Mittwoch, 23.7.2025 – Ich denke, wir wollen hier weg!

9.00 große Wellen rollen ran, aber es weht fast kein Wind. Ich geh jetzt nicht schwimmen, aber schauen könnt ich ja wie hoch die Wasser Temperatur ist. 26 Grad da geh ich natürlich schon schwimmen.

Wir wollen hier weg. Kurt war noch eine Weile am Hundeplatz gestern Nacht. Ich hab um Mitternacht unser Bett ausprobiert. Das links rechts Geschaukel war aber kein Problem und ich hab wie ein Baby geschlafen. Wahrscheinlich durch dieses Geschaukel.

Der Wetterbericht sagt weiterhin Chaos voraus. Wir haben es auch nicht anders erwartet. Vom Atlantik kommen unzählige Störungen rein und bewegen sich langsam durchs Mittelmeer am Weg zu uns.

Wir sind immer noch im Schutz von Korsika und Sardinien. Gut dass wir heuer nicht auf den Balearen sind. Da ist immer wieder Sturm und Gewitter.

Der Anker macht ein bisschen Schwierigkeiten beim Hochziehen. Hat er sich doch wieder um einen Felsen gelegt.  Aber man kann sagen, er hat bestens gehalten dadurch.

Auf der ersten Strecke haben wir große Wellen. Noch aufgepeitscht durch die sich kreuzenden Fähren, und im Moment immer mehr werdenden Motorboote und Motor Yachten.

Aber sehr hübsch bemalt sind die Fähren, jede anders.

Ich nütze die Fahrt als Training und versuche jede Welle ohne anhalten auszugleichen. Das ist ein großartiges Training, aber nach 2 Stunden schon in den Beinen spürbar, als hätte ich eine anstrengende Stunde abgehalten.

Segel können wir nicht aufziehen, da der Wind bei jedem Kap die Richtung wechselt.

Vorbei an Rio Marina, wo unsere Kinder, als sie klein waren, mit Hammer und Meisel ausgerüstet, im Bergwerk nach Mineralien stemmen durften. Ich weiß nicht, ob das noch angeboten wird und ob noch jemand daran Interesse hat. Damals war es ein Hype und sie waren mit vollem Eifer dabei.

Wir kommen gut voran. Der Ankerplatz Porto Azzurro sieht von der Ferne stark belegt aus, aber ich bestelle schnell einen schönen Liegeplatz und einige Boote verlassen die Bucht. Dankeschön!

Wir finden einen wunderschönen Platz auf haltendem Sand, in der Mitte der Bucht.

Wasser bereiten ist jetzt das zweit Wichtigste. Kurt´s selbst gebauter Generator erzeugt in der Stunde 300 Liter sauberstes Trinkwasser. Mit einem Prüfgerät kontrollieren wir die ppm. Anschließend werden immer noch alle Trinkflaschen gefüllt, damit wir frisches Wasser haben, das nicht aus dem Tank kommt, weil es dann noch besser schmeckt.

Heute gibt es ein Thunfisch Sugo mit Spaghetti, vielen Gewürzen, Zwiebel, Knoblauch in Tomatensauce.

Der Wind hat im Moment nur 7 Knoten. Das wäre ideal zum Paddeln, aber ich will ja noch schreiben. Ich entscheide weiter zu schreiben.

Schlecht entschieden. Mittlerweile hat der Wind 12 Knoten an Stärke und ich darf ordentlich hineinstechen  mit dem Paddel ins Meer, um voran zu kommen. Aber ich bin Kurt´s Begleitung beim Kontrollgang ob der Anker gut liegt.

Unser Anker hat sich gut eingegraben, aber als wir ankamen, wehte der Wind aus der anderen Richtung. d.h. der Anker hat sich in die falsche Richtung eingegraben. Freitag, Samstag kommt Regen und Gewitter. Vorher sollten wir ihn nochmals raus ziehen und nach Westen einfahren.

Vielleicht wollen wir dies Morgen Vormittag tun, wenn ein paar Boote die Bucht verlassen.

Wir sollten noch in den Supermarkt fahren und verbinden den Landgang gleich mit einem Spaziergang im schönen Porto Azzurro.

Der Supermarkt schließt um 20.30!

Am Rückweg drehen wir noch eine große Runde in der Bucht mit dem Beiboot.

Kleine Entchen schwimmen durch die große Bucht am Weg zu ihren Schlafplatz, schön brav hintereinander. Im Hafen haben wir sie zuletzt gesehen, wie sie von den Restaurant Gästen mit Brot gefüttert wurden.

Im Ort beginnt ein live Konzert. zum Glück ist es nicht so laut bis zu uns in die Bucht.

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Dienstag, 22.7.2025 – wie werden wir wohl entscheiden?

