Ich freu mich sehr!
Es ist sofort schon im Wohnmobil zu spüren. Der neue Außen Thermometer zeigt sehr bald 10 Grad an in der Sonne. Im Schiff drehen wir die Heizung wieder ab, da die Sonne alles aufwärmt unter dem Verdeck.
So mag ich das! Schrecklich kalt ist es zuhause, seh ich gerade. Wir bleiben hier!
Ich geh wie jeden Tag nach vor, zum Kanal. Heute solzieren 2 Möwen Männer wohl geputzt, in der Sonne herum und halten Ausschau. Köstlich sind die Beiden.
Ich könnte fertig schleifen, damit ich in den nächsten Tagen lackieren kann. Es fehlt ja nur noch ein Meter, aber richtige Pixelarbeit, wahrscheinlich sogar mit der Hand.
Rein ins Staubgewand und nach vor in die Sonne.
Kurt ist noch bei seinen digitalen Anzeige Geräten und programmiert darauf herum, um die Ansicht zu verbessern. Wer muss erst einheizen im Ausleger, sonst ist es zu kalt zum Kitten.
13.30 Ich hab, glaub ich, alles fertig geschliffen. Hab sogar noch überall nachgearbeitet und bekam auch ein Lob, und kein, das ist noch viel zu wenig geschliffen.
Freut mich!
Aber zum Streichen, darf es nicht regnen. d.h. wir müssen den Wetterbericht kontrollieren und ich benötige 2 Tage kurz hintereinander, damit es sich miteinander verbindet. Es dürfen nicht zu viele Stunden Pause sein.
Ich könnte morgen abkleben – das mach ich nicht so gerne, ist aber nötig, – und danach streichen, Samstag Vormittag nochmal streichen. Vom Wetter her sieht es gut aus. Regen kommt erst wieder ab Dienstag, vielleicht.
Ich möchte noch ein bisschen in die sonne und rollern vor dem Essen, damit ich Hunger bekomme. Kurt geht kitten.
Immer wieder studiert Kurt zwischendurch seine Elektronik und beschäftigt sich geistig, wie er das nennt.
Ich bereite unseren geräucherten Bismarck mit Leinöl Kartoffel zu.
16.30 Schnell noch ein wenig in die Sonne stellen. Im Süden zeihen dunkle Wolken auf.
17.30 Die typischen, leuchtend roten Mistral Wolken sind zu sehen. Wenn ich sie verpasse, man sieht sie nur ganz kurz, ist alles nurmehr grau in grau.
19.00 Ich hab noch Yoga und freu mich drauf.
Draußen hat es noch 11 Grad. Es ist so warm im Yogaraum, dass ich die Heizung abdrehen muss. Auch Kurt dreht im Schiff die Heizung ab. Gestern haben wir noch gefroren. so ein verrücktes Wetter.
Daniela und Aleksandar sind seit 10 Stunden im Auto auf Island bei einem Schneesturm gefangen und warten auf Evakuierung. Es ist 90 km/h Wind und unglaublich viel Schnee. Alle Autos sind zum Stillstand gekommen und warten seit dieser Zeit auf Hilfe.
Es kommen Pistenfahrzeuge deren Räder so groß sind wie die Autos selbst aber sie sind immer noch nicht dran. Das war ein schlimmer Tag. Bis jetzt war Island ein Traum, wie aus einer anderen Welt. Der Schnee gehört dort eben auch dazu und die Tiefdruckgebiete.
23.00 Wir machen noch eine Abend Runde. Es hat immer noch 11 Grad plus. Das ist aber angenehm!
0.00 Wir sind schon am Rückweg, benötigen fast immer 30 Minuten. In der Zwischenzeit wird im Wohnmobil das Badewasser mit der Diesel Standheizung aufgewärmt. Wenn wir dann zurück kommen ist alles warm.
Kurz vor unserem Schiff bewegt sich etwas bei einem alten, unbewohnten Katamaran. Durch die Bewegung werden wir aufmerksam, bleiben stehen und schauen in der Dunkelheit hin.
Ist das ein Fuchs? Kann das denn sein? Was will er denn hier unter den Menschen.
Wir sehen uns lange an. Er ist ja so süß. Wir gehen noch ein Stück näher um dieses Foto zu schießen. wieder sieht er uns an. Hat er Tollwut oder ist er einfach Menschen hier gewohnt. Darum gibt es keine Mäuse und Ratten hier in der Marina. Ich hab noch nie eine gesehen. Er sorgt für Ordnung.
Nach langem uns betrachten, klettert er dann geschickt die Leiter hoch auf dieses Schiff. Hier hat er wohl sein Versteck, vielleicht auch junge Füchse.
So ein nettes Erlebnis.
Daniela und Aleksandar wurden in der Zwischenzeit in ein Hotel gebracht und verköstigt. Ich denke, sie sind trotz der teuren Alkoholpreise Islands noch an die Bar gegangen, den Schock des Tages zu überwinden.




