Mittwoch, 28.1.2026 – Markt in Port St. Louis!

Ich hab den Wecker gestellt, damit ich es noch rechtzeitig zum Markt schaffe.

Es ist Sonnenschein, aber der Wetterbericht sagt gefühlte 2 Grad. Das klingt aber nicht fein. Ich halte einmal kurz den Kopf bei der Türe raus. Uhhh wirklich kalt, d.h. noch eine Schichte mehr anlegen. Insgesamt hab ich mit Mütze und Handschuhe 10 Kleidungsstücke übereinander an. Beim nach vor radeln hab ich mir oft gedacht, ich hätte doch den Mantel nehmen sollen. Aber das ist ja nicht cool mit Mantel Rad fahren.

12.00 Zurück ist es schon viel angenehmer. Die Sonne wärmt meinen Rücken und der Wind schubst mich an.

Ich hab wieder ein großes Grillhuhn mit Bratkartoffel vom Markt mitgebracht. Heute waren seine Hühner beinahe ausverkauft, jeder wollte ein Huhn und seine guten Bratkartoffel.

Vom Markt geht es weiter zum Supermarkt. Ich benötige noch rote Rüben für ein Käse Gratin und vielleicht finde ich ein gutes Brot. Mein selbst gebackenes Brot ist schon fast zu Ende.

Der Kleine hat vor dem Supermarkt zutraulich auf meinem Rucksack gezupft, der am Boden stand und hat nach Essen gebettelt. Zufällig hab ich Brot gekauft. Er war gechippt und klein.
Was meint ihr, ist das ein kleiner Rabe? Süß war er! Blieb neben meinem Fahrrad hocken und hat gemütlich gefressen! Er war gar nicht schüchtern oder verschreckt. Vielleicht haben ihn Menschen aufgezogen.

Ich schau ihm noch eine Weile zu, dann fahr ich zurück.

Ist der Rabe, falls es ein Rabe ist, jetzt mein neues Krafttier? Ich werde gleich nachlesen. Er war mir so nahe. Das Brot Stückchen hat er direkt von meiner Hand genommen und sein schwarzes Gefieder hat so schön geglänzt.

Welch nettes Erlebnis!

Zurück beim Schiff, nehme ich noch meinen Roller als Gegen Sport und fahre noch ein Stück in die Sonne. Die Sonne tut so gut.

Nach dem Essen zerlegt Kurt mein Fahrrad. wir haben mittlerweile 4 neuen Schläuche, aber nur 2 Reifen zugeschickt bekommen. 4 Stück waren in der Bestellung, aber nur 2 sind angekommen, ohne dass der Verkäufer uns verständigt hat.

Wir haben noch einen 2. Bestellversuch gemacht und bei Decathlon geordert. sie sollten nächste Woche da sein, so hoffen wir. Sonst ist jede Ausfahrt immer mit Unsicherheit verbunden, da die Reifen, der Gummi schon so brüchig sind.

Kurt streicht die Türen mit Lack. Es sieht schön aus und reicht aus für diese alten Türen, 1 Schichte Unterlack, 1 Schichte Lack auf jeder Seite. Irgendwann wollen wir die schweren Türen entfernen und sie durch Vorhänge, die nichts wiegen ersetzen. Unser Schiff wird sowieso immer schwerer. Irgendwann fährt es dann nur noch wie eine Blei Ente, sagt Kurt. d.h. Gewicht reduzieren, wo es möglich ist.

16.00 Der starke Nordwest Wind hat etwas nachgelassen und wir machen einen Rad Ausflug zur Rhone. Kalt ist es trotzdem immer noch, besonders im Gesicht.

Das letzte große Projekt für diese Saison ist das Gästebett. Ich versuche ein bisschen an der Decke abzukratzen. Es macht furchtbar viel Mist und funktioniert nicht so gut mit der Drahtbürste. Alles ist voller kleiner, weißer Stückchen von mir bis zum Leintuch.

Kurt rückt mit der Schleifmaschine an und im Nu ist wirklich alles voller Stückchen, von seinem Gesicht bis zu den Socken. OMG!

Er versucht es weiter mit dem Staubsauger und dem Schleifgerät. Es ist aber nur ein bisschen besser.

In der Zwischenzeit zerlege ich das Bett komplett und reinige den Bretterboden. Der Vorbesitzer Pierre hat ihn aus lauter Holz Stücken zusammen gesetzt. Überall sind Stufen drin. Zum Glück ist die Matratze dick, so dass man das nicht spürt.

Morgen werden wir vielleicht schaffen, die Matratze aus dem Schiff zu zerren, sie ist sehr groß, abziehen und zur Wäscherei bringen und waschen.

Die dicke Unterlage liegt jetzt am Trampolin und muss mit dem Schlauch gewaschen werden. Aber es ist schon dunkel. Das machen wir Morgen.

Kurz noch ein wenig weg saugen. Mehr geht heute nicht mehr.

Wir machen noch eine Runde, aber es weht kalter Wind.  Danach schnell ins warme Wohnmobil hinein flüchten! Wir gehen aber heute für unsere Verhältnisse zeitig zu Bett. Es war ein anstrengender Tag!

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Dienstag, 27.1.2026 – Dicke, dunkle, schwere Südwind Wolken hängen über dem Hafen!

Es hat 15 Grad, aber regnet immer wieder. Das nächste Sturmtief Ingrid wälzt sich über den Westen Europas hinein und das nächste wartet schon. Auch Spanien und Marokko versinken im Regen, Malta, Sizilien, selbst Marokko,  geht es nicht besser. Wir alle haben die Erd Veränderung eindeutig jetzt zu spüren.

Heuer ist der feuchteste Winter  und wir sind schon seit 2012 in Südfrankreich.

