7.00 ein lautes Bock Geräusch weckt uns auf. Ist uns jemand angefahren?
Kurt schat aus der Dachluke. Ein kleines Segelboot klebt an unserem Schiff. Wir laufen nach vorne. Sie sind ja noch gar nicht wach.
Mit dem langen Enter Haken versucht Kurt das Schiff wegzudrehen, aber es hat sich in unserer Ankerkette verhängt, weil bei dem starken Morgenwind sein Anker nicht gehalten hat.
Emdlich kommen zwei Männer hoch. Der Ältere zieht mit der Hand ein Stück Ankerkette raus, aber es treibt ihm immer wieder auf uns drauf. Der Jüngere, etwas unbeholfen, versucht zu fahren, während der Ältere ihm ständig “VAI” zuruft, also fahr!
Das Gewurschtel dauert eine Weile. Schließlich rammt er uns noch an der Seite und schafft dann endlich seinen Anker rauszuziehen und fährt hinaus zu.
Wir sehen, daß er einen ganz kleinen Anker hatte und viel zuwenig Kette reingelassen hat. Vielleicht hat er auch nicht mehr Kette, vielleicht auch keine Meßgeräte an Bord, die ihm die Wassertiefe anzeigen. Wir stehen hier auf 9m Wassertiefe. Mindestens das 3-fache an Kette sollte es schon sein und das waren kaum 30m.
Er sucht dann noch eine Weile in der Bucht einen neuen Ankerplatz. Zum Glück war es ein kleines Segelboot und man konnte es gut händeln. Wir haben schon auch Anderes erlebt bei Schiffen, wo der Anker nicht hielt.
Und ist ja zum glücklicherweise schnell und gut ausgegangen.
Wirfahren noch ein letztes Mal in den Supermarkt. Gestern hat er uns vor der Nase zugesperrt. Die Gäste haben eine Liste geschickt, was sie gerne essen und was nicht.
“Kurt geht ins Wasser!” Das ist jetzt genau das 2. Mal seit wir am Meer sind. Er holt sich sogar die Taucherbrille um den Propeller zu betrachten und auch ein wenig zu reinigen.
In der Marina haben wir kurz vor der Abreise eine Art Antifoulling speziell für den Propeller gekauft und aufgesprüht, genau nach Anleitung. Aber es blättert ab. wir werden es nicht mehr kaufen.
Der Propeller sollte ganz immer glatt sein, sonst verbrauchen wir mehr Diesel. Jetzt hier können wir ihn nur reinigen.