was eher bekannt ist.
7.30 Der Wecker läutet. Es war so heiß in der Nacht. Kein Windhauch hat sich in der Marina bewegt. Ich denke, ich hab nicht viel geschlafen.
8.30 Wir haben alles vorbereitet zum Ablegen, den Wasserschlauch abgesteckt und das Stromkabel. Alleine kriegen wir den schweren Pfosten nicht auf den Steg zurück. Die Marineros haben noch nicht Dienst.
Kurt lockert hinten die Mooring Leine und zieht den linken Rumpf damit Richtung Hafenmauer. Jetzt kann er aussteigen und das Brett entfernen.
Ein letzter Blick zum Steg. Haben wir alles abgesteckt und dann lösen wir die Leinen und fahren rückwärts raus.
Es ist eine weite Strecke, bis wir wieder am Meer draußen sind. Geschafft!
30 Minuten lang fahren wir am Hafen von Genua entlang, so groß ist er.
Je weiter wir in den Süden kommen, umso weniger Schiffe sind unterwegs.
Ich beginne Fender und Leinen abzubauen und aufzurollen. Kurt verstaut sie dann im Ausleger.
Es ist eine schöne Strecke mit viel bewaldeten Hügel und kleinen Burgen, Klöster,….. ich weiß nicht was es sind. Manche erreicht man nur vom Wasser aus.
Im bekannten Portofino, angeblich dem schönsten Küsten Abschnitt, gibt es nur wenige Stellplätze und da stehen riesige Yachten drin. Am restlichen Abschnitt ist Ankerverbot.
Ein riesiges Kreuzfahrtsschiff liegt wie immer in der Mitte der Bucht.
Wir liegen immer gegenüber vor Anker auf 6m Tiefe, vor Chiavari.
Es war die komplette Strecke so heiß, kaum Wind, sodaß wir uns wieder in den Schatten zurück gezogen haben und abwechselnd nach vorne gesehen haben.
Später spannen wir für uns sogar das Sonnensegel. Aber wieder ist kein Windhauch zu spüren, aber zumindest Schatten und wir sehen gut nach vor.
15.30 Ich bekomme ständig Blitz und Gewitter Warnungen aufs Handy von meiner Wetter App. Wir haben schon darauf gewartet. Im Wetter Bericht war schon von 14.00 Regen die Rede.
Wir müssen das Schiff klar machen, mehr Kette hineinlassen, alle Luken schließen, mein Standup Board ordentlich verschnüren. Tisch und Sessel aus Balkonien hinein räumen und dann Wind und Wetter weiter beobachten und achtsam sein.
Es gibt hier zwei Gewitter Zonen oberhalb von uns und unterhalb. Wir sind genau dazwischen. Ob das wohl so bleibt?
Der Himmel in der Bucht färbt sich grau, lange Blitze fahren senkrecht über den Himmel.
Wir sind angespannt, um nichts zu verpassen. Seitdem wir damals in Roses einen 120km/h Sturm mit Gewitter hatten, sind wir auf der Hut.
Auch die beiden Sturzhelme und die Schutzbrillen hat Kurt vorbereitet. Damals hatte ich überall blaue Flecken vom heftigen Hagel.
17.00 Es hat kaum geregnet, nur ein paar Tropfen und die Gewitter haben sich aufgelöst, ohne uns zu treffen.
Ich geh schwimmen mit meinen neuen Flossen und sie bereiten mir große Freude.
18.00 Ich freu mich auf 2x Reiki schicken und genieße die Stunde Ruhe und Energie, während ich den Strand beobachte.
19.00 Kaum ist die Sonne wieder hier, ist es auch schon wieder richtig heiß.
21.00 Wunderschön färbt die untergehende Sonne die Bucht in warmes rotes Licht.
Ich bekomme eine Mineralien Patrone in unsere Wasserbereitungsanlage gehängt, um nicht nur leeres Wasser zu erhalten.
Kurt bereitet uns wieder Trinkwasser aus dem Meerwasser mit Hilfe des Generators, so wie jeden zweiten Tag. Wir benötigen ca 120 Liter in 2 Tagen, alles in allem. Es geht blitzschnell und füllt im Nu den Wassertank voll.
Habt noch einen angenehmen Abend. Vielleicht kühlt es jetzt auch ein wenig ab bei Euch?