Ich geh mal entsorgen, mit Regenjacke natürlich.

Die nächste Morgen Aufgabe, nachdem unter dem Schiff dürres, abgestorbenes Gras wächst,  ist das Zusammenkehren. Überall kehre ich! Außen am Schiff, die Leiter runter, auf der dicken Kokosfaser Matte, die mittlerweile schon sehr schwer ist vom Regen, im Vorraum, im Schiff, die Stiegen hinunter, in den unteren Räumen. Obwohl wir ständig die Schuhe wechseln ist hier immer Gras und Schuhabdrücke und “Gatsch!” Mein neues Lieblingswort!

Erschwerend kommt dazu, dass es ständig ein bisschen regnet, sodass einfach überall “Gatsch” entsteht!

So geht´s hier zu.

Kurt schaut, dass er im Ausleger weiter kommt mit Streichen. Allerdings, da es ständig ein bisschen regnet, kann er heute die große Fenster Klappe nicht offen lassen. Aber er trägt ja immer seine Gasmaske, ist auch gut so!

Ich bin im Gästebett und versuche, die Decke ein bisschen abzukratzen. Nachdem an manchen Stellen keine Isolierung gemacht wurde, wird diese Stelle immer feucht und jede Art von Lack blättert nach ein paar Monaten ab. Ich kann ein wenig beginnen und vorarbeiten. Hier werden wir viel Lack runter kratzen müssen. Zum Glück ist das nicht an allen Stellen so, sondern nur in der Mitte und rund um die Luke, überall wo das Polyester ganz dünn gemacht wurde, schwitzt es.

Heute gibt es zu Mittag “Filet vom schwarzen Kabeljau ohne Haut und Gräten. Jeden Fisch, den ich irgendwie kenne, kaufe ich und dann versuch ich damit etwas zu zaubern. Wir essen hier jeden 2. bis 3. Tag Fisch. Es gibt zum Glück viel Auswahl.

17.00 Kurt geht nochmal in den Ausleger. vielleicht schafft er es heute, fertig zu werden. Das Weiß an den Wänden sieht sehr schön aus.

18.00 Ich hab noch Pilates, allerdings muss ich erst Platz schaffen, denn die Veranda ist schon wieder eine Werkstätte geworden.

Es hat noch 14 Grad. Wir teilen wieder die Standheizung für die beiden Räume. Mehr Wärme brauch ich nicht zum Turnen.

Während ich turne, will Kurt sich weiter seiner Technik im Wohnmobil widmen und sie weiter verfeinern. Es wird immer komplizierter einzuheizen, wenn sie es nicht alleine tut.

Männer brauchen Technik!

20.15 ich hab noch ein Seminar: die Kraft des Atems!

Es windet sehr stark, immer wieder kommt auch ein kleiner Regenguss. Wenn wir eine Runde gehen, dann mit Regenjacke,  sicher ist sicher.

Wir schauen noch eine romantische Komödie an.

23.30 Es ist angenehm mild bei 11 Grad und völlig windstill. Wir gehen noch eine große Runde. Sie dauert meist 45-60 Minuten.

Kaum zurück im Wohnmobil und am Weg ins Bett, beginnt es zu stürmen und zu regnen. Danke liebes Wetter, das war nett von dir! Wir hatten es noch so fein draußen.

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Montag, 26.1.2026 – Blitzblauer Himmel bedeutet Mistral Wind!

und Mistral Wind bedeutet kalt!

Ein Blick aus dem Fenster des Wohnmobiles erfüllt uns schon einmal mit Freude. Es ist wunderschönes Wetter. Aber unserer Wetter Bericht sagt, es hat erst 8 Grad. Wind Böen beginnen durch den Hafen zu heulen. Ahja wir haben Mistral.

11.00 Ich geh kurz raus, um die Sache zu betrachten. windgeschützt ist es wunderschön, im Wind ist es sehr kalt.

Ich möchte gerne mit dem Rad zum Supermarkt fahren, ein paar Kleinigkeiten kaufen. Immer nur soviel, wie in die Packtaschen passen. Die leichten dinge kann ich ja auch in meinem Rucksack verstauen.

Aber zuerst, um dort heil anzukommen, benötige ich noch viele Schichten Kleidung.

Wir haben uns doch bei Nebulus Ski Unterwäsche gekauft. Sie wird gleich getestet und das Fazit ist, sie ist ok, nicht extrem warm, aber angenehm weich.

Am Kopf hab ich meine Fantomas Mütze. Da sind nur die Augen frei. Schaut grimmig aus, aber hilft, sich nicht den Kopf zu verkühlen.

Alles klappt gut. Ich bin auch heil wieder zurück gekommen. Unsere Reifen sind schon recht brüchig. Wir haben auch schon neue bestellt, aber sie sind leider nicht lieferbar zur Zeit. So fahr ich immer sehr vorsichtig und hoffe jedes Mal ohne Platten wieder zurück zu kommen.

Kurt räumt den Ausleger aus und in solch einem langen Ausleger lässt sich so allerhand verstauen. Wir müssen dringend einen Teil davon wegwerfen, nicht nach Hause führen. sonst liegt es dann zuhause.

Gestern hab ich schon vor gereinigt, soweit ich gekommen bin.

Kurt streicht die Rückseite der 4 Türen. sie benötigen viel Farbe. Hoffentlich geht sich alles streichen damit aus.

15.00 Frisch gestärkt geh ich den großen Rest des Auslegers zu reinigen und mit einer Drahtbürste abreiben, was sich von selbst löst.

17.00 Kurt möchte gerne im Ausleger zu streichen beginnen, aber es fühlt sich noch zu feucht an. Da heißt es noch warten.

