Mittwoch, 24.6.2026 – Wir können einen Tag in Lerici bleiben!

Kein Wecker läutet und wir schlafen solange, wie wir es brauchen.

Die erste Tat nach dem Aufstehen ist und bleibt solange es möglich ist, das Schwimmen. Die Wasser Temperatur ist auf 21 Grad abgesunken. Vielleicht haben wir deshalb so gut geschlafen, weil es ein wenig abgekühlt hat. Das Schwimmen im Meer ist sehr angenehm und erfrischend. Ich hab große Freude mit meinen neuen Flossen.

Auf Balkonien nehmen wir dann ein ausführliches Frühstück zu uns.

Wir checken Wind und Wetter. Es ist sehr spannend im Moment. In vielen Teilen Europas sieht man zur Zeit Gewitter  und auch die Wetter Warnungen zeigen uns, daß wir in Stufe 1 sind der Gewitter.

Heute Mittag gibt es angeblich auf Elba ein riesiges Gewitter, daß sich von Livorno runter erstreckt bis unter Rom. Das ist auch der Grund, warum wir Heute nicht weiter fahren. Hier sind zwar auch Gewitter angesagt, aber nicht so enorm wie dieses eine on Elba.

So ein Tag Pause tut uns sehr gut.

15.00 Es gibt Spaghetti Carbonara nach Brigitte´s Art, zusätzlich mit Thunfisch und Tomatensauce. Es entsteht eine Geschmacks Explosion in unserem Mund. Genau deshalb gehe ich nicht gerne essen, weil ich meine Koch Künste und Koch Kreativität so liebe.

Es ist so heiß, daß ich immer wieder im Wasser zu finden bin. Anders ist es einfach nicht auszuhalten.

16.00 Am Himmel links und rechts von uns trübt es sich ein.

Fahren wir schnell zur Tankstelle. Falls wirklich Regen kommt, sind wir dann schon wieder zurück.

Die schwarzen Wolken verziehen sich zum Glück ins Hinterland und lösen sich auf.

18.00 Wir erzeugen ein Entspannungs Video für die Osteoporose Gruppe.

19.00 Die Sonne ist wieder da und sofort ist es wieder so heiß wie vorher. Ich geh nochmal  schwimmen.

Wir erzeugen noch Trinkwasser und füllen 120 Liter Wasser in unseren Tank.

Meine Kühlschränke brauchen zu viel Strom. An den Tagen, wo wir nicht fahren mit den Motoren, benötigen wir am Abend noch den Generator, um die Batterien zu laden. Ständig überlegt Kurt, was er mit den Kühlschränken tun kann. Im Moment versuchen wir alles aus dem Tiefkühl aufzuessen und ihn dann abzudrehen.

Vielleicht kommen wir dann besser aus mit dem Strom.

Wir haben schon soviele Solar Panele am Dach des Schiffes und hinter dem Beiboot, doch immer ist ein Abschnitt der Panele im Schatten. Dann erzeugen sie nicht genug Strom.

Es ist nicht einfach mit dem Strom. auf einem Schiff.

Aber vielleicht klappt es besser, wenn wir den kleinen Tiefkühlschrank abschalten.

Wir fahren heute nicht mehr an Land und genießen auf Balkonien, daß die Luft ein wenig abkühlt. Die Festung und der kleine Ort Lerici leuchten stimmungsvoll zu uns herüber.

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Dienstag, 23.6.2026 – weiter geht es nach Lerici!

7.30 Übliche Morgen Szene! Der Wecker läutet, wir versuchen ihn nicht zu beachten.

8.00 Kurt´s Telefon läutet mit einer Nachricht seines Freundes, daß er doch noch nicht die Adria fahren kann mit dem Katamaran.

8.30 Wir sind schon unterwegs. Momentan haben wir beinahe 20 Knoten Wind. Wenn wir jetzt Segel aufziehen, bis wir bereit sind, ist der Wind vielleicht schon wieder vorbei.

Es sieht nach einer Düse aus zwischen den Berg Einschnitten.

Fahren wir mal bis zur Fischzucht, dann sehen wir weiter.

Und wirklich, schon nach ein paar Minuten ist der Wind wieder fast völlig aus, nur noch  2,5 Knoten Rückenwind. d.h. weiter Motoren.

