Freitag, 22.8.2025 – Um 8.00 haben wir unseren Kran Termin!

7.30 Unser Wecker läutet. wir haben wunderbar geschlafen, weil es kühler war und das Fenster über unserem Kopf die ganze Nacht offen stehen konnte.

Der Mistral Wind ist noch nicht so stark. Heute soll er bis zu 80 km/h bekommen. Ob sie uns da wohl kranen?

Die Schweden schlafen noch. Ich bin ja so froh, dass ich ihm überzeugt hab gestern Abend, das Kran Becken zu verlassen. Sonst müssten die beiden Schiffe jetzt ausfahren, um Platz zu tauschen und jeden Moment kann der Mistral richtig loslegen.

Niemand stellt sich grundlos ins Kran Becken, wenn er nicht gekrant wird.

8.05 wir hören den Kran. Er hat ihn schon gestartet. Los geht´s! Schnell das Schiff verlassen und eventuell an den Leinen mithelfen. Aber sie sind so professionell. Sie machen das den ganzen Tag und man kann sich wirklich auf das Team verlassen.

Wenige Minuten später hängt unsere Sailhymen auch schon auf den Gurten und wird aus dem Wasser gehoben.

Brav war sie, die alte Lady aus 1989 und wir dass wir heil und gesund, ohne böse Vorkommnisse wieder zurück sind hier im Hafen. Ich weiß noch wie aufgeregt wir waren im Juni, als es losging.

Ich möchte gerne wieder zu unserem alten Platz, denn dort führt ein Beton Streifen durch den Stellplatz. Das bedeutet, dort sind keine Mörder Disteln und es kann auch kein Wasser stehen.

Wann immer wir im Winter hierher kommen, schauen die Stellplätze wie See Grundstücke aus und viel Wasser steht vom Regen unter den Schiffen. Auf Grund der Boden Beschaffenheit versickert es nicht oder nur in Zeitlupe. wir hatten Gummistiefel an, vor 2 Jahren, um von der Straße zum Schiff zu gelangen.

Ich stell mich gleich zum bewährten Platz, den sie schon wieder für uns vorgesehen haben. Das gibt Trinkgeld.

Nach kurzer Zeit steht Sailhymen auf 4 Stumpen, in die Waage gebracht, Hölzer und Gummi drunter.

Mistral fängt zu blasen an und auf unserer runde muss ich mich schon bei Kurt festhalten, um nicht ins Meer geblasen zu werden. Das sind jetzt über 80 km/h, das kenn ich schon.

Sehr brav war der Wind, dass er gewartet hat, bis Sailhymen gut auf ihrem Stellplatz steht. Jetzt jagt er durch den Hafen mit voller Kraft. Welch eine Energie steckt da dahinter.

Wir bereiten noch Frühstück und genießen die milde Sonne kombiniert mit dem starken Wind. Kurt meint, er möchte immer hier sitzen bleiben, so angenehm ist es im Moment. Ich denke, da sind wir in kürzester Zeit zu Mumien. Der trockene Mistral hat die Luft Feuchtigkeit bereits nach kurzem Wehen auf 20% gesenkt.

Jetzt heißt es ständig auf Wasser trinken zu achten, da wir sonst austrocknen und es erst merken, wenn wir Kopfschmerzen bekommen. Auch die Elektrolyte sind jetzt wichtig.

Jetzt geht´s ans ausräumen. Alles muss raus und sortiert werden nach Winter, Sommer, was geht mit, was bleibt da, was brauchen wir im Wohnmobil während der Reise. Nicht so einfach.

Kurt hat uns einen neuen 10 Liter Boiler gekauft und hierher schicken lassen. Ich hab ihm bereits aus dem Büro geholt und er versucht ihn im Wohnmobil einzubauen. Allerdings muss der alte zuerst raus. Auf der Fahrt hierher gab es immer wieder eine Gas Störung und wir konnten kein warmes Wasser mehr bereiten und auch nicht heizen. Das Gas Gerät ist immer Fehler behaftet und fliegt jetzt raus.

Weiter geht es mit Ausräumen, Wäsche waschen, sortieren,……Der trockene Wind ist sehr gut geeignet zum Trocknen der Wäsche. Da geht es Blitz schnell.

Das wird noch ein paar Tage dauern bis wir fertig sind.

Sonnenuntergang im Hafen ist immer schön!

Und die typischen Mistral Wolken. Ich war leider zu langsam. Gerade waren sie noch blutrot.

Jetzt machen wir bald Schluss für Heute. Ich bin schon so viele Male mit und ohne Utensilien die steile Badeleiter rauf und runter geklettert und fühle mich, als hätte ich mehrere Turnstunden gehalten.

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Donnerstag, 21.8.2025 – Wir fahren in unsere Marina!

9.00 völlig bewölkt und kühl. Im Schafraum hat es auf 22 Grad abgekühlt und zum ersten Mal seit zwei Monaten haben wir wieder die Bettdecke benützt und uns zugedeckt.

10.00 Leichter Mistral weht aus Nordwest und räumt den Himmel wieder blau.

Rund um uns sind kleine Motorboote angekommen. Von Samstag bis Samstag findet ein Thunfisch Fang Wettbewerb statt, da die Thunfische – das weiß ich noch von der Adria – Mitte August hier durch ziehen. Der Unterschied zu früher ist, dass sie viel kleiner sind, es gbit keine großen Thunfische mit mehreren Metern mehr und dass es nurmehr wenige gibt. Ich denke auch dieses Spektakel wird sich bald aufhören. die Meere sind leer gefischt. Fisch gibt es nur noch, wo er gezüchtet wird. Aber Thunfisch kann man nicht züchten.

