7.30 Der Wecker läutet
8.00 Eine Fliege belästigt uns so sehr, daß wir schließlich doch aufstehen, weil sie uns munter gemacht hat.
Kurt kontrolliert den Wetterbericht, während ich bei 21 Grad Wasser Temperatur meine Schwimmrunden drehe.
Frühstück geht sich auch noch aus. Im Moment ist kein Wind sagt der Wetterbericht.
10.00 Wir legen ab. Ein großes Boot fährt direkt auf uns zu. Darin zwei Männer mit Warnwesten.
Die italienische Marine hat Schießübungen – wir hören sie schon 2 Tage lang - und das Meer ist gesperrt bis Carrara. Nahe der Küste können wir weiter fahren.
Wir beobachten, daß sie von einem Boot zum nächsten fahren, um alle zu informieren.
Es weht wenig Wind, zum Segel aufziehen zuwenig.
In der Toskana sieht man endlose Strände, himmelblaues Meer, wunderschön, 26 Grad Wasser Temperatur. Dahinter die hohen Bergspitzen. Welch ein Anblick!
Ich stoppe die Motoren und gehe mitten am Meer in 15 Meter Tiefe im himmelblauen Meer schwimmen. Herrlich und so angenehm. Ich wäre gerne noch länger drin geblieben, aber wir müssen weiter.
14.00 Wind beginnt von rechts hinten, wie angesagt und wird langsam mehr. Jetzt macht es Sinn die Segel aufzuziehen.
Wir kommen drei Stunden gut voran unter Segel und es fährt sich sehr angenehm und ruhig.
17.00 Der Wind wird immer stärker. Ich schicke Kurt nach vor das Großsegel verkleinern, reffen heißt es.
Der Wind steigt noch weiter. Kurt muss nochmal reffen und das Segel verkleinern.
Vorbei an Pisa und Livorno sehen wir wieder Gewitter Wolken, aber das Gewitter ist weiter im Landesinneren bei Siena. Wir fahren weiter.
19.00 Der Wind ist so heiß und trocken, als würde ich unter einem Industrie Föhn stehen, richtig heiß.
20.00 Nach ein paar Versuchen finden wir einen guten Ankerplatz vor der Chemischen Fabrik in Solvay. Die chemischen Überreste, bleichen den Strand auf völlig weiß, sodaß es aussieht wie in der Karibik.
Sie erzeugen hier Waschsoda.
Auf schwimmen werde ich lieber verzichten. Angeblich wird Calcium Bicarbonat ins Meer geleitet als Abwasser, aber wer weiß, was noch alles.
Die Sonne geht hier, wie sehr selten, am Meer unter. Das kenn ich nur von Ibiza. Aber ich kann mich erinnern, daß wir voriges Jahr auch hier waren und den Sonnenuntergang bewundert haben.


