Wir müssen die Stunden so nützen, wie sie sind. Sobald die Regentropfen ein bisschen weniger werden, bin ich schon draußen. Selbst wenn es nur ein kleiner Walk zwischen den Regenfällen ist, zum Kai, zu den Mistkübeln, in die Marina.
Große Pakete bekommen wir immer in die Marina. Heute sind es 3 an der Zahl. Sie kommen aber von verschiedenen Botendiensten, somit muss ich 3x in die Marina gehen. Ich bitte um Entschuldigung und verspreche, nächstes Mal mehr Mozartkugeln zu bringen. Sie lacht! Aber der kleine Raum, wo die Pakete gelagert werden in der Marina, ist halb voll mit Paketen. Viele Menschen nützen diesen Service. Wir holen sie zumindest noch am gleichen Tag ab.
Ich geh entsorgen und befülle den Wassertank im Wohnmobil.
Kurt hat ein Rücken Trainings Gerät gekauft und wer turnt immer damit, ich natürlich. Es macht Spaß und ich kenn es vom Fitnesscenter. Man nennt es den römischen Stuhl.
Kurt repariert die Alurodel und lässt den Reifen mit Hilfe von Spülmittel hinein springen. Ich bin froh, dass wir wieder eine fahrende Alurodel haben.
Wir haben inmitten der Marina einen riesigen Entsorgungsplatz, wo man beinahe alles entsorgen kann, was nicht in den normalen Hausmüll gehört. Getrennt nach den jeweiligen Produkten, mit Bildchen stehen die Fässer aufgereiht. Alles, was nicht in die Tonnen gehört, kann man in einen riesigen Container werfen.
Kurt zerschneidet unseren alten Belag. Ich schleppe ihn mit der Alurodel zum Platz und werfe ihn ein. Er hat gut gedient, ist aber schon sehr zerstört. Darum musste er weg.
17.00 Ich sehe ein kleines Fleckchen blauen Himmel. Schnell auf den Roller und in irgendeine Richtung rollern.
Ich entscheide mich für den Strand, hab ein bisschen Gegenwind, aber nicht schlimm.
Natürlich werde ich nass. Aber ich bin ja ausgerüstet mit Gummistiefel und Regenjacke.
Ich sehe viele Flamingos, 2 Schwäne und natürlich Möwen und versuche mein neues Tele am neuen Handy.
Zum Sonnenuntergang verwandelt sich das Land in rotes, goldenes Licht.
An dem kleinen Strand, der nur von Kitern und Surfern genutzt wird, liegt hauptsächlich Plastikmüll, wie überall. Durch die Stürme hat er sich schon sehr zerlegt auf kleine Teile und man kann ihn kaum mehr einsammeln.
Ich mach eine kleine Runde über den Strand, fotografiere den Sonnenuntergang und möchte wieder zurück rollern.
Die Szene kommt mir bekannt vor. Der Wind hat gedreht von Südost auf Nord und ich hab wieder vollen, starken Gegenwind. Naja! Wenigstens war es ein Training.
Der Wetterbericht sagt Gewitter an für unsere Region.
Ich denke aber, es zieht vorbei. Kurt sagt, es war sehr schwarz am Himmel, wie ich am Strand war. Wäre er jetzt am Meer, hätte er schon den Motor gestartet und wasserfeste Kleidung angezogen.
18.30 Der Mond wird wunderschön von der Sonne angeleuchtet.
Mein Tele ist eine Wucht!!!!!!!
20.30 Ich bin wieder auf der Flucht vor der Stinke Farbe. Hab schon alles gepackt mitsamt einer vollen Teekanne. Kurt streicht im Gästebereich die Bilgen, endlich mit der richtigen Farbe und nicht mehr mit dem Unterlack. Das Ganze beginnt ein Ende zu bekommen, so hoff ich auch.
21.30 Kurt ist fertig. Es hat gar nicht lange gedauert.
23.00 Wir gehen noch eine Runde.