Unsere Motoren fahren mit einem halben bis einem dreiviertel Liter Diesel auf die Seemeile, je nach Wetter und Wind Bedingungen. Das ist sehr wenig. Bis jetzt haben wir ca 60,- an Diesel verbraucht.

Auf Elba werden wir dann wieder zur Tankstelle fahren.

Es sind wenige Schiffe unterwegs, wenn dann moderne Yachten, die trotz Vollgas zum Glück wenig Wellen erzeugen.

Wir reduzieren ein wenig die Geschwindigkeit und erzeugen ein neues Schwingstab Video für die Osteoporose Gruppe.

Am Wetterbericht sind intensive Winde vorausgesagt für Mittwoch Mittag vor la Spezia, wo wir hin wollen. Noch intensiver ist die Vorhersage für Elba Mittwoch Nacht. Es betrifft den ganzen Raum um Elba herum. Dabei kann es sich nur um ein riesiges Gewitter, eine Superzelle handeln. Da wollen wir auf keinen Fall dort sein.

d.h. wir benötigen wieder einmal einen Plan B!

Heute Abend, bzw. Morgen Früh aktualisieren wir nochmal den Wetter Bericht und kontrollieren ob es noch da ist und was wir tun können.

Vorbei an den Cinque Terre geht es weiter in den Süden per Motor, da ja kein Wind weht.

Es ist schon wieder sehr heiß, aber das ist ja bei euch zur Zeit auch nicht anders. Wir sind in Mitten einer großen Hitze Welle.

Es gibt noch schnell eine Anti Hitze Stärkung, kurz bevor wir anlegen, da uns schon der Magen knurrt. Dann können wir entspannter vor Anker gehen.

14.30 Wir fahren in die große Bucht von la Spezia ein. Natürlich steht auch hier wieder ein großes Kreuzfahrtsschiff.

Auf dem letzten Abschnitt haben wir sogar ein wenig Rückenwind bekommen, allerdings nur soviel wie wir Geschwindigkeit hatten. Zum Segeln viel zu wenig.

Sobald wir in die Bucht von la Spezia einbiegen steigt wie immer der Wind auf beinahe 20 Knoten und er kommt eindeutig aus der Fels Öffnung.

Wir queren nur noch die Bucht, an ein Segeln ist jetzt auch nicht mehr zu denken.

Vor Lerici gehen wir wie auch letztes Jahr wieder vor Anker.

Langsam wird der Wind weniger und wir liegen gut hier.

Auch die großen Wolken beginnen sich aufzulösen und es kommt kein Regen.

Wir haben einige Kleinigkeiten zu tun, Feuerlöscher montieren, ausräumen,…..

19.00 Ich hab noch eine Pilates Stunde mit den Loops zu halten. Es ist aber noch so heiß, 33 Grad!

Wir spannen unser weißes Tarnnetz. Es ist sehr hübsch, aber dazwischen scheint natürlich die Sonne durch und erzeugt ein Muster auf mir, meinem Gesicht, meinem Armen. Sieht witzig aus. Ich werde ein Foto vom Netz machen, sobald wir es wieder aufspannen.

Nach der Stunde springe ich sofort mit der Turn Bekleidung ins Meer. Das tut gut!

Wir wollen doch noch an Land fahren. In Lerici ist es noch heißer wie am Schiff, sämtliche Hauswände strahlen noch die Hitze des Tages ab.

Wir machen eine große Runde. Viele Menschen sind unterwegs. Anschließend fahren wir zurück zum Schiff.

Ich denke es wird wieder sehr warm werden heute Nacht und kaum abkühlen.

 

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Montag, 22.6.2026 – weiter geht es nach Chiavari, unterhalb von Portofino

was eher bekannt ist.

7.30 Der Wecker läutet. Es war so heiß in der Nacht. Kein Windhauch hat sich in der Marina bewegt. Ich denke, ich hab nicht viel geschlafen.

8.30 Wir haben alles vorbereitet zum Ablegen, den Wasserschlauch abgesteckt und das Stromkabel. Alleine kriegen wir den schweren Pfosten nicht auf den Steg zurück. Die Marineros haben noch nicht Dienst.

