8.00 Ich bin schon wach. Es ist immer aufregend, wenn es weiter geht.
10.00 Wir haben noch Gegenwind. Er sollte aber zu drehen beginnen.
Wir fahren bei Halbwind, hart am Wind, bis Rückenwind. Oft ist der Wind zu schwach, dann nehmen wir einen Motor dazu. so können wir auch unsere Batterie wieder auffüllen. Strom ist etwas sehr kostbares an Bord.
Ab dem Naturschutzgebiet vor Saint Tropez geht es wieder an, daß Motoryachten uns ständig mit viel Gas überholen. Das Segel schlägt dann nach allen Seiten, unser armes Schiff hüpft über die Wellen. Im Wohnbereich muß alles gut fixiert sein, um nicht umzufallen. Das ist die unangenehmste Strecke. Dabei ist noch Vorsaison. Je kleiner die Yachten, umso schneller versuchen sie an uns vorbei zu jagen. Die wirklich Großen fahren meist gesittet.
16.30 Wir fahren in die große Bucht von Saint Tropez ein und suchen unseren Ankerplatz, an dem wir schon oft erfolgreich vor Anker gelegen sind.
Wir brauchen drei Anläufe, bis der Anker endlich greift. Hier gibt es schlechten Halt wegen des vielen Seegrases.
19.00 Ich halte meine Pilates Stunde und es wird sehr heiß. Die Sonne scheint mich durchgehend an. Ich bin so erhitzt danach, daß ich umbedingt noch ins Meer schwimmen gehen will. Aber es hat nur 21 Grad.
Ich schaffe zwei Runden ums Schiff und es ist sehr angenehm und auf jeden Fall auszuhalten. Ich freu mich sehr! Die ersten Schwimmtempos hab ich hinter mich gebracht.
Wir sitzen noch lange in der Veranda und genießen den Anblick der verschiedensten Schiffe und Saint Tropez!
Die Sonne geht unter und färbt wieder das Meer und den Himmel rot.


