Montag, 8.6.2026 – Uff noch einiges ist zu tun!

Ein riesiger Sattelschlepper mit Begleit Fahrzeug startet an hinter unserem Wohnmobil. wir sind sofort hellwach. Macht nichts, wir müssen ja aufstehen.

Unsere Gelsen- und Flostiche jucken noch. Bei Kurt färben sie sich mittlerweile auf rot, violett, aber die Schwellung ist etwas zurück gegangen. Die Antihistamin helfen ein wenig. Ich werde sie nachkaufen, wenn ich zum Markt radel.

Was tun wir, was müssen wir noch tun!

Ich möchte endlich die Kleidung fertig umräumen und vielleicht mit wehem Herzen noch ein paar Kleidchen aussortieren, weil kein Platz mehr ist. Wir haben zuviel und das Schiff ist zu klein. Wieso haben wir nicht ein riesiges Schiff gekauft damals? Dumme Frage, ich weiß!

Der übernächste Nachbar ist auch Schweizer, aber ein netter Schweizer und nachdem er Morgen abreist, bringt er ständig Esswaren. Die Männer tratschen dann über dies und das und das Segler einmaleins fließt.

In der ersten Reihe hat ein junger Schwede eine zwanzig Meter Amel, ein sehr gutes, bewährtes Segelboot gekauft und möchte gerne unser Faß borgen, um den Motor starten zu können. Er hebt seinen Arm, um sich vor der Sonne zu schützen und hat auch unendlich viele Gelsenstiche. d.h. es geht nicht nur uns so!

Ich würde gerne Geschirr spülen, aber dort ist noch kein Schalter, um die Standheizung einzuschalten.

Starlink ist schon montiert, aber dort, wo wir anstecken wollen, ist kein Strom. Im Winter hat Kurt hinter den Laden den Strom neu verkabelt. Es waren. noch Unmengen von dicken Kabel dahinter, vom Vorbesitzer eingezogen. Was ist der Fehler. Kurt macht sich auf Fehler Suche.

Der junge Schwede kommt nochmal vorbei um uns sein Leid zu klagen. Er findet den Fehlöer nicht, warum der Motor nicht kühlt. Aber er gibt jetzt auf, er hat keine Zeit mehr um weiter zu suchen.

So ein Segler Leben ist halt nicht einfach!!!

Es ist durchwegs schönes Wetter, leichter Wind, blauer Himmel. Das bleibt auch so, wie es ausieht. Schön langsam können wir schon die Langzeit Prognose der Wind und Wetter Daten studieren.

Wenn wir gekrant werden, am donnerstag Nachmittag, stürmt es, wie immer und das arme Schiff wird vom Wind hin und her geschaukelt. Aber der Kranwart kann das. Wir haben vollstes Vertrauen!

Die WC Ablass Pumpe im Schiff funktioniert nicht. sicherlich wieder zugestopft von einem Wespennest. Stöbern mit einem langen Draht hilft nicht. Kurt v ersucht es mit meinem Kompressor. Ich hoffe, er kriegt es frei. Das selbe Spiel dann auch auf der Gäste Seite.

Ich versuche die Bettwäsche in den Griff zu bekommen. wir haben heuer durchgehend Gäste von Anfang Juli bis Ende August.  Waschen wir die Bettwäsche oder nehmen wir Ersatz mit? wir versuchen ja ständig Gewicht zu sparen. Vielleicht doch beides, einmal waschen und danach einmal wechseln, je nachdem wo wir leichter eine Wäscherei finden. Oder wir waschen am Schiff.

17.00 Der Sattelschlepper hat den ganzen Tag benötigt um eine Motor Yacht abzuladen und eine neue aufzuladen und zu befestigen. Dabei lief ständig der Motor. Endlich ist er weg und es kehrt wieder Ruhe ein.

Wir laufen noch schnell ins Shipshop und kaufen ein kleines Handfunkgerät, damit wir nicht so laut schreien müssen beim Anker setzen. Probieren wir es aus, ob es sich bewährt.

Wir haben das Wasser entkalkt und ins Wohnmobil eingefüllt. Trotzdem muss ich zusätzlich noch einen Brita Filter verwenden, weil es so kalkreich und gechlort ist, was schrecklich schmeckt.

Ich möchte noch ein bisschen Krafttrining machen. Dazu muss ich mich aufwärmen, was am Besten gelingt mit dem Roller. 2 km vor und zurück. Ich bin gut aufgewärmt.

Beinahe eine Stunde schaffe ich. Jetzt ist genug!

19.30 Ich liege am Trampolin und geniesse die Abendsonne. Wunderbar mild und angenehm fühlt es sich an.

So fleißig waren wir Heute!

20.30 Der Himmel färb t sich wunderschön rot im Westen. Ich laufe zum Kanal und bin noch rechtzeitig dort, um den Sonnenuntergang zu bewundern.

21.00 Ich wäre gerne noch länger geblieben. Die Farben sind umwerfend, aber die kleinen Blutsauger kommen. Schnell zurück zum Wohnmobil.

22.30 Nachdem ich noch meine beiden lieben Reiki Kunden versorgt hab, drehen wir noch eine Runde. Um diese Uhrzeit sollten uns keine Gelsen mehr belästigen. Kurt ist trotzdem völlig eingewickelt in Kleidung. Er traut meinen Worten nicht.

Wir fallen erschöpft aber zufrieden ins Bett!

 

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