Samstag, 24.8.2024 – wir wollen schon früher in die Marina fahren!

20 -25 Knoten kühler Südwind weht.

Wir stehen in der Lagune vor Anker.

Durch den starken Wind ist es mir leider nicht mehr möglich zu paddeln und ich hab so fix damit gerechnet wie voriges Jahr.

Die Wasser Temperatur steht auf 17,9 Grad. d.h. ins Wasser geh ich wohl auch nicht mehr.

Es gibt einige Gewitter, aber in größerer Entfernung.

Mit der Marina hab ich vereinbart, Montag 8.00 kranen und Sonntag kann ich schon anreisen und mich am Kai festbinden. Nachdem aber Sonntag und Montag starker Mistral weht, denken wir dass alle die kranen wollen, schon Samstag anreisen werden. Sie sehen ja genauso wie wir den heftigen Wetterbericht.

17.00 Wir legen ab. auf Wiedersehen Meer!

18.00 Am Kai ist natürlich schon ein richtiges Gedränge. 2 Segelboote fahren vor uns durch den Kanal. Wir hoffen, sie fahren nach Port St. Louis. Aber nein, sie wollen auch auf den übervollen Kai vor der Marina.

Was werden wir tun?

Das Kranbecken ist noch frei. Da traut sich wohl keiner rein Stellen. Wenn Morgen Sonntag nicht gearbeitet wird, dann stehen wir dort richtig, denn Montag 8.00 haben wir den 1. Termin.

Es ist immer köstlich in das Kranbecken zu fahren, weil links und rechts vom Schiff schon fast das Becken zu Ende ist.  Wir haben Breite 7,20, mit den Fendern knappe 8m und das Kranbecken hat 8m schätzen wir.

Kurt ist zufrieden mit unserem Anlege Manöver.

Es weht noch starker Südwind, der nachts aufhören soll und dann umdrehen auf einen noch stärkeren Mistral. Es ist schön, wieder in der Marina zu sein und vor allem alleine aussteigen zu können.

Wir machen noch eine übliche Abend Runde in der Marina und schauen, wer schon aller da ist und wer noch fehlt.

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Freitag, 23.8.2024 – ein längerer Reisetag erwartet uns!

Heute Nacht war es zum 1. Mal seit langem kühl und ich hab mir eine 2. Decke gewunschen.

9.00 Wasser Temperatur beträgt 19,2 Grad. Nachdem mir bereits Nachts kalt war, schaff ich das jetzt nicht.

10.00 Wasser Temperatur 20 Grad. Das Wasser ruft mich, lockt mich wie die Sirenen den Odysseus. Es ist so wunderschön blau, trotz 9m Wassertiefe und man sieht alles am Grund. Bemerkenswert wie klar es immer hier ist. Diese Bucht vor la Ciotat hat das schönste Wasser vom ganzen Mittelmeer Streifen.

Also gut, ich tu’s und es war so herrlich, dass ich sogar 4 Runden ums Schiff geschafft hab. Es hat sich gar nicht so kalt angefühlt.

Wir brechen auf, raus aufs Meer.

Und da ist es wieder dieses überwältigende Gefühl, wenn wir nah am Engelsflügel vorbei fahren. Ich wollte heute gar keine Fotos machen.

Es gibt keine Worte dafür. Es ist einfach ein unendlich schöner Kraftplatz mit mächtiger Energie.

Wir werden sicher wieder kommen zu Beginn und zum Ende der Reise und hier einen Stop machen.

Noch lange schauen wir dieser Gebirgskette nach, bis es am Horizont heller wird.

Wir haben ziemlich glattes Meer, nur ein paar Knoten Wind, zuwenig um zu segeln und aus der falschen richtung. Das macht nichts, dann motoren wir eben heute.

14.00 Ein bisschen Wind kommt auf und wir können die Genua dazu aufziehen. Immerhin bringt sie einen Knoten mehr Geschwindigkeit.

15.00 Der Wind ist komplett weg.

An der flachen Küste nach Marseille – alles Naturschutzgebiet möchte ich nochmal schwimmen gehen, bevor es für lange aus ist.

Ein bisschen enterisch fühlt es sich an. Das Meer ist tiefblau, 20m tief und ich kann keinen Grund sehen und weiß nicht was unter mir ist.

Es ist Strömung zu spüren und unter der Oberfläche spür ich durch die Strömung kühles Wasser.

Aber es war genial.

16.00 Wir erreichen die große Lagune, die Rückseite vom Strand, wo es hinein führt in den großen Industrie Kanal. Riesige Frachtschiffe und Tanker stehen vor Reede und warten bis sie dran sind mit abladen oder befüllen.

