1.00 Zurück von unserem Mitternachts Spaziergang stellen wir fest dass es zwischen 26 und 33 Grad im Wohnmobil hat. Die Heizung läuft normal wie immer, aber draußen ist es nicht abgekühlt. Wir drehen alle Heizungssysteme ab, bis auf eine Bahn Fußboden Heizung und gehen nach langem Lüften endlich zu Bett.
Ich hab schlecht geschlafen. Wahrscheinlich hab ich von den Kindern in Island geträumt. Ich erinner mich nicht mehr.
Der Wetterbericht sagt um 16.00 einen kurzen Regenguss voraus. Dann darf ich nicht streichen, sonst ist alle Mühe umsonst. Der Lack benötigt einen Tag zum Trocknen. Wenn es dazwischen regnet bilden sich überall Bläschen.
Ok! Verschieben wir das Streichen auf die nächsten Tage.
11.00 Es hat schon 11 Grad, d.h. es ist kaum abgekühlt über Nacht. Allerdings haben wir 50-65km/h Westwind. Das ist nicht so viel und weil es Westwind ist, auch nicht kalt.
Solange der Westwind die Kontrolle über den Südwind behält, der sich schon nähert, haben wir schönes Wetter. Südwind bedeutet immer Regen für den ganzen Tag.
Kurt schleift seine gestern gekitteten Teile und schaut wie weit er kommt und wie sie aussehen.
Dazwischen programmiert er wieder seinen Alleskönner Schalter. Er macht einfach alles gleichzeitig und genauso sieht es auch aus hier. Es ist überall Baustelle. Meine Turnstunde rettet dann immer ein wenig die Situation, weil er dann die Veranda aufräumt, damit ich turnen kann.
Wenn ich nicht streiche, dann könnte ich doch mit dem E-Bike zum Supermarkt radeln. Aber ist der Wind nicht zu stark? Wie viele Schichten übereinander werde ich anziehen um den großen Mantel weglassen zu können?
Alles klappt gut. Ich treffe Denis beim Supermarkt, den ich vor ein paar Tagen bei der Marina kennengelernt hatte. Er ist bei Mistral einen ganzen Tag hierher gefahren. total Crazy bei diesem Sturm geht man irgendwo geschützt vor Anker. Aber er wollte fahren und konnte nirgends stoppen. selbst die Küstenwache hat ihm nicht geholfen, denn bei diesem Wetter fahren sie nicht aus. Er wurde sogar seekrank, obwohl er das vorher noch nie war und die Wellen waren viele Meter hoch.
Gestern, als ich ihm kennengelernt hab, war er so in dem Zustand
“Hurra ich lebe noch”
den auch wir nach dem Sturm damals in Roses hatten.
Kurt versucht einen 1. Schicht Anstreich Versuch auf das gekittete und frisch geschliffene. Allerdings enthält der stinkende Lack Lösungsmittel und macht Bläschen am Kit. Schade. Da muss noch eine Schicht vielleicht Harz dazwischen, das den Kit nicht auflöst.
Ich sortiere die Wäsche. Ein Waschtag steht an vorne in der Marina in den nächsten Tagen.
Wieder wird programmiert. Ein wenig riecht man noch die Verdünnung.
22.00 Ich backe noch schnell einen gesunden Kuchen für Morgen, nur mit guten Zutaten, damit wir nicht die süßen, französischen Kekse zum Kaffee essen müssen.
Kurt programmiert noch und läuft zwischen Schiff und Wohnmobil hin und her und kontrolliert ob sein Programm Früchte zeigt.
23.00 Wir gehen eine Runde. Heute hat es leider nurmehr 6 Grad.
Ob wir den Fuchs wieder sehen werden?