Kurt lockert hinten die Mooring Leine und zieht den linken Rumpf damit Richtung Hafenmauer. Jetzt kann er aussteigen und das Brett entfernen.

Ein letzter Blick zum Steg. Haben wir alles abgesteckt und dann lösen wir die Leinen und fahren rückwärts raus.

Es ist eine weite Strecke, bis wir wieder am Meer draußen sind. Geschafft!

30 Minuten lang fahren wir am Hafen von Genua entlang, so groß ist er.

Je weiter wir in den Süden kommen, umso weniger Schiffe sind unterwegs.

Ich beginne Fender und Leinen abzubauen und aufzurollen. Kurt verstaut sie dann im Ausleger.

Es ist eine schöne Strecke mit viel bewaldeten Hügel und kleinen Burgen, Klöster,….. ich weiß nicht was es sind. Manche erreicht man nur vom Wasser aus.

Im bekannten Portofino, angeblich dem schönsten Küsten Abschnitt, gibt es nur wenige Stellplätze und da stehen riesige Yachten drin. Am restlichen Abschnitt ist Ankerverbot.

Ein riesiges Kreuzfahrtsschiff liegt wie immer in der Mitte der Bucht.

Wir liegen immer gegenüber vor Anker auf 6m Tiefe, vor Chiavari.

Es war die komplette Strecke so heiß, kaum Wind, sodaß wir uns wieder in den Schatten zurück gezogen haben und abwechselnd nach vorne gesehen haben.

Später spannen wir für uns sogar das Sonnensegel. Aber wieder ist kein Windhauch zu spüren, aber zumindest Schatten und wir sehen gut nach vor.

15.30 Ich bekomme ständig Blitz und Gewitter Warnungen aufs Handy von meiner Wetter App. Wir haben schon darauf gewartet. Im Wetter Bericht war schon von 14.00 Regen die Rede.

Wir müssen das Schiff klar machen, mehr Kette hineinlassen, alle Luken schließen, mein Standup Board ordentlich verschnüren. Tisch und Sessel aus Balkonien hinein räumen und dann Wind und Wetter weiter beobachten und achtsam sein.

Es gibt hier zwei Gewitter Zonen oberhalb von uns und unterhalb. Wir sind genau dazwischen. Ob das wohl so bleibt?

Der Himmel in der Bucht färbt sich grau, lange Blitze fahren senkrecht über den Himmel.

Wir sind angespannt, um nichts zu verpassen. Seitdem wir damals in Roses einen 120km/h Sturm mit Gewitter hatten, sind wir auf der Hut.

Auch die beiden Sturzhelme und die Schutzbrillen hat Kurt vorbereitet. Damals hatte ich überall blaue Flecken vom heftigen Hagel.

17.00 Es hat kaum geregnet, nur ein paar Tropfen und die Gewitter haben sich aufgelöst, ohne uns zu treffen.

Ich geh schwimmen mit meinen neuen Flossen und sie bereiten mir große Freude.

18.00 Ich freu mich auf 2x Reiki schicken und genieße die Stunde Ruhe und Energie, während ich den Strand beobachte.

19.00 Kaum ist die Sonne wieder hier, ist es auch schon wieder richtig heiß.

21.00 Wunderschön färbt die untergehende Sonne die Bucht in warmes rotes Licht.

Ich bekomme eine Mineralien Patrone in unsere Wasserbereitungsanlage gehängt, um nicht nur leeres Wasser zu erhalten.

Kurt bereitet uns wieder Trinkwasser aus dem Meerwasser mit Hilfe des Generators, so wie jeden zweiten Tag. Wir benötigen ca 120 Liter in 2 Tagen, alles in allem. Es geht blitzschnell und füllt im Nu den Wassertank voll.

Habt noch einen angenehmen Abend. Vielleicht kühlt es jetzt auch ein wenig ab bei Euch?

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Sonntag, 21.6.2026 – ein ganzer Tag in der Marina Genua!

7.30 Der Wecker läutet.

8.30 Wir haben ein kleines Frühstück zu uns genommen und sind am Weg zur Marina Genua! Der eine Teil des Hafens Genua ist ein Industrie Hafen, wo Frachter abgeladen werden. In der anderen Ecke liegt eine sehr große Marina und dort wollen wir hin und werden hoffentlich schon erwartet.

