Samstag, 2.8.2025 – Welch eine Nacht!

2.00 Dünung beginnt. Es ist völlig windstill wie gestern Nacht. Irgendwo da draußen weht schon starker Wind. Die Dünung reist voraus.

5.00 Ein lautes “dock” weckt uns auf, ein 2. “dock” lässt uns aufspringen, beim 3. “dock” steht Kurt schon nackt vorne am Ausleger und versucht mit dem Boots Haken die riesige Segelyacht von uns wegzudrücken. Sein Anker hat eindeutig nicht gehalten und er trieb quer auf uns zu.

Scheinbar hat er keine Ankerwache und nicht bemerkt, dass der Anker rutscht.

Welch eine Aufregung. Wir haben 20 Knoten von draußen und die Boote und Schiffe sind natürlich den hohen Wellen ausgesetzt.

Die große Segelyacht benötigt bis 6.00 um den Anker zu liften. Während wir immer wieder auf unserer Ankerwache überwacht haben, ob sie unseren Anker gleich mit ausreißen.  Aber alles geht gut und schließlich gehen sie weiter draußen wieder neu vor Anker.

Wir bleiben noch ein wenig auf. bei einigen kleinen Motorbooten haben die hohen Wellen auch den Anker gelöst und sie müssen neu Ankern.

Es ist Glück dass es so hell war durch die Sternenklare Nacht und wir alles gut beobachten konnten.

Wir schlüpfen nochmal ins Bett nach der Aufregung und schlafen noch ein bisschen weiter.

12.00 Nochmal einkaufen fahren in den Supermarkt. Bald geht es ja los und weg von hier.

Kurt geht tauchen um die Propeller zu polieren, damit sie nicht Geschwindigkeit kosten auf der Fahrt. Anschließend reinigt er noch das gesamte Unterwasserschiff. er ist etwas zittrig danach, war es ja sehr anstrengend.

Eine Kundin bittet mich um Hilfe. Ich mach ihr eine Fernbehandlung.

In der Zwischenzeit füllt sich die Bucht, wie auch die letzten beiden Samstage. Unzählige Segelboote schlichten sich hinein. Dazwischen noch kleine Motorboote und Gommonisten. sie schlafen in ihrem Gummiboot.

Es ist wirklich extrem voll hier.

Hoffentlich kommt nicht das Wetter, das Meteo France angesagt hat. Er ist der Einzige der Wetterdienste, der zwischen 10.00 und 12.00 sehr starken Sturm voraussagt. Das wäre eine Katastrophe hier mit den vielen Booten und meist ungenügenden Ankern.

Wir bereiten auf jeden Fall alles Sturmfest vor.

22.00 Wir fahren nochmal in den Ort. Ein Großeinsatz der Feuerwehr bei einem Regatta Schiff findet gerade statt. Sie haben es gerade noch bis zum Hafen geschafft. Wegen einem Leck ist so viel Wasser eingedrungen, dass die Pumpe es nicht mehr geschafft hat. Somit haben sie die Küstenwache gerufen und diese haben die Feuerwehr geschickt. Sie haben mit einer starken Pumpe große Mengen raus gepumpt, etwas repariert und fuhren dann wieder. Die eigene Pumpe läuft weiterhin, haben wir gehört beim Vorbei gehen.

Zum Glück funktioniert die Zusammenarbeit in zivilisierten Ländern so gut.

0.00 Wir fahren zurück zum Schiff, räumen noch alles weg und kontrollieren, ob alles passt für Morgen.

Ein Meer von Ankerlichtern!

Dann können wir nur noch hoffen, dass sich der Wetterbericht irrt.

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Freitag, 1.8.2025 – Wir wollen einen Ausflug machen!

Der Schweizer vor uns mit seiner Segel Yacht hatte die ganze Nacht Stress mit seinem Ankerball, weil ein italienisches Motorboot sich in der Nacht voll auf seinen Ankerball geankert hat. Er hat zwar gerufen und mit Scheinwerfer geleuchtet, aber die Besitzer des Motorbootes waren an Land und später hat er sie nicht mehr gesehen.

6.00 Ich höre Anker Geräusche. Die kleine Segelyacht, die auf dem Ankerball des Schweizers geankert hat, verlässt die Bucht.

9.00 Sein Ankerball ist jetzt direkt bei seinem Segelschiff. Mit dem Haken und Retourgang versucht er den Ball wieder frei zu bekommen.

Die Moral von der Geschichte ist, in so vollen Buchten darf man einfach keinen Ankerball verwenden.