4:00 Der Wind hat völlig aufgehört. Große Dünungswellen rollen in die Bucht. Die Boote drehen sich quer, was beim Katamaran nur eine links rechts Bewegung auslöst. Aber bei Segelbooten, besonders Langkielern ein heftiges Bewegen versursacht, sodass man glaubt, sie fallen zur Seite um. Natürlich klappern auch Wanten, Seile und Niroteile wie bei einem Kinder Mobile. Dies ist besonders heftig bei unserem polnischen Nachbarschiff.

Ich nehme alles wahr, döse nur, schlafe aber nicht.

So geht es eine Weile bis wieder Wind beginnt, ich denke es war ca. eine Stunde. Dann richten sich die Boote wieder in Fahrtrichtung und das seitliche Schwanken hört auf.

Wir schlafen weiter.

10.00 Das übliche Zeremoniell am Morgen ist wieder Wetterbericht studieren. Wir wollten in den Osten weiter fahren, nach Porto Azzurro, wo wir aber dann bei Ostwind nicht so gut vor Anker liegen.

Wenn wir Richtung Festung, zur Hauptstadt blicken, müssen sich in der Nacht noch viele Boote hinein geflüchtet haben, denn dort ist alles voller Segelmasten. Ja wahrscheinlich wegen der Dünung.

Kurt schlägt vor, dass wir auch da rüber wechseln? In die Massen hinein, wo soviel Seegras auch wächst und der Anker schlecht hält?

Im Laufe des Tages kommt dann der Wind einmal von der einen Küste, dann von der anderen Seite.

Ich denke wir liegen hier richtig und gut und rühren uns nicht weg von unserem kleinen Unterwasser Sandfleck, den ich gestern beim Anker legen wieder angepeilt und auch getroffen habe.

Aber wir könnten mit dem Beiboot in die Stadt fahren. Haben ja ein großes Boot und einen starken Motor. Schlendern wir ein wenig durch die Hauptstadt. Wir können unseren Müll mitnehmen zur Entsorgung.

Wenn man aufs Meer sieht, ist der ganze Horizont voller kleiner, bunter Segelkinder in ihren winzigen Segelbooten. Weiße Segel, rot, leuchtgrün und leucht orange.

Ich finde es sehr gut und wichtig, wenn schon die Kleinen segeln lernen und in diesen winzigen Booten das Gefühl für Wind bekommen und die Angst vor dem Wasser verlieren.

Flo und Familie haben sich Sonntag auch aufs Wasser gewagt und ein Tretboot ausgeborgt. Der Kleine hat sich gefurchten und Timo hat nach kurzer Zeit gemeint, fahren wir zurück ist langweilig. Es hatte auch keine Rutsche und er wusste damit nichts anzufangen. Aber immerhin, erster Kontakt zum Wasser wurde hergestellt.

13.00 Wir düsen mit dem Beiboot eine ordentliche Strecke bis zum anderen Ufer, zum Hafen der Hauptstadt, wo die Beiboote anlegen dürfen.

Kurt hat wieder meinen Beiboot Rollator, wie er es nennt, montiert und ich kann während der gesamten Überfahrt – und er fährt sehr schnell – stehend fahren und mich am Bügel festkrallen.

Wir gehen immer Schatten suchend in die Stadt und immer wieder Stiegen nach oben.

Es ist wirklich heiß. Hier in den Gassen weht kein Lüftchen.

Heute wollen wir ganz hoch hinauf, zu den Gemächern Napoleons, zum Leuchtturm und zur Festung. Die meiste Zeit sind wir alleine in den Gassen, die Touristen bleiben in der Ebene.

Ganz oben haben wir eine herrliche Aussicht auf den Hafen und rüber zum Meer.

Wir bemerken dass schon Mistral weht und er die feuchten, tiefen Südwind Wolken aufgelöst hat. Jetzt haben wir kontrastreiche, klare Farben, wie immer bei Mistral. Der Dunst ist verschwunden.

In einem kleinen Park mit Blick zum Hafen entdecken wir ein nettes Lokal unter Platanen und hausgemachter Küche und nehmen Platz.

Es war eine gute Entscheidung und wir genießen das Essen und das kalte Mineralwasser. Zum Schluss entdeckt Kurt noch ein Tiramisu auf der Karte und kann nicht widerstehen.

Jetzt heißt es brav weiter marschieren, meint er nach dem Essen.

So hübsch sind die engen Gassen und bunten Häuser. Viele Blumen und Sträucher wachsen überall und zieren die kleinen Innenhöfe.

Das tun wir dann auch bis 17.00. Ich hab ja noch Pilates und sollte rechtzeitig am Schiff sein, um alles vorzubereiten.

