Oder sagen wir besser Kurt. Freitag war er beinahe den ganzen Tag unter dem Schiff, im Gras, sehr angenehm, im Schatten stehend, bei leichtem Lüftchen.
Leider wohnen dort Sandflöhe im Gras und warten bis ein Mensch vorbei kommt. Sie sind urwinzig und man hört sie nicht. Sie stechen kurz in die Haut, oft attackieren viele nebeneinander. Wie es der Stelle dann geht, sieht man erst am nächsten Tag.
Voriges Jahr dachten wir, es sind Gelsen und haben in der Dämmerung Schutz vor ihnen gesucht. Und jetzt das gleiche Thema, weil es ja keine Gelsen sind. Der Überfall beginnt schon tagsüber.
Sandflöhe sind im ganzen Mittelmeer Raum verbreitet, hier besonders viele verschiedene Arten, vielleicht auch weil hier früher Sumpfland war. Die wunderschöne Camarque war früher Malaria Gebiet.
Voriges Jahr habe ich aus der Apotheke ein Antihistaminikum gekauft. Es hilft nur bedingt. Somit ist Skipper´s Laune im Keller, weil es überall juckt. Sogar am Kopf haben sie zugeschlagen, und unter den Haaren.
Was hier eher mich betrifft, sind die Monster Disteln, mit ihren Stacheln von 1-2cm Länge sind sie Stahl hart. Sie gehen durch jede Schuhsohle durch und pieksen dann in die Fußsohle. Sie haben mir schon viele Schuhe untragbar gemacht. Bei jedem Schritt durchs Gras achte ich, wo ich hinsteige, aber abends sieht man sie nicht. Sie rollen auch im Hafen herum bei Wind, wenn sie abgerissen werden.
Alles sehr spannend zur Zeit.
Aber wir arbeiten uns trotzdem tiefer ins Schiff hinein und räumen aus, so gut es geht, was wir im Moment auf der Reise nicht benötigen.
Weiter geht´s!
Ich klettere gefühlte 100 Male die Badeleiter rauf und runter und verstaue Dinge, die wir nicht brauchen im Anhänger und im Auto. Alles, das Kurt zur Seite legt, schleppe ich runter.
Kurt leidet sehr wegen seiner vielen, vielen Flobisse, die mittlerweile richtig rot leuchten und natürlich furchtbar jucken.
Ein Nachteil des Antihistamins ist die recht schnell auftretende Müdigkeit.
Trotzdem kommen wir voran und das Schiff leert sich.
Yoga fällt aus, somit mach ich mein erstes Krafttraining an Bord, was nicht so einfach ist wie im Fitnesscenter.
20.00 Zu dieser Uhrzeit haben wir noch wunderschönen Sonnenschein.
Wir machen eine Runde zum zweiten Stellplatz, wo die großen Katamarane stehen.
21.30 Es ist immer noch hell, aber die ersten Mücken werden sichtbar und haben uns auch schon entdeckt. Auf zum Wohnmobil, da sind wir geschützt.
Bis Morgen!
