Mittwoch, 17.6.2026 – ein perfekter Segeltag?

oder doch nicht?

Es ist ein wenig kompliziert aus der großen Bucht von Saint Tropez rauszufahren. Viel Jachten stehen hier, Beiboote fahren, Segelboote versuchen wie wir, rauszusegeln, dazwischen noch das Passagierschiff, daß die Menschen vom anderen Ufer bringt und zurück bringt.

Im Grunde fühlt es sich an wie in einem Videospiel und wir müssen nach allen Seiten Ausschau halten, um nichts und niemand zu übersehen.

Laut Wettervorhersage haben wir bis 12.00 gewartet, getrödelt und uns mit Allem Zeit gelassen, denn es wehte starker Gegenwind und damit kommen wir nicht gut voran und es kostet unnötig Sprit gegen den Wind zu fahren.

Beim letzten Rundblick bemerken wir daß alle Schiffe schon gedreht haben und nach Saint Tropez zeigen. Das passt! Auf geht´s!

Die meisten Segler ziehen schon am Ankerplatz das Großsegel hoch. Das versuchen wir auch heute. Vielleicht ist es einfacher als auf See.

Und dann geht es schon raus aus der Bucht mit Motor und dem aufgezogenen Großsegel.

Der Wind steigt stark an. Mitten am Weg raus aus der Bucht steht noch ein großes Seezeichen, da hier eine Untiefe ist. All die gesetzten Bojen muss man außen umfahren, um nicht zu streifen.

Endlich draußen versucht Kurt das Großsegel zu trimmen. Die Motoren laufen noch und es hat bereits 18 Knoten Wind. Ziehen wir doch die Genua auf und drehen die Motoren ab, dann können wir sicher gut trimmen.

Es dauert noch eine Weiloe bis alle Segel straff stehen, während der Wind langsam weniger wird. Schade!

Trotzdem überholen wir alle Segelboote am Weg. Ein Katamaran fährt einfach schneller, selbst wenn es so eine alte, überladene Dame ist wie unsere Sailhymen.

Drei Stunden schaffen wir mit Segel, gemütlich dahin und es fühlt sich gut an. Nicht zuviel und nicht zuwenig Wind, gerade richtig.

15.00 Der Wind wird immer schwächer. Ich geh mal Essen bereiten. Jetzt ist auch Zeit für meinen Italienisch Kurs und das Vibrationsbrett. Wenn irgendwie möglich benütze ich es auch hier täglich.

Nach dem Essen starten wir wieder einen Motor an und fahren ihn als Unterstützung zu den Segeln. Außerdem laden wir die Batterie wieder voll.

Im Hinterland sind seit gestern immer wieder Gewitter verzeichnet, weil es so schnell so warm geworden ist. Auch die Wasser Temperatur des Meeres ist von 14,2 mittlerweile hier auf 24,9 gestiegen und das innerhalb weniger Tage.

Wir haben noch eine Weile, denn heute haben wir 40 Seemeilen geplant. Das sind maximal 8 Stunden, wenn wir flott sind sogar kürzer. Mal sehen!

Vorbei geht es an Cannes, den Inseln davor, Antibes,….

19.00 Wir liegen vor St Laurent du Var, vor Anker ganz nahe am Flughafen Nizza. d.h. über unseren Köpfen landen ständig Flieger, denn Nizza ist ein internationaler Flughafen.

Wir wollen gerne noch an Land gehen aber ich hab der Osteoporose Gruppe ein Video mit dem Schwingstab versprochen. So filmen wir und ich zeige viele Übungen vor. Anschließend setzen wir das Video zusammen und stellen es auf Youtube, damit sie es immer wieder ansehen können.

22:33 Es ist zu spät für einen Landgang. wir müssen ja Morgen zeitig aufstehen.

Hier in der Marina gibt es eine Tankstelle, wo wir Morgen Früh unsere Tanks befüllen müssen, um dann damit bis Elba zu kommen.

This entry was posted in Allgemein. Bookmark the permalink.

Comments are closed.