12.00 Ich geh noch schnell in die Capitanerie, die Steg Karte zurück geben. Wir konnten sie sowieso nicht verwenden. auch erklär ich ihnen, dass wir Wasser und Strom nicht benützen konnten, weil die Anschlüsse bis zu unserem Schiff viel zu weit weg waren. Aber es gibt keine extra Verrechnung ohne Wasser und Strom.

Aus mehrjähriger Beobachtung fällt uns auf, dass die Franzosen ein schweres Gesundheits Problem haben, das jedes Jahr schlimmer wird. Der Großteil der Menschen hier ist Adipös, denk ich und nicht nur dick, sondern richtig fett. Ab 100 Kilo aufwärts. Selbst schon die jungen Menschen. Und es wird immer noch sehr viel geraucht, und junge Menschen seh ich schon mit E-Zigarette herum laufen, als wär es ein Schmuckstück und sind ganz stolz drauf.

Gerade ist an unserem Schiff ein ca. 200kg Mann vorbei gegangen. Dazu kommt, dass in allen Speisen Zucker und Glucose Sirup beigefügt wird, sogar im Bier. Das französische Bier ist gezuckert, aber ich meine nicht die Radler Limos sondern das richtige Bier. Ich kaufe manchmal – sans alcool – weil ich den Geschmack von Bier, wenn es leicht bitter ist mag. Aber hier ist Bier nicht leicht herb, da es ja gezuckert ist.

Gestern hab ich ein Heineken ohne Alkohol und ohne Zucker gefunden. Somit muss man zu ausländischen Bieren greifen, wenn man ein ungezuckertes Bier trinken möchte.

Aufgrund der römischen Zahlen ist es sehr kompliziert  auf französisch zu rechnen. Somit haben alle Supermärkte Zahl Automaten, wo man sein Geld einfällt an der Kassa.

Wir bereiten uns noch ein Buchweizen Crepes und um 15.00 fahren wir Richtung Marina.

15.30 Wir haben die Festmach Leinen montiert und fahren aus dem Hafen. Es sollte nur wenig Wind wehen, aber hinter uns ist schon wieder eine Gewitter Wolke und wir haben über 20 Knoten Wind.

Kaum sind wir bei der Marina angekommen fährt zwar ein Boot weg, aber im Kran Becken steht ein schwedisches Segelboot. Wir rufen ihm zu, warum er im Kranbecken steht. Weil die Marina es erlaubt hat. Und wann sein Krantermin ist? er fährt zeitig in der Früh weg.

Hat er gesehen, dass Morgen Sturm ist? Er will partout nicht raus fahren und ich hab nicht Lust vor 8.00 dann mit ihm Platz zu tauschen. Wer sagt denn, dass er wirklich wegfährt.

Ich laufe sofort in die Marina. sie kann mir nicht wirklich helfen, auf die Art wir sollen uns arrangieren. Gut das machen wir.

Ich ersuche den Segler rauszufahren und vor uns anzulegen, sonst müssen wir zeitig in der Früh nochmal tauschen, was ja unsinnig ist. Wir sind extra in den Stadthafen gefahren, um nicht früher hier zu sein, so wie die Marina alle Kunden ersucht hat.

Nach langem hin und her und weil ich nicht nachgebe, wenn es unsinnig ist, hat er sich herablassen, sein Schiff rauszuziehen – ich weiß nicht, warum er nicht startet – und wir konnten milimeter genau an ihm vorbei ins Kranbecken fahren.

Unglaublich die Menschen.

19.00  Ich hab noch eine Yoga Stunde!

Sie war wieder wunderbar fließend und Energiereich und die Teilnehmer waren sehr glücklich und haben wunderschöne feedbacks gegeben.

21.00 Wir wollen noch eine Runde gehen zum hinteren Stellplatz, den sie für Boots Verkäufe verwenden. Irgendwie ist es sehr dunkel im Hafen. vielleicht ist noch nicht überall das Licht aufgedreht. Die Augen gewöhnen sich aber schnell und wir sehen uns alle zu verkaufenden Boote an.

In unserer Kajüte fällt mir auf, dass wir die Luke über dem Kopf zum ersten Mal offen lassen können, weil wir andersrum stehen und nicht am Anker hängen. somit kann der Wind nicht so heftig wie immer rein blasen.

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Mittwoch, 20.8.2025 – Markt in Port St. Louis!

Gestern Abend hab ich schon alles für den Markt vorbereitet, Taschen, kleine Geldscheine, Kleidung,……

8.00 Aber was sehen meine noch müden Augen, wenn ich auf die Dachluke schaue? Es regnet! Nein! Noch nie war ich so nah bei diesem Markt, jetzt kann ich sogar rüber sehen. Normalerweise bedeutet Markttag für mich mit dem Roller oder dem Rad ca. 20 Minuten her rollern. Und jetzt bin ich hier an der Kaimauer, seh rüber zum Markt und es regnet, besser gesagt, es schüttet!

Wie unfair!