In der großen Lagune ist genug Platz für Boote und es ist völlig ruhig. Kaum zu glauben, dass hinter uns die Frachter fahren.

Hier bleiben wir bis wir Morgen 1 Stunde hoch fahren können den kleinen Kanal du Rhone zu unserer Marina.

Es war ein sehr schöner, zwar langer aber angenehmer Reisetag.

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Donnerstag, 22.8.2024 – auf gehtś zu neuen, alten Ufern!

Guten Morgen!

7.00 Der Wecker klingelt. Wir springen auf, anziehen, Beiboot ins Wasser lassen, Einkaufstaschen packen und auf in den kleinen Hafen um noch schnell einzukaufen.

8.00 wir sind bereits wieder zurück im Schiff. Das war ja blitzschnell.

Es geht raus aufs Meer. Theoretisch wollen wir heute bis la Ciotat schaffen, aber jetzt kommt das große ABER

Am Meer draußen weht noch Mistral, aber hier an der Küste ist er sehr schwach, unter 10 Knoten. Allerdings rollen hohe, lange Wellen, Dünungswellen ans Ufer. Wir können es nur ausprobieren, ob es fahrbar ist. Wenn nicht fahren wir auf die Außenseite und verbringen dort noch einen Tag.

Die 1. Stunde verläuft ruhig. Wir sind ja erst am Weg raus aus der bucht. die 2. Stunde das vorbeifahren am Kap ist schon spannender. Wir überlegen eine Weile, aufzugeben und umzudrehen. Aber es sind so viele Boote unterwegs und vielleicht werden die Wellen kleiner, wenn wir das Kap hinter uns lassen.

Wir reduzieren ein bisschen die Geschwindigkeit und fahren weiter.

Die Wellen beruhigen sich, der Wind wird schwächer.

4 Stunden später sind wir in La Ciotat und sind sehr glücklich.

Die Wasser Temperatur hat der Sturm auf 20,8 Grad reduziert. Ich geh trotzdem schwimmen, denn hier ist einfach das schönste, klarste und blaueste Wasser der ganzen Küste.

Wollen wir diesen Tag hier noch so richtig genießen. Ich steige auf mein Standup Board und mach eine große Paddel Runde.

16.00 Wir fahren an Land. Ich freu mich sehr, dass wir den letzten Tag noch hier verbringen. La Ciotat tut einfach gut. Es fühlt sich an wie unser Sommer Domizil, weil wir doch soviel Zeit und Stürme hier verbracht haben.

Zurück am Schiff gibt es noch selbstgemachte Marillenknödel und wir genießen noch den etwas kühleren Abend an Bord.

Nachts geht heute noch die Post ab hier. Feuerwerk, Livemusik, Barmusik, und ein neu errichteter Rummelplatz übertönen sich beim Schiff.

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Mittwoch, 21.8.2024 – Wir hatten eine ruhige Nacht!

6.00 Kurt ist kurz auf um alles zu kontrollieren. Es ist noch finster. Es gibt noch keinen neuen Wetterbericht.

Die Luftfeuchtigkeit sinkt auf 20% und sogar drunter. Wir hatten über 65% gestern. Auch das ist ein sicheres Zeichen, dass ein Mistral kommt und auch sehr unangenehm für Haut und Schleimhäute, weil sie durch die Trockenheit zu jucken beginnen.

Die Windböen gehen bis 30-35 Knoten. Der Anker hält. Sag ich doch. Nach diesen starken Böen hat er sich sicher gut eingegraben, sagen auch die Abbildungen auf den  Geräten mit Ankerwache . wir bewegen uns brav innerhalb dieses eingegebenen Kreises.

Was noch dazu kommt sind unsere Snubber. 3 Stück haben wir davon. Das sind große, schwarze Dämpfer zwischen Kette und Ankerwinde. Bei jeder kurzen Böe dehnt sich der Snubber und der Zug geht gar nicht bis zum anker.

Nachdem wir heute ja nirgends hinfahren können, beschäftige ich mich intensiv mit meinem Aufstellungs Brett und installiere ein Paar Übungen mit mir als Kunde zu verschiedenen Themen. Das ist so spannend und tut gut.

Ich steh auch wieder auf meiner Knochendichte Rüttel Platte, die Kurt gebaut hat und hab auch noch vor  heute, für 10 Minuten Kraft Training zu machen. Wir haben ja Zeit. Nehmen wir diesen stürmischen Tag als Geschenk an.

