0.00 Es schüttet extrem stark, scheinbar sind es riesige Tropfen. So hört es sich im Wohnmobil an. Ich halte nochmal kurz die Nase raus aus dem Wohnmobil. Es stürmt und schüttet. Das ist eindeutig. Der Spaziergang fällt leider aus.
1.00 Es hat aufgehört zu regnen. Ich bin aber schon am Weg ins Bett. Nochmal aufstehen? Nochmal anziehen? Nein das geht dann doch nicht. Obwohl ich unsere Abendrunde im Bett liegend, sehr vermisse.
3.00 Der Wind weht so heftig, dass sich das Wohnmobil bewegt. Das passiert noch öfters in dieser Nacht. Ich werde immer wieder davon munter, schlafe aber zum Glück schnell wieder ein. Trotzdem war es eine zerrissene Nacht.
8.30 Ich bin schon wach und munter. Kurt schläft noch tief und fest. Er hatte gestern einen sehr anstrengenden Tag.
Aus dem Dachfenster sehe ich auf blauen Himmel. Kann das sein, nach dieser Sturm Nacht.
Ich geh mal nachsehen und öffne die riesige Schiebetüre. Wau! Welch ein Tag! Kein Wölkchen ist zu sehen, blitzblauer Himmel.
Rasch schlüpfe ich in meinen Plüsch Overall, Haube, Schal und auf geht es mit dem Roller zum Morgensport. Es hat schon 12 Grad und angenehm warmer Südwind weht mich an. Wie schön!
Das Frühstück hab ich mir heute schon verdient.
11.00 Kurt´s Ersatz Fahrrad Reifen kommen mit Verspätung in der Marina an. Ich hol sie ab.
Kurt benötigt mehr Danclor und noch eine Tube Fugen Silikon. Der Bootsshop hat noch geöffnet.
Wir haben uns heute vorgenommen, die riesige Gästebett Matratze rauf zu schleifen in die Veranda. Danach den Überzug abziehen und zur Waschküche tragen, waschen und trocknen. Allerdings ist das raus ziehen und zerren ein wenig mühsam. Aber schließlich steht sie inmitten der Veranda, wo die Sonne schon hinein scheint und den Raum gut erwärmt.
Das Abziehen des Überzuges ist nicht so fein für die Fingernägel aber mit Handschuhen klappt es ganz gut.
Wir kommen voran. Frisch chloriert steht sie jetzt in der Sonne.
Ich nütze den Waschtag gleich für eine volle Waschmaschine.
Kurt streicht das graue Silikon rund um alle Fugen. Jetzt heißt es bitte nicht reinsteigen oder ankommen mit den Schuhen, damit es trocknen kann. Es sieht schön aus.
Es kann erst überstrichen werden, sobald es trocken ist, vielleicht Morgen.
Wir müssen dringend Amazon Pakete vom Locker abholen. Kurt möchte noch seine neuen Reifen montieren. Im Sonnenuntergang geht es dahin, am Rhone Ufer entlang und es ist jedes Mal wieder etwas ganz Besonderes.
20.00 Jetzt wird weiter gestrichen. Ich verlasse schon mal vorsorglich das Schiff.
Regen kommt erst Morgen ab 6.00 Früh laut Wetterbericht. Somit gibt es heute endlich wieder eine Abend Runde. Danach schläft man viel besser und tiefer.
23.30 Wir marschieren wieder und gehen wie üblich alle Gassen ab. Da, wo weniger Straßen Licht ist, muss man sehr aufpassen, nicht in die Pfützen zu steigen.
Was ist denn das hier? Ein Stein mit Bewuchs? So etwas kenn ich nur aus dem Meer.
Dreh mal die Taschenlampe am Handy auf, sagt Kurt.
Hui ich kann seine Füßchen sehen und jetzt läuft er davon, der kleine Igel.
Am Heimweg müssen wir schmunzeln. Welch seltsame, unübliche Begegnungen waren es bis jetzt hier, ein Fuchs, eine Dohle, einen Igel!