Aber vielleicht hört es ja noch auf und es gibt ein paar hartnäckige Stände mit Dach und Schirme. Ich wollte frisches Obst und Gemüse kaufen und ein bisschen schnuppern, was es sonst noch gibt.

Unser kleiner Vogel tappst über die Dachluke mit Futter im Schnabel für seine Jungen. So niedlich der Kleine!

Wir können ja mal aufstehen. Heute wird es nichts mit Frühstück auf der Terrasse , dazu schüttet es viel zu stark.

Der Ort ist wie ausgestorben, niemand ist auf der Straße.

11.00 Der Regen hat ziemlich aufgehört.

“Na was ist jetzt mit deinem Markt?” hör ich Kurt sprechen. “Ich kann schon Menschen und Stände sehen.”

Eine kleine Völkerwanderung beginnt. Von Überall kommen Menschen mit Taschen und Einkaufswagen  und bewegen sich Richtung Markt.

Natürlich sind nur wenige Stände aufgebaut, aber ich bekomme, alles was ich wollte, sogar einen neuen Bikini und eine neue Hose für Kurt. Außerdem Oliven, ein Grillhuhn mit Bratkartoffel, Kartoffel und jede Menge Obst und Gemüse. Wunderbar, danke

Vor uns an der großen alten Kaimauer steht ein 2 Master Segelboot, danach eine riesige 3 Mast Segelyacht und danach hat ein weiteres Schiff angelegt. Wir können die Generatoren hören.

Gehen wir mal schauen.

Auf der luxuriösen, großen Segelyacht kann man eine Reise buchen. sie fahren durchs Mittelmeer, Korsika, Sardinien, Sizilien, bis Griechenland. Schon im Winter, wenn wir hier sind, haben wir diese Yacht gesehen. d.h. wenn sie nicht unterwegs sind, haben sie hier ihren Dauer Liegeplatz.

Ein doppelt so lang wie übliches Fluss Kreuzfahrtschiff aus Basel hat hier angelegt und die Menschen strömen raus, um den Hafen zu besichtigen.

Wir machen gleich einen kleinen Verdaungs Spaziergang und betrachten dieses so lange Schiff. Mit solch einem langen Schiff kann er nicht aufs Meer. Das bricht in der Mitte auseinander bei Wellengang. Naja ist ja auch für die Rhone gedacht. Sie führt bis in die Schweiz und scheinbar groß und breit genug. Es kommen ja auch Frachter aus der Schweiz runter hier her. Denn hier gibt es eine Schleuse in den Hafen hinein und für die Frachter im Kanal eine Ablade Stelle.

Etwas muss ich bei der Gelegenheit anbringen, was ich heute beim Telefonieren gehört habe.

Wenn ich meinen Bericht plötzlich unterbrechen muss, weil ich irgendwo am Schiff gebraucht werde, dann klappe ich natürlich das Notebook zu und es stoppt dort, wo ich gerade aufgehört hab. Das passiert nicht weil wir essen oder essen bereiten müssen, sondern weil etwas Wichtiges anfällt, oder z.B. ein Schiff unseren Kurs kreuzt.

Oder Handy und Notebook haben keinen Strom mehr, was oft vorkommt, weil sie schon älter sind und das Internet ist ausgefallen, ein letzter Punkt. Alles nicht so einfach!

17.00 Wir rollern in unsere Marina um das Platz Thema zu kontrollieren und ob das Kran Becken und davor frei sind. Natürlich hängt ein Segelboot so davor, dass wir nicht ins Kran Becken vorbei können. Aber er meint er kommt Morgen um 16.00 dran. Wenn dann niemand nachrückt müssten wir es schaffen, hinein zu zielen. Es ist auch schon Wind von hinten, d.h. Kurt muss mit dem Retourgang beim reinfahren bremsen, ich dann raus springen auf der Seite, die näher ist und schnell festbinden. Meist sind eh viele freiwillige Helfer da.

Wir werden sehen.

Hin und zurück sind es 7km und wir waren ziemlich flott mit dem Roller tretend unterwegs.

18.00 Die Roller kommen wieder aufs Deck und wir müssen noch 2x zum Supermarkt, denn jetzt ist er hier ums Eck, dann ist er weit entfernt.

Zum 1. Mal kaufen wir Mineralwasser. Bis jetzt haben wir Kurt´s produziertes Osmosewasser aus Meerwasser immer nur getrunken. Aber falls das Hafen Wasser chloriert ist, wollen wir es nicht trinken, das schmeckt schrecklich.

Noch ein 2. Mal zum Supermarkt wegen Fisch, Fleisch, Käse und Wurst. Alles zusammen hätten wir nicht auf einmal in unser Nachzieh Wagerl gebracht. Besonders bei den Wasserflaschen ist es ziemlich in die Knie gegangen. Aber das Wagerl lebt noch!

Hunger! Jetzt kommen wir dran und sitzen draußen und essen. Der Mistral hat fast alle Wolken vertrieben und es scheint schon seit Stunden wieder die Sonne.

Auf einmal hör ich Kurt sagen:” Was rollt denn hier ran?” Ich dreh meinen Blick nach Westen und eine riesige Sturm Walze rollt sehr schnell heran. Sieht mehr als bedrohlich aus. Was sagt das Regen Radar und die Blitz App? Zieht es wirklich vorbei? Wenn dann wird es sehr knapp.