10.00 Wir studieren das Wetter. Heute hätten wir fahren sollen. Gut dass wir es nicht getan haben. Morgen ist am Zielort in la Spezia beinahe den ganzen ‘Tag Regen und Gewitter. Sonntag dann auch noch ein bisschen Regen und dann bessert es sich. Im Moment sieht der Montag gut aus. Mal sehen, ob es so bleibt.

12.00 Wir sind bereit. Haben meinen Rucksack mit Sonnenöl, Wasser, Geld und Handy befüllt. Wenn wir das Beiboot an den Steg binden dürfen, ist es schon gewonnen und wir können hinauf stapfen nach Capoliveri ins Bergdorf.

Ich frage freundlich den Bojenwart, ob wir für ein paar Stunden unser Beiboot hier anbinden dürfen. Er weist uns einen Platz zu und bekommt von mir Trinkgeld, das er freudig nimmt.

Ich freu mich sehr.

Jetzt geht es los. 1 Stunde bergauf im Halbschatten sollten wir benötigen.

Sehr hübsch ist es da oben.

So viele kleine Gassen und in den kleinen Gassen noch kleinere Gässchen, viele Stiegen, kleine Lokale.

Überall wird blauer Schmuck, Lampions, Luftballone montiert.

Heute Abend ist das blaue Fest.

Und überall, wo wir aufs Meer sehen, waren wir schon mit dem Schiff.

Zur Stärkung gibt es eine Vollkorn Pizza, Espresso und Eis.

Dann marschieren wir wieder runter. Insgesamt sind wir 2,5 Stunden marschiert.

16.30 Wir sind zurück am Schiff und das Erste dass ich jetzt tun muss, ist schwimmen und mich abkühlen. Herrlich. die Wasser Temperatur ist wieder angestiegen. In der Früh hatte es nur mehr 22,5 Grad. Aber ich bin trotzdem geschwommen. Da die Luft noch kühler war, hat es sich nicht so kalt angefühlt. Aber lieber hab ich natürlich wärmeres Meer.

Blog schreiben, mich an meinen Fotos erfreuen. Kurt sucht im Internet nach großen Schiffen, wo die ganze Familie Platz hat. Dazu braucht er aber einen Lotto Gewinn.

20.00 Wir fahren wieder in den Ort und schlendern ein bisschen herum.

Wir haben schon 12.000 Schritte. Viel gehen wollen wir heute nicht mehr, nurmehr schlendern.

Wir landen in der Creperia und essen ein süßes Crepe.

1. August Zucchero tritt auf. Der Hauptplatz ist voller Menschen.

Mir gefällt Celentano besser. Wir fahren zurück zum Schiff.

Es ist immer noch kein Abreisetag in Sicht trotz des gerade neu erhaltenen Wetter Berichtes. Daniela wird schon nervös, aber es ist ja noch Zeit bis zum 13.8. Das kriegen wir schon hin.

Gute Nacht!

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Donnerstag, 31.7.2025 – Es ist schon wieder alles anders!

10.00 Der Wetterbericht hat sich schon wieder geändert. Ein großes Tief an der Nordspitze von Korsika bewegt sich Richtung Genua. Damit hätten wir Morgen den ganzen Tag Gegenwind, was nicht so angenehm ist. Vor allem wenn wir 14 Stunden durchgehend unterwegs sind, wird das mühsam.

Freitag, Samstag und Sonntag ist außerdem Regen und Gewitter an unserem Zielort. Was auch nicht so ideal ist.

Wir werden um 21.00 nochmal kontrollieren aber mir wäre lieber wenn die Störungsfront noch vorbei zieht. Hier gibt es nur stärkeren Wind am Wochenende aber kein Regen und Gewitter.

Vielleicht machen wir einen Ausflug Morgen in das Bergdorf Capoliveri zu Fuß bergauf. Das sollte machbar sein, es sind  3,5km nach oben.

Wir beobachten das Geschehen in der Bucht. Am Vormittag waren es nur 10 Boote hier, mittlerweile kommen sie schon wieder von allen Seiten herein.

Tagsüber ist heute gar nicht so viel passiert. Ich war 2x schwimmen. Kurt hat Schiffe studiert, falls er einen Lotto Gewinn macht, dass er ein größeres kaufen kann, damit unsere komplette Familie auf einmal mitfahren kann. Ich glaube das ist gar nicht auszuhalten. Außerdem spielt Kurt nur ganz selten Lotto.

