Donnerstag, 3.7.2025 – weiter geht es!

7.30 Der Wecker läutet, keiner will ihn beachten. 7.45 Er hört auf, uns zu belästigen.

8.30 Wir planen den Tag. Gestern haben wir versucht, einen Marine Platz zu buchen, weil Heute Nacht angeblich Gewitter vor Livorno angesagt sind.

Wir konnten aber nicht buchen. Aber wenigstens haben wir Vormittag den Grund heraus gefunden. Die Kreditkarten wechseln gerade und es entsteht ein riesiges Chaos überall. Visa gibt es nicht mehr und Mastercard sollte ganz automatisch alle Zahlungen von Visa übernehmen. Außerdem war es nicht einfach sie online zu finden.

Aber das haben wir schließlich geschafft mit Hilfe einer Mitarbeiterin der Bank Austria.

Alle Wetter Modelle sagen kein Gewitter voraus und sind sich einmal einig, zumindest nicht in der Gegend von Livorno.

Offen bei uns ist immer noch die Frage, legen wir uns ungeschützt an den Strand vor Anker oder fahren wir entweder in Pisa oder in Livorno in eine Marina. Lieber sind wir natürlich vor Anker, da kann ich auch schwimmen.

Heute Morgen am Weg zur täglichen Schwimm Runde hab ich zum Glück auf den Wasser Thermometer geschaut. Normal hab ich so um die 26 Grad. Aber Heute waren es nur 23 Grad. Schluss mit nackt schwimmen, da brauch ich schon einen Schutz und einen Schwimm Anzug.

Trotzdem war es sehr angenehm und ich genieße das morgendliche ums Schiff strampeln 3x sehr.

Wir verlassen die hübsche Bucht und den hübschen Ort, umfahren noch die Festung und weiter geht es Richtung Pisa.

Faszinierend ist das Berg Massiv das hier jetzt auftaucht, immer weiter nach hinten, dreidimensional. Ich kann gar nicht wegsehen. Ist das der Apennin zwischen La Spezia und Pisa.

Dann wird es wieder flacher und an einer riesigen Sandbucht  mit türkisem Wasser fahren wir entlang.

Ständig kommen neue Vorschläge von Kurt fürs übernachten und diese Gewitter Wolke ist auch immer noch da. Jeden Tag folgt uns eine fetzige Gewitter Wolke. Zum glück haben sie sich bis jetzt immer bis 18.00 aufgelöst.

14.00 Wir fahren am Arno und an der Marina Pisa vorbei. Es ist noch zu früh um anzuhalten. Außerdem möchte die Marina Pisa 186,- für eine Nacht und das wäre eine Alternative, die sein muss, bei Gewitter.

Wenn ich aber in den Süden schaue, hören die Gewitter Wolken bei Livorno auf. Ich hoffe, das passt so!

Wir fahren weiter, an Livorno vorbei bis zu der Sodawasser Fabrik Solvay, wo Strand mit weißem Sand beginnt. Dadurch ist auch das Meer richtig türkis.

Wir stehen nicht sehr geschützt, sondern offen, aber wir sind ja Wellengang gewohnt und er sollte in der Nacht weniger werden.

Ich bin schon gespannt, wie dieses türkise Wasser in der Früh aussieht, wenn es hoffentlich ruhiges Meer gibt.

Bei solcher Schönheit muss man schon einiges auf sich nehmen.

20.45 Beinahe hätte ich es verpasst! Hier gibt es etwas ganz Seltenes, ein Sonnenuntergang am Meer. Den letzten konnten wir bei der Überfahrt Menorca – Nizza erleben. a

Auf der einen Seite ist um 21.00 die Sonne untergegangen, während gegenüber der Mond rot glühend aufging.

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Mittwoch, 2.7.2025 – der Wecker läutet!

Niemand bewegt sich. Ob sich der Wecker von alleine wieder abstellt, wenn wir nicht aufstehen. Der Wecker muss doch irgendwann aufgeben.

Es war viel zu heiß in der Nacht und ist viel zu spät geworden.

8.30 Wir kontrollieren das Wetter und ich bereite das Frühstück.

Auf zum morgendlichen Schwimmen. Die Wasser Temperatur ist gesunken, obwohl es so heiß war in der Nacht. Der Anker Bericht sagt es hatte bis zu 30km/h Wind und der wind hat das Meer wieder etwas durchgemischt. Das ist gut für die tägliche Gewitter Tätigkeit.

Wir haben heute eine kürzere Strecke, da wir ja gestern bereits ans andere Ufer gefahren sind, um dort zu ankern.

Wir sind in der Toskana und am Weg liegen die Cinque Terre, jene 5 bekannten, alten Fischerorte, die man bewandern kann, von einem Ort zum nächsten. Wir fahren daran vorbei. Davor ist genau dieser Abschnitt als Meeres Schutzgebiet eingezeichnet, was aber die Ausflugsboote nicht daran hindert, mit Vollgas zu fahren.

Sehr, sehr spannend ist die felsige Küste mit ihren Höhlen und den kleinen, bunten Dörfern dazwischen.

Kurt hat Gemüse geschnitten, alles was wir noch hatten und ich hab einen riesigen Eintopf bereitet, sogar Linsen kamen mit rein.

15.00 Wir biegen in den großen Golf von La Spezia ein. Der Wind frischt auf knappe 40km/h auf.

Ober uns ist schon wieder diese tägliche Gewitter Wolke, die uns überall hin nach folgt.