Eine starke Windböe lässt uns sofort alles hinein räumen.

Es zieht über uns hinweg, ohne Unheil anzurichten. Das hab ich nicht gedacht. Die letzte Sturm Walze hatte auch Hagel geladen.

Gott sei Dank!

21.00 Pünktlich wie ein Uhrwerk mit der letzten Dämmerung sind auch die Gelsen wieder da. Jetzt heißt es hineingehen, alle Fenster schließen, Gelsen Stecker anstecken. Erst wenn es richtig dunkel ist, kann man bekleidet wieder raus. Tagsüber schlafen sie scheinbar und belästigen uns nicht die kleinen Vampire.

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Dienstag, 19.8.2025 – guten Morgen!

7.30 Ich hab tief und fest geschlafen und bin schon völlig wach.

Der Himmel ist völlig verhangen in tiefen Wolken unterschiedlichster grau Tönen, dazwischen eine kleine Ecke Sonnenaufgang.

9 Boote stehen mittlerweile in dieser riesigen Bucht. Hier sind wir gegen Südwinde geschützt, aber nicht gegen Mistral.

11.00 Ein letztes Mal ziehen wir den Anker raus. Er war gut eingefahren, hier ist schlammiger Grund und er hält sehr gut.

Dann geht es schon zum Kanal du Rhone, wo wir im Stadthafen Port St. Louis 2 Nächte gebucht haben. Zum Glück sieht man auf unserem Karten Ploter die alten Linien, wo wir schon mal gefahren sind.  Denn in dieser riesigen Lagune ist es so schwer sich zu orientieren. So brauchen wir nur den alten Linien nach fahren.

Vor unserer Marina stehen sie schon wieder in Päckchen und ich bin sicher, dass nicht alle, die dort stehen, auch wirklich Morgen gekrant werden. Die Marina hat alle Kunden aufmerksam gemacht, dass sie einen Tag vor dem Kranen und einen danach hier am Kai liegen dürfen. Aber in Frankreich wird das nicht so genau genommen. Viele liegen hier tagelang und ersparen sich somit die Hafengebühren. Aber es ist nicht in Ordnung.

Aber solange sie nicht energischer durchgreifen, wird hier nichts passieren.

Wir fahren Donnerstag Nachmittag hier weg vom Ort und direkt ins Kranbecken hinein, das nicht so oft benützt wird. Außerdem haben wir Freitag 8.00 als erste Kran Termin.

12.00 Zwei Marineros helfen uns beim Anlegen. Dieses Mal liegen wir nicht am Kat Steg, sondern wie die Großen auf der riesigen Kaimauer.

Ein kleiner Vogel hüpft besorgt auf der Mauer herum, mit einem Wurm im Maul. Wir nehmen an, er hat in der Kaimauer in einem Loch Junge zu füttern. Kurt lässt unser Boot ein Stück weiter weg von der Hafenmauer, sodass sie hinfliegen und ihre Jungen füttern können.

Ich geh ins Hafenbüro mit den Boots Dokumenten.

Der Supermarkt ist gleich ums Eck. Das ist auch wunderbar, dann geh ich da gleich mal hin.

Was mich besonders freut, ist dass der Mittwoch Wochenmarkt wirklich fast vor dem Schiff abgehalten wird. Normalerweise muss ich immer von der Marina 20 Minuten hier her rollern. Das wird Morgen ein Genuss. Außerdem kann ich alleine aus- und einsteigen und benötige keinen Skipper.

16.00 Wir bauen unsere Roller zusammen und rollern den Hafen ab und bis zum Kat Steg. Während des ganzen Urlaubes haben wir sie nicht benützt, weil wir lieber gegangen sind. Außerdem ist es sehr kompliziert, sie mit dem Beiboot an Land zu bringen.

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde.

21.00 Die Gelsen kommen. Wir haben schon wieder vergessen, wie das hier ist. Es funktioniert nur mit Anziehen und einschmieren zu dieser Abendstunde.

Wir drehen noch eine Runde zu Fuß! Es hat noch angenehme 26 Grad.

Es sollte schon längst gewittern. So viel zum Wetterbericht und dass er nie stimmt.

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Montag, 18.8.2025 – Wir benötigen einen Hafenplatz in Port Saint Louis!

6.30 Tagwache, niemand steht auf!

7.30 Wir betrachten die Anker Situation der Nacht. Gut haben wir uns platziert, mit viel Abstand zu den Anderen.

Die Nacht war heftig wackelig. Aus dem angesagten Westwind wurde Ostwind und hat uns im Schlaf ordentlich durch gewalkt. Ich kann mich nurmehr erinnern, dass ich aufgewacht bin von den Wellen und mich umgedreht hab im Bett, damit der Kopf näher der Mitte des Schiffes ist. Kurt meint, es ist dann leichter geworden.

8.00 Wir sind bereit! Anker raus und raus aus der Bucht wie viele Andere auch.

Heute ist Reise Wetter, Morgen und Mittwoch Gewitter Wetter.

Hier in dem Kanal zwischen den Inseln haben wir sofort 20 Knoten Wind von rechts hinten. Wir lassen die Genua raus und zischen übers Wasser. Für “nur segeln” ist die Zeit zu kurz. Wir müssen heute bis in unsere Lagune vorm Hafen schaffen. d.h. wir können unsere Geschwindigkeit nur unterstützen indem wir wenn möglich das Vorsegel dazu nehmen. Das bringt uns ein paar Knoten mehr Geschwindigkeit mit gleicher Drehzahl.