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Dienstag, 20.8.2024 – Kurt ist unsicher …..

…… und unruhig und weiß nicht, ob wir hier gut stehen. Morgen kommt wieder ein starker Mistral.

Es gibt hier nur wenige gute Ankerstellen, weil so viel Seegras hier wächst. und 1. darf man es nicht beschädigen mit dem anker und 2. hält der Anker nicht, weil er sich nicht eingraben kann im Sand. Bei der 1. stärkeren Windböe reißt er mitsamt Gras und Wurzeln aus und schleift über den Meeresgrund.

Wir studieren alle Wetterberichte, aber der Wind soll wieder 30 Knoten bekommen, egal wie oft wir nachsehen. Es bläst einfach immer noch Mistral draußen am Meer und hier kommt er über die Hügel drüber.

Ich denke, wir haben gut geankert. Ich hab den Anker Millimeter genau in den Sand fallen lassen. Es stand aber ein kleines Motorboot sehr nahe neben uns und somit konnten wir ihn nicht wie gewohnt mit Retourgang und viel Gas einfahren, was wir normal immer machen.

Das hat Kurt verunsichert. Jetzt kann man das nicht mehr nachholen, da die Bucht voller Boote ist, die zum Baden gekommen sind.

Somit installiert Kurt auf praktisch jedem Gerät, das wir mithaben eine Ankerwache mit einem gewissen Radius, den das Schiff nehmen kann. Fährt es aus dem Radius raus, gibt es einen schrillen Alarmton.

Ich mach noch eine Paddelrunde durch die Bucht. Kurt möchte nicht mit auf mein Brett.

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde. Es ist recht ruhig. Nur wenn Boote vorbeifahren und das ist um diese Zeit immer der Fall, bekommen die Teilnehmer ein wackeliges Schiff zu sehen und ich versuche Gleichgewicht zu halten. Aber auch das ist ein Training.

Er kann gar nicht so richtig heute Nacht den wunderschönen Vollmond genießen.

So gehen wir eben zu Bett und hoffen, dass die Nacht ruhig wird und wir nicht geweckt werden von der Ankerwache.

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Montag, 19.8.2024 – Wir verlassen die Marina!

und hoffen, dass es eine gute Entscheidung war. Der Wetterbericht sagt, wir haben ein bisschen Sturm Pause.

Wir fahren zu einer entzückenden Ankerbucht Cap Brun. Fast unbewohnt, nur bunte Fischerhütten zu beiden Seiten und am Kap steht eine Marien Statue.

Wären wir jetzt Land Touristen hätte ich den Weg nach oben gesucht. Man sieht Menschen stehen neben der Statue.

Der Wind hat 8-12 Knoten. Wenn ich schnell bin, kann ich noch ein bisschen die Bucht abpaddeln. Ab 12 Knoten wird es anstrengend in den Wind zu paddeln. Daher ist es immer wichtig zuerst in den Wind zu paddeln, weil wenn man dann müde ist, ist es leichter mit Rückenwind zurück zu paddeln und nicht umgekehrt.

13.00 Der Wind hat schon 20 Knoten und hier in dieser Bucht seh ich aufs offene Meer raus und Wellen rollen ran. Vielleicht nicht so ideal, um hier die Nacht zu verbringen.

Wir fahren nach Le Mourillon, wo wir schon vor ein paar Jahren eine ruhige Nacht hatten.

Hier gibt es nur keine, türkise Sandflächen. Der Rest ist Seegras, wo man den Anker nicht legen sollte, da es geschützt ist.

Ich ziele mit Handzeichen genau in ein türkises, wirklich kleines Sandfeld und lasse den Anker dort hin fallen. Perfekt.

Gegen Abend wird der Wind leichter und wir sitzen in der Veranda und genießen den wunderschönen Vollmond und die ruhige Nacht.

Wir wollen uns gar nicht trennen von diesem Ausblick und bleiben bis wir richtig müde sind hier sitzen mit dem Blick zur Küste und starren in den Mond und genießen die Energie.

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Sonntag, 18.8.2024 – bis jetzt lief ja alles sehr gut für uns!

Wenn wir die letzten Tage Revue passieren lassen, dann waren wir immer verschont sowohl vom Wind, als auch von den Gewittern. Rund um uns hat es gewittert. Hier war zum glück keines. Und auch von starken Mistral, der ja draußen weht am Meer blieben wir verschont.

Heute soll das anders werden.

12.00 Noch schnell in den Supermarkt huschen. Er sperrt um 13.00!

Wir gehen auch bis nach vor zum Kap um zu sehen, wie der Mistral hier die Küste beeinflusst.