Viele kleine Ankerbuchten gibt es hier. Wir entscheiden uns für die gegenüber liegende Seite, für den kleinen Ort Lerici, obwohl es Wind mäßig jetzt nicht so günstig ist. Aber angeblich soll der Wind um 16.00 umdrehen und dann liegen wir perfekt vor Anker vor dem Ort. Außerdem wissen wir nicht was das Gewitter vorhat.

Die Wasser Temperatur ist auf 25,7 abgekühlt, was gut ist, wenn es sich nicht so aufheizt, wegen der Gewitter.

Ich versuche eine Runde ums Boot zu strampeln, komm aber fast nicht von der Stelle. Was ist da los? Obwohl es fast windstill ist mittlerweile.

Ich entscheide nur 1,5 Runden zu drehen und abzuwarten.

Plötzlich dreht der Wind um und fetzt mit 45 km/h aus der anderen Ecke heraus. Das war also der Grund. Gut, dass ich schon wieder am Schiff bin.

Der Wind dreht um und wir liegen vor dem Ort, wie geplant.

Das Gewitter ist ins Landesinnere gezogen und beginnt sich aufzulösen.

Perfekt! Jetzt möchte ich noch an Land und einen Supermarkt suchen. wir haben alles an Gemüse, das wir noch hatten, in den Eintopf geworfen. Wir brauchen dringend Frisches!

Zuerst versuchen wir aber noch online für uns einen Marina Platz zu buchen, was uns aber nicht gelingt, weil entweder die Kreditkarte nicht passt, oder der Code oder das Sicherheits Thema,…… ärgerlich.

Ich werde einfach mutig Morgen früh anrufen und versuchen italienisch zu sprechen, so dass sie mich verstehen.

18.15 Jetzt aber flott bevor der Supermarkt sperrt. Es ist nur ein kleiner Conad mit sicher auch durch di große Hitze vergammeltem Obst und Gemüse, aber mehr finden wir hier nicht. Wir machen das Beste draus. Wird eh verkocht, meint Kurt!

Aber der Ort ist mehr als entzückend.

Kleine, enge Gassen, bunte Häuser, hübsche Lokale an jeder Ecke, kleine Geschäfte mit schicker Mode. Ja so stell ich mir Italien vor, nicht so wie gestern der protzige Ort.

Wir bleiben noch bis zum Sonnenuntergang und genießen dann an Bord noch unseren frisch gekauften Parmesan Brocken mit einem herben Lambrusco.

Milder Wind weht, es ist nicht mehr so heiß wie gestern.

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Dienstag, 1.7.2025 – es ist viel zu heiß!

9.00 Es war ruhig, windstill und frei von Gewittern die ganze Nacht vor Varazze und wir haben gut geschlafen.

Heute müssen wir die große Bucht von Genua queren und über dem Land bilden sich schon wieder Gewitter. Ich hoffe, das hört bald auf.

Die Gewitter Wolke verfolgt uns!

Es hat einen seltsamen Geruch im Cockpit, aber ich denke das ist weil doch Genua und der Industriehafen in der Nähe sind.

Teilweise sitzen wir vorne im Trampolin und haben uns eine Sonnen Plane gespannt, damit wir Schatten bekommen.

Der Wetter Bericht stimmt gar nicht und hat auch die ganze Nacht nicht gestimmt, zum g

Glück, sonst wärs stürmisch gewesen.

wir gehen wieder ins Cockpit. wieder dieser seltsame Geruch. Genua ist jetzt aber schon weit weg. Schließlich finden wir es. Ein Stückchen der neuen Solarplatte ca 5x5cm ist durch geschmort und knapp davor Feuer zu fangen. Feuerlöscher? Wasserschlauch?

Kurt entscheidet sich für meinen Brause Schlauch, der immer heraussen liegt zum Abduschen. Es dampft und brodelt.

14.00 Wir fahren das letzte Kap ab Richtung Portofino, doch oh Schreck. Hier sieht es ja aus wie in Saint Tropez. Mitten in der Bucht ein Kreuzfahrtschiff und Yachten fast so groß wie Kreuzfahrtschiffe. Dazwischen kleinere und Ausflugsschiffe, die die Menschen nach Portofino bringen.

Wir sind auf der Flucht. Auf der Seekarte steht, anlegen fast überall verboten. Das brauch ich jetzt wirklich nicht. So touristisch aufgezogen ist diese Ecke. furchtbar.

Wir flüchten auf die andere Seite der Bucht, ans andere Ufer und finden einen kleinen Ort mit langem Sandstrand wo wir endlich in 6,50m vor Anker gehen können.

Es ist so unbarmherzig heiß, weil kein Wind weht. Wir können gar nicht genug nach trinken um uns wieder zu befüllen.

Ich muss sofort ins Wasser zum Kühlen aber die Meeres Temperatur beträgt schon 29 Grad, keine Kühlung mehr möglich!!!

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde. Sie wird gut und intensiv und mir ist sehr heiß dabei. Manche Teilnehmer sind auf der Terrasse oder sogar im Keller, damit es kühler ist.

21.00 Wir wollen wieder einmal an Land, nicht nur um den Müll loszuwerden. Wir fahren in den großen Hafen und binden unser bei Boot auch mit Schloss an. Wir kennen ja nicht die Gewohnheiten hier und sind schließlich auch in Italien, zwar an einer nobleren ‘Ecke aber trotzdem. Sicher ist sicher.

Es ist noch so heiß und heißer Landwind weht uns entgegen.