Draußen weht noch Mistral und beschert uns große Wellen von vorne als Dünung. Viele Boote fahren in unsere Richtung.

12.00 Wir sind bereits vor la Ciota und meinem Engelsflügel. So wunderschön ist diese Felswand. Ich sags immer wieder, wenn wir hier vorbei kommen.

Jetzt kommt der Wind von vorne, die Sonne heizt ins Cockpit. Probieren wir unser Tarnnetz aus, das wir uns gekauft haben.

Sieht hübsch aus und liefert uns Schatten.

Der Wind dreht immer wieder, die Boote werden weniger und teilen sich auf in den verschiedenen Buchten.

Wir haben unterschiedliche Windstärken von 2 Knoten bis 22 Knoten, aber wir kommen gut voran und es ist ein wunderschöner Tag, nicht eine einzige Wolke. Kaum zu glauben, dass 3 Gewittertage folgen können.

17.00 Wir fahren in den Golf von Fos ein. Da sind wir wieder, heil und ganz zurück. Hier hat unsere Reise begonnen.

Wir haben noch ein paar Gewittertage vor uns und ich hoffe, sie werden harmlos.

18.00 Der Wind ist schwach. Ich könnte eine letzte, große Paddelrunde zum Strand machen, aber der Strand ist sehr weit weg. Nur mein Brett ist schon sehr weich.

Aufpumpen wollen wir jetzt nicht mehr, der Kompressor ist schon verstaut. So steh ich etwas wackelig wie auf einer Luftmatratze, schaffe aber trotzdem bis zum Strand und zurück.

Wir haben einen Hafenplatz in Port St. Louis bekommen. Wegen der bevorstehenden Gewitter und weil wir noch nicht in unsere Marina können – erst einen Tag vor Krantermin – hab ich im Stadthafen nachgefragt und wirklich einen Platz bekommen.

Morgen Vormittag fahren wir rauf. Ich freu mich auf zwei Hafentage mit an Land gehen und rollern. Hoffentlich sind Regen und Gewitter nicht so schlimm.

Wie immer sagt im Moment jeder Wetterbericht etwas anderes. Gewitter kann man schlecht voraussagen.

Sicherheitshalber räumen wir das Cockpit noch leer, falls es doch schon in der Nacht zu regnen beginnt.

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Sonntag, 17.8.2025 – leider der letzte Tag für unsere Gäste!

und noch dazu müssen wir sie ausladen um sicher weiter zu kommen. Wir haben von heute Nachmittag, um 17.00 steigen sie aus, bis Dienstag Mittag ein Wetter Fenster, das so halbwegs passt. d.h. 20 Stunden fahren, damit wir vor den Gewittern und nächsten Stürmen sicher im Hafen ankommen.

Es wäre nicht möglich gewesen, wenn Daniela, wie vorgesehen, Montag 18.00 aussteigt.

Zum Glück sind sie so flexibel.

Wir bringen sie um 16.30 nach Saint Raphael. Von dort aus geht ein Zug 58 Minuten nach Nizza Airport. Am Flughafen haben sie ein bekanntes Hotel, wo sie dann die Nacht verbringen. Dort kann Daniela dann noch arbeiten – homeoffice – und Aleksandar um 6.00 heim fliegen.

In der früh haben wir noch gemeinsam einen großen Brunch eingenommen und waren nochmal im Meer schwimmen. Die Wasser Temperatur im Moment beträgt schon 28 Grad. Sehr angenehm.

Na dann, auf geht´s zum nächsten Abenteuer!

Es ist 17.00 und am Horizont sind hunderte von Booten in verschiedenen Größen, vom Schlauchboot bis zur riesigen Yacht. Alle beginnen sie zurück zu fahren nach Saint Tropez aus der Badebucht heraus. Sie alle machen uns große Wellen aber der Gegenwind versucht ein bisschen für uns die Wellen zu glätten. Manchmal geht es eben besser, manchmal müssen wir Gas wegnehmen, um über die Wellen zu reiten.

Es ist natürlich der denkbar ungünstigste Zeitpunkt den wir haben, aber wir haben keinen anderen.

In der Abendsonne ist es wunderbar warm und angenehm. Jeder von uns sitzt auf einer Seite im Steuerstuhl und beobachtet das Geschehen, damit wir keinen übersehen, falls er uns übersieht.

So reiten wir weiter.

Im Naturschutzgebiet wird es ruhiger. So weit fahren sie nicht und eigentlich dürfen sie hier nicht schnell fahren. Daher ist dieser Küsten Abschnitt für sie uninteressant, gut für uns.

20.00 Wir sehen schon zur Insel Porquerolles aber die vielen Insel in der Abend Dämmerung werden ein bisschen verwirrend. Zum Glück haben wir ja unsere digitale Karte heraussen und im Schiff den riesigen Monitor mit der Seekarte.

Dazwischen stehen Anglerboote ohne Licht, die noch schnell glauben ein fisch fangen zu können in der Dämmerung und im Naturschutzgebiet.

22.00 Jetzt ist es aber richtig finster, kein Mond, wenig Lichter an der Küste, aber viele Sterne. Verschiedene Leuchttürme bzw. ihre Licht Signale können wir sehen.