Ich kann in der Zwischenzeit den hintersten Raum, die Gäste Toilette wieder Staubfrei machen und einräumen. Sehr schön sind die Wände geworden. Ich hätte sollen ein vorher nachher Foto von den alten Belegen und Rost machen.

Jetzt ist alles weiß und glatt und lässt sich auch gut reinigen.

19.00 Kurt beginnt den Ausleger zu streichen. Hoffentlich haben wir genug Farbe. Das ist eine große Fläche. Ich glaube er ist ca. 4m lang und ca. 90cm breit und ich kann darin stehen.

Es wird schön weiß werden. Vielleicht haben wir ja einen zusätzlichen Gast und benötigen diesen Ausleger als Bett.

Ich hab noch zwei Reiki Kunden. sonst haben wir jetzt schon Pause.

Wir gehen sicher eine Runde. Der Wind hat aufgehört und es hat noch 8 Grad.

In der Nacht dreht der Wind um, wieder auf Südwind. Am Atlantik bildet sich gerade ein so großes Tief, wie ich noch nie eines gesehen hab. Das bedeutet, es kann immer wieder regnen, aber auch milder werden.

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Sonntag, 25.1.2026 – Bekommen wir 30 Minuten Sonne?

oder sogar weniger.

11.30 Die Sonne scheint. Ich springe auf meinen Roller und fahr einfach ein Stückchen in  die Sonne. Es ist windstill und warm, aber wie immer, so soll es nicht bleiben.

Ich locke Kurt in die Sonne und wir rollern rüber zum großen, neuen Platz und sehen uns die Stile der verschiedenen Katamarane an. Es werden immer mehr hier, weil es nicht viel andere Möglichkeiten gibt, einen Katamaran 1. herauszukranen und 2. im Trockenen sicher zu lagern über Winter.

Die Marina kauft auch immer wieder Land dazu, um es für weitere Stellplätze zu nützen.

12.00 Die Sonne versteckt sich wieder hinter Wolken. Na immerhin, es war ein kurzfristiges Vergnügen, Sonne zu tanken.

13.00 Es regnet! Na mal etwas Neues!

Wir versuchen ein wenig aufzuräumen in der Veranda. Gestern, nach den Wolkenbruch artigen Regengüssen, haben wir hier alles in Sicherheit gebracht. Mittlerweile kann man kaum mehr durch gehen.

Bei allen Luken und Öffnungen hat es gestern hinein geregnet, was wir erst heute entdecken. Kein Wunder! Es war ja eine Wasser Explosion über uns mit Sturmböen, dass wir nicht raus gehen konnten.

Da habt ihr ein Foto eines Pools, einer Bilge.

Der Schlauch ist natürlich von der Standheizung, zum Trocknen der Farbe.

Die Bilge ist der tiefste Punkt des Schiffes und hier in dieser starken Isolierungs Schichte, darf sich im Notfall Wasser ansammeln, ohne dass sich das Schiff durch nässt und davon zerstört wird. Solche Bilgen gibt es in jeden Raum. Die Arbeit darin hat so viele Tage gedauert, beginnend mit Eichenholz als Wände einbauen, viele Schichten Unterlack aus Stinke Farbe und schließlich Stinke Farbe als Lack.

Heute konnte Kurt schließlich und endlich die Bodenplatten darauf legen, die vorher auch noch auf der Unterseite neu gestrichen werden mussten.

Ich hab heute kein Yoga. Daher kann Kurt innen weiter streichen, die Kasten Innenseite und die Wände des Gäste Bades.

Wir haben noch unsere 4 Türen, die renoviert werden sollten. Darauf klebt leider auch ein Belag, aber wir wollen sie nur abschleifen und dann Grundfarbe und Lack drauf. Sie haben viel Gewicht. Kurt würde gerne irgendwann neue bauen zu Hause aus dünnen Polyester Platten.

18.00 Ich darf die Türen im Freien unter dem Schiff streichen bei Kunstlicht. Es ist gerade dunkel geworden. Mindestens 20 Gelsen stürzen auf uns.

Im Anhänger sind Regale montiert, damit wir die frisch gestrichene Türen dort lagern können, während eine andere Standheizung in den Hänger bläst, damit alles schnell härtet.

Ich geh zu den Waschanlagen.

20.00 Regen und Wind haben einfach aufgehört und es ist wieder ganz still. So als wäre nichts gewesen. Der Zyklon,  das Sturmtief Harry hat gestern  im Osten von Sizilien viele schwere Schäden verursacht. Gestern ca 15.00 war es dann bei uns. Ich hab noch nie solch einen Regen erlebt. Böen schon, das hatten wir ja schon oft bei Gewitter.

Wir fahren zum Locker. Wir sind schon so in Verzug mit Pakete abholen, weil wir immer glauben, bald ist das Wetter besser und wir können tagsüber mit dem Fahrrad abholen  fahren. Aber leider, bis jetzt war es nicht möglich. Die Pakete bleiben nur 3 Tage im Locker, dann gehen sie zurück. So fahren wir eben wie immer wieder mit dem Wohnmobil.

Um im Bett mehr Luftfeuchtigkeit zu haben, haben wir uns eine Makramee Blumen Ampel gekauft. Darin hängt jetzt, am Fenster befestigt, ein voller, kleiner Luftbefeuchter. Hoffentlich bleibt er da oben mitsamt seiner Wasser Füllung und ergießt sich nicht auf mich während des Schlafens.

23.30 Wir haben vor, noch eine Runde zu machen.

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Samstag, 24.1.2026 – Ein riesiges Sturmtief zieht durch!

Beim Wasserhahn im Bad vom Wohnmobil kommt kein Wasser mehr, in der Küche schon.

Was kann hier passiert sein?

Zum Anregen der Pumpe können wir ganz leicht den Wasserhahn aufdrehen, dann kommt auch im Bad kurz Wasser.