Es sieht sehr gut aus. Da können wir uns Morgen vielleicht vor Anker legen.

13.00 wir haben uns zu früh gefreut. Starke Windböen fahren durch den Hafen. Aber interessanterweise am Boden, nicht in der Höhe, d.h. wir haben Fallwinde zum allerersten Mal überhaupt in Frankreich. Das erkennt man daran, dass der Windmesser nur 16-17 Knoten anzeigt an der Spitze vom Mast. Das können keine 16 Knoten sein, ich kann ja kaum mehr stehen.

Das sind mindestens 30 oder mehr. Leider haben wir keinen Hand Windmesser. Es wäre interessant.

Unangenehm im Hafen ist aber, dass man darauf achten muss, dass die Mooring Leinen so fest gespannt bleiben, dass unser Bug nicht an den Steg kracht. Außerdem bewegt sich das Schiff stark links rechts auf und ab. Vor Anker bei dieser Stärke steht es wie ein Bock, weil der Wind immer von vorne kommt und nicht von der Seite. Was eher unangenehm ist.

Außerdem haben wir links und rechts von uns 2 viele Tonnen schwere Boote, die sich nach jeder Böe auf uns zubewegen und nur durch Fender abgehalten werden kann.

Wir sind schon froh einen Hafenplatz zu haben und nicht irgendwo vor Anker zu liegen wo wenig Platz ist und es unsicher ist.

16.00 Mittlerweile kommen Böen heran mit 80-90 km/h

19.00 ich hätte noch eine Yoga Stunde und weiß noch nicht ob ich sie halten werde. Ich hoffe der wind wird weniger.

Ich musste die Yoga Stunde absagen. Wir hatten zuviel zu tun, die Nachbar Boote abzuhalten.

Außerdem haben wir immer noch knappe 100km/h Wind im Hafen.

21.00 Wir wollen noch eine Hafen Runde machen, werden aber immer schneller, da der Wind wieder zulegt.

Heute läuft nichts mehr. Hoffentlich ist es Morgen besser!

Gute Nacht!

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Samstag, 17.8.2024 – Wir wollen einen Ausflug machen!

Auf unserem Nachbar Steg fährt mehrmals die Stunde eine Vaporetto, wenn ihr das kennt von Venedig. d.h. ein Personen Transport Schiff, wo man außen und innen sitzen kann und transportiert nach einem bestimmten Fahrplan Fahrgäste rüber nach Toulon.

Nachdem wir uns schlau gemacht haben, was die Fahrt kostet und wann die nächste fährt und wohin, beschließen wir Toulon zu besichtigen.

Wind und Gewitter sind heute harmlos. Es ist blitzblauer Himmel und keine Gewitter in Sicht.

So nehmen wir unsere Roller und gehen rüber zum Steg.

20 Minuten dauert die Überfahrt und kostet eine Fahrt 2,- pro Person. Es freut uns, dass er uns mit den Rollern mitgenommen hat und nichts dagegen gesagt hat.

2,5 Stunden rollern wir durch Toulon. Der 1. Eindruck war sehr nett, aber eben eine Großstadt.

Es gibt in Toulon täglich außer Montag einen riesigen provenzalischen Markt in der Größe vom früheren Naschmarkt wer den noch kennt.

14.30 Wir stärken uns mit gutem Essen und Kaffee.

Für mich gibt es Espadon – Schwertfisch!

16.00 Es geht wieder zurück in unseren Ort St. Mandrier sur Mer.

Sehr anstrengend war der Tag, da es sooooo heiß war, aber trotzdem schön und interessant.

Das kann man jederzeit wieder machen, wenn wir wieder hier sind.

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Freitag, 16.8.2024 – Wir bleiben noch!

7.00 Der Wecker läutet. Es regnet.

8.00 Noch immer Regen

9.30 Noch immer Regen und völlig bedeckt.

Was tun wir? Wir wollten zeitig in der Früh zusammen packen und Richtung La Ciotat fahren. Samstag beginnt Mistral, Sonntag und Montag ist er besonders stark. Da liegen wir in La Ciotat sehr gut. Aber was nun?

Wir benötigen 4 Stunden Fahrt ca. Der Ostwind würde passen, aber es sind in den Wetter Modellen noch 3 große Gewitterzellen im Meer, am Weg zu uns. Sollen wir noch warten? wielange?

Wir entscheiden noch ein paar Tage hier zu bleiben, nachdem die Wetterberichte auch so unzuverlässig sind. Auch sind rund um uns noch viele Gewitter Zonen.

