Wir haben gut geschlafen, obwohl es zu heiß war. Die Luke konnten wir nicht durchgehend geöffnet lassen, weil der starke Wind dann stetig auf unsere Köpfe bläst.
Das große Hotel am Strand hatte die halbe Nacht laute Disco Musik.
Kontrollieren wir einmal das Wetter. Durch halb Europa zieht gerade eine riesige Gewitterfront. Sie sollte dort bleiben und nicht übers Meer zu uns ziehen. Aber wie es aussieht, ist es so, weil der starke Südwind sie von der Küste wegbläst in die Berge.
Wir wollten eine Boje buchen, aber normalerweise bekommt man sie erst um 18.00 und am nächsten Tag inn der Früh wollen wir schon weiter.
Die Gewitterwarnung hier ist auch aufgehoben und es sind hier soviele Boote vor Anker. sie können nicht alle irren.
Wir haben ja gestern beim Anker setzen einen Sandfleck gefunden, wo ich den Anker absenken konnte, denn im Seegras hält er nicht. Bei diesem Sturm muss er halten!
Ich versuche einen Teil der Bettwäsche zu waschen, aber bei diesem Sturm traue ich mich nicht wegsehen, ob sie noch da sind. Allerdinghs sind die Polster Überzüge in einer Stunde trocken.
Kurt lenzt die Bilgen im Gästebereich und bringt die Toiletten in Ordnung. Wir bekommen ja nächstzes Wochenende nochmal Gäste.
Zwischendurch gehen die Windböen auf 60km/h hoch, was schon ganz schön viel ist.
15.00 Wir beobachten wie 4 Kinder auf zwei Standup Boards fröhlich rudernd raus treiben. Der Vermieter hat doch wirklich bei 60 km/h kleinen, dünnen Kindern ein Standup Board vermietet und ihnen nicht die Gefahr des starken Windes erklärt.
Den Strand entlang können sie paddeln. Aber sie paddeln aufs offene Meer raus, angetrieben von 60 km/h und freuen sich sicher wie gut das geht. sie werden immer kleiner. Niemand schaut aufs Meer raus, der Vermieter schon gar nicht.
Wir sind auf Bereitschaft, da wir das äußerste Schiff sind.
Unser Nachbar versucht mehrmals kleinen vorbei fahrenden Booten zu deuten, daß dort draußen Kinder in Seenot sind. Aber keiner versteht scheinbar was er meint.
Als die Kinder bemerken, daß sie schon so weit weg sind vom Strand, beginnen sie heftig zu rudern, aber gegen 60 km/h kommen sie nicht an. Sie kommen kein bisschen näher. Kaum machen sie kurz ruder Pause, treibt es sie noch weiter raus. Nurmehr mit dem Fernglas kann man sie sehen.
Das passiert immer wieder. Wir kennen dasw schon von so vielen Orten. Sie vermieten die Bretter bei jedem Wetter.
Ich suche schon nach einem T-Shirt, als unser Nachbar nochmals versucht, kleine Boote zu stoppen. dieses Mal klappt es und das Motorboot rast auf die Kinder zu und zieht sie schlielich zum Strand zurück.
Das ist unglaublich! Ich versteh immer nicht, wie man so handeln kann.
Unser Schiff, sowie auch alle anderen Schiffe stehen gut vor Anker, keines wird losgerissen, trotz des Sturmes.
Wir hören gute Musik.
Und nachdem wir Zeit haben erzeugen wir ein paar Videos auf Vorrat.
Die Farben sind wunderschön, wenn die Sonne untergeht.
Zwischendurch lenzt Kurt auch unsere Seite und leert die Trockentrenn Toiletten aus.
21.00 Der Wind beruhigt sich, manchmal sogar auf halbe Stärke. Das tief ist durch gezogen.
Der Sonnenuntergang ist wunderschön.
Vom Berg kommen wieder schwarze Wolken. Ist scheinbar noch nicht alles durchgezogen.
Es bleibt aber friedlich.