Mit Vollgas geht es wieder zurück zum Schiff aber ach! Der Mistral weht jetzt in die Bucht hinein und große Wellen rollen ran. Das kann ja ein Spaß werden bei Pilates. Heute haben wir den  Pilates Ball, mit dem ist es sowieso immer ein wenig wackeliger, wenn wir drauf herum kugeln. Das wird sicher lustig. Dann hören mich die Teilnehmer wieder kichern wenn ich vom Ball rolle, weil ich das Gleichgewicht nicht halten kann.

Aber Spaß muss sein!

20.00 Meine Stunde war wackelig aber ich war ja abgelenkt. Jetzt wo es mir auffällt, wie groß die Wellen sind, spüre ich ein bisschen meinen Magen. Das kann ja heiter werden heute Nacht. Ich werde es einmal mit Pfefferminz Tropfen versuchen.

Kurt meint wir schlafen am Hundeplatz. So heißt bei uns der Platz in der Mitte des Schiffes beim Tisch, denn dort bewegt es sich am wenigsten auf und ab.

Na ich bin ja gespannt, wie die Nacht wird. Der Wetter Bericht meint, der Wind dreht erst um 5.00!

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Montag, 21.7.2025 – überall im Mittelmeer geht´s gerade ziemlich wild zu!

3:00 Der Südwind hat aufgehört. Dünung rollt in die Bucht und unser Schiff schaukelt ein wenig von links nach rechts. wir schlafen weiter.

8.30 Kurt studiert schon den Wetterbericht. Im Moment ist immer noch Südwind, der aber dann umschlägt Morgen auf Mistral. d.h. wir müssen hier weg, spätestens Morgen.

Aber Kurt möchte sich bewegen und hier darf er ja nicht an Land, daher ist es nicht die perfekte Ankerbucht.

Idealerweise sollten wir bis Porto Ferraio, auch wenn heute noch Südwind weht. Aber je genauer wir dies betrachten, umso mehr stellen wir fest, dass wir nicht ums Kap kommen und dann über eine Stunde gegen den wehenden Südwind fahren wollen. Auf dieser Strecke hat er sicher schon große Wellen aufgebaut, wir benötigen viel mehr Diesel weil wir ja gegen den Wind fahren und Spaß macht dann das Gehüpfe über die Wellen auch nicht.

d.h. wie tun wir? Bleiben wir noch eine Nacht hier, aber Kurt will sich ja bewegen. Wir können zur Hauptstadt fahren und fragen, ob es eine freie Boje gibt über Nacht, dann können wir den ganzen Tag spazieren gehen.

Ich schreibe sofort ein SMS am Stefano. Im Moment ist nichts frei, wir sollen uns um 18.30 nochmal melden.

Die Strecke bis gegenüber von Porto Ferraio ist ok, meist kommt der Wind noch vom Land und erzeugt keine Wellen. Segeln können wir nicht, da er ja von vorne kommt.

Wir finden einen Sandfleck ohne Seegras, zumindest fühlt es sich so an, für unseren Anker. Bevor wir aber unser Schiff alleine lassen, muss Kurt den Anker betauchen, ob er gut liegt, eingegraben, oder vielleicht wieder nur auf einer Steinplatte.

Der Anker kann man sagen, liegt beinahe dort, wo er vor einer Woche war, aber im Sand eingegraben.

Der Wind hat noch immer 25 Knoten, sollte aber schwächer werden.

Wir haben angefragt bei Stafano, ob er eine freie Boje für uns hat. Vormittag war nichts frei. Wir sollen uns um 18.30 wieder melden.

18.30 Es gibt keine freie Boje. Ist mir nur Recht. Es ist schon recht ruhig hier geworden, der wind hat sich beruhigt, der Anker hält gut, wir fahren an Land.

Magazzini, ein winziger Ort. Hier gibt es praktisch gar nichts außer einem Restaurant, 2 kleinen Hotels, ein winziger Naturstrand,……aber er hat eine wunderbare, energievolle Ausstrahlung. Schon beim letzten Besuch ist es uns aufgefallen.

und jetzt wo der Wind aufgehört hat ist es sooooo still, einfach nur still, ungewöhnlich still. ganz leicht rollen die kleinen Wellen ran und machen ein kurzes Geräusch einer Brandung.

Kaum zu glauben, dass es noch vor 2 Tagen 40 Knoten Sturm hatte und jetzt 2 Knoten und Stille.

Wir gehen eine Runde im Kreis. Es gibt viele kleine Bauern, Agriculture, die ihre Produkte anbieten.

Über den Strand geht es wieder zurück zum Beiboot. Der Strand ist voll mit hartem Seegras, auf dem man gehen kann und es dient auch dem Schutz der Küste und wird nicht entfernt.