Das ist schon ein wenig enterisch. Boote ohne Licht, die von Porquerolles in den Hafen zurück fahren, kreuzen unseren Kurs. Es gilt, genau aufzupassen. Wir haben unser Radar aufgedreht und schauen auch dorthin.

In der Ferne sieht man ein Feuerwerk, weiter hinten in den Bergen blitzt ein oder mehrere Gewitter. Ich sags nochmal – etwas enterisch.

Wenn wir z.B. zu den Balearen fahren, fahren wir immer geradeaus, auch wenn kein Licht ist und höchstens ein Frachter kreuzt unseren Weg. Aber hier fahren alle kreuz und quer und auch ohne Licht.

23.30 Wir sind auf unserem Ankerplatz in der Bucht von Hyeres angekommen, nur dass es Nacht ist. Hier müssen wir jetzt unseren Anker setzen.

Hinter uns im seichteren sieht man 4 Segelboote und ihr Ankerlicht, aber man sieht auch, dass ein weiterer hier steht und kein Ankerlicht aufgedreht hat.

Wir plazieren uns nach der Karte ungefähr dort, wo wir normal tagsüber vor Anker hier liegen und ich soll Kette rein lassen, hab die Stirnlampe auf mit rotem Licht. Das rote Licht lässt keine bunten Kettenglieder erkennen. Wieviel Kette hab ich schon reingelassen. OmG!

Kurt kommt mit der Taschenlampe und leuchtet auf die Kette und in den Ankerkasten.

Wenn ich zu ihm hinsehe, ist er ein paar Sekunden völlig geblendet und sieht gar nichts mehr.

trotz der stressigen Situation schaffen wir die gesamte Kette ins Meer zu lassen, die Dämpfer einzuhängen, wie sonst auch und den Anker im Sand einzufahren, so gut man das im Dunkeln erkennen kann.

0.00 uff! geschafft, aber wir sind es auch!

Schlafen wir ein bisschen, Morgen geht es weiter.

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Samstag, 16.8.2025 – Weiter geht es nach Saint Tropez!

9.00 Anker raus und weiter. Alles andere können wir während der Fahrt tun.

Der Himmel ist wieder strahlend blau, alle Gewitter haben sich aufgelöst.

Wir haben ca. 6 Stunden zu fahren.

Anfangs ist viel Verkehr. Es ist Samstag und alle wollen nach Saint Tropez. wir steuern das Schiff wieder ständig aus den Wellen so heraus, dass nicht alles umfällt. Manchmal klappt das eben nicht so gut und es hüpft und springt und schwankt. Alles, was nicht auf einer Antirutsch Matte steht setzt sich in Bewegung.

Erstmal Kaffee für Alle!

Dann kann es los gehen.

Es wäre glattes Meer, wären da nicht die schnellen Raser Boote in jeglicher Richtung. Der Wind kommt noch von hinten, dreht aber dann zu Mittag nach vor. Da sollten wir schon da sein.

Jede Strecke von und nach Saint Tropez ist immer ein Horror und so anstrengend wie eine 20 Stündige Überfahrt nach Mallorca. Alle rasen auf uns zu, manche schauen gar nicht nach vor,…..

Wirklich diszipliniert fahren nur die richtig Großen.

So hübsch die Altstadt ist, so schrecklich die Fahrt dorthin.

14.30 Wir fahren in die Bucht von Saint Tropez ein. Wie immer hat es hier 20 Knoten Seitenwind.

Ein bisschen schwimmen und erholen von dem Irrsinn hier im Meer. Die Wasser Temperatur beträgt schon 27 Grad.

Wenn wir schon vor Saint Tropez sind, wollen wir nochmal gemeinsam essen gehen. Aber wir sind in St. Tropez. d.h. die meisten Lokale beginnen bei 100,-

Nach langem suchen finden wir zwei Pizza Lokale und bekommen sogar einen freien Tisch.

Das Essen und das Service war wunderbar. Es war ein kleines Lokal mit wenig tischen und der dicke Koch hat selbst gekocht und mir beim Vorbeigehen sein Schinken Bein gezeigt mit dem er Carbonara zubereitet.

Wir laufen noch durch viele kleine Gassen, immer weiter nach oben, vorbei an Galerien, kleinen Boutiquen, vielen Lokalen, weg vom Hauptplatz. Natürlich ist der kleine Ort voller Menschen, aber er hat trotzdem flaire.

Früher war Saint Tropez ein armes, kleines Fischerdorf. Mittlerweile sind die Einheimischen, die hier Grundstücke, Häuser, Wohnungen besitzen, Millionäre.

Überall weht uns dieser heiße Wind an, als stünden wir vor einem Industrie Föhn. Wahnsinn dieses Wetter.

23.30 Wir sind gut zurück gekommen mit dem Tender und haben auch schnell in der großen Bucht unser Schiff im Dunkeln wieder gefunden.

Wir sitzen noch eine Weile an Deck. Nur ganz langsam wird es etwas kühler.

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Freitag, 15.8.2025 – genießen wir noch den Vormittag in der Marina!

8.00 kein Lebenszeichen von nebenan. Wir wollten doch laufen gehen. Ich steh mal auf.

10.00 Heute will niemand mit mir laufen. Aber wer weiß wann ich wieder einmal so leicht von Bord komme, fast ohne Hilfe. Somit tu ich alles eben alleine!