19.00 Ich halte meine Yoga Stunde ab und alle sind zufrieden.

22.00 Wir fahren in den Ort, gehen unsere übliche Runde, Kurt bekommt wieder Eis.

Im Hafen am Kai, wo die Luxus Yachten stehen ist heute eine riesige Yacht angekommen. sie feiern Party und an Bord hat er sogar live Musiker, eine kleine Band. Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber die Musik, die sie machen ist gut.

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Mittwoch, 30.7.2025 – es schaukelt ganz leicht,……

…..niemand will aus dem Bett. Wir sprechen über dies und das.

Ich mach den Anfang. Es ist nicht sehr warm, Der Mistral Wind hat nachts das Meer ein bisschen weiter abgekühlt auf 22 Grad. Vielleicht doch ein wenig zu wenig warm.

Bereiten wir mal Frühstück und währenddessen studiert Kurt wie immer das Abreise Wetter. Ich hab Regen und Gewitter gesehen Freitag bis Sonntag und hier nicht. Hmm!

Vielleicht noch abwarten. Ursprünglich wollten wir Donnerstag abfahren. Aber so wie es jetzt aussieht, ist da auf der ganzen Strecke Gegenwind. Also fällt Donnerstag aus. Im Moment sind wir auf Freitag Abreise Tag.

Es gibt immer wieder für mich witzige Situationen, wenn ich Kurt sage, was ich jetzt alles tun will und wofür ich Kurt dann brauche.

12.00 So auch Heute. Ich kann nicht paddeln wenn ich Lust drauf habe, sondern wenn der Wind sagt, du kannst jetzt. Dann heißt es “Kurt, ich brauch bitte mein Brett aufgeblasen und dann ins Wasser werfen!” die Antwort ist dann meist: “warum fühl ich mich so  gestresst?” es muss aber jetzt sein, jetzt ist das geeignete Wetter. Gekeppel im Hintergrund aber schließlich bekomm ich das Brett ins Wasser! Alleine schaff ich das nicht.

Ich kann eine ganze Stunde paddeln in allen Variationen, sitzend, kniend, hockend, stehend. Wunderbar, es ist nur leichter Gegenwind.

Dort wo viel Seegras wächst, ist das Wasser völlig klar, weil das Seegras filtert. Darum ist es auch so wertvoll für die Meere.

Normalerweise sammel ich jede Art von Müll ein Plastik, Folien, Papier, Dosen, Flaschen,….. und leg ihn auf mein Brett.  Aber hier gibt es keinen Müll. Sehr brav!

13.30 Jetzt noch ein kleines Yoga Workout am Brett.

Wunderbar war das!

Natürlich noch Klimmzüge und Bauchmuskel Übungen hinterher auf meiner Reckstange. Jetzt bin ich sehr zufrieden.

14.00 Ich könnte jetzt noch einen gesunden Kuchen backen ohne Zucker , aber mit 2 reifen Bananen. Die Tankstelle, heute ist nach tanken dran, hat noch bis 15.00 geschlossen.

14.55 Vertrauen wir der italienischen Pünktlichkeit? Der Tankwart Christian ist da und befüllt unser Kanister. 65 Liter!

Jetzt aber flott zurück zum Hafen. Am Ende der Bucht sieht es nach Gewitter aus. Wo kommt das denn her?

Flott pumpen wir den Diesel um. Kurt darf keine vollen Kanister mehr anheben. Somit machen wir es mit einer Pumpe und einem Schlauch vom Beiboot aus in den großen Dieseltank hinein.

Nun noch mein Brett hoch holen und alle Fenster schließen.

Das Gewitter ist bereits außerhalb von Korsika am halben Weg zu uns. Aber alle Wetter Berichte sagen, wir haben heute kein Gewitter.

17.00 Das Gewitter ist im Meer verpufft. Wieder waren wir im Schutz von Korsika.

Kurt darf schneiden. Es gibt wieder einen Gemüse Eintopf und einen Berg Salat.

Die Nachspeise ist ja schon fertig. Mein Schokolade Kuchen.

Am Vormittag hör ich Kurt sagen: Wieso sind so wenige Boote in unserer Bucht. Wenn man das jetzt ansieht ist es schon wieder gestockt voll.

19.00 Ein großes Charter Segelboot mit 10 Personen drauf legt sich ganz knapp vor uns. Es sind nurmehr 15 Meter dazwischen. Wir erklären dem Skipper, dass das nicht geht. Die Boote drehen mehrmals am Tag.