Der Ort ist ein wenig seltsam. Alles großflächig, die Parks, die Promenade, davor die Hotels für die Badenden und im Hintergrund sieht man einen Kirchturm.

Es ist schwierig dorthin zu kommen, denn dazwischen fährt der Zug.

Nach einer Weile finden wir eine Unterführung und gehen Richtung Kirchturm auf einer Art Ringstraße mit Prachtbauten und Weihnachts Beleuchtung.

Alles sehr seltsam.

An die riesige Prunk Kirche davor ist ein Tempel ran gebaut mit riesigen römischen Säulen. aus der Kirche wird eine mächtige Kathedrale, sowohl außen wie auch innen. Es gibt sogar ein Konzert und wird gesungen.

Wir bleiben noch ein bisschen an der Strand Promenade, aber es ist viel zu heiß und der heiße Wind vom Land trocknet uns völlig aus.

Beim einzigen Eisgeschäft scheinbar im Ort stehen die Menschen Schlange.

Ich sags ja seltsam, alles sehr seltsam und ich kann nicht warm werden mit dieser Stadt.

23.00 Wir fahren zurück zum Schiff und sitzen noch heraußen.

In der gegenüberliegenden Bucht gibt es ein Feuewerk und darüber in den Wolken blitzt es ununterbrochen. Wir sehen auf der Blitze App dass das Gewitter in Turin ist, so weit weg und man kann es über die Wolken sehen. Faszinierend!

Wir sehen auch dass es nicht näher kommt sondern Richtung Antibes und Monaco zieht.

Gut so! Wir gehen zu Bett aber es ist viel zu heiß. Es ist nur möglich zu schlafen, wenn alles geöffnet ist. Besser Gelsen stechen uns als wir können in der Hitze kein Auge zu machen.

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Montag, 30.6.2025 – guten Morgen!

6.30 Wir sind schon auf und studieren schon sämtliche Wetter Modelle. Es stürmt rund um Genua jetzt jede Nacht außer in Varazze. Kann das sein?

8.00 Ich war schon schwimmen. Es war herrlich und klar. Man kann bis auf 6m mit Leichtigkeit runter sehen.

Noch ein Foto und dann legen wir ab!

Dann gehen wir doch vor dem hübschen kleinen Ort vor Anker und beginnen zu kochen.

Die meiste Zeit ist das Meer sehr ruhig, ein bisschen dunstig. Wir kommen gut voran.

12.00 plötzlich vor dem nächsten Kap haben wir 20-25 Knoten Gegenwind und schnell bauen sich große Wellen auf. Wir sind hier nicht Ortskundig. Vielleicht macht das das Kap oder eine thermische Blase.

Sehr hübsch ist der kleine Ort.

Der Wetterbericht meint in 2 Stunden ist sie vorbei.

Und wirklich um 14.00 haben wir nur noch 6 Knoten. 2 Stunden sind es noch bis Varazze.

Und weiter spannend ist die Steilküste, mit ihrer Straße, den Tunnels, Türmen und Höhlen. Sehr beeindruckend.

Langsam bilden sich zum ersten Mal Wolken. Wir werden heute Nacht erleben, ob es stimmt dass es hier vor Varazze windstill ist und links und rechts von uns der Nordwind runter jagt.

16.00 Wir haben Varazze erreicht. Die Gewitterfront schleicht an uns vorbei, trifft uns aber zum Glück nicht.

Dort wo der Kreis ist, sind wir. Rundherum vor allem in den Alpen ist noch Gewitter.

20.00 Wind beginnt. Mal sehen, wie die Nacht wird. Wir Bleiben an Bord und fahren nicht in den Ort.

Ich hab mir heute Vormittag meinen Rücken beleidigt, beim Aufschieben des Fensters. Wie auch immer, konnt ich mich nicht mehr gut bewegen. Fühlte sich an wie Bandscheiben Probleme.

Ich hab dann alles getan, was man tun kann, vom Magnesium und MSM nehmen, bis turnen, versuchen einzurichten, Bandscheiben Übungen, Srilanka Salbe, Reiki von Kurt, den blauen Gummigurt und schließlich vorsichtig schwimmen bei fast 29 Grad. Es ist fast wieder gut, so hoff ich zumindest.

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Sonntag, 29.6.2025 – Mittelmeer Anomalie!

Noch nie davon gehört. Wir hören gestern einen Vortrag von 2 unabhängigen Meteorologen, die uns das heurige Wetter genauer erklären und unter die Lupe nehmen. Und alles was sie sagen stimmt, soweit ich es beobachten konnte.

Das gesamte Mittelmeer von Frankreich bis Griechenland, aber besonders der Westen sind um 5-10 Grad zu warm. Haben wir schon festgestellt.

Das entsteht durch ein riesiges Azoren Hoch, das bedingt durch seine Größe keine Tiefs aus dem Atlantik durchlässt. Somit haben wir heiße Luft, warmes Meer. Wenn doch ein tief durch kommt entsteht extreme Gewitter Neigung wie vor ein paar Tagen durch Frankreich und Deutschland zog, weil es Kaltluft ist. In Paris hat es die ganze Nacht gedonnert und am Morgen immer noch.

Normal passiert das aber erst im August.

Die Tiefs können dann nur oberhalb vorbei und ziehen nach Norden oder unterhalb und kommen zu uns.

Gestern Abend sah es so aus, als müssten wir wieder umdrehen und zumindest zurück bis Saint Tropez. Denn je näher wir in den Osten kommen, umso häufiger und in Genua sogar die ganze Woche Gewitter.