Gebucht haben wir online am Tag davor.

Ich rufe 2x am Funk auf Kanal 73, aber es kommt keine Antwort.

Per email haben wir einen Plan der Marina bekommen und wo sich unser Liegeplatz befindet.

Wir sehen unseren Stellplatz und 2 Marineros winken uns heran. Sie sind uns beim Anliegen behilflich. Alles klappt sehr gut!

Nur der Bug des Schiffes ist viel zu weit weg vom Steg. Da komm ich niemals raus. Ich deute dem Marinero, daß das nicht geht und er bringt ein breites Brett, so etwas wie einen Gerüst Pfosten, den wir als Brücke hinlegen können.

Ich glaube, ich kann da nicht drüber gehen. Kurt montiert mir ein Geländer und es klappt.

Im Marina Büro melden wir uns an und besorgen einen Stromstecker. Hier gibt es riesige Stecker wegen 73A, in Port St. Louis zum Vergleich haben wir 4A und 8A.

Hier stehen auch riesige Schiffe und im Hintergrund sind Werften, wo Schiffe gebaut werden und z.B. die Costa abgewerft wird.

Weiter geht es zu Fuß zum Flughafen von Genua in der unglaublichen Vormittags Hitze. Wir haben einen Leihwagen reserviert bei Avis. Es klappt wunderbar und Kurt muss sich erst mit dem Auto anfreunden.

Wir fahren zu Ikea und besorgen eine neue Matratze fürs Gästebett. Sie hat sich irgendwie zerlegt, zersetzt und man kann nicht mehr drauf schlafen.

Danach bekomm ich endlich neue Flossen bei Decathlon.

Und den Platz, der noch war im Auto, befüllen wir mit Lebensmittel von Lidl.

Jetzt geht es zurück zur Marina. Es ist unglaublich heiß und der Asphalt und die Wände strahlen die Hitze ab.

Alle Lebensmittel müssen sinnvoll im Schiff verstaut werden.

Mehrmals greifen wir zu Wasserflaschen um nicht auszutrocknen.

Die schwierigste Arbeit liegt noch vor uns. Die alte Matratze muss durch die kleinen Gänge raus auf Balkonien und die neue Matratze muss aufs Schiff. Zum Glück ist sie noch eingerollt.

Wir passen die neue Matratze an die Alte an, zerschneiden die Alte auf Stücke und schleppen alles zu den riesigen Mistkübeln.

Zur Belohnung gehen wir in das riesige Sushi Restaurant und gönnen uns viele leckere Sushi Variationen.

Aber der Leihwagen muss natürlich wieder zurück zum Flughafen Genua. Das klappt sehr schnell. Zurück zur Marina geht es wieder zu Fuß, aber mittlerweile kennen wir schon den Weg und es ist nicht mehr so heiß, hat aber doch noch 28 Grad.

Morgen Früh geht es wieder raus aufs Meer und weiter in den Süden. Ich freu mich auf schwimmen mit meinen neuen Flossen und ein bischen Abkühlung.

Welch aufregender Tag!

Gute Nacht!

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Samstag, 20.6.2026 – Es geht noch nicht weiter!

10.00 Skipper Kurt ist noch ziemlich erschlagen von der gestrigen Hitze. Er ist zwar die ganze Zeit vorne am Trampolin unter gespannten Planen gesessen und hat raus gesehen ob ein Schiff unseren Weg kreuzt. Aber die Strahlungshitze darunter ohne Windhauch war trotzdem ziemlich stark.

Ein paar Male am Nachmittag bei Wasser Temperatur von 27 Grad hab ich ihm angeboten, sich zu kühlen, aber er wollte nicht ins Wasser.

Wir haben heute zum Glück nur eine kurze Strecke ca. 2 Stunden bis vor Genua, weil wir für Morgen in der Marina Genua einen Marina Platz und einen Leihwagen gebucht haben. In Genua haben wir dann einiges zu erledigen, wenn alles so klappt, wie wir denken daß es klappen könnte.

10.00 Die Temperatur kühlt glücklicherweise in der Nacht noch sehr intensiv ab und somit auch die Wasser Temperatur. Es hat jetzt 23 Grad und ich flossel zwei Runden ums Schiff, um meinen Kreislauf zu beleben.

