…… sollte der Wind heute auf der Fahrt auf Rückenwind umgedreht haben, so sagt der Wetterbericht. Mal sehen!
Wir legen ab!
Sonne, Hitze, das übliche Schwitzen. Wir bauen ein Sonnendach für den Steuerstuhl.
Der Wind ist nur leicht, wir ziehen die Genua auf. Er dreht natürlich nach vorne links anstelle als Rückenwind uns weiter zu dienen.
Das Segel hat fast keine Wirkung. Lassen wir es noch ein bisschen aufgespannt?
Die italienische Riviera ist wunderschön abzufahren. Kleine, bunte Häuser in Erdfarben, spannende Fels formationen, Felsen mit Höhlen, kleine Häfen. Überall finden wir Kirchen, Kathedralen, Burgen, tolle Villen aus früherer Zeit und immer wieder auch Bergdörfer, die oben auf dem Berg drohnen.
Es ist eine schöne Gegend. Das haben wir auch schon auf Fahrten mit dem Wohnmobil im Winter kennengelernt.
16.00 Kurt telefoniert lange. Währenddessen steuert unser Schiff eine andere Ankerbucht zielstrebig an. Ich schau auf der Karte und lese die Bewertungen, die alle sehr gut sind. seichtes Wasser, große Ankerfläche, gut haltender Sand, guter Schutz gegen Westen und Norden.
Wir gehen hier vor Anker auf 4m Wassertiefe. Ich geh mal schwimmen und erkunde das Meer. es hat wie immer 29,4 Grad.
Unser Ziel Imperia ist noch eine knappe Stunde entfernt.
Wenn ich hier einen supermarkt finde – unsere Vorräte sind richtig leer – dann könnten wir doch hier einkaufen und dann weiter fahren nach Imperia.
17.00 Wir fahren mit dem Tender in den kleinen Segelklub ein. Kein Platz für unser Dingi hier.
Wir stellen uns zur Rampe und ich geh fragen, fragen hilft immer, besonders wenn es in halbwegs verständlichem Italienisch rüberkommt, dann freuen sie sich immer.
So auch Heute. Nach dem 2. Anlauf sagt der Hafenwart, wir können gleich hier bleiben.
Der nächste Supermarkt ist nur 7 Minuten entfernt, das ist wunderbar.
Es ist immer noch so heiß, wenig Wind weht.
Wir kühlen uns ab im Supermarkt und füllen unsere großen Rucksäcke mit Vorräten.
Zurück am ankerplatz haben die kleinen Boote die bucht verlassen. Nur ein großes Segelboot steht noch hier und scheint auch hier zu bleiben.
20.00 Langsam verschwindet die Sonne hinter dem Hügel. Jetzt sollten wir aber auf Imperia fahren, wie geplant. Dann kommen wir schon im Dunkeln an.
Anker raus und raus aus der angenehmen Ankerbucht.
Große Wellen, unruhige See schlagen uns entgegen, sobald wir außerhalb der Kaimauer sind. Vielleicht müssen wir langsamer fahren, das Sonnensegel abmontieren,….
Alles flattert und fühlt sich unruhig an. Noch eine Stunde bis Imperia mit dieser Dünung, das wird nicht fein.
Ein Blick zurück in die ruhige Ankerbucht: Willst du hier bleiben? Ja bitte!
Wir drehen wieder um und studieren den Wetterbericht.
Der Segler hat uns interessiert beobachtet.
Um 3.00 soll Nordost Wind in die Bucht wehen, wo ist NO? ein Blick auf den Kompass sagt vorne am Kap. Das sollte doch passen.
Sicherheitshalber geben wir 40m Kette auf 4m Wassertiefe. die Gewitter Phasen sind ja noch nicht zu Ende.
Es ist sehr feucht. an Land bilden sich feuchte Art Nebelzonen. die Feuchtigkeit fällt aus, es kühlt ein wenig ab.
Der Mond arbeitet sich durch die Wolken. Er ist nur noch halb, trotzdem immer noch genauso schön orange rot und wirft einen kleinen Schatten aufs Meer.
Wenn Wind kommt können wir ja früher wegfahren, wenn es wirklich unangenehm wird. Wir werden sicher wach vom Wind.