Die Gewitter sind nicht einfach mehr Gewitter, sondern haben gezigt z.B. bei Rovinj dass sie mindestens 100 km/h haben können. Vor 3 Jahren hatten eine Kaltluft Front uns erreicht in Spanien mit 120 km/h und Hagel und Starkwind und zog dann weiter über Nacht nach Korsika und erreichte 251km/h und zerstörte dort alle Schiffe auf Kleinteile. Eines davon haben wir gekannt, weil es von einem Bekannten war.

10.00 Morgen Routine: Ich bereite das gesunde Frühstück, Kurt studiert das Wetter bei allen möglichen Wetter Berichten. Die Gewitter Neigung in allen Orten, wo wir hinwollen ist so gut wie nicht mehr da und hat sich in der Nacht aufgelöst.

Sollen wir es wagen weiter zu fahren?

Ab Freitag steht wieder einheitlich Gewitter in Genua, aber da sollten wir schon südlicher sein.

Wir haben wieder leichten Ostwind, aber er sollte von Stunde zu Stunde leichter werden und nachts wieder fast ganz aufhören.

………. und wenn wir uns dann geeinigt haben, dann wird´s auf einmal hektisch.  ich versuche alles wegzuräumen, was umfallen kann während der Fahrt, inklusive Tisch und Sessel. Kurt bereitet uns auf meinen Wunsch noch Trinkwasser, noch ein paar Kontrollblicke, Wäsche entfernen,……

und dann geht´s los.

Den Flughafen von Nizza muss man großräumig umfahren, damit die Flieger ausreichend Platz für Landung und Start haben. Es ist immer wieder faszinierend wie sich solch eine große Maschine plötzlich in die Luft abhebt und seine Kurve zieht.

Weiter geht es an Nizza und Villefranche, wo überall nurmehr ein Kreuzfahrtschiff anlegen darf und das ist schon viel, wenn man bedenkt dass dann 3000 Passagiere durch das kleine Villefranche stapfen.

Ab dem Cap Ferrat ist es Neuland für uns! Sehr spannend was uns hier erwarten wird.

Monaco – Bordighera – Sanremo – San Stefano – Imperia

Monaco kann man nicht übersehen. Unglaublich was sie aus dieser Ecke gemacht haben. Alle Industrie, Garagen, Müllabfuhr, Kanal,…… ist tief unter der Erde.

Viele Orte kennen wir von der Autobahn, wenn wir sehnsüchtig beim Fahren versuchen, das Meer zu sehen.

Wunderschön ist die italienische Riviera, wirklich sehenswert diese kleinen Orte. Aber wir sind ja auf der Durchreise.

19.00 Wir erreichen Imperia, wunderschön auf einem Hügel liegend und die Kathedrale thront oben auf. Umwerfend! Ich möchte an Land!

Die Fahrt war ruhig, mit wenig Wind, aber sehr heiß. Wir haben immer nach Schatten gesucht.

20.00 Wir fahren mit dem Beiboot an Land auf der Suche nach einer Aussteige Möglichkeit. Es ist ein riesiger, teurer Yacht Hafen. Aber wir wollen wir ja nur das Beiboot irgendwo unauffällig platzieren.

Wir finden das Beiboot vom schweizer Segelboot neben unserem Ankerplatz und hängen das Beiboot dazu.

Auf geht´s! Ich möchte da rauf zur Kathedrale, aber wir finden nicht wirklich eine Straße nach oben. An der Hafen Promenade spielt ein Musiker Gitarre und singt wunderschön dazu.

Nach langem finden wir Stufen nach oben und landen in einer Villen Gegend. Wunderschöne, alte Prachtvillen sind am Weg zu sehen und immer wieder sieht man runter zum Meer.

Und wir können auch unser Schiff sehen.

Schließlich gehen wir der Blasmusik nach und langen mitten in einer Prozession des heiligen Petrus. Männer in weißen Gewändern tragen die Statue durch die Gassen der Stadt, trotz der großen Hitze. Im Internet steht Imperia liebt Prozessionen das ganze Jahr lang.

Wir bleiben noch lange in Imperia. Es ist ein wunderschöner Ort.

Wir laufen noch die riesige Hafenmauer ab bis wir keine Schritte mehr tun wollen und fahren dann zurück zum Schiff.

Das Panorama ist umwerfend, die beleuchtete Stadt, die Sichel des Mondes genau drüber. Welch ein Anblick!

Es ist immer noch sehr mild, ich möchte gar nicht ins Bett, sondern ewig hier am Deck sitzen bleiben und dem Mond beim Untergehen zusehen.

0.00 Es hilft nicht, wir müssen ein bisschen schlafen.

Imperia wir kommen wieder!

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Samstag, 28.6.2025 – wir wollen weiter nach Nizza!

Dort wartet eine für unser Schiff leicht erreichbare Tankstelle auf uns.

7.30 einmal kurz aufgewacht, kein Wecker läutet. Das bedeutet weiter schlafen ist heute erlaubt. Wunderbar!

9.00 Es ist fast windstill und schon wieder sehr heiß. die Wasser Temperatur ist zum Glück auf 26,1 abgekühlt in der Nacht. Dass ich das mal schreibe! Normal beschwere ich mich, wie kalt das Meer im Juni ist und meist war das unter 20 Grad. Jetzt ist es schon zu heiß.

Morgen früh planen wir die französische Küste zu verlassen. Wir haben kein Küsten Handbuch und keinen Hafen Führer. Diese zu kaufen, haben wir nicht gedacht.