Ein wenig abgekühlt kann ich uns nun ein großes Frühstück bereiten.

13.00 Mir fällt auf, wenn ich mit dem Fernglas zum Strand schaue, daß die Touristen über Mittag nicht mehr die Sonne verlassen. Früher war der Strand zwischen 12.00 und 15.00 viel leerer. Jetzt gehen sie ihren gewohnten Strand Aktivitäten nach, stehen im Wasser oder paddeln auf Standup Boards.

16.30 Wir haben gegessen, gebadet, sind geschwommen. Jetzt wird es wirklich Zeit näher zu Genua zu fahren, damit wir am Morgen schon um 9.00  in der Marina sein können.

Wir sind nun am obersten Bereich von Genua und liegen vor dem Stadtstrand vor Anker. Wie es aussieht, sind wir hier ganz alleine. Die übrigen Boote waren scheinbar nur zum Baden da und um einen Ausflug zu machen. Das macht nichts. Es ist kein Schlechtwetter angesagt und auch kaum Wind. Vielleicht haben wir noch ein wenig Wellengang von den vorbei fahrenden Booten, aber das kennen wir gut und es stört uns nicht.

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Freitag, 19.6.2026 – weiter geht es nach Varazze!

8.00 Der Wecker läutet.

8.30 Mein erster Blick fällt auf den Meeres Thermometer, 22,5 Grad. Das ist nicht besonders viel aber für ein paar morgendliche Runden gerade richtig.

9.00 Wir sind bereit aber wollen gerne noch ein kleines Schwingstab Video erzeugen und für die Osteoporose Gruppe hochladen.

Es fühlt sich an, als würde es täglich wärmer werden. Bei der Wasser Temperatur stimmt es ja auch!

Kurt spannt ein Sonnendach über beide Trampoline. Gerade wollt ich ein Foto für euch machen, aber er hat es schon abgebaut. Morgen dann!

Das Meer ist glatt, der Himmel ist blau. Die Gewitter Wolken lösen sich zum Glück immer über Nacht auf.

Hier an der italienischen Riviera ist zur Zeit wenig Schiff Verkehr. So brauchen wir nur ab und zu einen Rundblick machen.

Die Seekarte sagt, daß wir wieder maximal 8 Stunden bis Varazze benötigen.

Kurt liegt unter dem Sonnendach und versteckt sich dort perfekt vor der Sonne. Nur Strahlungswärme gibt es jetzt noch.

Es ist sehr heiß. Wir haben 33 Grad und kein Windhauch regt sich.

Vor und hinter uns im Hinterland entstehen wieder viele Gewitter, bis rauf in die Schweiz. Zum Glück kommen sie nicht runter ans Meer.

16.00 Wir sind angekommen und gehen vor Anker. Am Strand tummeln sich die Menschen und einige sind auch im Wasser.

Die Wasser Temperatur beträgt 27,3 Grad. Ich muß 2x hinsehen. Nichts wie rein ins kühle Naß passt ja jetzt auch nicht mehr.

Meine Flossen, die ich voriges Jahr gekauft habe, sind einfach zerrissen. Sehr schade. Hier im Schiff gibt es noch sehr lange, aber sie sind so schwer und ziehen mich runter. Ich werde mich dran gewöhnen müssen oder neue kaufen.

18.00 Jetzt noch eine Runde mit dem Standup Board!

Kurt erforscht, wo wir unser Beiboot im Hafen festmachen können. Wir werden sehen, ob das so passt.

Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren dann in den Hafen.

20.00 In der Marina verstecken wir unser Beiboot beim Jetski Steg. Dort ist jetzt natürlich niemand mehr, somit kann uns auch niemand verscheuchen. Einen besseren Platz unter den vielen Riesen Yachten haben wir nicht gefunden. Er ist perfekt und das Tender liegt hier gut.

Wir marschieren die Marina ab, bis wir zum Ort Varazze kommen. Empfangen haben uns eine riesige Palmen Allee mit vielen Menschen, Straßenmusikern, kleinen Kindern, die noch herumtollten auf der Hüpfburg. Grob gesagt: hier ist was los!

Italiener machen gerne mit der ganzen Familie Urlaub vom Kleinkind bis zu den Großeltern.