21:00 Die Sonne geht wieder in wunderschönen Farben hinter Porto Ferraio unter. wir gehen nochmal schwimmen, es ist so angenehm glatt das Meer jetzt, so wie ich es liebe.

….. und sitzen noch eine Weile am Deck und genießen die Ruhe.

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Sonntag, 20.7.2025 – der Südwind bleibt uns noch erhalten!

3:00 Wind beginnt, wie angesagt im Wetterbericht.

Es fühlt sich nicht so an, als müssten wir aufstehen und kontrollieren gehen.

3:30 Der Wind wird ein wenig leichter, wir schlafen wieder ein.

10.00 Schwimmen bei 30km/h ist anstrengend, trotz meiner Flossen, aber 2x ums Schiff schaff ich es doch. Der Wind ist angenehm, nicht kalt.

Wie ist unser Plan heute? Wir bleiben noch in dieser Bucht. Der Südwind möchte noch nicht aufhören und nach Porto Ferraio fahren und am schlecht haltenden Seegras mit Felsspalten einen Ankerplatz suchen, haben wir irgendwie auch keine Lust.

Hier hält der Anker sehr gut, was wir bei den gestrigen fast 80km/h erlebt haben.

Der einzige Nachteil ist, dass wir nicht gemeinsam an Land gehen können. Bzw. kann nur ich an Land gehen. Ich kann den großen 20 Ps Motor nicht starten, weil er keinen Elektrostart hat, sondern zum ziehen und das wird nichts.

Aber vielleicht lass ich mich abends an Land bringen, Mist entleeren oder gleich Morgen Vormittag in Verbindung mit einem kleinen Einkauf bei Vivo, dem Supermarkt ums Eck.

Mal sehen, ob ich Yoga habe oder nicht. Wenn schönes Wetter angesagt ist für Zuhause, wollen nicht immer alle Yoga machen.

Wollen wir deine Wäsche waschen?  Kurt möchte wieder einen Gemüseeintopf, d.h. er darf  einen Berg Gemüse klein schneiden. Wir haben noch Tofu dazu.

Meine Schwägerin hat ein neues Hobby. Sie schneidert seitdem sie eine Singer Nähmaschine von Michi bekommen hat und möchte Kleider für mich nähen und hat mir eine Liste mit Maß Wünschen geschickt, die sie dazu benötigt.

Es ist sehr aufwendig und Kurt hat bald keine Lust mehr mich weiter abzumessen.

Daniela möchte noch ans Meer kommen, soweit das möglich ist gegen Ende August.

Dazu müssen wir erst übers Meer wieder zurück nach Nizza oder Marseille kommen. Und dazu fehlt uns noch das entsprechende Wetter Fenster.

17.00 Wir machen zusammen eine Schnorchel Runde. Kurt zeigt mir, wie weit entfernt unser Anker liegt, weil wir ja 55m Kette vor dem Sturm gesetzt haben.

Wir benötigen unbedingt eine Schwimm Boje, damit wir im Wasser gesehen werden. Hier rasen oft Schnellboote knapp vorbei an unserem Schiff. Eine Schwimm Boje ist ein leuchtend oranger Sack, den wir dann mit einem Gurt am Körper tragen.

19.00 Wir haben noch 12 Knoten Wind, aber ich möchte auf mein Standup Brett. Yoga kommt nicht zustande, weil sie sich nicht einigen konnten.

20.30 Der Sonnenuntergang ist wunderschön, da hier die Sonne am Meer untergeht.

Wir versuchen noch ein paar Lichtstrahl Fotos, was aber nicht einfach ist, weil das Meer ja noch strömt, da immer noch leichter Wind weht und ich nicht einfach im Lichtstrahl stehen bleiben kann.

Aber wir schaffen es schließlich doch so wie wir es wollen.

Wir studieren das Wetter für Morgen. Im Moment tobt überall der Mistral, in ganz Frankreich, rauf nach Deutschland und Gewitter Fronten ziehen vom Atlantik herüber. Wir sind die meiste Zeit im Schutz von Sardinien und Korsika. Manchmal kommt der Wind dann doch zwischen den Inseln durch und möchte sich uns nähern, oder er bläst über Cap Corse zu uns herunter.

Es heißt hier immer sehr auf der Hut sein, das haben wir auch gestern gesehen, beim starken Südwind. Angesagt war er nicht so stark.

Ich wünsch euch noch eine gute, ruhige Nacht!

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Samstag, 19.7.2025 – Bauernmarkt in Procchio!

Na da bin ich aber gespannt! die Fotos auf google haben Kurt inspiriert, mich dorthin zu schicken. Gestern hab ich schon ausprobiert, wie weit es vom Strand entfernt ist, wenn ich zu Fuß gehe.

