Die Abstände zwischen den Regen Pausen sind zu kurz, um draußen etwas tun zu können. Ich konnte genau 1x zum Glas Container gehen, das war´s dann auch schon wieder. Es regnet auch zu viel und zu stark.
Gut, bleiben wir eben im Schiff.
Heute ist scheinbar Flugtag oder Übungstag, denn alle möglichen Flugzeuge überfliegen unseren Hafen.
Die Löschflugzeuge erkenn ich schon am Klang. Sie fliegen immer besonders nah an den Masten vorbei. Zumindest von unten sieht es so aus!
Ich korrigiere die gestern geschliffenen Stangen an den Stellen, wo keine Maschine hin kommt, bzw. nehme ich die schmälere Schleifmaschine.
Danach stell ich fest, dass die Stangen in eine Fläche münden, die auch nicht mehr schön aussieht und drunter geht es auch so weiter.
Soll ich jetzt nur die 3 Stangen streichen? Wir beraten kurz und Kurt meint, alles streichen. Allerdings bedeutet das für mich, alles anschleifen, sonst hält die Farbe nicht.
Kurt ist in der Zwischenzeit im Gästebad und schleift seine gestrigen gekitteten Stellen.
Mittagessen!
Ich bin fertig! Mehr schaff ich nicht. Muss ich ja doch die schweren Maschinen halten und bewegen. Kurt bessert kurz nach.
Jetzt könnten wir beide streichen. Ich klebe noch die Ränder ab, die nicht gestrichen werden.
Wir haben aber nur eine dichte “Gasmaske”, wie ich sie nenne und die kann ich wirklich nicht aufsetzen. Sie dichtet das Gesicht komplett ab. Ich glaube, da krieg ich Zustände.
Zum Glück ist es gerade die gleiche Farbe, die wir beide benötigen.
Kurt mischt die 1. Farbe im richtigen Verhältnis Farbe und Härter und verjagt mich dann aus dem Schiff.
Im Freien bei Wind hat der Geruch keine Rolle gespielt, aber im Innenraum ist es nicht machbar ohne Schutz.
So pack ich meine sieben Sachen und stapfe ins Wohnmobil. Daher kann ich euch auch jetzt schreiben.
Es regnet weiter.
18.00 Kurt hat das Streichen im Cockpit beendet und geht jetzt zur Bilge ins Gästebad und streicht noch die Innenseite des Kastens.
Ich bin kurz draußen um zu sehen, wie es ihm geht. Es dämmert gerade.
Wenn ich den Scheinwerfer finde, könnte ich doch im Dunkeln eine Roller Runde machen.
Ausgerüstet mit Regenjacke und Gummistiefel roller ich Richtung Hafen. Es macht großen Spaß durch die Lacken zu fahren.
Am Kanal stehen 2 mysteriöse Frachter. Sie haben Tag und Nacht Licht brennen, den Motor laufen und es raucht, dampft aus der Ladefläche. Kurt meint ein schwimmendes Aquarium und da sind vielleicht Fische drin. Na ich weiß nicht!
20.00 Kurt ist endlich fertig mit dem Streichen, frisch gestärkt und er möchte gerne eine Runde mit dem Roller fahren zum auslüften.
Dann fahr ich natürlich nochmal mit.
Wir kommen bis zum Kat Steg. Es sind viele große Pfützen, aber mit Roller und Gummistiefel kein Problem.
Es ist angenehm mild bei 12 Grad und niemand ist auf der Straße.
Somit bin ich 12km gerollert in 2 Stunden. So ein Roller ist schon ein tolles Gefährt.
Der Regen hat aufgehört, der Wind auf Nordost gedreht und für die nächsten 2 Tage soll es nicht mehr regnen.
Heute gönnen wir uns ein Marina Bad mit extra viel heißem Wasser.