Noch schwach kann ich mich vom Vorjahr daran erinnern. Da war doch irgendwo ein Durchgang, wo man in die Altstadt kommt mit ihren kleinen, schmalen, verzierten Häusern. Wir finden den Durchgang und marschieren die kleinen Gässchen durch, die ebenso kleinen Geschäfte haben noch geöffnet, obwohl es schon 22.00 ist. Das lob ich mir an Italien.

Die Franzosen halten nichts davon, länger offen zu lassen, selbst wenn Nachfrage da ist. Sie sperren brav um 18.00 all ihre Geschäfte zu, auch in der Hauptsaison und das Ringelspiel wird um 20.00 abgedreht.

Es ist einfach anders. Wir sind Italien Fans, auch wegen der wohl klingenden Sprache und den geschmackvoll gekleideten Italienern.

22.30 Wir finden wieder zu unserem Beiboot und fahren zum Schiff zurück. Es ist noch immer  angenehm mild.

Wir werden noch ein bisschen auf Balkonien sitzen bleiben und dann ins Bett schlüpfen. Morgen haben wir ja keine Eile in der Früh und auch kein Wecker wird läuten!!!!

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Donnerstag, 18.6.2026 – weiter geht es nach Imperia!

7.30 Der Wecker läutet. Ich würde gerne noch im Bett bleiben. Aber die Pflicht ruft. Wir haben eine lange Strecke vor uns.

8.20 Wir haben schon an der Tankstelle von Saint Laurent angelegt. Die Marineros sind schon da, bitten aber noch um ein paar Minuten. Natürlich! Wir sind ja zu früh dran.

Der Diesel kostet mittlerweile  an der Wasser Tankstelle soviel wie an einer Auto Tankstelle im Ort. d.h. keine wilden Preissteigerungen.

Fertig getankt, geht die Fahrt auch schon los. Es gibt strenge Vorlagen, wie nahe man an einem Flughafen vorbei fahren darf. Immerhin haben Segelboote hohe Masten und über ihnen ist die Einflugsschneiße von Nizza Airport.

Es ist strahlendes Wetter und das Meer ist ruhig. Es weht nur wenig Wind, zu wenig zum Segeln und aus der falschen Richtung.

Für meine Osteoporose Gruppe erzeuge ich ein Schwingstab Video und verspreche ihnen jeden Tag ein neues Video, wenn sie brav mit mir trainieren.

Kurt läuft am Catwalk auf und ab und ich filme seine neue Kleidung, die seine Schwester für ihn genäht hat. Beides wird sehr unterhaltsam für uns.

Vorbei an Monaco und vielen kleinen Orten in Italien, die wir schon vom Winter mit dem Wohnmobil kennen. Nur daß wir jetzt auf der anderen Seite sind, am Meer und aufs Land schauen.

7,5 Stunden später liegen wir wie letztes Jahr auch vor Imperia wieder vor Anker.

Nachdem die Wasser Temperatur bereits 24 Grad beträgt, heißt es für mich schwimmen gehen. Sehr angenehm!

Nachdem Yoga entfällt können wir früher schon nach Imperia rein fahren und spazieren gehen. Natürlich bekommt Kurt sein tägliches Eis.

Wir besichtigen und bestaunen viele der riesigen Yachten. Unglaublich wie groß sie doch sind. Imperia ist ein netter Ort mit einer prachtvollen Kathedrale.

8000 Schritte später und etwas müde geht es wieder zurück zum Schiff, daß hier vor dem Hafen vor Anker liegt.

Endlich gibt es wieder Mond!

Ich schreibe an meinem Blog für Euch. Kurt bereitet uns wieder Trinkwasser.

Der Wind ist sanft und wir werden sicher gut schlafen mit leichtem Geschaukel.

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Mittwoch, 17.6.2026 – ein perfekter Segeltag?

oder doch nicht?

Es ist ein wenig kompliziert aus der großen Bucht von Saint Tropez rauszufahren. Viel Jachten stehen hier, Beiboote fahren, Segelboote versuchen wie wir, rauszusegeln, dazwischen noch das Passagierschiff, daß die Menschen vom anderen Ufer bringt und zurück bringt.

Im Grunde fühlt es sich an wie in einem Videospiel und wir müssen nach allen Seiten Ausschau halten, um nichts und niemand zu übersehen.

