7.30 Kurt ist schon wach und studiert den Wetterbericht und die Möglichkeit der Bojen in Juan le Pin.
9.00 Mein üblicher Gang zum Heck, um ins Wasser zu schauen und dann zu schwimmen. doch ich seh schon, was bald passieren wird. Graues Wasser strömt ins Meer voller Schlamm, Erdmaterial und Mineralien von der Var, dem Fluß neben dem Flugplatz.
Es ist wie ein Moorbad.
10.00 Man sieht überhaupt nicht mehr ins Meer und es strömt ziemlich schnell ein und verteilt sich in der Bucht.
Das Süßwasser mit den Mineralien ist leichter als Salzwasser und bleibt daher an der Oberfläche. Das muß man gesehen haben, wie es strömt.
Wer Facebook hat, kann es sich als Video ansehen.
Das bedeutet, es hat viel geregnet im Hinterland und in den Bergen. Zum Glück haben sich die Gewitter im Land wieder aufgelöst und sind nicht zum Meer gezogen hier in Nizza.
Wir legen ab und ziehen den Anker heraus. Alles ist bespritzt mit dem Schlamm. Ich denke, das müssen wir später reinigen.
wir ziehen die Genua auf.
Wir fahren an Antibes vorbei, ums Kap herum auf die Rückseite von antibes, St. Juan le Pin.
Die Fahrt dorthin ist schrecklich. Überall sind Motor Yachten die kreuz und quer an uns vorbei fahren. Überall ist zerwültes Meer und starke Wellen. wir haben aufgehört, gegenzulenken. Hier ist es sinnlos da es viel zu viele Schiffe sind. Man kann ihnen nicht mehr entkommen.
Endlich sind wir herum und es wird langsam ruhiger.
Jetzt bin ich aber gespannt auf dieses neue Bojenfeld. 6 Millionen euro hat der Bau gekostet, von der EU gefördert, wenn sie es umsonst lassen um das Seegras zu schützen.
Das Bojenfeld verhindert daß anker und Kette über die langsam wachsende, kostbare Poseidonia schleifen und sie beschädigen. Poseidonia benötigt 100 Jahre zum Wachsen, aber sie reinigt das Meer und ist Heimat vieler Tiere.
Wir nähern uns dem Bojenfeld. Es sind nur 56 Bojen in 4 Farben aufgetilt, je nach bootslänge. Wir müssen eine orange Boje suchen, was nicht so einfach wird.
Endlich haben wir eine gefunden und versuchen mit dem Enterhaken anzulegen. Eine Aufsichtsperson im schwarzen Boot fährt vorbei und fragt ob alles ok ist. Ich hoffe ist meine antwort. Mithelfen tut er nicht, dazu ist er zu sauber gekleidet.
Geschafft! Sehr gut haben wir das gemacht. Ab ins Meer zum Kühlen!
14.00 Ich denke alle bojen sind besetzt. Man darf nur einen Tag bleiben, damit Andere auch dran anlegen können.
15.00 Wir essen meinen leckeren Linseneintopf.

17.00 Ich geh eine Stunde auf mein Standup Board. Es ist noch sehr heiß, aber mit nasser Kappe und nassem T-Shirt ist es gut möglich.
Es ist wunderschön hier, wie in einem großen See. ich freu mich daß wir hier sind und durch die Boje uns nicht um Wind und Wetter kümmern müssen.
Ich erstelle wieder einmal ein Video für die Osteoporose Gruppe.