1, in die Marina, den Chip zurück geben!
2, laufen, zumindest bis zur Brücke, die hübsche Strecke!
3, danach gleich mit voller Montur ins Meer zum Schwimmen! Nur Handy und Schuhe leg ich weg!
4, kalt duschen am Strand!
Wundervoll war es, hat richtig gut getan!

11.00 Wir sind soweit und legen ab, lösen alle Leinen und fahren raus aus der Marina. Es war nett hier.

Weiter geht es mit den Gästen zur Ankerbucht vor Antibes an unsere übliche Stelle. Viele Boote, die hier vor Anker liegen, kennen wir schon von voriger Woche. Die Menschen verbringen hier scheinbar  ihre Urlaubstage.

12.00 Jetzt gibt es erstmal ein großes Brunch.

Die Gäste gehen schwimmen. Es ist wieder ordentlich heiß.

Wir legen ab und die Matrosen dürfen mithelfen, Leinen entfernen, Fender losbinden und alles gut verstauen.

Unsere heutige Strecke ist nicht weit, nur eine Stunde in die Ankerbucht vor Antibes. Wir wollen den Abend noch in Antibes gemeinsam verbringen.

Die Wetter Vorhersagen sind ziemlich schlecht, Kurt ist frustriert.

Ursprünglich war es so geplant, dass Aleksandar Montag früh heim fliegt, Daniela Abends und dann machen wir uns auf den Weg in unsere Marina. Ich hab einen Kran Termin bekommen für Freitag 8.00!

Mistral sollte Freitag beginnen, da sind wir schon längst in Schutz. Mittlerweile ist es so, dass bereits Mittwoch 5.00 Früh Gegenwind und Mistral beginnt.

Wenn Daniela Montag Abend aussteigt haben wir noch ca. 30 Stunden Fahrt. Wie sollen wir das am Dienstag schaffen. Mittwoch beginnt Mistral und bis Ende August hört er nicht auf und ist sehr stark.

Was tun wir! Ratlosigkeit!

Ich geh mal zu unseren Gästen und trag die Situation vor. Vielleicht kann Daniela früher aussteigen – nein kann sie nicht da sie ja Montag noch homeoffice hier machen muss. Montag ist noch ihr Arbeitstag. Wir überlegen sehr lange.

Was ist denn wenn wir weiter fahren und sie fahren dann mit dem Zug zum Flughafen?

Die Idee ist nicht so schlecht. Schauen wir mal die Zugstrecke Marseille Nizza Airport durch.

Viele viele Überlegungen, alle haben die Handys, Tabletts in der Hand und suchen die, für Alle beste Lösung.

Letzer Vorschlag von Daniela ist, sie fahren Beide Sonntag Abend mit dem Zug zum Flughafen und nehmen dort ein Hotel. Dann kann Aleksandar Montag 6.00 zum Flughafen gehen und Daniela am Pool noch bis 15.00 arbeiten. Sie kennen das Hotel und es ist sehr hübsch.

Uff ist das schwierig heuer mit dem Mistral. Und es zeigt sich auch Mitte August muss man längst aus dem Wasser sein. Täglich ziehen Gewitter durch, weil es zu heiß ist und das Meer sich auch schon aufgewärmt hat.

Wir verbringen noch einen sehr schönen Abend in Antibes, die Kinder fahren noch Riesenrad.

Wunderschön beleuchtet ist die große Festung in den französischen Landes Farben.

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Donnerstag, 14.8.2025 – wie ist das jetzt mit dem Gewitter?

7.30 Ich konnte Daniela aufwecken und wir sind schon am Weg zum laufen auf die wunderschöne Strand Promenade. Das muss man doch nützen, wenn wir mal so leicht an Land kommen.

Wir helfen uns gegenseitig beim runter springen aus dem Boot und es geht schon los. Auf der Promenade sind immer wieder Schatten spendende Palmen.

Es ist eine wunderschöne Strecke und wir laufen ganz gemütlich, so dass es auch für mich passt. Immerhin werden es 5km.

Brav war meine Hüfte, ich hatte keine Probleme.

Anschließend holen wir Kurt ab und gehen zum Strand schwimmen. Es ist schon wieder sehr heiß.

14.00 Mittlerweile hat es zugezogen und in 30km Entfernung ist das Gewitter. Der Wetter Bericht wurde schon abgeschwächt. Es soll angeblich nicht so stark werden, dafür aber länger dauern.

Immerhin haben wir uns ja den Hafenplatz wegen des so stark angesagten Gewitters geleistet.

In der Nacht war kein Wind und nicht der angesagte Stark Wind. soviel zum Wetter Bericht. Aber ihm nicht zu vertrauen ist auch keine Option.

Heute Abend kommt Aleksandar hier an. Morgen fahren wir weiter.

Mitten im Hafen gibt es einen großen Supermarkt. Unser Kühlschrank ist recht leer. Wir müssen dringend nachfüllen.

Vielleicht kaufen wir ein fertiges Grillhuhn für uns, dann brauchen wir bei dieser Hitze nicht zu kochen. Mal sehen!

Daniela und ich gehen nochmal schwimmen. Es ist immer noch so heiß. Im Hintergrund bilden sich graue Wolken.

