11.00 Es ist völlig zugezogen. Ohne Sonne ist es sogar angenehm, eine Haube zu tragen.
Ich drehe die Kühlschränke ab im Schiff und lass sie abtauen. Stück für Stück schlichte ich in den kleinen Wohnmobil Kühlschrank. Der ist wirklich tapfer, was er alles verschlingt. Beinahe so viel, wie im Großen.
Ein paar Taschen kommen noch ins Auto. Wir gehen zum Container, um Kartons zu entsorgen.
1x noch entsorgen fahren mit dem Grauwasser vom Wohnmobil und dann nochmal Samstag Früh.
Ich wollte noch mit dem Auto zum Supermarkt, aber ich denke, es reicht mit dem Rad. Ich brauch nur noch Mitbringsel und ein paar kleine Wasser Flaschen für während der Fahrt.
Kurt verstaut noch die letzten Teile im Anhänger. Im Auto sind noch unsere Gummistiefel. Sie waren wirklich hilfreich im Jänner. Sie bleiben natürlich auch hier. Ich denke, die Regenjacken nehmen wir aber mit auf die Heimreise.
Immer wieder werfe ich einen Blick auf meine to do liste. Sie ist noch nicht zur Gänze abgearbeitet. Aber wir haben ja heute keinen Stress.
Ich räuchere das Schiff und auch mich. Bin ich doch schon wieder unserer Nachbarin begegnet.
Mit dem Fahrrad hole ich noch Getränke aus dem Supermarkt für die Autofahrt.
Dann stemmen wir die beiden schweren Fahrräder – ich kann nur sichern – die Badeleiter hoch. Sie bleiben ja hier. Unsere Roller sind schon am Fahrrad Träger am Wohnmobil montiert.
Im Sommer stemmen wir die Fahrräder dann wieder runter und binden sie aufs Wohnmobil, das normalerweise in der Marina stehen bleiben darf.
Der Geschirrspüler läuft ein letztes Mal. Im Wassertank sind noch 50 Liter. Wir werden es in der Nacht, wenn wir kein Wasser mehr benötigen auslassen.
18.00 wir gehen noch eine letzte Runde bei Tages Licht.
Jetzt nur noch alles an Lebensmittel was Tiere annagen könnten, in die Zargeskiste füllen. Dort können sie nicht hinein. Nur Dosen und Gläser dürfen heraussen bleiben.
In der Zwischenzeit montiert Kurt unser Verdeck ab. Es hat uns schon tolle Dienste geleistet. Wir brauchen es ja nur im Winter als Wärme Schutz und dass ich darin meine Stunden halten kann. Im Sommer lassen wir es hier im Auto zurück.
Schön langsam schrumpft unsere to do Liste. Kurt darf noch aufräumen hier im Schiff, denn es gibt nichts Schlimmeres, wenn wir im Sommer ankommen, als ein unaufgeräumtes Schiff.
In Kürze wird Starlink, unser Internet, abgebaut und noch im Auto verstaut. Dann haben wir es so ziemlich geschafft.
Den letzten Samstag Beitrag schreib ich dann vielleicht erst zuhause, denn ohne Internet gibt es auch keinen Blog Beitrag.
21.00 Wir sind noch nicht fertig. Aber ich bin jetzt schon im Wohnmobil.
Kurt baut nur noch den neuen Boiler aus. Er rinnt und wir nehmen ihn mit nach Hause, um zu klären, warum. Der Boiler ist auch im Sommer unser Warmwasser Bereiter und sollte schon funktionieren.
Es waren so wie immer noch ein paar crazy Situationen. Kurt wollte das Wasser jetzt auslassen, aber dann können wir nichts mehr abwischen. Gut, dann dreht er mal den Strom ab und beginnt dort. Wie soll ich jetzt meine nassen Haare föhnen.
OmG! Step by step! Es gehört immer viel Erdung und Geduld am Ende dazu, durchzuhalten und alles friedlich zu schaffen.
Mittlerweile ist der Kühlschrank hier im Wohnmobil viel zu voll. Den Rest, der nicht mehr hinein passt, müssten wir noch aufessen, oder wegwerfen.
Immer das gleiche. Am Anfang sieht alles ganz leicht aus, aber dann gegen Ende spitzt es sich zu.
Aber immerhin! Ich würde sagen, 90% haben wir geschafft. In der Früh noch nachkontrollieren und einen Rundblick in alle Räume, aufs Trampolin und unter das Schiff. Dann geht´s ab nach Montauroux, unserem ersten Stopp.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir sehr, sehr fleißig waren und mehr getan haben, als geplant war. Das liegt aber auch daran, dass, kaum möchte man eine Stelle behübschen, bemerkt man, dass der Untergrund furchtbar ist. Wie beim Zahnarzt. Man geht nur hin wegen einer kleinen Füllung und raus kommt man mit einem neuen Gebiss. Na so schlimm wird es schon nicht werden, aber es hat uns viel Zeit gekostet, bis wir zum nächsten Abschnitt gehen konnten.
Wir waren auch keinen Tag so richtig faul. Selbst beim stärksten Regen haben wir dann eben innen gearbeitet.
Ich denke 2 so fleißige Winter noch, dann ist das Schlimmste geschafft und unser Schiff wird es uns danken.
Ich sag schon mal im voraus danke fürs zuhören und zusehen, fürs uns begleiten und wünsch noch ein schönes, friedliches Wochenende.
Alles Liebe Brigitte






