10.30 Ich bin bereit. Kurt bringt mich mit dem Beiboot zum Steg, wo ich gestern heimlich ausgestiegen bin, weil er nur für Hotel Gäste ist und das Personal, die Gäste spazieren führt.

Gestern hat sich schon niemand für mich interessiert, daher kann ich es jetzt auch Vormittag möglicherweise unauffällig schaffen.

Gesagt, getan! Ich bin schon am Weg zum Markt.

Der Bauernmarkt ist eher enttäuschend,  eine kleine Halle etwa 50m2 und 3 Stände stehen darin. Etwas Backware,  Obst und Gemüse, Honig, Olivenöl und Lavendel. Na gut! Ich kaufe bei zweien ein bisschen ein, Honig essen wir nicht und Lavendel kauf ich immer erst am Urlaubsende, und füge es den Packtaschen bei, damit sie gut durften.

Und wieder keinen Ziegenkäse, wie schade. In Frankreich bekommt man viel Schaf- und Ziegenkäse, hier gar nicht. Ich hab es schon in allen Supermärkten versucht. Hier auf google war ein Foto von einem Brocken Schafskäse und Ziegenkäse, aber dieser Verkäufer war heute leider nicht da.

Heute gibt es Lachs mit Petersilien Kartoffel und wir essen immer eine riesige Schüssel Salat dazu. Sehr gut hat es geschmeckt.

Ein kurzes Schwimmen ist angesagt, nachdem kurz der ‘Wind etwas schwächer wird, aber ich muss trotzdem ganz schön fest strampeln mit den Flossen.

Nachdem der Wind nicht weniger wird, kann ich nicht auf mein Standup Board und mach ein kleines Workout. Kurt hat mir meine Reckstange montiert. Ein paar Klimmzüge gehen immer!

Es gibt eine freundliche Seite wenn ich beim Schiff raus sehe, mit blauem Himmel und eine böse Seite, wo sich schwere Südwind Wolken über den Hügel wälzen.

In Natura sieht es viel wilder aus. Stabile Wolken weit oben und darunter die schweren Südwind Wolken, die sich über den Hügel rollen, aufs Meer raus ziehen und draußen auflösen wie es scheint.

Der Wind sollte sich noch etwas steigern.

Es kommen noch Wolken sagt das Regen Radar.

21:00 Es wird turbulent in der Ankerbucht. Immer wieder werden Boote und Schiffe weggerissen, weil aufgrund des starken Sturmes der Anker nicht hält. Das kann verschiedene Gründe haben, ein schlechter Anker, zu wenig Kette reingelassen, Seegras am Anker, schlecht haltender Ankergrund,…..

En großes Eisenschiff mit britischer Flagge, wo nur 1 Mann an Bord ist, treibt ab und fährt frontal in ein neues großes Segelboot hinein. Sofort geben sie alle Fender an die Bordwand, die sie haben und das Eisenschiff gleitet vorbei.

So geht es schon seit 20.00 zu. Dazwischen folgt ein starker Regenguss, wir sind gerade beim Nachtmahl. d.h. Teppich, Sessel, Polstermöbel schnell in Sicherheit bringen, Ess Pause.

3 Surfer und Profi Kiter jagen mit ihren Segel beim stärksten Wind jodelnd vor Freude durch die Bucht und schlagen Saltos beim Wenden und feuern sich gegenseitig an.

Am Nachbarschiff macht ein hübscher Muskelmann Yoga und das eine ganze Stunde lang, unbeirrt von Wind und Wetter.

So etwas nennt sich Hafenkino und ist immer wieder spannend. Unser Anker ist ein besonderer und außerdem Übergroß. Im Normalfall hält er sehr gut.

Laut Regen Radar sollten die meisten dunklen Südwind Wolken bis 23.00 verschwunden sein und der Wind langsam aber ständig weniger werden.

Kurt meint noch eine 2. Front in der Nacht gesehen zu haben am Wetter Bericht.

Wir bereiten alles vor, von Schutzkleidung bis zur Taschenlampe. Morgen Abend sollte es schon besser sein. So wollen wir hoffen.

Das ist der gefährliche, feuchte Scirocco, ebenso wild wie der trockene Mistral aus Nordwest. In Kroatien gibt es noch die Bora und in Griechenland den Meltemi. Das Mittelmeer ist längst kein Anfänger Revier mehr.

Bei all der Aufregung versäume ich nie den Sonnenuntergang zu fotografieren, auch wenn er unter dicken, schweren Regenwolken kaum zu sehen ist.

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Freitag, 18.7.2025 Wir müssen weiter, starker Südwind kommt!