Laut Wettervorhersage haben wir bis 12.00 gewartet, getrödelt und uns mit Allem Zeit gelassen, denn es wehte starker Gegenwind und damit kommen wir nicht gut voran und es kostet unnötig Sprit gegen den Wind zu fahren.

Beim letzten Rundblick bemerken wir daß alle Schiffe schon gedreht haben und nach Saint Tropez zeigen. Das passt! Auf geht´s!

Die meisten Segler ziehen schon am Ankerplatz das Großsegel hoch. Das versuchen wir auch heute. Vielleicht ist es einfacher als auf See.

Und dann geht es schon raus aus der Bucht mit Motor und dem aufgezogenen Großsegel.

Der Wind steigt stark an. Mitten am Weg raus aus der Bucht steht noch ein großes Seezeichen, da hier eine Untiefe ist. All die gesetzten Bojen muss man außen umfahren, um nicht zu streifen.

Endlich draußen versucht Kurt das Großsegel zu trimmen. Die Motoren laufen noch und es hat bereits 18 Knoten Wind. Ziehen wir doch die Genua auf und drehen die Motoren ab, dann können wir sicher gut trimmen.

Es dauert noch eine Weiloe bis alle Segel straff stehen, während der Wind langsam weniger wird. Schade!

Trotzdem überholen wir alle Segelboote am Weg. Ein Katamaran fährt einfach schneller, selbst wenn es so eine alte, überladene Dame ist wie unsere Sailhymen.

Drei Stunden schaffen wir mit Segel, gemütlich dahin und es fühlt sich gut an. Nicht zuviel und nicht zuwenig Wind, gerade richtig.

15.00 Der Wind wird immer schwächer. Ich geh mal Essen bereiten. Jetzt ist auch Zeit für meinen Italienisch Kurs und das Vibrationsbrett. Wenn irgendwie möglich benütze ich es auch hier täglich.

Nach dem Essen starten wir wieder einen Motor an und fahren ihn als Unterstützung zu den Segeln. Außerdem laden wir die Batterie wieder voll.

Im Hinterland sind seit gestern immer wieder Gewitter verzeichnet, weil es so schnell so warm geworden ist. Auch die Wasser Temperatur des Meeres ist von 14,2 mittlerweile hier auf 24,9 gestiegen und das innerhalb weniger Tage.

Wir haben noch eine Weile, denn heute haben wir 40 Seemeilen geplant. Das sind maximal 8 Stunden, wenn wir flott sind sogar kürzer. Mal sehen!

Vorbei geht es an Cannes, den Inseln davor, Antibes,….

19.00 Wir liegen vor St Laurent du Var, vor Anker ganz nahe am Flughafen Nizza. d.h. über unseren Köpfen landen ständig Flieger, denn Nizza ist ein internationaler Flughafen.

Wir wollen gerne noch an Land gehen aber ich hab der Osteoporose Gruppe ein Video mit dem Schwingstab versprochen. So filmen wir und ich zeige viele Übungen vor. Anschließend setzen wir das Video zusammen und stellen es auf Youtube, damit sie es immer wieder ansehen können.

22:33 Es ist zu spät für einen Landgang. wir müssen ja Morgen zeitig aufstehen.

Hier in der Marina gibt es eine Tankstelle, wo wir Morgen Früh unsere Tanks befüllen müssen, um dann damit bis Elba zu kommen.

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Dienstag, 16.6.2026 – weiter geht es zur nächsten Etappe!

8.00 Ich bin schon wach. Es ist immer aufregend, wenn es weiter geht.

10.00 Wir haben noch Gegenwind. Er sollte aber zu drehen beginnen.

Wir  fahren bei Halbwind, hart am Wind, bis Rückenwind. Oft ist der Wind zu schwach, dann nehmen wir einen Motor dazu. so können wir auch unsere Batterie wieder auffüllen. Strom ist etwas sehr kostbares an Bord.