Ein Buch bekommen wir als Kindle zum Runterladen. Na immerhin ist schon ein Anfang.

Es wäre gut auch an der italienischen Küste zu wissen, was man darf und was nicht und wo ankern erlaubt ist. Es gibt auch hier das Thema mit dem Schutz der Poseidonia, dem Seegras, dass nur so langsam wächst und von den Ankern der Schiffe leicht ausgerissen wird. Somit ist dort das Ankern verboten, was ich richtig finde. Noch dazu kommt, dass der Anker natürlich nicht hält im Gras.

Während Kurt Informationen sucht, bin ich natürlich mit meinen Flossen im Wasser und umrunde das Schiff 3x. So mein tägliches Plan Soll, mindestens 3x, besser natürlich mehr.

Bis jetzt war die Wasser Qualität, was ich optisch so erkennen kann, immer sehr gut und wir sehen fast 10m in die Tiefe zum Anker.

Hier in der Bucht waren bei Windstille ein paar Fluseln an der Oberfläche zu erkennen. Vielleicht durch die vor uns liegende Fisch Zucht. Ja jeder möchte frischen fisch und die Meere sind zeimlich leer gefischt. Es hat sich gebessert durch die Einführung der Naturschutzgebiete aber so richtig erholt auch noch nicht.

Gestern auf der Fahrt ist ein riesiger Fisch mit weißem Bauch aus dem Wasser raus gesprungen. Kurt hat solchen fisch auch schon ein paar Male gesehen. Wie wir die Insel Porquerolles verlassen haben, hab ich 3 Delphine gesehen. Leider kamen sie nicht näher.

Frühstück einnehmen geht nur im Schatten.

12.00 Ich hab schon fast alles erledigt, war auch schon auf der Vibrationsplatte, wie jeden Tag.

Schön langsam können wir uns auf den Weg machen, rund um Antibes herum und an Nizza vorbei zur Marina. Die Tankstelle hat bis 13.30 Mittagspause. Das sollte sich gut ausgehen.

Wir bereiten uns täglich frisches Wasser. Kurt hat vor Jahren einen großen Generator gebaut, der Strom und Wasser bereitet und die Entsalzungsanlage ist natürlich selbst gebaut. Wäre auch gar nicht anders möglich. Vor vielen Jahren haben sie in den Ship Shops schon über 10.000,- für die kleinste Entsalzungsanlage verlangt und unsere ist 4x so stark. Es rinnt aus dem Schlauch wie aus der Wasserleitung.

Wir füllen täglich ein bisschen Wasser in den Tank und befüllen extra unsere beiden 3l Kanister. Damit sehen wir auch gleich ob wir sie bis Abend ausgetrunken haben.

Diese Entsalzungsanlage ist Gold wert. Woher denn sonst sollten wir unser Wasser nehmen und in Marinas fahren wir selten, da wir zu breit sind und die Nacht dann bis zu 300,- kostet und mehr noch, vor allem an der Riviera.

So haben wir immer genug Wasser und Strom, wenn es mal bewölkt ist und die Solar Anlagen nicht Strom bereiten können. Autark nennt man das und das gibt uns ein gutes Gefühl der Sicherheit.

So jetzt müssen wir aber los!

Ich bin für Anker setzen und wieder rauf holen zuständig, Kurt steuert. Die Küste wurde kartografiert, d.h. am Tablett oder am Handy seh ich genau wo Sand und wo Seegras ist und kann den Anker auf den Sand sozusagen fallen lassen. Ab einer gewissen tiefe kann man Seegras und Sand nicht mehr unterscheiden, da ist das Tablett sehr hilfreich.

Unsere Ankerwinde ist schon mehr als 30 Jahre alt, noch richtig groß schwer, aus Bronze. Die Firma gibt es schon längst nicht mehr. Aber sie hat heuer wieder ein Service bekommen im Winter zuhause von Kurt und läuft noch wie am Schnürchen.

Ich bin eins mit ihr und hör wenn sie sich plagt, oder der Anker schon legt und reagiere so dass es ihr gut geht, manchmal sehr zum Leidwesen von Kurt. Zieh raus!!!! und ich nein!

Wenn der Anker nämlich gut eingefahren ist, kriegen wir ihn nicht raus und müssen ihn überfahren und da kommt dann mein Nein, sicher nicht! Das tu ich meinr ankerwinde nicht an!

Wie ein altes Ehepaar eben aber sonst sind wir ein gutes Team!

Saint Laurent du Var kommt in Sicht. Dort ist es auch am nächsten zu Nizza´s Flughafen. Minütlich landen Flieger. Er ist ziemlich überlaufen. Auch unsere Kinder und die Gäste sind hier gelandet.

Sehr ungewöhnlich heuer, dass wir der AUA Maschine beim landen zusehen und keine Daniela ist dabei.

Aber sie hat ihren gesamten Urlaub schon verbraucht. Was will man dazu sagen, dann eben heuer nicht. Normal kommt sie jedes Jahr und überall hin, sobald ein Flughafen in der Nähe ist.

Wir legen direkt bei der Tankstelle an und tanken 140 Liter Diesel.

Vor der Kaimauer legen wir uns vor Anker und marschieren dann zum großen Supermarkt, der aber 1,5 km entfernt liegt.

17.00 Es ist noch unglaublich heiß und im Supermarkt schrecklich kalt. Wenn das nur gut geht.

22.00 Wir haben für Kurt neue NIKE Schuhe gekauft und er darf jetzt mit mir einen Abendlauf machen. Nur einen kleinen über 3km und anschließend gibt es ein Eis, das aber viel zu süß schmeckt, wie immer hier in Frankreich.

