Es hat 15 Grad, aber regnet immer wieder. Das nächste Sturmtief Ingrid wälzt sich über den Westen Europas hinein und das nächste wartet schon. Auch Spanien und Marokko versinken im Regen, Malta, Sizilien, selbst Marokko, geht es nicht besser. Wir alle haben die Erd Veränderung eindeutig jetzt zu spüren.
Heuer ist der feuchteste Winter und wir sind schon seit 2012 in Südfrankreich.
Ich geh mal entsorgen, mit Regenjacke natürlich.
Die nächste Morgen Aufgabe, nachdem unter dem Schiff dürres, abgestorbenes Gras wächst, ist das Zusammenkehren. Überall kehre ich! Außen am Schiff, die Leiter runter, auf der dicken Kokosfaser Matte, die mittlerweile schon sehr schwer ist vom Regen, im Vorraum, im Schiff, die Stiegen hinunter, in den unteren Räumen. Obwohl wir ständig die Schuhe wechseln ist hier immer Gras und Schuhabdrücke und “Gatsch!” Mein neues Lieblingswort!
Erschwerend kommt dazu, dass es ständig ein bisschen regnet, sodass einfach überall “Gatsch” entsteht!
So geht´s hier zu.
Kurt schaut, dass er im Ausleger weiter kommt mit Streichen. Allerdings, da es ständig ein bisschen regnet, kann er heute die große Fenster Klappe nicht offen lassen. Aber er trägt ja immer seine Gasmaske, ist auch gut so!
Ich bin im Gästebett und versuche, die Decke ein bisschen abzukratzen. Nachdem an manchen Stellen keine Isolierung gemacht wurde, wird diese Stelle immer feucht und jede Art von Lack blättert nach ein paar Monaten ab. Ich kann ein wenig beginnen und vorarbeiten. Hier werden wir viel Lack runter kratzen müssen. Zum Glück ist das nicht an allen Stellen so, sondern nur in der Mitte und rund um die Luke, überall wo das Polyester ganz dünn gemacht wurde, schwitzt es.
Heute gibt es zu Mittag “Filet vom schwarzen Kabeljau ohne Haut und Gräten. Jeden Fisch, den ich irgendwie kenne, kaufe ich und dann versuch ich damit etwas zu zaubern. Wir essen hier jeden 2. bis 3. Tag Fisch. Es gibt zum Glück viel Auswahl.
17.00 Kurt geht nochmal in den Ausleger. vielleicht schafft er es heute, fertig zu werden. Das Weiß an den Wänden sieht sehr schön aus.
18.00 Ich hab noch Pilates, allerdings muss ich erst Platz schaffen, denn die Veranda ist schon wieder eine Werkstätte geworden.
Es hat noch 14 Grad. Wir teilen wieder die Standheizung für die beiden Räume. Mehr Wärme brauch ich nicht zum Turnen.
Während ich turne, will Kurt sich weiter seiner Technik im Wohnmobil widmen und sie weiter verfeinern. Es wird immer komplizierter einzuheizen, wenn sie es nicht alleine tut.
Männer brauchen Technik!
20.15 ich hab noch ein Seminar: die Kraft des Atems!
Es windet sehr stark, immer wieder kommt auch ein kleiner Regenguss. Wenn wir eine Runde gehen, dann mit Regenjacke, sicher ist sicher.
Wir schauen noch eine romantische Komödie an.
23.30 Es ist angenehm mild bei 11 Grad und völlig windstill. Wir gehen noch eine große Runde. Sie dauert meist 45-60 Minuten.
Kaum zurück im Wohnmobil und am Weg ins Bett, beginnt es zu stürmen und zu regnen. Danke liebes Wetter, das war nett von dir! Wir hatten es noch so fein draußen.