8.30 Es ist teilweise bewölkt und Wellen rollen ran. Der Wellengang lockt mich nicht ins Wasser zum Schwimmen.

11:00 Schon fast alle Segelboote aus der Bucht sind bereits unterwegs. Wir brechen auch auf. Die ersten paar Minuten verdoppelt sich der Wind, aber sobald wir am Meer sind beruhigt er sich und wir fahren mit durchschnittlich 10 Knoten Rückenwind rund um die wunderschöne Westküste.

Wir sind schon einmal hier herum gekommen, aber immer wieder fasziniert mich die Küste.

Die hohen Berge und Täler, die abgestürzten Gesteins Brocken, dazwischen kleine Siedlungen eingebettet in Berg und Tal.

Es ist immer wieder schön diese Seite der Insel abzufahren.

Ich denke, alle rauen Westküsten sind faszinierend, wenn ich da an Korsika und Sardinien denke und auch in Mallorca haben wir die Westküste bewundert.

Wunderbar ist, dass Elba eine so kleine Insel ist, sodass man immer vor dem Wind flüchten kann in eine andere Himmelsrichtung, an eine andere Küste. Somit gibt es genug Unterschlupf bei Wind.

Da oben auf der Küstenstraße möcht ich nicht mit dem Wohnmobil fahren müssen.

einen ganz großen Haken hat die wunderschöne Bucht. Es ist alles privat, der komplette Strand und wir dürfen nirgends an den Strand fahren und aussteigen. Das stört die Badegäste.

Ja was soll man denn dazu sagen? Wir gehen doch immer eine Runde am Abend.

Kurt bringt mich an Land. ich werde beobachten ob sich jemand für mich interessiert und wie ich Morgen zum Bauernmarkt zu Fuß gelange. Er ist bekannt in ganz Elba, der Bauernmarkt von Procchio.

Ich finde leicht zum Marktplatz. 16 Minuten benötige ich dorthin über den Strand.

Kurt kann mich nur aussteigen lassen morgen und muss wieder zurück zum Schiff mit dem Beiboot.

So machen wir es auch Heute. Rechtzeitig zum Sonnenuntergang kann ich vom Strand aus ein paar schöne Fotos machen.

Ein Restaurant reiht sich hier an das Andere, alle sehr sympathisch mit Blick zum Meer, sitzt man ja direkt am Strand.

Ich finde es nicht in Ordnung, dass die Segler her nicht an Land dürfen mit ihren Tender, weil jeder Abschnitt hier privat ist.

Aber ich kann nichts dagegen tun. So ist es eben hier!

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Donnerstag, 17.7.2025 – wieder weiter in bekanntes Terrain!

11:00 Weiter geht es wieder eine Bucht Richtung Westen. Marina di Campo!

Wir kontrollieren wieder den Wetterbericht. Gewitter und Regen von der Vorhersage für Sonntag sind heute wieder weg. Ich hoffe, das bleibt so. Aber es kommt starker Südwind ab Freitag Mittag.

Gut, dass man hier so einfach von einer Himmelsrichtung in die Andere fahren kann, wenn der Wind umdreht.

Ich denke wir haben uns noch nicht satt gesehen von Elba und werden vielleicht nächstes Jahr nochmal kommen. Nur die Besucher haben es echt schwer. Wir werden dies im Winter studieren und planen.

Auch der kleine Timo, der nächstes Jahr 5 ist, möchte so gerne aufs Schiff kommen. Er ruft mich jede Woche an und fragt mich:” Oma wie schaut dein Schiff aus! Dann machen wir eine video Konferenz. Letztes Mal durfte er zusehen, wie Opa das Beiboot ins Wasser ließ mit einem Kran.

Ich hab ihm ja einen Lego Katamaran gekauft und der hat auch ein Beiboot.

13.00 Wir kommen in Marina di Campo an. Es sind schon einige Boote und Schiffe da, aber keineswegs überfüllt. Hier ist ein ständiges Kommen und Gehen. Ich denke die Meisten kommen, um einzukaufen. Es gibt einen riesigen Supermarkt ein bisschen außerhalb, ca. 15 Minuten zu gehen und es gibt auch eine Tankstelle am Hafen.

Kurt möchte unsere weitere Route planen, aber jetzt ist nicht Zeit dazu. wir müssen an Land, Müll entsorgen, einkaufen gehen und Diesel tanken.

Um 19.00 hab ich Yoga. davor gibt es immer noch eine Menge Vorbereitungen.

17.00 alles geschafft. Das Beiboot bleibt an der Leine. Wir fahren sicher nach dem Yoga nochmal an Land.

Die Sonne verschwindet hinter dem Hügel.

22:00 Wir waren noch nie so spät an Land. Die Promenade und die Seitengassen sind voller Menschen. Alle Altersklassen, von sehr alt bis sehr jung flanieren hier und spazieren durch den Ort. In den Restaurants spielt meist live Music.

