Donnerstag, 6.7.2023 – wir sind am Weg, ich freu mich!

9.30 Alle Wetterberichte sind sich einig, wir können weiter nach Porquerolles, auf die Autofreie Insel, ca. 2 Stunden entfernt.

Wir finden einen guten Ankerplatz mit Sandboden. Wie schon fast überall soll man vermeiden im Seegras zu ankern, weil man Löcher in die Unterwasser Landschaft reißt und dort noch viele Meerestiere Unterschlupf und Schutz finden. Meist wird dies auch kontrolliert von den Gemeinden.

Porquerolles ist ein bezaubernder, kleiner Ort mit einer Festung am Berg. Autofreie Insel bedeutet, dass gegenüber am Festland ein großer Parkplatz gebaut wurde, wo alle Autos parken können um dann mit großen Ausflugsschiffen nach Porquerolles fahren zu können. Das ist ja alles sehr toll und organisiert, nur fahren diese Ausflugsschiffe mit Touristen beladen ununterbrochen, bis in die Nacht hinein und die Touristen überschwemmen praktisch in Schwärmen den kleinen Ort. Noch dazu haben sie das Geschäft mit E-Bikes mit fetten Rädern ausgebaut, sodass man kaum mehr auf der Straße gehen kann ohne dass Bikes rund um uns sind. Vor 3 Jahren war das noch nicht so extrem. Nirgends gibt es scheinbar Grenzen und die Saison dauert sicher nur Juli, August, darum wird gebunkert was möglich ist.

Wir gehen trotzdem eine große Runde. Es gibt nur einen Hauptplatz, wo die Lokale sind, dort ist das Radfahren verboten und dann kommt man schon auf unendlich vielen Wegen zu anderen Stränden, zu Wäldern und Felder und riesigen alten Bäumen, hauptsächlich Eukalyptusbäumen, die wundervoll duften.

So eine hübsche, gesunde Palme. die Samen haben sicher der Wind oder die Vögel vertragen.

Die Zikaden in den hohen alten Bäumen – ist ja bereits alles Naturschutzgebiet und darf nicht gefällt werden – überschlagen sich förmlich mit ihrem lauten Gesang. Umwerfend und trotz Allem ist es sehr schön hier und pure Natur!

Wo steht denn nun unser Schiff?

Es weht sanfter Ostwind, der abends wieder stärker werden soll.

19.00 ich halte noch eine online Yogastunde ab und die Teilnehmer freuen sich sehr über das Meer im Hintergrund, hinter mir im Bild.

21.00 Wollen wir nochmal an Land. Ich spüre ein paar Regentropfen. Schnell alles schließen und die Möbel rein räumen. Da können wir nicht an Land, wer weiß was da noch kommt.

Wir genießen noch den Abend. Allerdings wird der Ostwind stärker vor Anker. Aber unser Anker sitzt gut eingegraben im Sand und wir können beruhigt schlafen gehen.

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