Eine Zirkade weckt uns. Nach der Lautstärke muß sie irgendwo am Schiff sein. Wir werden sie oder ihn dann suchen.
Ich geh schwimmen, das Wind und Meer haben sich beruhigt.
An Land arbeiten Bagger den Sand und Schotter wieder zurück zum Strand. Das Meer und die Wellen erzeugen eine kleine Mauer aus Sand.
Überall stehen Plakate, daß bei Südwind man nicht ins Meer baden gehen darf. Ob sie wohl hier auch Südwind hatten, wie wir uns von Elba hoch gemüht haben?
Es gibt Steinwalle am Meer draußen, die die Wellen bremsen sollen. Da muß es schon recht rund gehen bei Südsturm, weil er hier frontal auf die Küste trifft.
Ich geh noch ein zweites Mal schwimmen, bin schon wieder getrocknet.
Hab ich heute schon gesagt, daß es wieder richtig heiß werden wird?
Wir zeihen den Anker raus und legen ab.
viele kleine boote sind unterwegs, viele Ausflugsboote mitunendlich vielen Menschen an bord, viele Yachten stehen vor Portofino. Von überall karren sie die Menschen hierher, um Porotfino zu sehen.
Beim vorbei fahren kann man gar nichts erkennen. Ich muß mal nachlesen, warum alle nach Portofino wollen. Es ist ja nur ganz klein.
Kurz vor Genua beruhigt sich der Verkehr. Das Meer ist völlig glatt und ruhig, wie ein See.
Dieses Mal brauchen wir nicht nach Genua, sondern können die Bucht abschneiden und geradlinig auf Varazze zufahren.
Insgesamt sind es wieder 5 Stunden Fahrt und keine Chance auf Segel rausholen.
Am Deck ist noch eine Ecke Schatten. Wir kauern uns dort zusammen.
Da ist die Zirkade, sitzt auf unserem Fenster Netz und wärmt sich auf. Sie wird wohl noch eine Weile mitfahren.
Die Fahrt geht gut voran, obwohl wir nicht segeln können und beide Motoren laufen. so haben wir wenigstens volle Batterien wenn wir ankommen.
Man kann alles tun, während der Fahrt, sogar kochen und essen.
Wir spannen über das komplette Vorschiff unseren weißen, raschelnden Sonnenschutz, um wenigstens ein bisschen geschützt zu sein.
16.00 Wir sehen schon auf Varazze. Ziel fast erreicht.
Wir setzen den Anker auf 8m Tiefe. Außer uns liegt kein anderes Schiff hier, somit können wir auswählen, wo wir sein wollen.
Ins Wasser! Herrlich, so türkis! Die Wasser Temperatur beträgt 29,4 Grad.
Ich versuche ein bisschen Krafttraining.
Der Mond geht rosa auf über dem Meer. Sieht toll aus.
21.00 Wir fahren in den Hafen mit dem Tender und binden bei den Jetskies fest. Dort haben wir auch vor Elba gut gestanden.
Wir wandern die komplette Marina ab und weiter den ganzen Ort durch kleine, enge Altstadt Gässchen.
Über die Strand Promenade geht es dann wieder zurück. Sehr fleißige 10.000 Schritte werden es.
Der Mond erzeugt einen wunderschönen, kraftvollen Lichtstrahl.
Auf seinem Weg geht der Lichtstrahl sogar durch unser Schiff durch.
Der Wind dreht aufs Land, wie jeden Abend – Landwind!
0.00 Wir sind zurück am Schiff und sind sehr flott mit dem Tender zurück gedüst, ich wieder stehend am Beiboot. Mein Beiboot Rollator ist noch abmontiert wegen Platzmangel als die Gäste da waren. Aber wir werden ihn für mich wieder montieren.
Wir sitzen noch lange draußen und genießen den wunderschönen Vollmond.