Ah das geht schon sagt der Deutsche. Das darf nicht wahr sein. So große Boote sollten weiter draußen bleiben. Das ist ja kein Parkplatz. Boote bewegen sich und jedes anders je nach Bauform.

Wir gehen an Land. Er soll sich damit weiter beschäftigen. Wir haben erklärt, dass das zu wenig  Abstand ist. Wenn er meint.

Wir bleiben bis 22.00! Kehren auch ein in eine kleine Creperia und stellen uns ein pikantes Crepes zusammen.

Im Halbdunkel gehen wir ein großes Stück Richtung Barbarossa Bucht. Es ist mild und so klar, dass man bis zum Festland sieht. Die Festung ist beleuchtet und teilweise auch der Weg. Sehr schöne Stimmung! Trotz der Dunkelheit kommen uns immer wieder Menschen entgegen.

Im Ort ist ein live Konzert. Aber es ist zu laut und übersteuert.

Wir fahren zurück zum Schiff. Vielleicht war das der letzte Landgang auf Elba. Das ist schon traurig! Aber es ist auch so dass es immer voller hier wird. Fahren wir weiter zu neuen Ufern!

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Dienstag, 29.7.2025 – blauer Himmel lacht mir entgegen!

Eon Blick aus der Dachluke tut sehr gut. Blitzblau! das ist wunderbar. Mistral hat ganze Arbeit geleistet, die Luft trockener gemacht und die Wolken aufgelöst.

wir haben schon oft erwähnt, dass Elba als Insel ein ganz besonderes Klima hat, ähnlich wie Malta, das ich schon lange Zeit beobachte.

Selbst wenn starker Mistral weht, so wie zur Zeit vor Marseille, ist es hier nur ein Hauch und wir stehen immer geschützt. Wie man sieht hatten wir erst 2x bisschen Regen seit 6 Wochen und Gewitter. Es zieht alles oberhalb oder unterhalb vorbei. Die Insel ist so klein, dass Wind, Regen und Gewitter uns nicht finden.

Das soll auch noch ein paar Tage so bleiben.

Täglich kontrollieren wir ob schon ein Absprungtag in Aussicht ist. Kurt hat geglaubt Donnerstag, aber Freitag bis Sonntag herrscht rund um Genua noch Regen und Gewitter und hier nicht.

Dann bleiben wir noch ein bisschen und schauen wann es möglich ist.

Wichtig ist heute, dass wir einkaufen fahren. Einiges ist fast aus, manches ist verdorben, weil es zu heiß ist. Nicht alles passt in den Kühlschrank.

13.00 Wir fahren an Land und gehen zum großen Conad City Supermarkt.

Wir haben gut eingekauft.

Am Festland ziehen große Wolken vorbei. Durch den Mistral Wind ist es sehr klar und trocken und wir sehen bis hinüber.

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde! Vielleicht noch schwimmen danach, wenn ich viel ins Schwitzen komme und das war sie auch. d.h. ich hab noch eine Schwimmrunde ums Schiff gemacht, um mich abzukühlen. Aber es war eine geniale, anstrengende Stunde mit vielen neuen Übungen.

Danach geht´s wieder ab in den Ort! Das ist schon unser tägliches Ritual!

Wir probieren ein frozen Yoghurt beim Eis Geschäft mit Früchten. Vielleicht nicht so süß wie die meisten Eissorten.

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Montag, 28.7.2025 – Gewitter, Regen, Gewitter,……

Das vorausgesagte 2.00 Gewitter ist nicht nach Elba gekommen. Ich glaube nicht, dass wir es verschlafen hätten.

10.00 Reichlich Frühstück essen, wir werden es brauchen. Wer weiß, ob wir später Zeit haben, um zu essen.

Der erste Gewitter Ansturm zieht zum italienischen Festland. rund um Genua und Savona blitzt es auch stark.

Wir haben am tisch die Wetter Station eingerichtet. Alle Handy und das Tablett sind aufgedreht und jedes zeigt eine andere Wetter Situation. So haben wir alles im Griff.

13.00 Der Regen wird stärker, der Wind ist moderat.

Ein blaues Segelschiff fährt mit einem kleineren zusammen, weil die Anker zu nahe beisammen gesetzt wurden. Der Blaue ankert neu und kommt dem französischen Katamaran zu nahe. Der Franzose macht ihn aufmerksam, dass er hier vielleicht auf seiner Ankerkette steht und dann beide losreißen. Das blaue Schiff zieht den Anker wieder raus. Aber oh Schreck! An seinem Anker hängt ein fremder Anker.