Ab dem Naturschutzgebiet vor Saint Tropez geht es wieder an,  daß  Motoryachten uns ständig mit viel Gas überholen. Das Segel schlägt dann nach allen Seiten, unser armes Schiff hüpft über die Wellen. Im Wohnbereich muß alles gut fixiert sein, um nicht umzufallen. Das ist die unangenehmste Strecke. Dabei ist noch Vorsaison. Je kleiner die Yachten, umso schneller versuchen sie an uns vorbei zu jagen. Die wirklich Großen fahren meist gesittet.

16.30 Wir fahren in die große Bucht von Saint Tropez ein und suchen unseren Ankerplatz, an dem wir schon oft erfolgreich vor Anker gelegen sind.

Wir brauchen drei Anläufe, bis der Anker endlich greift. Hier gibt es schlechten Halt wegen des vielen Seegrases.

19.00 Ich halte meine Pilates Stunde und es wird sehr heiß. Die Sonne scheint mich durchgehend an. Ich bin so erhitzt danach, daß ich umbedingt noch ins Meer schwimmen gehen will. Aber es hat nur 21 Grad.

Ich schaffe zwei Runden ums Schiff und es ist sehr angenehm und auf jeden Fall auszuhalten. Ich freu mich sehr! Die ersten Schwimmtempos hab ich hinter mich gebracht.

Wir sitzen noch lange in der Veranda und genießen den Anblick der verschiedensten Schiffe und Saint Tropez!

Die Sonne geht unter und färbt wieder das Meer und den Himmel rot.

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Montag, 15.6.2026 – Wir dürfen einen Tag vor Anker in Porquerolles bleiben!

9.00 Es ist bewölkt und noch kühl. Wir sind nach Osten gedreht zur untersten Ecke von Porquerolles. Darum bleiben wir heute hier. Wir hätten durchgehend starken Ostwind als Gegenwind während der Fahrt. Das sind noch Nebenwirkungen des Mistrals, der immer noch weht im Westen und bei uns im Hafen.

Solange wir noch genug Zeit haben, ist es für mich ok, einen Tag zu pausieren in so schöner Umgebung. Gestern Nacht war der Himmel voller Sterne. Hier ist es richtig dunkel in der Nacht. Ich denke, sie haben im Ort das Licht abgedreht ab 22.00.

Touristen gibt es ja nur tagsüber, wenn sie mit den Touristen Booten vom Festland gebracht werden. Nur für wenige Menschen gibt es hier die Möglichkeit zu wohnen.

11.00 Wir haben ein einstündiges Gespräch mit unserem Ernährungs Spezialisten. Es ist schon sehr,  sehr schwierig sich gesund zu ernähren im Ausland bei soviel hochverarbeiteten Lebensmittel. Er hat mich in den Wald geschickt, um Wildpflanzen zu essen. Ja das mach ich Zuhause den ganzen Tag, aber wie hier?

Der Wind legt zu auf ca. 60 km/h und wir sind immer noch gut geschützt hier in der Ostecke der Insel, aber der Himmel ist wieder blau. Die Wolken sind weggezogen.

Ich bereite uns Essen.

15.00 Ich möchte ein bisschen Krafttraining machen und dann an Land fahren. Also los geht´s! Es fällt mir ein wenig schwer hier, weil ich die Möglichkeiten nicht habe, wie in der Kraftkammer eines Fitnesscenter.

17.00 Wir fahren mit dem Tender in den Hafen. Ich muß fahren, um es zu üben, sagt Kurt. Ein bisschen rupelig wird die Fahrt dadurch, weil ich nicht soviel Gefühl für den Gashebel habe wie er. Aber schließlich ist er recht zufrieden und wir kommen auch gut an.

Wir essen ein schwarze Johannisbeere Eis, sehr gut und sehr färbend und sehen uns ein wenig in den kleinen Supermärkten um. Ich bin auf der Suche nach getrockneten Hülsenfrüchten, was ich schließlich auch finde.

Das Eingekaufte ist im Beiboot verstaut, somit können wir eine Wanderung zum Leuchtturm machen. Es werden doch über 5km durch den Wald. Spaziergänger gibt es hier wenig. Alle fahren mit dem Rad.

20.00 Zurück an Bord genießen wir den wolkenlosen Himmel. Der Wind weht nur noch mit 5 Knoten und die sonne beginnt unterzugehen.

Welch wunderschöne Stimmung, ähnlich wie gestern. Dies hier ist schon ein energiereiches, schönes Fleckchen Erde.

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