Wir haben sehr gut geschlafen!
Ein Blick ins email zeigt uns wieder, daß die Marinas nicht antworten auf Navily Reservierungen, nicht mal in Antibes hat das funktioniert.
Ich rufe im Hafen an, kämpfe mich englisch durch zum Richtigen und höre dann daß kein Platz für uns ist.
Oje!
Das bedeutet wir müssen fahren und von hier weg. Hier ist es zu offen, wir wissen ja nicht aus welcher richtung die Gewitter kommen werden. Aber überall auf unserer Strecke gibt es Donnerstag, Freitag dicke Wolken und Gewitter.
Kurt schlagt vor um Mitternacht hier los zu fahren. Alle wissen, daß ich Nachtfahrten gar nicht liebe, aber angeblich ist es Nachts ruhig.
17.00 Wir studieren sogar das flughafenwetter von Touloin. Das ist hier in der N#he. Der englische Wetterdienst sagt als einziger Nebel. Das brauch ich schon gar nicht – Nacht und Nebel – auch wenn wir ein Radar haben. Das ist furchtbar Nacht und Nebel!
20.00 Wir ziehen den Anker raus. Draußen weht noch Wind, sollte aber leichter werden und wir benötigen ja noch eine Weile bis zum Kanal.
Wir haben noch eine Weile 15 Knoten, bis sich der Wind langsam beruhigt. Nur an den beiden Kaps ist mehr Wind.
Viel mehr beschäftigen mich die Wellen, die man nicht sieht, da ja schon dunkel aber spürt. Da müssen wir jetzt durch, es gibt keine andere Möglichkeit.
Es ist und bleibt ein Abenteuer nach der Karte, dem Radar und was wir sehen zu fahren. Alles sieht in der Nacht viel näher aus.
Zum Glück sind wir diese Strecke schon oft gefahren. Somit können wir den Linien am Monitor nach fahren. Aber trotzdem nicht angenehm.
Wir haben zwei Begleitschiffe, die auch in unsere Richtung fahren. Viele Segelboote begegnen wir, die in den süden fahren. Auch da sieht das Vorbeifahren für mich immer enterisch aus, weil ja alles näher erscheint. Auch wenn ich auf der Karte sehe, wo das Schiff ist, ist es enterisch, wenn es dann in der dunklen Nacht an uns vorbei fährt.
1.30 Wir haben so gut es ging und so gut man etwas sehen konnte den Anker gelegt. In der Nacht sind so viele Lichter in der Bucht und nur an den beweglichen Lichtern sieht man dass es das Ankerlicht eines Schiffes ist.
Schnell noch alles Regenfest machen und reinräumen.
Wir haben sofort eingeschlafen!