Sofort ist der Franzose zu Hilfe. Im ersten Augenblick glauben wir, dass es sein Anker ist, aber dazu wäre er zu klein.

Mit dem Enterhaken kann er schließlich den Anker wieder ins Meer werfen. Wer weiß, wem er gehört.

Hafenkino vom Feinsten, wie immer!

14.00 Die Gewitter ziehen weiter in den Süden, kamen nicht in unsere Bucht.

Unsere Wetter Station!

Auf jedem Gerät ist eine andere App aktuell, um alles überwachen zu können.

Mein Handy liegt normal auch noch dabei für das Regen Radar.

Es ist schon toll, was es alles jetzt gibt.
Vor 40 Jahren haben wir das Wetter noch aus dem Funk übersetzen und mit schreiben müssen!

Fürs Erste ist mal fast alles durch. Um 18.00 geht es weiter. Bis jetzt blieben wir ziemlich verschont und es zog an uns vorbei.

Der Regen bleibt uns noch eine Weile.

Um 18.00 kommt die nächste Störungsfront. Heute ist wirklich der Gewitter, Regen Tag. Aber wenn alles so bleibt, auch mit dem Wind, bleiben wir wieder verschont.

20.00 Kein Gewitter ist mehr heran genaht. Das ist gut, auch kein Regen.

Wir fahren an Land und gehen unsere Runde.

Es ist wunderschön bei Mistral Fotos zu schießen.

Sie sind dann durch die trockene Luft kontrastreich und gestochen scharf, trotz Dämmerung und dazu die wunderbaren Mistral Wolken. Es ist aber auch kühler wie sonst.

Auch sind zur Zeit wieder weniger Menschen im Ort als am Wochenende, nicht wenige, nur weniger.

Endlich wieder Mond!

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Sonntag, 27.7.2025 – Hui das sind aber viele Boote!

8.30 Das Meer ist ganz glatt, kaum Wind, aber so viele Boote. Vielleicht sollte ich jetzt nicht schwimmen gehen, oder zumindest nur ganz kurz um meine Haare zu spülen. Meine Kopfhaut liebt Salzwasser.

Ich mach wirklich nur eine kleine Runde. Ich weiß ja nicht, was da so alles jetzt ins Meer gelassen wurde.

10.00 Ein kleines Motorboot treibt auf uns zu, weil er gestern Abend viel zu nah den Anker gelegt hat. Jetzt hat der Wind gedreht und er stoßt immer wieder an uns an.

Wir waren aber früher da! Er kann aber den Anker nicht rausholen, weil er wie es aussieht unter unserem Boot ist.

Kurt hängt unsere 2 großen Kugel Fender auf, was aber nur kurz Erleichterung bringt.

Wir kürzen ein wenig unsere Kette, er verlängert seine Kette.

Schließlich fahren sie aus der Bucht, nachdem sich unsere Boote ein wenig auseinander bewegen.

Auch viele andere verlassen die Buchte. Heute ist ja zum Glück für die Wochenend Ausflügler schönes Wetter und wenig Wind. Ich denke, besonders die kleinen Motorboote sind gestern vom Festland gekommen, um das Wochenende hier zu verbringen. Und sie übernachten dann auch in ihren kleinen Booten und haben scheinbar alles mit.

Was neu ist, was es früher nicht gab ist, dass die kleinen Motorboote ein noch kleineres Beiboot haben. Meist, um mit dem Hund leichter an Land zu kommen.

13.00 Ich möchte gerne an Land, damit wir uns noch ein wenig bewegen können, bevor wir kochen und essen.

Wir schaffen eine große Runde im Halbschatten. Ich warte dass Kurt sich beschwert, aber es erfolgt erst ziemlich am Ende der Strecke. Ich hab darauf gewartet, dass er meckert.

14.30 Jetzt können wir schneiden, kochen und viel essen. Im Supermarkt hab ich kleine, spitze Paprika gefunden, die man grillen oder braten kann. Ich kenn sie schon von der Türkei und auch die Franzosen essen sie. Sie sind sehr lecker, nur ein bisschen mühsam zuzubereiten, weil man sie ständig wenden muss.

Alles in Allem war unser Mittagessen wieder so gut, dass Kurt beinahe sein Teller leer lecken wollte.

17.00 Ich hab noch Yoga am Abend. Im Moment ist es ein wenig wolkig und kühler aber leichter Wind weht.

So viele kleine Boote haben die Bucht verlassen. Jetzt kommen schön langsam Segelschiffe und Katamarane, um noch rechtzeitig einen guten Ankerplatz zu bekommen.

