frankreich. Bei uns gibt es gar keine Mittagspausen mehr, wo 2 Stunden geschlossen ist und schon gar nicht bei einer Touristen Informations Stellle. Aber Frankreich ist eben anders.

Gut ich kann warten.

Aber da kommt ja noch dazu dass es fast 40 Knoten Mistral Wind hat. d.h. das Schiff sollten wir nicht alleine lassen. Kurt bringt mich zum nächsten Hafen, wo ich aussteigen kann.

Der Mitarbeiter der Tourist Office ist sehr hilfsbereit, spricht gut englisch, versucht sich sogar immer wieder in Deutsch. Ich lobe ihn.

Es ist nicht möglich bei einem Zahnarzt anzurufen, denn man landet in einem Callcenter. Jetzt ist mir auch klar, warum immer wieder aufgelegt wurde und diese Mitarbeiter dort nicht englisch sprechen. Ich zeige ihm immer wieder Zahnärzte am Hafen und er ruft an.

Nach einer Weile geben wir es auf. Er empfiehlt mir die doctolib App zu installieren, aber sie ist für Franzosen. Wieder vergehen 30 Minuten bis wir sie soweit gefakt haben dass sie auch mir als Franzose Auskunft gibt. Hier wird alles zentralisiert und man kann gar nicht so wie z.B.  in Spanien zu einem Zahnarzt reingehen und um einen Termin fragen. Er weiß gar nicht wann er Zeit hat.

Ich bekomme einen Termin Dienstag 11.00 der ja eigentlich perfekt ist aber entweder 35 Minuten zu Fuß oder 25 Minuten Im klimatisierten Bus Nr. 10 ins Landesinnere.

Das überlege ich mir Morgen. Im Moment hab ich genug!

Der Mistral Wind wird stärker und stärker. Wir haben nachts knappe 100km/h aber alle Boote, die jetzt hier vor anker liegen stehen gut und sicher. Kein Anker reißt aus. Ich denke wer hier Urlaub macht hat einen guten anker und viel Kette. Kurt sagt dieser Abschnitt hier ist der Sturmreichste der ganzen Welt, gefolgt vom Meltemi in Griechenland.

Normal fahren wir dem Mistral davon, denn meist weht er nicht mehr nach Saint Tropez. Aber heuer ist die Zeit zu kurz gewesen. außerdem bekommen wir Gäste in 2 Wochen und sie kommen bei uns im Hafen an. D.h. wir dürfen uns nicht zu weit entfernen.

Es ist eine finstere Nacht, nur ein paar Ankerlichter sieht man in der bucht und der Wind ist stürmisch und laut.

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