Wir sehen zuerst außen in der Klappe nach, wo die WC Pumpe ist, ob wir hier zu der Elektronik der Dusche kommen, aber nein.

Gut, dann muss Kurt die komplette Dusche zerlegen, den Kasten drunter und dann immer weiter nach hinten, bis er zur Unterseite des Wasserhahnes kommt.

Es dauert eine Weile bis er den defekten Klick Schalter findet. ein Draht ist ausgerissen und hatte die Störung gemacht. Er operiert den Klick Schalter und lötet den Draht wieder an. Jetzt wieder zusammen bauen und dann sollte alles funktionieren.

Wir haben für uns bei Nebulus Thermo Wäsche gekauft. Gestern ist sie angekommen und ich würde sie gerne durch spülen und dann in der Waschküche in den Trockner geben.

Unterwegs treffe ich unsere Nachbarin von der großen Outremer 55. sie ist schockiert über das Wetter und möchte nicht mehr hier her kommen. Ich versichere ihr, dass es hier sicher ist, professionell und nicht so teuer, wie in anderen Marinas. Außerdem gibt es hier einen so großen Kran, dass er große Katamarane heraus heben kann, was in 70% der Marinas nicht der Fall ist.

Sie wissen nicht, wo sie hin sollen, wenn sie dann im Wasser sind. Sie sind völlig unerfahren, was das Mittelmeer betrifft. Beide haben voriges Jahr einen Segelkurs besucht, das war´s dann schon. Hier ist wirklich kein Anfänger Revier, um Erfahrungen selbst zu machen. Besser wäre es, wenn sie Freunde, Bekannte, andere Segler nach ihren Erfahrungen fragen. Ich habe im Grunde 50 Jahre Wind und Wasser Erfahrung. wir haben schon alles erlebt und wissen meist uns gut zu schützen. Ich denke aber, er möchte uns nicht  nach Erfahrungen fragen. Er hat ja schließlich die, viel größere, teurere Outremer gekauft.

Sie, Olga, ist da viel offener. Vielleicht lade ich sie noch ein, bevor wir heim fahren und wir sprechen über das Wichtigste. Auch die Wartung von Rettungsinsel und Seenot Funkgerät wäre sehr wichtig. Schließlich haben sie ein gebrauchtes Schiff gekauft und darf trotzdem dem Händler nicht blind trauen.

Mehr als anbieten können wir nicht tun!

13.00 Der Wind hebt sich und wird stärker. Regen beginnt. Ich laufe noch schnell zur Waschküche.

15.00 Ich hab einen Donner gehört, Kurt auch.

Dann geht´s los. Sturmböen mit unglaublich viel Regen rasen durch den Hafen. Man sieht nurmehr ein Schiff nach hinten. Der Himmel, die Umgebung sieht aus wie schwarz weiß. Keine Farben sind mehr enthalten.

Gut, dass ich gestern noch zum Strand gerollert bin und das Wetter ausgenützt habe.

16.00 Der Wäschetrockner wäre fertig, aber ich geh da jetzt nicht raus. Auch ein Paket mit einem Öl für die Ankerkette liegt in der Marina. auch dort geh ich jetzt nicht hin. Ich warte mal ab.

Die Wäsche kann ich auch nachts noch holen, das Paket am Montag. Morgen ist geschlossen.

17.00 Uniqa schickt mir gerade eine Wetter Warnung für den 14. Bezirk als SMS aufs Handy mit gefrierendem Regen und Glatteisgefahr für heute Nachmittag. d.h. Aufpassen meine Lieben und lieber Zuhause bleiben.

18.00 Der Regen scheint leichter zu sein. Ich mach mich auf den Weg zur Waschküche.  Auf der Bank neben den Waschmaschinen liegt Jean Francoise, ein Unterstandsloser, wie er mir später erzählt und grüßt mich freundlich. Er möchte sich nur wärmen hier. Wir kommen ins Gespräch. Er wohnt normalerweise in einem Zelt, aber da steht das Wasser drin im Moment. Am Heizkörper liegen seine nassen Schuhe.

Ich frage ihn, ob er etwas benötigt. Eine Flasche steht neben ihn mit weißer Flüssigkeit, ca. 1,5Liter.  Ich weiß nicht, was drin ist. Sie ist aus Kunststoff, hat auch ein Etikett.

Ich kann ihm essen bringen, wenn er möchte. Er willigt ein. Was bring ich ihm? Am Besten ich mach ihm ein kleines Ess Säckchen mit Brot, Fischdosen, Tomaten, Kekse, Maroni,…. und was ich noch leicht finde.

Kurt schleift gerade seinen gekitteten Fußboden. Montag bekommen wir die blaue Farbe in die Marina geliefert.

Ich packe Esswaren zusammen und geh zurück in die Waschküche. Auch ein Besteck lege ich dazu, das jemand weggelegt hat. Vielleicht möchte er es verwenden. Ich hab ja keine Ahnung.

Er bedankt sich und fragt mich nach meinem Namen. Hier in Frankreich spreche ich Brigitte immer französisch aus, wie Brigitte Bardot. Den Namen kennt jeder und kann ihn sich gut merken.

Meine Wäsche ist nicht so richtig getrocknet, aber ich hänge sie im Wohnmobil auf. Da ist so intensiv eingeheizt. Da wird sie schnell trocknen.

Jean Francoise und seine Situation beschäftigt mich noch ein wenig.

20.00 Kurt schleift noch ein bisschen weiter im Schiff.

Im Wohnmobil angekommen, stelle ich fest, dass jetzt zwar ‘Wasser aus dem Wasserhahn kommt aber der dusche Schlauch lässt sich nicht mehr raus ziehen. Für Heute Nacht reicht es. Morgen muss Kurt nochmal alle Rückwände ausbauen, um zu sehen, was jetzt wieder mit dem Schlauch passiert ist.  Er bewegt sich wieder raus, noch rein.