An der gesamten Strand Promenade haben sich Massen von Menschen getroffen, mit Tisch und Sessel, um dort am Strand gemeinsam das Wochenende zu verbringen. Das ist neu hier in Frankreich. Das gibt es normalerweise nur in Spanien.

Aber vielleicht weil es tagsüber so heiß ist, und sie weniger raus gehen, dass jetzt alle im Freien sind und die laue Nacht genießen.

Wir haben noch das Wetter kontrolliert und gehen zu Bett.

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Freitag, 27.6.2025 – gibt es hier wirklich so viele Gelsen wie überall beschrieben steht?

23.30 Wir machen alles dicht, außer dort, wo Gelsen Netze sind. In den Bewertungen der Bucht steht, sehr viele Gelsen.

Damit ist es natürlich viel zu warm zum Schlafen.

7.30 Kurt stoppt den Wecker. Wir haben heute noch Zeit, das ist angenehm. Es weht noch ein starker Gegenwind aus Osten und je länger wir warten, umso weniger wird er. Wir wollen ja nach Osten.

d.h. wir genießen das Trödeln und nehmen unser Frühstück gemütlich auf der Terrasse ein. Ich schreibe meinen Blog fertig und wir planen die weitere Reise.

Die Segel Schule fährt mit den Kleinsten aus,  um ihnen die Angst vom Meer zu nehmen. Sie kreischen und tollen auf der Jolle herum. Das ist der richtig Start für ein Segel Leben.

12.00 Wir starten. Der Wind soll im Laufe des Tages ja weniger werden und wenn es nicht fahrbar ist, können wir ja Halt machen an der Küste in einer Bucht.

Die ersten 2 Stunden ist es sehr mühsam gegen den Ostwind zu fahren. Dazu kommen die Yachten, die mit viel zu viel Gas an uns vorbei fahren. Aber die Großen Yachten, die wirklich Großen, wie eine Hotelanlage von Weitem, fahren sanft und gemächlich.

Nur die Kleinen müssen zeigen was sie haben und mit Vollgas stark aufgestellt, spritzend an uns vorbei jagen.

Da kann man halt nichts machen.

15.00 Wir haben Hunger und brauchen eine Pause. Da ergibt sich als wunderschöner Ankerplatz zum Essen die Ile Dor, die goldene Insel. dort beginnt das Esterell Gebirge mit seinen rotbraunen Felsen und Türmen. Ein wunderbarer Anblick wann immer wir hier vorbei kommen.

Im Moment gibt es noch kein Neuland für uns. All die Plätze kennen wir schon seit Jahren vom vorbei Fahren.

Die Wasser Temperatur beträgt bereits 27,1 Grad obwohl es hier so tief ist und im Westen noch Mistral weht. Das gab es auch noch nie. Natürlich schwimme ich noch ein paar Runden bevor wir wieder ablegen.

Weiter geht es, ca. 3 Stunden haben wir noch vor uns.

Der Wind wird weniger, die Raser Boote auch. Trotzdem verbrauchen wir doppelt so viel Diesel weil wir Gegenwind haben. Aber wir wollen die nächsten ruhigen Tage noch nützen, um vorwärts zu kommen.

19.00 Wir erreichen die große Bucht von Cannes, die Rückseite von Antibes. Eine ganze Stunde benötigen wir, um einen gut haltenden Ankerplatz zu finden, da es hier fast nurmehr Seegras gibt und darauf hält kein Anker.

Geschafft! wollen wir noch an Land oder wollen wir das Meer genießen. Es hat mittlerweile 28,1 Grad obwohl es schon 20.00 ist. Wie wird das enden!

Im Moment ist die Gewitter Gefahr wieder ein bisschen gebannt, zum Glück!

Schwimmen im warmen Wasser, mit den Flossen flott rund ums Schiff, herrlich.

Aber ich möchte auch noch auf mein Standup Board. Die Bucht ist recht ruhig, wenn kein Boot schnell durch fährt.

Und zum Abschluss noch ein paar Yoga Übungen am wackeligen Brett.

Am Ufer sitzen viele Menschen und warten auf den Sonnenutergang.

22.00 So jetzt wird gechillt.

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Donnerstag, 26.6.2025 – weiter geht es Richtung Italien!

8.00 Wir legen ab. Es ist noch völlig ruhig. Auch in der Ankerbucht schlafen noch alle.

Diese Morgen Stunde ohne Wind lieb ich am Meisten. Da spürt man die Weite und Ruhe des Meeres. Das Meer, wissen wir, kann natürlich auch anders. Genießen wir diese Situation!

Die ganze Nacht haben sich massive Gewitter durch fast ganz Frankreich gebildet, richtig starke Gewitter. Der Grund ist die Kaltfront, die vom Atlantik sich nähert. Überall gab es Gewitter Warnung. Wenn ich jetzt nachsehe auf der Gewitter App sind immer noch Gewitter rund um Paris und in der Schweiz.

Hinter uns ist aber auch noch der Mistral Wind, der im Westen bereits schon stark weht. Hier sollte ein kleiner Ausleger uns ab Mittag mit Rückenwind nach Saint Tropez wehen. Mal sehen, ob das alles so stimmt.

