Hallo meine Lieben! Nun zu meiner Geschichte. Ich schreibe sie nieder, dann belastet sie nicht mehr so.
Wie wir im Dezember hier angekommen sind, stand neben uns ein Katamaran, eine alte Outremer 55. d.h. die gleiche Fabrik, nur viel jünger, 2005 und viel größer.
Wir freuten uns sehr, dass sie neben uns steht und freuten uns über nette Gespräche, wie das oft hier im Hafen so üblich ist.
Sie, Olga, traf ich oft, wenn sie mit den Hunden eine Runde ging, und ich ging eine Runde mit, wie das eben so üblich ist und wir plauderten über dies und das. Ich fand sie sehr nett.
Das ging so ca. 2 Wochen. Sie erzählte mir, dass sie Beide keine Segel Erfahrungen haben und dass die 1- stündige Überfahrt mit einem Skipper hierher sehr heftig für sie war, da sie zum 1. Mal mit ihrem Schiff unterwegs war.
Wir waren schockiert, nachdem ich dies Kurt erzählt habe am Abend.
So bot ich ihr am nächsten Tag an, dass wir ihnen einiges über dieses Revier erzählen, wenn sie wollen, was man wo darf und wo nicht, wo man Schutz findet und wo nicht, vom Gewitter im August, von Websites, die gute Infos bieten, …… von Korsika bis nach Spanien und den Balearen. Wir haben 25 Jahre Segel Erfahrung und ca. 50 Jahre Boots Erfahrung. Hier ist wirklich kein Anfänger Revier und das kann ganz schlimm für sie enden.
Sie hat gesagt, sie erzählt es ihrem Mann.
Das war das Ende aller Gespräche. Von da an, ging sie mir aus dem Weg, auf die andere Straßenseite, haben einen Sichtschutz angebunden auf unserer Seite und gestern hat sie mir mit der Hand angedeutet, nachdem wir zusammen gekommen sind auf der Straße “geh weg, geh weg,…!”
Ich war so schockiert. Hier gibt es so nette, herzliche Nachbarschaften. So etwas hab ich noch nie erlebt. Davor hat sie mir auch erklärt, sie haben keine Familie, keine Verwandten, keine Freunde und nehmen sicher niemand mit.
Denis aus Toronto hab ich dies erzählt, weil er mich nach unseren Nachbarn gefragt hat. Er hat gemeint, wenn mir jemand so ein Angebot macht und ich bin Anfänger, dann nehme ich es an.
So! Jetzt hab ich es nieder geschrieben und ihr könnt euch eure eigene Meinung bilden und mir geht es hoffentlich besser.
Ich werde auch meine Sabine beauftragen, falls sie böse Pfeile psychisch auf mich geschossen hat, dass Sabine sie entfernt.
Nun aber zu uns hier. Es ist wunderschönes Wetter, keine einzige Wolke, sehr warm und wir räumen und räumen und räumen,…..
2x jährlich, immer die gleiche Verzweiflung, dass nicht alles in den Anhänger und in das Wohnmobil passt. Schließlich passt es dann ja doch!
Ich bin schon recht weit, hab beinahe alle Räume ausgeräumt und sortiert, in der Nacht noch einen Kuchen gebacken und mich überwunden, den kleinen Wohnmobil Kühlschrank abzutauen.
Den Rest schaffen wir sicher Morgen.
16.00 Ich geh noch ein bisschen rollern. Es ist noch zu schön, um innen weiter zu tun.
19.00 Es gibt noch eine Yoga Stunde.
Ein Sattelschlepper fährt zu uns in die Marina. Aufgeladen hat er ein neues Segelboot.
Welch riesiges Gefährt, unvorstellbar!
Das ist auch eine Möglichkeit, sein Schiff ans Meer zu bringen, wenn man die Strecke nicht segeln will.
Jetzt steht er hier und wartet auf Morgen, auf das Abladen.
Wir gehen eine große Runde und genießen noch die milde Nacht.
Es ist völlig windstill und die Wolken spiegeln sich im Meer.