So vergeht wieder ein aufregender Tag mit jede Menge Kobolde, die uns necken und quälen.

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Freitag, 23.1.2026 – Besser wird´s nicht!

Wir müssen die Stunden so nützen, wie sie sind. Sobald die Regentropfen ein bisschen weniger werden, bin ich schon draußen. Selbst wenn es nur ein kleiner Walk zwischen den Regenfällen ist, zum Kai, zu den Mistkübeln, in die Marina.

Große Pakete bekommen wir immer in die Marina. Heute sind es 3 an der Zahl. Sie kommen aber von verschiedenen Botendiensten, somit muss ich 3x in die Marina gehen. Ich bitte um Entschuldigung und verspreche,  nächstes Mal mehr Mozartkugeln zu bringen. Sie lacht! Aber der kleine Raum, wo die Pakete gelagert werden in der Marina,  ist halb voll mit Paketen. Viele Menschen nützen diesen Service. Wir holen sie zumindest noch am gleichen Tag ab.

Ich geh entsorgen und befülle den Wassertank im Wohnmobil.

Kurt hat ein Rücken Trainings Gerät gekauft und wer turnt immer damit, ich natürlich. Es macht Spaß und ich kenn es vom Fitnesscenter. Man nennt es den römischen Stuhl.

Kurt repariert die Alurodel und lässt den Reifen mit Hilfe von Spülmittel hinein springen. Ich bin froh, dass wir wieder eine fahrende Alurodel haben.

Wir haben inmitten der Marina einen riesigen Entsorgungsplatz, wo man beinahe alles entsorgen kann, was nicht in den normalen Hausmüll gehört. Getrennt nach den jeweiligen Produkten, mit Bildchen stehen die Fässer aufgereiht. Alles, was nicht in die Tonnen gehört, kann man in einen riesigen Container werfen.

Kurt zerschneidet unseren alten Belag. Ich schleppe ihn mit der Alurodel zum Platz und werfe ihn ein. Er hat gut gedient, ist aber schon sehr zerstört. Darum musste er weg.

17.00 Ich sehe ein kleines Fleckchen blauen Himmel. Schnell auf den Roller und in irgendeine Richtung rollern.

Ich entscheide mich für den Strand, hab ein bisschen Gegenwind, aber nicht schlimm.

Natürlich werde ich nass. Aber ich bin ja ausgerüstet mit Gummistiefel und Regenjacke.

Ich sehe viele Flamingos, 2 Schwäne und natürlich Möwen und versuche mein neues Tele am neuen Handy.

          

Zum Sonnenuntergang verwandelt sich das Land in rotes, goldenes Licht.

An dem kleinen Strand, der nur von Kitern und Surfern genutzt wird, liegt hauptsächlich Plastikmüll, wie überall. Durch die Stürme hat er sich schon sehr zerlegt auf kleine Teile und man kann ihn kaum mehr einsammeln.

Ich mach eine kleine Runde über den Strand, fotografiere den Sonnenuntergang und möchte wieder zurück rollern.

Die Szene kommt mir bekannt vor. Der Wind hat gedreht von Südost auf Nord und ich hab wieder vollen, starken Gegenwind. Naja! Wenigstens war es ein Training.

Der Wetterbericht sagt Gewitter an für unsere Region.

Ich denke aber, es zieht vorbei. Kurt sagt, es war sehr schwarz am Himmel, wie ich am Strand war. Wäre er jetzt am Meer, hätte er schon den Motor gestartet und wasserfeste Kleidung angezogen.

18.30 Der Mond wird wunderschön von der Sonne angeleuchtet.

Mein Tele ist eine Wucht!!!!!!!

20.30 Ich bin wieder auf der Flucht vor der Stinke Farbe. Hab schon alles gepackt mitsamt einer vollen Teekanne. Kurt streicht im Gästebereich die Bilgen, endlich mit der richtigen Farbe und nicht mehr mit dem Unterlack. Das Ganze beginnt ein Ende zu bekommen, so hoff ich auch.

21.30 Kurt ist fertig. Es hat gar nicht lange gedauert.

23.00 Wir gehen noch eine Runde.

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Donnerstag, 22.1.2026 – Regen, Regen, Regen!

El Ninjo hat uns fest im Griff und bringt überall solche Wetter Kapriolen.

Ich versuche mit Regenjacke und Gummistiefel  ausgerüstet, zumindest zu entsorgen. Beim Befüllen des Kanisters fällt mir ein, dass ja unsere Alurodel gestern schlapp gemacht hat und das Rad abgeworfen hat. Somit muss ich es wegtragen. Hoffentlich wird es nicht zu voll.

Es regnet sehr intensiv. Der Wind hat auf Nord gedreht und fühlt sich sehr kalt an. An ein Arbeiten im Freien ist nicht zu denken. Nicht einmal unter dem Schiff, denn es ist zu kalt.

Kurt ist im Schiff und heizt alle Standheizungen ein. Der Kit, den er gestern noch auf dem halben Boden verteilt hat, ist gut gehärtet, aber zum Schleifen doch noch zu weich.  Unten im Gästebad hingegen ist es nicht genug gehärtet, weil es nachts zu kalt war. Da kann man noch nicht drauf streichen.

Während Kurt gestern unten im Bad war und den Stinke Lack verteilt hat, hab ich schnell zusammen gepackt und wollte noch wegräumen. Natürlich bin ich unabsichtlich in die einzige frische Kit Stelle getreten. Kurt hat mich nur schimpfen gehört, wusste aber zum Glück nicht warum.