Ich hab im Schiff schon alles Cote d´Azur fest eingerichtet, denn ca ab Cannes beginnen normalerweise rücksichtslos die riesigen Yachten mit Vollgas an uns vorbei zu rasen und Monster Wellen zu erzeugen. Diese Strecke und das geht bis nach Nizza ist dann immer sehr mühsam. Unser Schiff springt, das Segel schwankt und alles fällt um.

Ich hoffe auf die Vorsaison und dass noch nicht so viele unterwegs sind.

Wir benötigen ca. 7-8 Stunden Fahrt heute, je nachdem wie stark der Rückenwind wird.

Kurz vor Saint Tropez jagen wie wir uns gedacht hatten an uns vorbei, aber immer noch viel weniger als im August.

Auch solche Schiffe sieht man heuer hier vor Saint Tropez!

Wir fahren in die lange Bucht von Saint Tropez ein. Der Wind kommt jetzt seitlich und wir spüren wie stark 25 Knoten sind. Die ganze Strecke bis hier her hatten wir ja Rückenwind und den spürt man nicht, wird nur sanft geschoben.

Wir fahren bis zum großen Port Grimaud und suchen dort auf Sand einen sicheren Ankerplatz. Der Wind hat immer noch 20 Knoten, die Temperatur ist 35 Grad. Heisser Wind schlägt uns entgegen.

Ich muss jetzt ins Wasser. Die Wasser Temperatur beträgt bereits 27 Grad. Das gab es auch noch nie im Juni.

Es schwimmen überall fliegende Ameisen, ich denke tot und die Möwen picken sie raus. Warum ist das passiert? wegen Gewitter, Regen, Wind,….. warum haben sie es nicht an Land geschafft. Wie auch immer, die Möwen haben ein Festmahl heute Abend.

Zum Glück hab ich Flossen, denn ohne kann man nicht gegen den starken Wind um das Schiff schwimmen. So ist es machbar.

Wir kochen und speisen und es beginnt zu donnern, vor und hinter uns. Laut Blitz App sollte das Gewitter nicht zu uns kommen.

17.00 Ich beginne für mein Yoga aufzuräumen und vorzubereiten, als es zu regnen beginnt. Was denn noch alles heute?

Nur eine große, graue Wolke steht am Himmel und die ist genau über uns. d.h. kein vorbereiten möglich! Ich hoffe die Wolke weiß dass ich bald Yoga habe.

18.00 Es hat aufgehört zu regnen. Jetzt aber schnell fertig vorbereiten.

19.00 Ich bin bereit für Yoga.

20.30 Wir hatten ein Hot Yoga aber auch in Wien war es sehr heiß. Nur in Graz hat das Gewitter die Luft gekühlt. Sofort nach meiner  Einheit spring ich ins kühle Nass. wunderbar!

Daniela meldet sich telefonisch und wir plaudern noch sehr lange, während sie läuft.

Wir genießen die Ruhe. In der Ferne hört man Disco Musik, aber sehr dezent, kein Ballermann.

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Mittwoch, 25.6.2024 – schönen guten Morgen!

9.00 Wir haben heute frei, das ist angenehm! Es weht durchgehend Ostwind. Wir warten bis der Wind dreht. Das ist angeblich heute noch oder Morgen. Wenn das Tief, das diesen Ostwind verursacht,  sich aufgefüllt hat, verschwindet es meist und wir können weiter Richtung Osten.

d.h. der Plan ist auf der Insel ein wenig durch die Wälder zu schlendern. Mal sehen!

13.00 Beide sind wir gut mit Sonnenöl eingeölt. Es ist ja doch Mittag!

Ich benütze wieder meinen Beiboot Halter, den Kurt immer liebevoll Beiboot Rollator nennt. Er bewährt sich gut! ich kann stabil stehen, während er schnell fährt und mein Rücken muss nicht leiden. Meine Bandscheiben wollen diese Stöße gar nicht, noch dazu wo ich verdreht sitze!  So passt´s wunderbar!

Jetzt bin ich bereit,  ausgestattet mit Regenbogen Kleidchen und Hexen Hut.

Lasst uns durch Porquerolles Wälder wandern.

Hier kann man stundenlang, tagelang durch diese wunderschönen Waldwege marschieren. Immer wieder gibt es kleine Abzweiger wo man dann zu einem kleinen Strand mit kristallklarem, türkisem Wasser gelangt.

Bei einem dieser Abschnitte können wir wunderbar zu unserem Ankerplatz und dem Schiff sehen.

Auf die Insel kommt man nur mit der Fähre, die ständig fährt. Die Insel ist Autofrei, d.h. sein Auto muss man am Festland lassen. Es gibt jede Menge Fahrräder mit und ohne Anhänger auszuborgen.

Das alleine ist schon eine Reise wert. Ein Ort, wo es keine Autos gibt.

3 Stunden waren wir unterwegs. Hungrig kommen wir zurück.

Zum Glück haben wir noch Letscho und  Reis von gestern. Ich werde noch 2 Lamm Keulen dazu braten.

Mein Schwimmen erweist sich heute als etwas schwierig, denn es hat noch 20 Knoten Wind, das sind knappe 40km/h Wind. Das geht nur mit kräftigen Flossen Schlägen.

19.00 Der Wind hat sich ein wenig beruhigt. Ich bin im Wasser,  es ist sehr angenehm und hat noch 25 Grad trotz des kühlen Ostwindes.

20.00 Der Wind hat beinahe aufgehört. Jetzt aber schnell noch aufs Standup Board. Wer weiß wann ich wieder kann. Aber oh ach! Die Luft ist etwas ausgegangen. Kurt´s Kompressor muss her und mit das Brett nochmal fest aufblasen.