Wir relaxen ein bisschen vorne am Trampolin. Die Temperatur ist angenehm durch den leicht kühlen Wind und die wenigen Wolken.

Ich halte eine sehr schöne Yoga Stunde und alle sind sehr glücklich und haben aufgetankt. Die Energie ist wundervoll geflossen, trotz Online. Wir haben schönes Wetter und die Teilnehmer freuen sich an dem mediterranen Anblick, weil Zuhause so schlechtes Wetter herrscht.

22.00 Wir könnten nochmal an Land gehen. Kurt hat seinen Eis Wunsch noch nicht eingelöst bekommen.

Es sind so viele Menschen hier, besonders am Hauptplatz. Nach einer kleinen Runde fahren wir wieder zurück.

Wir gehen zu Bett. Morgen haben wir den ganzen Tag Gewitter und Regen.

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Samstag, 26.7.2025 – Markt in Porto Azzurro!

5.30 Die Sonne geht auf. Alles ist in goldenes Licht getaucht. Ich schau bei der Luke raus. Das sieht aber schön aus. Aber ich kann doch nicht jetzt schon auf bleiben und entschließe mich weiter zu schlafen.

8.15 jetzt aber ins Wasser. Es ist ruhig und glatt, die Wasser Temperatur hat ein wenig abgekühlt vom gestrigen Sturm.

Es ist blauer Himmel und wolkenlos. Durch den kühlen Wind ist es richtig angenehm in der Sonne und die Sonne tut gut.

Heute ist Markt in Porto Azzurro. Er ist ja eher unbrauchbar. Nicht ein richtiger Markt mit Wühltischen und auch kein Obst und Gemüse Markt. Auf diesem großen Gelände sind nur 2 Obst und Gemüse Stände. Der Rest ist teure Kleidung jeder Art.

Zu meiner Befriedigung, meint Kurt, gehen wir brav alles ab.

Weiter geht es zum großen Supermarkt, der jetzt in unmittelbarer Nähe ist. Wir kämpfen uns durch die Menschen Massen. Es ist einfach zu viel los schon. Man merkt ganz deutlich dass bald August naht und Elba ist eine kleine Insel. Viel mehr Menschen kann sie nicht mehr aufnehmen. Obwohl ich denke, dass es noch viel schlimmer werden kann im August. Franzosen und besonders Italiener machen im August Urlaub, immer schon.

Aber ich hab uns Fisch Spießchen gekauft, wir bereiten sie gleich zu und sie waren sehr lecker.

15.00 Ganz Korsika ist in Gewitter gehüllt. Die Wetterberichte sagen heute mehrmals Gewitter voraus. Im Moment zieht es von Korsika leicht nach unten. Ich hoffe es streift uns nicht und wir bleiben trocken.

Sowohl die vielen Gewitter als auch die dicken Regenwolken haben uns verschont. Elba ist wirklich ein Wetter Wunder! Das freut uns sehr!

17.00 wir wollen an Land, trotz der grauen Wolken und in die Barbarossa Bucht gehen, in die ich gestern gelaufen bin.

Es ist eine so wunderschöne Strecke. Man kann sie ruhig 2x ab gehen.

Immerhin werden es mehr als 11.000 Schritte.

Auf den letzten Metern finde ich wunderschöne Steine auf der Straße. Ich denke es ist Kupfererz!

Zurück in der Bucht trauen wir unseren Augen nicht. So viele kleine Motorboote haben sich hier vor Anker gelegt. Sind das Wochenend Ausflügler? Kommen sie vom Festland?

Zusätzlich steuern noch die üblichen abendlichen Segelboote hinein in die Bucht, um einen Schlafplatz zu finden. Gut dass für Morgen friedliches Wetter vorausgesagt wurde. Diese Massen an Booten halten die 30 Knoten Sturm nicht aus. Das wär dann wirklich Hafenkino vom Feinsten.

Aber Montag 8.00 kommt die nächste große Gewitterfront. Mal sehen, ob sie uns wirklich so trifft, wie vorausgesagt.

20.00 Kurt möchte noch Eis. d.h. wir fahren nochmal in den Ort. Der Wind ist friedlich und die Wolken haben sich verzogen.

21.00 Wir fahren an Land. Richtig schwarze Wolken tauchen plötzlich über der Bucht auf. Sollen wir umkehren? Das Wetter Radar sagt, da ist gar keine Wolke. Auch interessant oder?