Somit hab ich meine verklebten Schuhe und eine Rolle Putzpapier demonstrativ vor die Türe gestellt, damit er sieht, was ich angestellt habe. Natürlich konnte er den Abdruck im Kit wieder reparieren und meine Schuhe wieder putzen. Gewohnheit ist eine schlimme Sache.

Heute ist Kurt ins frisch gekittete gestiegen und ich musste lachen.

Viele Pakete liegen im Locker. Wir werden sie nachts abholen, entweder mit dem Auto, wenn der Regen nicht aufhört oder mit dem Rad. Das wäre dann sicher eine spannende Nacht Tour über 2 Stunden hin und zurück im Dunkeln, falls es nicht mehr regnet. Aber ich denke, kalt ist es trotzdem.

19.00 Ich hab noch Yoga.

21.30 Wir besprechen, was am Besten jetzt, wie zu tun ist und entscheiden mit dem Auto die Pakete abzuholen, damit es nicht zu spät wird. Kurt will ja noch fertig kitten, die 2. Hälfte des Raumes. Ich halte mich lieber fern.

Wenn er fertig ist, gehen wir noch eine Runde.

23.00 Es herrscht absolute Windstille. Nach der stürmischen, lauten Nacht und dem Starkregen während des ganzen Tages, fühlt sich diese Windstille wie ein Segen für uns an.

Die Luft riecht frisch und aufgeladen und die Bilder sprechen für sich. Ich fühle mich wie nach einer langen Meditation.

Gute Nacht, bis Morgen!

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Mittwoch, 21.1.2026 – Markttag mit Hindernissen und unsere Ankerkette!

8.30 Ich hab uns den Wecker gestellt und möchte gerne um 10.30 am Fahrrad sitzen, damit ich nicht zu spät komme. Die meisten Stände beginnen um 12.00 wegzuräumen und ich hab noch ca 3,5km Weg.

Heute gibt es nur ein schnelles Frühstück ohne Ei. Hier hab ich euch mal ein Frühstücks Foto erstellt.

Der Brei besteht aus vielen verschiedenen Ballaststoffen, Soja, Zimt, Leinöl und verschiedensten Früchten. Obendrauf kommt dann als Pulver Brennnessel, Bitterstoffe, Opc und Herzenswärme, meine eigene Mischung.

10.30 Kurt telefoniert gerade. Ich montiere den Akku in der Fahrradtasche und fahre los. Aber es fühlt sich heute seltsam an und vibriert. Ich frage nach. “Fahr weiter!” ist die Antwort, “wenn du eine Panne hast, hol ich dich. Wahrscheinlich schleift nur die Packtasche”. Ich versuche es, aber diese Vibrationen werden immer stärker. Ich bin zwar schon über einen km gefahren, aber das “fahr weiter” hat in meinen Augen keinen Sinn.

Kurt kommt mir entgegen und wir tauschen schnell die Räder. Ich radel wieder los. Aber oh Schreck, da ist ja kein Schloss drauf auf diesem Rad. wie soll ich es denn absperren. Wieder ein Telefonat, dass ich zurückkomme, um das Schloss zu holen.

Mittlerweile ist es 11.00 ! Das hab ich gebraucht! Jetzt aber ordentlich in die Pedale treten!

Ich kann meinen ganzen Einkauf erledigen. Es ist angenehm warm und die Sonne scheint.

Gut, dass ich nicht aufgegeben hab.

12.30 Wir singen unserem 2-jährigen Enkel ein Geburtstags Ständchen in unserer Wichtel Kleidung. Ich finde das Video ist zum krumm lachen.

15.00 Ausgerüstet mit Kübel, Chlor und Putztuch wasche ich die Wände vom Ausleger, zumindest so weit ich komme.

Im Sommer haben wir vielleicht mehr Gäste als Betten, daher sollten wir zumindest einen Ausleger, eine Seite bewohnbar machen.

Wir müssen den Ausleger komplett ausräumen, dann kann ich weiter waschen und Kurt streichen mit der Stink Farbe. Aber ab Mitternacht kommt wieder Regen auf eine Woche. Daher müssen wir noch abwarten mit dem Ausräumen.

Im Ausleger lagern wir die Segelsäcke, mein Standup Board mit den Rudern und alle großen Dinge, die woanders nicht Platz haben.

Simon vom Bootsshop schreibt mir, dass die Kette um 14.00 voraussichtlich geliefert wird. Warten wir lieber noch eine Weile mit dem Abholen. Wir sind ja in Südfrankreich. Da gehen die Uhren anders.

16.00 Jetzt wagen wir es und gehen mit der Alurodel zum Bootsshop. Er gibt uns einen Schlüssel. Im Keller in einem Lagerraum liegt unsere Kette.

Jetzt wird´s griffig. Nach längerem suchen, welchen Raum er meint, finden wir unsere Kette. Sie liegt auf einer Palette, anstelle in einem Fass. Ich sehe aber ein Fass, das wir uns ausborgen können. Kurt schöpft 70m verzinkte Ankerkette in das Fass, das Fass schieben wir auf die Alu Rodel. Aber dann geht es bergauf aus dem Keller raus.

Das schaffen wir und die Rodel auch noch. Aber dann mitten auf der Straße, als wir gerade unter dem Kran durch gehen, macht die Rodel schlapp und schleudert ein Rad weg. Oje!

Jetzt muss doch das Wohnmobil herhalten. Kurt füllt die Kette ins Auto, ich bringe das Fass und den Schlüssel zurück.

Sehr hübsch ist sie. Hier unter dem Schiff, wollen wir sie nicht  liegen lassen.

Der Ankerkasten ist innen schmierig, ölig und braun vom Rost und dem Fett, das ich aufgetragen habe jedes Jahr, um das weitere rosten zu verhindern.

Eine Waschlauge reinigt wunderbar den Ankerkasten. Jetzt darf der neue Anker in den Kasten gezogen werden.