Ich schaffe es noch, bis zum Strand intensiv in allen Stellungen zu paddeln und stehend zurück. Es ist das 1. Mal für heuer und gelingt eigentlich sehr gut.

Wir bereiten noch Crepes mit Zitrone und planen den morgigen Tag!

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Dienstag, 24.6.2025 – Welch eine Nacht!

23.00 Der Wind hat beinahe aufgehört, nur noch Dünung ist zu spüren. Wir gehen ins Bett, wollen ja Morgen wieder zeitig raus.

Die Dünung nimmt zu und das Schiff bewegt sich von einer Seite zur Anderen. D.h da draußen am Meer ist bereits starker Wind, die Dünung eilt immer voraus.

Die Uhr tickt viel zu laut! Etwas knarrt und knauert. Früher war das die Motorraum Türe und wir liegen ja auf dem Motorraum. Aber das Knauern kommt von weiter weg. Kurt scheint schon zu schlafen. Ich geh mal erforschen. Es ist die Türe zum Badezimmer. wenn ich sie offen stehen lasse, bewegt sie sich zwar ein bisschen, aber es knauert nicht mehr so laut.

Die Flaschen in der Lade unter dem Geschirrspüler rollen langsam im Tempo der Wellen laut hin und her. Jetzt steh ich nicht nochmal auf und  lass es klirren.

7.30 Der Wecker läutet. OmG, noch müde!

Wir kontrollieren den Wetter Bericht. Um 9.00 gibt es einen neuen aber da wollen wir ja schon unterwegs sein.

8.00 Ich zieh ein Stück Ankerkette raus bis zu den Ruck Dämpfern, die Kurt normalerweise aufschraubt.

Nein! Wieso denn!

Ein Zoll Schiff der französischen Marine Duane, steuert auf uns zu. Wahrscheinlich ist es ihm verdächtig vorgekommen, dass ich den Anker hoch ziehe,  und es hat ausgesehen, als wollten wir schnell flüchten. Ich hab sie schon von Weitem gesehen, aber sie haben zuerst auf die Motoryacht zugesteuert. Aber dort schlafen noch alle. So kommt das Schiff  geradewegs auf uns zu.

Papiere, Mehrwertsteuer Rechnung, Reisepass…..

Bei diesem Wellengang können sie nicht seitwärts ran gehen an unser Schiff und halten uns stattdessen einen Casher rüber. Wir sollen die Papiere in das Fischernetz werfen.

Nach einiger Zeit bekommen wir unsere Papiere wieder zurück. Er fragt noch nach Heimathafen und wo wir jetzt hin wollen und dann fahren sie raus aus der Bucht.

Das hat uns jetzt eine Stunde Zeit gekostet und der starke Wind sitzt uns schon im Nacken.

Wir legen ab. Der Wind hat mittlerweile 25 Knoten und große Wellen rollen ran und reißen das Boot hin und her. Dieser Wind sollte erst Zu Mittag kommen, nicht jetzt schon!

Vor uns ist ein großes Riff, das wir gut umfahren müssen.

Sobald wir den Wind im Rücken haben, ziehen wir die Genua auf und die Bewegungen des Schiffes werden friedlicher. Kann ich jetzt Kaffee kochen ohne dass ich Seekrank werde im Schiff. Ja passt gut.

11.00 Der Wind wird immer schwächer, hört völlig auf, wie am Wetterbericht vorausgesagt aber kommt dann von Osten, was er an dieser Stelle noch gar nicht tun soll.

Soviel zum Wetterbericht und seiner Genauigkeit.

12.00 Wir kommen gut voran. Der Wind kommt zwar von der anderen Richtung wie angesagt,  aber die Wellen haben wir noch von hinten. Somit ist das Fahr Gefühl in Ordnung und nicht zu anstrengend.

13.30 Wir haben die wunderschöne, Autofreie Insel Porquerolles erreicht und suchen einen Ankerplatz im Sand. Es wird genau kontrolliert von den Rangern im Naturschutzgebiet, dass der Anker nicht das wertvolle Seegras beschädigt und auch nicht die Ankerkette.

Es ist noch nicht soviel los, daher finden wir leicht ein Fleckchen Sand für unseren Anker.

Jetzt aber schnell zur Kühlung ins wunderschöne, türkise Nass springen. Ich hab neue Flossen gekauft. Sie werden jetzt eingeweiht und ich strample einige Runden um das Schiff herum. Wunderbar! Über 26 Grad beträgt bereits die Wasser Temperatur, sehr angenehm.

Kurt hat sich Letscho gewunschen und darf Gemüse schneiden.

Danach chillen! Auch das gibt es bei uns.

19.00 Ich hab heute online Pilates mit den Loops, freu mich sehr darauf und hab mir mein kleines Reich wunderschön in Blau eingerichtet.

Es war anstrengend, hat aber richtig gut getan. Nach meiner Stunde nehme ich noch meine Webcam in die Hand und mach den Teilnehmern einen Rund Schwenk.

Jetzt nochmal ins Meer und einige Runden strampeln. Es war recht heiß während meiner Pilates Stunde.

Wir genießen das Nachtmahl mit Blick zum Sonnenuntergang. Der Wind hat fast aufgehört und es ist sehr angenehm. Hier vor Porquerolles ist ein wunderbarer Ankerplatz, vor allem jetzt in der Vorsaison.

Wir wünschen euch noch eine gute Nacht!

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