11.00 Die Sonne scheint, es sieht gut aus draußen.
Ich mach meine Morgen Runde zum Kai, zu den Mistkübeln und windgeschützt vor die Marina.
Es ist so angenehm. Ich werde eine Roller Runde machen. Ich hab zwar nur ein Langarm Shirt an, aber ich denke das reicht aus. Wer weiß, wie lange die Sonne so bleibt.
Ich fahr bis zu den Flamingos. Im Hintergrund seht ihr die Öltanks der Raffinerie.
Ganz pünktlich, wie immer im Februar, sprießen überall diese rosa Blumen, eine Lilien Art.
Hier kann sich das Wetter sehr schnell ändern und wir müssen immer ausnützen, wenn es mal angenehm mild ist.
Am Rückweg meint Kurt, wir schauen zu anderen Outremer Schiffen. Er hat eine Idee für unseren Fenster Tausch.
OmG! Kein neues Projekt mehr!
Wir befüllen die Wassertanks, Kurt am Schiff und ich im Wohnmobil.
Im Grunde wollte Kurt heute den Plafonds des Gästebettes fertig schleifen, da ja die 3M Schleif und Schutzbrille gestern angekommen war. Aber aber aber eine neue Idee plagte ihn.
Er beginnt mir zu erklären, wie wir die Plexiglas Fenster des Schiffes tauschen könnten. Wieder so ein Monster Projekt? Ja mehr als das!
Das Problem an unseren Fenstern, die wir rundherum auf einer runden Kuppel haben ist, dass sie völlig rissig sind und wir sie überall mit Silikon schon geklebt haben. Pierre der Vorbesitzer hat das Dach aufgeschnitten – wobei wir eine runde Kuppel haben und hat Plexiglas ohne es zu biegen mit vielen, vielen Schrauben dazu gebracht gebogen zu sein. Das hat natürlich nicht gut geklappt, daher noch mehr Schrauben.
Für nächsten Winter haben wir uns vorgenommen, sie zu tauschen. Aber wie kriegen wir die Form, wie machen wir ein Modell? Wir benötigen nicht nur die Größe, sondern auch die entsprechende Biegung, wie z.B. bei einer Windschutzscheibe.
Gut! So beginnt er das 1. Fenster abzukleben, wie gro0 oder klein das neue Fenster werden soll.
Wir erzeugen jetzt mit Epoxid Harz einen Rahmen, der dann das Fenster schützt nicht rauszufallen.
Mein 1. Epoxy Harz Projekt beginnt. Streifen schneiden zu 7cm von der Glasfasermatte. Dann mische ich Epoxy mit Härter, befeuchte sozusagen die Stelle wo der Streifen Glasfaser drauf kommen soll und klatsche dann den Streifen drauf, dann wieder Epoxy, wieder ein Stück Matte und so weiter. Wir planen mal 6 Schichten, feucht in feucht.
Aber ich hab noch Yoga und noch nichts gegessen. Wenn zu wenig Zeit zwischen Essen und Yoga sind, ist es mühsam. So wird es ein wenig hektisch.
Zum Schluss verschiebe ich die Yogastunde noch um 30 Minuten später, so dass sich alles ausgeht.
21.00 Wir betrachten mein Werk und obwohl Kurt während meiner Arbeit noch gemeckert hat, ist er jetzt zufrieden. Immerhin, es war mein allererstes Mal mit solchen Produkten zu arbeiten.
Wir lassen den Rahmen ca. 2 Tage härten und versuchen ihn dann runter zu reißen. Ich bin gespannt, ob er sich runter reißen lässt, wie er aussieht und ob er brauchbar ist.
Die Decke schleifen wurde somit auf Morgen verschoben.
Aber das Waschbecken – blau-weiß – liegt schon am Platz und sieht toll aus. Sobald der neue Wasserhahn montiert ist, bekommt ihr ein Foto.
Natürlich gehen wir noch eine Runde. Es kommt ja wieder eine Regen Woche, dann entfällt es ja vielleicht.
23.30 Es ist windstill, sogar völlige Windstille und wunderschön. So still war es noch nie. Alles spiegelt sich. 0.00 ist die perfekte Zeit aus Erfahrung, bevor wieder Regen und Wind kommt.
1.00 Südwind beginnt zu blasen. Wir können ihn hören vom Wohnmobil aus.