Der Himmel färbt sich dunkelgrau.

18.00 Der wind ist da, der gestern die laute Brandung erzeugt hat. Er hat einen ganzen Tag hierher gebraucht. Es tost und pfeift wieder einmal im Hafen.

Um 0.00 soll der Regen beginnen mit einer riesigen Wolke sagt das Regen Radar.

20.00 Kurt schleift innen im Schiff den Fußboden weiter. In ein paar Tagen wird die große Lieferung Farbe und Polyester kommen. Es wird schön aussehen, schöner als mit dem alten Belag.

Aber bis dorthin ist noch ein langer Weg.

21.00 Kurt beginnt die Hälfte des Innenraumes zu kitten, damit wir danach noch rausgehen können. Dann muss es härten über Nacht. Vielleicht lassen wir die Heizung laufen.

Morgen dann die zweite Hälfte, wieder härten, kurz über schleifen und dann das ganze auf einmal streichen mit Stink Farbe. Danach darf es ordentlich trocknen und härten. Ich glaube dazwischen kommen auch noch ein paar Lagen Polyester Flies hinein.

Ich geh mal entsorgen und horchen was der Wind so tut. Es ist sehr ungemütlich draußen, pfeift, klappert und stürmt. Ich hab´s gewusst gestern, wie ich die Dünung gehört hab, dass wieder so ein heftiger Ost Wind auf uns zukommt.

Mit den Wetter Kapriolen hier bin ich ja schon ziemlich vertraut. Das ist auch wichtig, um hier zu überleben. Besonders wenn wir am Meer sind.

22.30 Es beginnt schon heftig zu regnen. Der Wind hat 80-100km/h! Das ist kein Wetter mehr für Spaziergänge. Ich flüchte ins Wohnmobil, da Kurt streicht.

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Dienstag, 20.1.2026 – ein Tausendsassa Tag!

Ich hoffe, ihr kennt den Ausdruck. Das ist ein Tag, an dem ganz viel passiert, oder ganz viel weiter geht, ganz viel erledigt werden kann. Es gibt nicht so viele davon, leider! Meist sind Kobolde da und necken uns.

8.00 Der Wecker läutet! Kaum zu glauben!

9.00 Wir sitzen beim Frühstück, sind aber mit den Gedanken schon weiter.

Kurt heizt am Schiff die Heizung ein. Heute kommt die Masseurin, um ihn zu massieren und davor gibt es noch einiges zu tun.

Der Lack, den Kurt am Abend und in der Nacht noch verstrichen hat, riecht zum Glück nicht mehr. Das ist schon mal gut!

Die Sonne lugt heraus. Ich denke, wir müssen die Heizung ausschalten. Sonst wird es eine Sauna und nicht eine Massage.

Alex versucht telefonisch unter Kurt´s Anweisungen, die Heizung zuhause zu reparieren und das dauert wirklich lange.

Ich fülle den Wassertank im Wohnmobil und entsorge das Grauwasser vom Schiff und vom Wohnmobil. Dann noch aufräumen und das Auto startklar machen. Nach der Massage müssen wir unbedingt einkaufen fahren. Und das startklar machen heißt, jedes frei stehende, oder freiliegende Teil zu verstauen, sodass nichts durchs Auto fliegt während der Fahrt.

Weiters noch den Müll trennen und draußen entsorgen.

Ich bin so froh, dass es hier kein Flaschenpfand gibt. Das ist ja wirklich ärgerlich, das wir dies haben in Österreich und sicherlich ein Gewinn für den Supermarkt. Der Konsument hat da nichts davon. Oft ist das Pfand teurer, wie die Flasche. In Italien gibt es auch kein Flaschenpfand, nur in Österreich und in Deutschland.

11.45 Marion, die Masseurin ist schon da!

Die nächste Stunde gehört mir, während Kurt massiert wird.

Ich möchte gerne wieder einmal laufen gehen. Nachdem es so oft regnet, hab ich das Laufen vernachlässigt, oder so wie am Anfang, zu kalt war. Aber jetzt ist es ideal für Freiluft Sport. Es hat 15 Grad, die Sonne scheint, fast kein Wind weht.

Was steht denn hier am Wegesrand, im Gras, obwohl keine Bäume weit und breit wachsen. Witzig! Sieht doch einem Parasol ähnlich?  Natürlich pflücke ich ihn nicht, um ihn zu essen.

Ich schaffe nur ein bisschen mehr wie 3km, werde mich aber wieder steigern.

13.30 Wir essen noch unseren Bismarck Fisch, der hier besonders weich und gut ist.

Wer einen möchte, ich kann euch einen mitbringen.

14.30 Es ist wunderbar warm draußen. Während Kurt zusammen packt und seine Lieferungen kontrolliert, schwing ich mich noch auf den Roller und schaffe auch noch 2km.

So das passt mal fürs Erste.

Es ist sehr mühsam hier einzukaufen, weil immer etwas aus ist. d.h. wenn es etwas gibt, so wie die Eier, obwohl wir sie gar nicht benötigen im Moment, muss man sie kaufen. Denn eine Woche später kann auch wieder alles leer sein. Seit Weihnachten warte ich auf Haferflocken, die nicht nachgeliefert wurden. Zum Glück wurde ich heute im 2. Supermarkt fündig. Aber es ist trotzdem mühsam. Bei uns ist im Grunde immer alles da! Solche Zustände haben wir zum Glück nicht.

Ich hab viel eingekauft. Damit müssten wir jetzt eine Weile auskommen. Kleinigkeiten kann ich ja mit dem Rad besorgen, wenn es nicht wieder regnet.