23.30 Ich glaube, wir fahren zurück zum Schiff. Wir waren überall, in allen Gassen und an der Strand Promenade.

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Mittwoch, 16.7.2025 – wieder geht es eine Bucht weiter!

Ich hab nicht gut geschlafen und seltsame Dinge geträumt. Wahrscheinlich weil es so dunkel war. es gab ja keinerlei Licht Verschmutzung, sehr ungewöhnlich. Obwohl es zuhause bei uns in Waldnähe auch dunkel ist aber nicht so schwarz dunkel. Wien strahlt ja bis zu uns.

Von der Stella Bucht geht es weiter, nur ein Kap weiter in die Lacona Bucht. Sie gefällt mir von Anfang an besser, ist auch ein bisschen schmäler und ein riesiger Strand verläuft von einer Seite zur Anderen. Es ist schon richtig, dass gestern das Wasser sauberer war. Gab es ja nur ein paar Badende am kleinen Strand.

Ich glaube auch dass ein oder 2 Campingplätze von einer Seite zur anderen angeordnet sind. Wir werden es dann abgehen, sobald man leichter mit dem Beiboot an Land kann.

Relaxen, baden, schwimmen, kochen, essen,  paddeln und wieder relaxen.

Heute gab es unter Anderem Mango Chutney auf schwarzem Reis in Kokosmilch gekocht. Ich könnte davon einen ganzen Topf essen.

Die Wasser Temperatur beträgt schon wieder 27 Grad und es weht kein Wind mehr.

18.00 Es ist immer noch sehr heiß. Ich setz mich aufs Standup Board und paddel die Küste ab. Danach, das war doch sehr weit, gibt es ein bisschen relaxen in der Abendsonne.

Kurt repariert und stopft das kleine Loch am Trampolin, damit es nicht weiter einreißt.

Wir wollen an Land und eine Ausstiegsstelle suchen.

Sehr schön ist es in der Lacona Bucht, wenn auch viele Menschen am Strand sind und hier wohnen auf den völlig überfüllten Campingplätzen..

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Dienstag, 15.7.2025 – Weiter geht es in den Süden!

8.00 Das Meer ist so glatt und glitzert und spiegelt, dass es mich durch das Fenster blendet. Das bedeutet, auf zum morgendlichen Schwimmen. Ich liebe glattes Wasser.

Die Temperatur ist durch den kühlen Wind leider auf 22 Grad gefallen, aber ich hab a einen Anzug. Und je niederer die Wasser Temperatur umso weniger Gewitter, außer sie kommen vom Atlantik als Hurrikan Überreste, so wie Samstag in Spanien, Sonntag war es dann bei uns.

Es ist wirklich herrlich, niemand ist noch auf. Es wäre völlig still würde nicht das britische Segelboot hinter uns Strom erzeugen mit dem Generator und kleine Ruß Flocken im Meer hinterlassen.

Wir bereiten auch oft Strom, wenn wir mal nicht mit dem Motor fahren und auch beim Wasser bereiten brauchen wir den Generator, aber ich weiß nicht, ob wir auch so Ruß Wölkchen am Wasser hinterlassen.

11.00 Wir haben aufgeräumt, vorbereitet, königlich gefrühstückt und legen ab. Es geht in den Süden, weil die nächsten Tage Nordwind weht.

Wir haben 3 Südbuchten. Somit können wir täglich in eine neue wechseln. Danach müssen wir wieder in den Norden, da Samstag und Sonntag Südwind weht und da sind wir hier nicht geschützt und wahrscheinlich rollen große Wellen rein.

Vorbei am bekannten Leuchtturm und den Erz Abbaustellen führt uns die Strecke. Mal kann man ein wenig das Segel aufziehen, dann wechselt der wind wieder die Richtung und das Segel flattert. Die Insel ist zu klein für ein langes Segeln in eine Richtung. An jedem Kap kommt der Wind von einer anderen Ecke.

Was ich nicht wusste ist, dass es Führungen gibt in den alten Mienen und die alten Bauwerke zu einem Museum umgebaut worden sind. Man sieht alte Maschinen, Werkzeuge und eben die Stollen.

Kurt wechselt unsere 3 Wasser Filter, immer feiner werdend. Meist riecht nur der 1. nach Algen, die nächsten sind sauber. Aber es ist jetzt ungefähr Halbzeit, d.h. Zeit sie zu tauschen. Und wir trinken das Wasser ja ausschließlich und benötigen kein gekauftes Wasser und kein Flaschen schleppen.

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde. Auf geht´s zum Vorbereiten.

Wo werde ich die Kamera aufstellen? Wer von uns Beiden muss in die Sonne?

