Ich hab den Wecker gestellt, damit ich es noch rechtzeitig zum Markt schaffe.
Es ist Sonnenschein, aber der Wetterbericht sagt gefühlte 2 Grad. Das klingt aber nicht fein. Ich halte einmal kurz den Kopf bei der Türe raus. Uhhh wirklich kalt, d.h. noch eine Schichte mehr anlegen. Insgesamt hab ich mit Mütze und Handschuhe 10 Kleidungsstücke übereinander an. Beim nach vor radeln hab ich mir oft gedacht, ich hätte doch den Mantel nehmen sollen. Aber das ist ja nicht cool mit Mantel Rad fahren.
12.00 Zurück ist es schon viel angenehmer. Die Sonne wärmt meinen Rücken und der Wind schubst mich an.
Ich hab wieder ein großes Grillhuhn mit Bratkartoffel vom Markt mitgebracht. Heute waren seine Hühner beinahe ausverkauft, jeder wollte ein Huhn und seine guten Bratkartoffel.
Vom Markt geht es weiter zum Supermarkt. Ich benötige noch rote Rüben für ein Käse Gratin und vielleicht finde ich ein gutes Brot. Mein selbst gebackenes Brot ist schon fast zu Ende.
Der Kleine hat vor dem Supermarkt zutraulich auf meinem Rucksack gezupft, der am Boden stand und hat nach Essen gebettelt. Zufällig hab ich Brot gekauft. Er war gechippt und klein.
Was meint ihr, ist das ein kleiner Rabe? Süß war er! Blieb neben meinem Fahrrad hocken und hat gemütlich gefressen! Er war gar nicht schüchtern oder verschreckt. Vielleicht haben ihn Menschen aufgezogen.
Ich schau ihm noch eine Weile zu, dann fahr ich zurück.
Ist der Rabe, falls es ein Rabe ist, jetzt mein neues Krafttier? Ich werde gleich nachlesen. Er war mir so nahe. Das Brot Stückchen hat er direkt von meiner Hand genommen und sein schwarzes Gefieder hat so schön geglänzt.
Welch nettes Erlebnis!
Zurück beim Schiff, nehme ich noch meinen Roller als Gegen Sport und fahre noch ein Stück in die Sonne. Die Sonne tut so gut.
Nach dem Essen zerlegt Kurt mein Fahrrad. wir haben mittlerweile 4 neuen Schläuche, aber nur 2 Reifen zugeschickt bekommen. 4 Stück waren in der Bestellung, aber nur 2 sind angekommen, ohne dass der Verkäufer uns verständigt hat.
Wir haben noch einen 2. Bestellversuch gemacht und bei Decathlon geordert. sie sollten nächste Woche da sein, so hoffen wir. Sonst ist jede Ausfahrt immer mit Unsicherheit verbunden, da die Reifen, der Gummi schon so brüchig sind.
Kurt streicht die Türen mit Lack. Es sieht schön aus und reicht aus für diese alten Türen, 1 Schichte Unterlack, 1 Schichte Lack auf jeder Seite. Irgendwann wollen wir die schweren Türen entfernen und sie durch Vorhänge, die nichts wiegen ersetzen. Unser Schiff wird sowieso immer schwerer. Irgendwann fährt es dann nur noch wie eine Blei Ente, sagt Kurt. d.h. Gewicht reduzieren, wo es möglich ist.
16.00 Der starke Nordwest Wind hat etwas nachgelassen und wir machen einen Rad Ausflug zur Rhone. Kalt ist es trotzdem immer noch, besonders im Gesicht.
Das letzte große Projekt für diese Saison ist das Gästebett. Ich versuche ein bisschen an der Decke abzukratzen. Es macht furchtbar viel Mist und funktioniert nicht so gut mit der Drahtbürste. Alles ist voller kleiner, weißer Stückchen von mir bis zum Leintuch.
Kurt rückt mit der Schleifmaschine an und im Nu ist wirklich alles voller Stückchen, von seinem Gesicht bis zu den Socken. OMG!
Er versucht es weiter mit dem Staubsauger und dem Schleifgerät. Es ist aber nur ein bisschen besser.
In der Zwischenzeit zerlege ich das Bett komplett und reinige den Bretterboden. Der Vorbesitzer Pierre hat ihn aus lauter Holz Stücken zusammen gesetzt. Überall sind Stufen drin. Zum Glück ist die Matratze dick, so dass man das nicht spürt.
Morgen werden wir vielleicht schaffen, die Matratze aus dem Schiff zu zerren, sie ist sehr groß, abziehen und zur Wäscherei bringen und waschen.
Die dicke Unterlage liegt jetzt am Trampolin und muss mit dem Schlauch gewaschen werden. Aber es ist schon dunkel. Das machen wir Morgen.
Kurz noch ein wenig weg saugen. Mehr geht heute nicht mehr.
Wir machen noch eine Runde, aber es weht kalter Wind. Danach schnell ins warme Wohnmobil hinein flüchten! Wir gehen aber heute für unsere Verhältnisse zeitig zu Bett. Es war ein anstrengender Tag!





