Kaum sind wir am Steg, als ein mächtiger Donner durch die Bucht fährt. Die Wetter Berichte sehen ihn nicht, auch nicht das Echtzeit Radar. Fahren wir zurück? Wir stehen unschlüssig am Beiboot Steg wie viele Andere.

Insgesamt werden es 5 Donner! Dann ist wieder Stille. wir bleiben.  Kurt bekommt sein Eis und wir drehen noch eine Abend Runde.

22.00 Es regnet. Chaos herrscht im Ort. Alle laufen über den großen Platz. In den Lokalen rücken sie zusammen, sodass sie unter Dach bleiben können. Es ist witzig zu beobachten. Alles bewegt und regt sich.

Wir stellen uns unter.

Zwei kurze Versuche macht der Regen noch bis wir endlich recht trocken wieder am Schiff landen.

Morgen können wir ja trocknen, was nass geworden ist.

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Freitag, 25.7.2025 – Wir sind weiter auf der Hut!

2.00 ein paar Regentropfen fallen.

7.00 Es nieselt ein wenig, hört aber schnell wieder auf. Scheinbar nur eine Wolke, die uns streift.

10.00 Alle Gewitter und Regenwolken sind nach Nordosten abgezogen, ohne uns nochmal zu streifen.

Die Luft ist kühler. Man merkt dass weit entfernt kalter Mistral weht.

Die Windböen, die durch die Bucht jagen sind kurz und stark. Dann ist wieder sanfter Grundwind.

Die Wasser Temperatur beträgt 25,7 Grad. Das ist auszuhalten, also rein ins Nass und mit den Flossen das Schiff umrunden! Wenn die starke Windböe kommt, dreht sich das Schiff weg und ich muss ihm nach schwimmen. Aber es dauert immer nur kurz.

Wir bereiten ein großes Frühstück. Noch hab ich genug unterschiedliche Früchte.

Wir wollen gerne an Land uns bewegen, müssen nur davor nochmal genau auf das Wetter achten. Wir haben alles aus dem Cockpit geräumt, das nass werden könnte.

Der kleine Timo ruft uns an, um uns zu erzählen, dass er schon ein Rettungsauto nach Lego Anleitung alleine zusammen gebaut hat, während der Kleine schlief und dass er sich eine Hüpfburg für seine Geburtstagsparty wünscht. Sie wird von einer Firma am Geburtstag in der Früh gebracht, aufgestellt und abends wieder abgebaut und abgeholt.

Köstlich welche Ideen sie immer haben.

Ich geh nochmal schwimmen, dann darf Kurt schneiden. Er hat schon wieder Hunger.

16.00 Der Wind wird stärker und jagt durch die Bucht. Bei diesem Wetter will Kurt unser Schiff nicht alleine lassen. Immer wieder kommen Boote in die Bucht, um noch einen sicheren Ankerplatz zu finden.

17.00 Wir haben´s verpasst. Jetzt ist´s nicht mehr möglich an Land zu gehen gemeinsam. Oje!

Nur essen und das Wetter überwachen ist auch keine Alternative. Ich möchte laufen gehen. Freiwillig bringt Kurt mich an Land. Er möchte sowieso nicht mit laufen. Schade, denke ich. Vor ein paar Stunden hätten wir noch beide an Land gehen können.

Das Problem des Wetterberichtes ist, dass wir um 9.00 und um 21.00 einen neuen, aktualisierten Bericht bekommen. Dazwischen müssen wir vom Alten ablesen, der dann oft nicht mehr stimmt.

17.30 Kurt bringt mich an Land und ich laufe zur Barbarossa Bucht.

Es ist eine wunderschöne Strecke an der Steilküste, kein Wind dort oben. Der Weg führt zwischen Föhren und Schilf auf Schotterboden und die komplette Strecke seh ich runter zum Meer.  Wirklich schön!

3,5 km werden es hin und zurück. Das ist nicht viel aber ok für meine Hüfte. Sie beschwert sich nicht und das ist gut.

Kurt holt mich wieder ab und kaum sind wir am Schiff, beginnt der Wind so richtig durch die Bucht zu fetzen. Fast alle Anker halten die starken, kurzen, aggressiven Böen gut aus, nur wenn er auf Seegras liegt, reißt der Sturm den Anker aus. So passiert es immer wieder im vorderen Teil der Bucht. Dort ist viel Seegras, weiter hinten Sand.

Wir beobachten die Schiffe, die noch in die Bucht kommen und halten weiter Wache. Zum Glück hält unser Anker sehr gut, sagt die Ankerkontrolle am Handy.