18.00 Ich bereite für mein online Pilates vor. Wir schalten meine Standheizung ein, als es einen Blitz macht und die Elektronik  kaputt geht. Na toll! Heute ist wohl zu viel Energie in der Luft. Das liegt sicher an den Sonnenstürmen.

Zum Glück ist es mild und wir teilen uns eine Heizung und es ist warm genug beim Pilates.

19.00 Meine Pilates Stunde wird toll und alle sind zufrieden.

Kurt hat noch ein paar zusätzliche Elektronik Teile heute geliefert bekommen und verknüpft sie mit seinem bisherigen System. Alles kann ich schon auf Knopfdruck einschalten, meist vom Handy aus. Erklärungen gibt es, wenn ich es selbst verstanden hab.

Jetzt wisst ihr, warum ich erst so spät heute dazu gekommen bin, zu schreiben. Es war einfach zu viel los, aber ein ausgefüllter Tag.

Ich weiß noch nicht, ob Kurt nochmal streichen geht, oder ob wir spazieren gehen oder beides oder beides nicht.  Mal sehen was noch kommt!

Kurt geht die Farbe aus nach 20 Minuten. Somit kommen wir auch noch zu unserer nächtlichen Spazierrunde.

Es ist mild und völlig windstill. Je näher wir ans Ende der Marina kommen, nach Südosten genauer gesagt, umso lauter wird ein Geräusch, das wir schon aus alter Zeit kennen. Vor zwei Jahren sind wir sogar rausgefahren, um zu sehen, wo dieser Lärm her kommt. Hier ist nichts rundherum, nur das Meer und ein paar Häuser.

Es ist die Dünung, die dem Wind vorauseilt. Das finde ich immer so faszinierend. Irgendwo da draußen am Meer weht sehr starker Wind. Der Wind erzeugt eine Welle am Meer und sie beginnt zu laufen und landet als laute Brandung irgendwo am Strand. Und das alles bei totaler Windstille.

Wir stehen noch eine Weile und lauschen dem Natur Schauspiel.

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Montag, 19.1.2026 – Regen, schleifen, streichen und immer noch Regen!

Die Abstände zwischen den Regen Pausen sind zu kurz, um draußen etwas tun zu können. Ich konnte genau 1x zum Glas Container gehen, das war´s dann auch schon wieder. Es regnet auch zu viel und zu stark.

Gut, bleiben wir eben im Schiff.

Heute ist scheinbar Flugtag oder Übungstag, denn alle möglichen Flugzeuge überfliegen unseren Hafen.

Die Löschflugzeuge erkenn ich schon am Klang. Sie fliegen immer besonders nah an den Masten vorbei. Zumindest von unten sieht es so aus!

Ich korrigiere die gestern geschliffenen Stangen an den Stellen, wo keine Maschine hin kommt, bzw. nehme ich die schmälere Schleifmaschine.

Danach stell ich fest, dass die Stangen in eine Fläche münden, die auch nicht mehr schön aussieht und drunter  geht es auch so weiter.

Soll ich jetzt nur die 3 Stangen streichen? Wir beraten kurz und Kurt meint, alles streichen. Allerdings bedeutet das für mich, alles anschleifen, sonst hält die Farbe nicht.

Kurt ist in der Zwischenzeit im Gästebad und schleift seine gestrigen gekitteten Stellen.

Mittagessen!

Ich bin fertig! Mehr schaff ich nicht. Muss ich ja doch die schweren Maschinen halten und bewegen. Kurt bessert kurz nach.

Jetzt könnten wir beide streichen. Ich klebe noch die Ränder ab, die nicht gestrichen werden.

Wir haben aber nur eine dichte “Gasmaske”, wie ich sie nenne und die kann ich wirklich nicht aufsetzen. Sie dichtet das Gesicht komplett ab. Ich glaube, da krieg ich Zustände.

Zum Glück ist es gerade die gleiche Farbe, die wir beide benötigen.

Kurt mischt die 1. Farbe im richtigen Verhältnis Farbe und Härter und verjagt mich dann aus dem Schiff.

Im Freien bei Wind hat der Geruch keine Rolle gespielt, aber im Innenraum ist es nicht machbar ohne Schutz.

So pack ich meine sieben Sachen und stapfe ins Wohnmobil. Daher kann ich euch auch jetzt schreiben.

Es regnet weiter.

18.00 Kurt hat das Streichen im Cockpit beendet und geht jetzt zur Bilge ins Gästebad und streicht noch die Innenseite des Kastens.

Ich bin kurz draußen um zu sehen, wie es ihm geht. Es dämmert gerade.

Wenn ich den Scheinwerfer finde, könnte ich doch im Dunkeln  eine Roller Runde machen.

Ausgerüstet mit Regenjacke und Gummistiefel roller ich Richtung Hafen. Es macht großen Spaß durch die Lacken zu fahren.

Am Kanal stehen 2 mysteriöse Frachter. Sie haben Tag und Nacht Licht brennen, den Motor laufen und es raucht, dampft aus der Ladefläche. Kurt meint ein schwimmendes Aquarium und da sind vielleicht Fische drin. Na ich weiß nicht!

20.00 Kurt ist endlich fertig mit dem Streichen, frisch gestärkt und er möchte gerne eine Runde mit dem Roller fahren zum auslüften.

Dann fahr ich natürlich nochmal mit.

Wir kommen bis zum Kat Steg. Es sind viele große Pfützen, aber mit Roller und Gummistiefel kein Problem.

Es ist angenehm mild bei 12 Grad und niemand ist auf der Straße.

Somit bin ich 12km gerollert in 2 Stunden. So ein Roller ist schon ein tolles Gefährt.

Der Regen hat aufgehört, der Wind auf Nordost gedreht und für die nächsten 2 Tage soll es nicht mehr regnen.

Heute gönnen wir uns ein Marina Bad mit extra viel heißem Wasser.

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