15.00 Wir marschieren zum Supermarkt. Dort ist es wunderbar kühl.

Wir schleppen alles was möglich ist zum Schiff. Im Kühlschrank wird das zu kühlende verstaut. Jetzt passt nichts mehr rein.

Was macht das Gewitter. Im Moment ist es im Hinterland, aber am Horizont ist es sehr grau.

17.30 Ein paar Tropfen Regen treffen uns. Wir haben schon alles Regen fest verstaut und sitzen draußen und warten mal ab.

De angesagten 70 Knoten sind zum Glück nicht da und werden vielleicht auch nicht kommen.

Viele Boote kommen jetzt in die Marina rein und werden geschickt von den Marineros versorgt. Hier läuft alles wie am Schnürchen. Wir können nichts negatives über diese Marina sagen.

19.30 Bis jetzt sind wir noch fast im Trockenen bis auf ein paar wenige Tropfen. Welch eine schlimme Vorhersage, die zum Glück nicht eingetreten ist.

20.30 Wir holen Aleksandar vom Zug ab.

Alles klappt wunderbar.

Am Rückweg vom Zug beginnt ganz plötzlich auf schnipp heißer, starker Wind, sodass wir kaum noch voran kommen.

Wir gehen natürlich die komplette Marina ab, bis zu unserem Stegplatz. Ist das der angesagte Starkwind, der eigentlich am Nachmittag hätte kommen sollen?

Kein Verlass mehr auf diese Wetter Berichte.

Wir sitzen noch lange heraußen im heißen Nachtwind.

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Mittwoch, 13.8.2025 – Heißer Wind und Gewitter!

Daniela ist gut angekommen und wir haben noch die halbe Nacht geplaudert.

Nach 0.00 hatten wir das Gefühl als würde es immer heißer werden. Der Thermometer stand auf 31 Grad und heißer Wind wie bei Chirocco – Südwind schlug uns entgegen. Im Cockpit sitzend spürt man es kaum. Ein Blick auf den Windmesser ließ uns staunen, wir haben beinahe 50km/h Wind.

War das angesagt im Wetterbericht? Die Tage davor war ja meist 0 Knoten Wind. Hat Daniela die Gewitterfront mitgebracht?

Der neue Wetterbericht sagt uns für Heute Starkwind und Morgen für die komplette Riviera und Cote dÁzur Gewitter voraus, aus den Bergen kommen mit bis zu 140km/h

Das ist aber nicht so fein.

Wir hatten schon einmal ein Gewitter vor Anker hier. ‘Damals betrug es nur 50 Knoten und wir haben uns vor Anker 1x im Kreis gedreht. Während des Gewitters wusste keiner wo vorne und hinten ist.

Vor 2 Jahren haben wir uns hier einen Marina Platz geleistet für eine Nacht, weil wieder Gewitter aus den Bergen angesagt war und es war gut so. Denn zuerst kommt das Gewitter und danach die Rückseite des Gewitters mit Hagel und richtiger Kälte.

Wir überlegen ein wenig und dann bringt mich Kurt in die Marina mit dem Beiboot, um nach einen Platz für die Nacht zu fragen.

Leider ist alles ausgebucht und reserviert.

Sie empfehlen mir die Marina von Antibes, aber dort gibt es sicher gar keinen Platz. Da brauch ich gar nicht fragen.

Dann schlagen sie mir die Marina zwischen Nizza und Antibes vor, Marina Baia des Anges. Ich ersuche sie, ob sie nicht gleich für mich auf französisch nachfragen können, was sie auch tun. Dort gibt es einen Marina Platz für uns und nachdem heute Nachmittag Starkwind angesagt ist, überlegen wir gleich 2 Nächte zu nehmen. Eine Nacht in der Marina für unser Schiff kostet € 150,- aber das ist es uns wert.

Zur Bestätigung soll ich noch ein email dorthin schicken.

Ich schreibe 2 emails an info und Empfang, wir schwimmen noch eine Runde in dem türkisen Meer und fahren dann zu dieser Marina.

Ein Antwort email hab ich nicht bekommen. Ob sie es überhaupt bekommen haben? Fahren wir zur richtigen Marina?  Fragen über Fragen quälen uns am Weg hin.

Alles klappt wunderbar. Wir liegen angeschnallt, wie das so schön heißt, und angebunden an die Muringleinen und haben einen sicheren Platz für 2 Nächte.

Auf geht es nach Antibes mit dem Zug. Es ist nur 1 Station und in Antibes am Bahnhof liegen unsere Amazon Pakete in diesem Locker.

17.00 lasst uns fahren, unser Schiff ist in Sicherheit. Wir sind frisch gestärkt. Die Sonne kommt wieder hervor und es wird noch heißer wie vorher. Uff!

Mit dem Zug, der hinter der Marina fährt, geht es eine Station nach Antibes und dauert nur ein paar Minuten. Das ist ja wunderbar!

Wir schlendern durch Antibes, bewundern das bunte Riesenrad, die Menschenmassen, den Künstlermarkt und essen Gallettes aus Buchweizen gefüllt mit Schinken, Käse, Pilzen,……

Danach gibt es noch ein Nacht schwimmen am kleinen Strand neben der Marina. Das tut gut und kühlt uns ein wenig ab.

Ich bin gespannt, ob das Gewitter Morgen auf uns zu kommt oder in den Bergen bleibt wie Heute.

Wir gehen zu Bett, es war ein langer aber toller und erfüllter Tag.

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