Laut neuem Wetterbericht soll es ab 1.00 ruhiger werden.

Vielleicht kommen wir ja Morgen Vormittag gemeinsam an Land.

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Donnerstag, 24.7.2025 – ständiger Wind- und Richtungs Wechsel wecken mich auf!

7.30 Unser Katamaran geht auf und ab, nicht links rechts, sondern auf und ab. Wenn ich beim Fenster raus sehe, ist das kleine hölzerne Segelboot aber recht nahe. Kurt schläft noch. Ich geh mal nachsehen.

Das Boot ist auch recht nahe, aber der Besitzer würdigt mich keines Blickes, sondern sitzt auf seinem schaukelnden Segelboot und angelt. Ok!

In der Bucht herrscht ein wenig Chaos, da gestern Nacht bei ruhigstem Wetter alle in die andere Richtung geankert haben. Somit stimmen die Abstände der Boote zueinander nicht mehr und manche kommen sich eindeutig zu nahe. Dann heißt es Anker raus und weiter weg fahren.

Immer wieder höre ich Ankerketten Geräusche. Wir stehen gut sagt die Ankerwache am Handy.

8.00 Alle drehen wieder einmal um, dieses Mal in die komplett andere Richtung. Wieder dauert es eine Weile bis sich die vielen Boote geordnet haben. Einige fahren weg.

Wir bereiten unser Frühstück, heute in kurzen Sequenzen, weil es sogar auf unserem Schiff wackelig ist. Besonders wenn alle wieder quer zu den Wellen stehen. Aber es gibt heute alles: Tee, Kaffee, weiches Ei, Croissant, (hat Kurt gestern im Supermarkt entdeckt) und meinen Brei mit frischen Erdbeeren und Heidelbeeren……Das müsste für eine Weile ausreichen.

Wir studieren alle möglichen Wetterberichte. Ein paar sagen zwischen 2.00 und 4.00 früh möglicherweise Regen von Korsika kommend und vielleicht auch Gewitter, andere sehen nur Gewitter. Und das alles kommt natürlich schon wieder als Störungsfront vom Atlantik.

Wir können nichts machen, wir bleiben jetzt einfach ein paar Tage hier, bis es sich beruhigt hat.

Hinter uns liegt eine Segelyacht mit Schweizer Flagge. Der Besitzer oder gemietet, das weiß ich ja nicht, verscheucht alle Boote, die in seiner Nähe vor Anker gehen wollen.

Was ist denn mit ihm los? Man kann es auch übertreiben. Wir beschützen auch unseren Ankerplatz, wenn ein Boot sich nähert, dass sich niemand zu knapp davor hin legt, aber bei ihm darf ja keiner nicht mal in die Nähe kommen und wieso lassen sich denn alle verscheuchen. Das geht jetzt schon seit 9.30 so.

Endlich wagt es jemand in seiner Nähe den Anker zu legen. Wir sind gerade auf den Weg in den Hafen und halten kurz bei dem mutigen Segler und sagen ihm, er soll sich nicht vertreiben lassen, vor ihm der Schweizer ist verrückt. Er glaubt, die Bucht gehört ihm alleine. Sie lachen. Gleich danach fährt noch ein weiteres Beiboot vorbei. Alle, die hier vor Anker liegen schon länger, haben dieses Zeremoniell beobachtet.

Endlich hat es jemand gewagt, weil er dieses Mal nicht schnell genug wieder hoch kam aus dem Boot. Normalerweise sitzt er an Deck und hält Wache.

Aber die Plätze werden natürlich immer weniger. Da kann man sich nicht so verrückt verhalten.

Wir ziehen wieder eine Runde durch unser bekanntes Porto Azzurro. Es ist noch sehr mild.

Dieses Mal ganz brav ohne Eis zu kaufen.

21.00 Wir schaffen es noch bei Tageslicht wieder zum Schiff zu fahren. In der Dunkelheit ist es nicht einfach sein Schiff wieder zu finden, denn außer den Ankerlichtern an der Spitze des Mastes, brennt ja nirgends Licht.

Humus gibt es in Italien, oder zumindest auf Elba nirgends zu kaufen. Somit hab ich heute Mittag einen ganzen Becher Humus produziert auf den wir uns jetzt freudig hermachen.

Als letzte Tätigkeit des Abends heißt es noch das Wetter kontrollieren auf allen möglichen Seiten. Erst dann geht´s ins Bett! Und ich hoffe, dass das angesagte Gewitter um 2.00 und der Regen nicht kommen.

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