Wir machen einen Spaziergang und ich geh wieder ins Hafen Büro, um noch weitere Tage zu bezahlen.

Ich denke so ist es besser, so fühlt es sich gut an.

Wir sind ja sowieso immer sehr sparsam und benötigen nicht viele Ausgaben. Leisten wir uns einen Hafenplatz, ganz ohne Stress und genießen wir so schnell an Land zu sein.

Das einzige kleine Hindernis hier im Hafen ist , wir mit dem Heck an ganz dicke Mooring Leinen angebunden sind und mit dem Bug zum Steg stehen. Lassen wir die Leinen zu locker, um aussteigen zu können, fährt der Bug am Steg an. Spannen wir die Leinen mehr, komm ich nicht raus.

So finden wir einen Mittelweg und lockern nur ein Stück und ich muss halt springen. Es ist immer wieder eine Herausforderung für mich, ganz an die schmale Spitze des Schiffes zu gehen und dann auf den Steg zu springen. Noch dazu ist dort das Stromkabel des Nachbar Schiffes in der Luft leicht gespannt.

Ich mach immer einen Seufzer und dann spring ich. Natürlich bekomm ich dazu auch Kurts Hand. sonst würd ich wahrscheinlich gar nicht springen und auf den Landgang verzichten.

Wir verbringen noch einen schönen, milden Gewitter freien Freitag und gehen oft an Land, damit ich es üben kann. Sniff!

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Donnerstag, 15.8.2024 – die Ruhe vor dem Sturm!

Es muss ca 3.00 nachts sein, auf jeden Fall ist es noch finster. Viele Blitze erhellen den Himmel. Ich kenn dies aus meiner Kindheit in Kroatien. Da hat man es Wetter Leuchten genannt.

Einmal nachts ist es so intensiv, dass ich die Luke öffne und halb heraus schlüpfe, um auf den Himmel sehen zu können. Es sieht toll aus!

Der Wetterbericht sagt, das 1. Gewitter kommt um 8.00! Nun! Entweder haben wir es verschlafen, aber kann man ein gewaltiges Gewitter verschlafen oder es kam nicht.

10.00 Wenn ich Glück habe, hat der Supermarkt Utile geöffnet, obwohl Feiertag ist. Manchmal in den Touristen Orten ist auch Sonntag Vormittag geöffnet. Aber ist das ein Touristen Ort?

Es ist nicht sein Schiff. Er hat es gemietet um den Gästen segeln zu lernen. Sein eigenes Boot steht in La Rochelle, am Nord Atlantik. Wenn jemand segeln kann, dann er!

Alles hat geöffnet, sogar die Apotheke.

Sehr achtsam kaufe ich ein bisschen etwas ein. Muss ich es doch mit dem Roller und dem kleinen Rucksack zum Schiff zurück bringen.

In der Zwischenzeit bereitet sich Kurt auf die 60 Knoten Wind vor und verstärkt die Leinen, umwickelt gut das vorsegel, dass es sich nicht öffnen kann und schließt den Segelsack.

Zum besseren Verständnis und wenn es jemand nicht weiß. Knoten x 1,8 = km/h

Um 14.00 soll es losgehen.

13.00 Unser Nachbar legt ab und Kurt fragt ihn was er denn tue. Er muss die Gäste nach Toulon bringen und tanken. Er bittet ihm zu helfen wenn er zurück kommt, weil er dann alleine ist.

Das ist aber ziemlich knapp, aber wie er meint.

14.00 Der junge Segler neben uns ist zurück und meint, dass es außerhalb der Marina bereits 60 km/h Wind hat. Wir schaffen gemeinsam sein Schiff wieder gut festzumachen.

15.00 Noch nichts ist passiert außergewöhnliches. Im Mittelmeer sind viele Blitze zu sehen. wir können nur weiter verfolgen, in welche Richtung sie ziehen und ob ein Strang auf uns zu rast.

18.00 Wir liegen ja gut hier, machen wir noch eine Runde und nützen wir dass wir ständig aus dem Boot steigen können.

19.00 Die Menschen sitzen auf allen  möglichen Mauern und schauen zum Himmel. Es gibt nochmal eine Flugshow. Unvorstellbar was die Piloten da leisten trotz der Gewitter Stimmung und den schwarzen Wolken.

22.00 und jetzt gibt es noch ein langes, großes Feuerwerk. Leider ist der Sichtwinkel nicht so gut, weil viele Schiffe die Sicht verstellen.

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