Der Wind, der hier eine Düse durch den Berg gefunden hat, ist noch sehr stark. Sollte aber mit Sonnenuntergang aufhören.

Der Wind will nicht aufhören und stört irgendwie mein Mikrofon. Wir können aber den Fehler nicht finden. Werden Morgen weiter forschen, warum der Ton meines Mikros seit dem update so leise ist.

Am Strand steht eine Bar und spielt chillige Musik. Wir wollten noch zum Strand fahren mit dem Beiboot aber außer der Strandbar ist hier kein Licht. Wenn die Strandbar schließt ist es dann völlig dunkel? Der Rest des Strandes ist ja Klippe. sehr enterisch!

Zum Glück sind wir nicht alleine. Viele Segelboote und 2 Katamarane stehen hier vor Anker.

Der Wind will nicht schwächer werden, wir gehen zu Bett!

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Montag, 14.7.2025 – wir müssen weiter!

Haben wir ja die Boje für 2 Nächte gebucht und das Wetter ist nicht schlecht, also weiter fahren.

Aber erst haben wir noch etwas Wichtiges zu erledigen, einkaufen fahren. Direkt hinter dem Beiboot Anlegeplatz befindet sich ein großer Supermarkt, nur über den Kreisverkehr drüber. So nah hatten wir es noch nie.

Der Einkauf war mehr als stressig, viele Menschen, da ja gestern Gewitter und Regen war, ein fremder Supermarkt, wo man erst alles erforschen muss, um es zu finden, viele Mitarbeiter, die Berge von Waren bringen, was ja gut ist.

Das Sortiment an Obst und Gemüse war wirklich genial. Beim Schinken wurde es schon schwieriger. Da gab es nur von Coop Abgepacktes mit tollen Preisen.

Aber wir haben es bravourös gemeistert, waren nur etwas geschlaucht danach.

Jetzt heißt es, sich wieder von der Boje zu lösen. wir haben viele Leinen daran fest gebunden. Vom Beiboot aus entwirren wir einen Teil der Leinen, sodass ich dann vom Schiff aus, sie einfacher durch ziehen kann.

Es dauert eine Weile, gelingt aber sehr gut.

Wir sind wieder frei. Dankbar schauen wir auf Porto Ferraio zurück.

Hier finden wir immer Schutz und können auch leicht Gäste aufnehmen, die mit der Fähre ankommen.

Kreuz und quer fahren Fähren zu und vom Hafen, meist ein paar gleichzeitig. Ich bin froh, dass wir im August nicht her sind. Da fahren sie wahrscheinlich alle 5 Minuten.

Natürlich erzeugen sie auch große Wellen.

Raus aus der großen Bucht, weht kühler Wind, besonders im Schatten benötigt man eine Haube zum Schutz für die Ohren.

Nach dem 1. Kap können wir sogar Segel setzen. Riesige, lange Wellen rollen uns entgegen. Kurt meint, da ist ein großes Schiff gefahren. Das glaube ich aber nicht, denn sie rollen jetzt schon eine ganze Weile auf uns zu. Ich denke, das ist die Rest Dünung vom Süd Sturm und Gewitter, die noch übrig ist.

15.00 Wir beschließen nicht bis zu den  Süd Buchten zu fahren und suchen vor Porto Azzurro einen sicheren Ankerplatz. Es sind noch wenige Segelboote da, aber die Bucht füllt sich im Laufe des Abends.

Morgen können wir ja ein paar Kaps weiter fahren, sodass wir jeden Tag jetzt im Süden in einer anderen Bucht übernachten können. Mal sehen, was das Wetter zu unseren Vorhaben sagt.

19.00 Ich möchte noch eine Runde schwimmen. Die Wasser Temperatur hat auf 24 Grad abgekühlt, die Luft hat nicht viel mehr. Die heißen Tage sind eindeutig vorbei, was ich sehr schade finde. Ich hab jede Minute genossen, Tag und Nacht.

20.00 Wollen wir in den Ort? Ich denke Kurt kann nicht ohne Brioche mit Eisfüllung. Auch wenn er danach wieder das Gefühl hat, das war zu viel.

Ein Brioche ist es nicht geworden, da bei unseren beiden Eisdielen unendlich viele Menschen anstehen um ein Eis. Überhaupt sind seit ein paar Tagen überall so viel mehr Menschen und Boote.

Wir machen eine große Runde, kennen wir hier doch schon jeden Stein. De Luft ist rein und klar nach dem vielen Regen und ein kühler Wind weht.

Einmal haben wir Elba schon umrundet. Hier war unser 1. Ankerplatz vor 10 Tagen. Ein paar Tage können wir noch bleiben. Morgen geht es weiter in den Süden.

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